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Aktueller Online-Flyer vom 07. Dezember 2019

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Immer wieder mittwochs
Köln (NRhZ, 27.11.2019) Die NRhZ behandelt in Ausgabe 727 eine breite Palette an Themen. So wird z.B. deutlich, was viele Bundestagsabgeordnete nicht sehen wollen: dass sie nach § 13 des Völkerstrafgesetzbuchs wegen Führung eines Angriffskriegs oder einer sonstigen Angriffshandlung mit lebenslanger Freiheitsstrafe zu bestrafen sind. Sie wollen weiter mit der NATO gemeinsame Sache machen. Das geht aus den inzwischen 35 Reaktionen auf den Appell der Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO" hervor. Emmanuel Macron gibt mit seinen Äußerungen vom "Hirntod" der NATO und dem Ende der westlichen Hegemonie über die Welt Veranlassung zur Frage, ob er, der vom "Tiefen Staat" ins Rennen gebracht ist, zum Gegner des "Tiefen Staates" mutiert. Yavuz Özoguz sieht in seinem Artikel "Das Imperium will den Endsieg", wie die Jugend "in die Klimafalle gelockt" wird – "ein Klima, für das sich die Rattenfänger des Imperiums am wenigsten interessieren". Brigitte Queck berichtet über die Veranstaltung "Die Lüge zum Abschuss der MH17". Rainer Rupp erkennt einen dringend notwendigen Hoffnungsschimmer für Julian Assange. Ulrich Gellermann beleuchtet die Rolle von Außenminister Maas auf dem Weg zum Krieg der Sterne. Mit dem Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Trump befasst sich Wolfgang Bittner. Den Count-Down eines US-Kriegs gegen den Rivalen China beobachtet Wolfgang Effenberger. Bei Kemal Bölge geht es um die Türkei – um die Verhaftung eines türkischen Rechtsanwalts und um das Gülen-Netzwerk. Über die aktuelle Situation in Chile berichtet Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait. Innenpolitisch geht es um den Entzug der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA – in Beiträgen von Esther Bejarano, Klaus Hartmann und Sabiene Jahn. Der Filmclip dokumentiert einen Vortrag von Christoph Glanz, dem es gelungen ist, mehr als eine Stunde lang über die Situation in Palästina und die Menschenrechtsorganisation BDS zu referieren, obwohl es den Aufruf zum Stören des Vortrags gegeben hatte. Und Evelyn Hecht-Galinski ruft unermüdlich dazu auf, Palästina zu retten. Die Fotogalerie "Marsch auf Stocamine" von Peter Betscher führt uns zum Protest gegen die Giftmülldeponie in Wittelsheim/Elsass. Eine besondere Filmkritik kommt von Andrea Duffour: sie schreibt als Sama ihrer Mutter, der Filmemacherin, einen offenen Brief aus der Zukunft und entlarvt so "For Sama" als einen Film, der sich nahtlos in die Lügenkampagnen der westlichen Welt gegen Syrien einreiht. Das und einiges mehr bietet sicher anregende Lektüre und Motivation zu eigenem Handeln. Für Eure – auch finanzielle – Unterstützung bedanken wir uns. Hier das Konto: "Anneliese Fikentscher, IBAN: DE76 3701 0050 0405 2275 03, BIC: PBNKDEFF, Stichwort: NRhZ" mehr...
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Allgemein  vom 27.04.2018
Öffentliche Erklärung, 8./9. Mai 2018, in fünf Sprachen - mit Unterzeichnungsmöglichkeit
Wir Europäer sagen NEIN zu einem Krieg gegen Russland!
Von Rudolf Hänsel, Ullrich Mies und Mitunterzeichnern

Zwei Weltkriege sind genug! In der Vergangenheit ließ sich Deutschland in den Ersten Weltkrieg hineinziehen und hat im Zweiten Weltkrieg dem russischen Volk unermessliches Leid zugefügt. Wir werden nicht zulassen, dass sich dies noch einmal wiederholt! Wenn die deutsche Vasallen-Regierung in Komplizenschaft mit den Kriegstreibern in Großbritannien und Frankreich unter der Führung der USA und der NATO einen neuen Angriffskrieg gegen Russland plant, dann tut sie das nicht in unserem Namen! Zu Krieg und Frieden haben wir, die Bürgerinnen und Bürger, das letzte Wort! Wir sagen NEIN zu Krieg und Gewalt in den internationalen Beziehungen und verurteilen die fortgesetzte Kriegstreiberei, Aufrüstung und Militarisierung! mehr...

 

Aktuelles  vom 04.12.2019
"World War Zero" – Die Klima-Kampagne wird zum Weltkrieg
Der Tiefe Staat taucht auf
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Die Operationen fff und xr reichen offensichtlich nicht. Wesentliche Kräfte wollen nicht mitspielen. Sie stellen sich immer noch quer – z.B. US-Präsident Donald Trump. Jetzt ist der Außenminister des Drohnenmörders und Kriegsweltmeisters Obama, John Kerry, am Zug. Und auch der Kriegsverbrecher Bill Clinton ist dabei. Da passt es hervorragend, den Weltkrieg auszurufen – den "World War Zero". Da muss auch Hollywood dabei sein. Es geht schließlich um die Rettung des Kapitalismus – getarnt als Rettung des Klimas. "Zahlreiche Politiker, Prominente und Militärs haben sich in den USA zu einem Bündnis gegen den Klimawandel zusammengeschlossen. Initiator der Klimaallianz ist der ehemalige US-Außenminister John Kerry. Die Erderwärmung sei eine 'Frage der internationalen Sicherheit', begründete er die Initiative mit dem Namen 'World War Zero'. Nach Kerrys Angaben hoffen die Gründungsmitglieder, die US-Bürger 'wie im Krieg' für den Kampf gegen die Treibhausgase zu mobilisieren." So meldet es tagesschau.de am 2. Dezember 2019. Der Name "World War Zero" stehe sowohl für die "Bedrohung der nationalen Sicherheit durch die Erwärmung der Erde" als auch für die "Art der Mobilisierung in Kriegszeiten". Mit diesen Worten läßt die "New York Times" am 30. November John Kerry als einen Sprecher des Tiefen Staates zu Wort kommen. Nun wissen wir es: wir leben in Kriegszeiten. Es ist der Krieg, mit dem der Kapitalismus auf eine neue Stufe seiner Entwicklung gehoben werden soll – unter dem Deckmantel von "Klimaschutz" und "Klimagerechtigkeit". mehr...

 

Aktuelles  vom 04.12.2019
Europäisches Parlament stimmt für die Kernenergie
Ist die Kernkraft "grün", "CO2- und klimaneutral"?
Von Claudia von Werlhof

Am 28. November 2019 stimmte das Europäische Parlament in Brüssel für die Kernenergie, weil sie als CO2- und klimaneutral definiert ist. Dies geschah, als eine Resolution für die kommende UN-Klimakonferenz in Madrid verabschiedet werden musste. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europaparlament, Ska Keller, stimmte dafür, während die Mehrheit der Grünen dies nicht tat, weil die Atomfrage historisch gesehen die grundlegendste für die grüne Politik ist. Es scheint jedoch, dass sich dies ändern und eine Spaltung der grünen Parteien in dieser Frage unvermeidlich sein wird. Diese Entscheidung wurde am selben Tag getroffen wie die Erklärung über einen "europäischen Klimanotstand", die begleitet wurde von einer weiteren Entscheidung über ein Klima-Budget von Billionen Euro - in Zusammenhang mit einem "Green New Deal" und einer "Digitalisierung" als den wichtigsten Themen der neuen Europäischen Kommission unter Ursula von der Leyen, die ihren ersten Tag als neue Präsidentin dieser Kommission im Europaparlament hatte. mehr...

 

Aktuelles  vom 04.12.2019
Sechster Kölner Karlspreis der Neuen Rheinischen Zeitung an Sabiene Jahn
Respekt und Perspektive
Sabiene Jahn – interviewt von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

"Wir sind das Volk" ist der berühmt gewordene Ruf nach Mitbestimmung in einer historischen Phase Deutschlands, der von Meinungsmanipulatoren unmittelbar in "Wir sind  e i n  Volk" verkehrt wurde. Noch im Umfeld der Geschehnisse hieß es hie und da "Wir sind ein blödes Volk". Heute wissen wir genauer, wohin die Hoffnung viele Menschen geführt und gar nicht selten zutiefst enttäuscht zurückgelassen hat. Im Laufe des historischen Prozesses schien gar der Frieden greifbar nahe. Heute steht fest: der Krieg ist greifbar nahe. Die – vorgeschobenen – Werte der "westlichen Gemeinschaft" sind manipulative Lippenbekenntnisse. Der Psychologe Günter Rexilius äußert sich dazu 2019 wie folgt: „Aus der aktuellen Bedrohung, die sich täglich verschärft, gibt es keinen, wenn nicht einen revolutionären Ausweg in das Reich der Freiheit, in dem alle Menschen friedlich, gerecht und würdevoll, in wertschätzender Verbindung zur Natur, leben können. Ihr selbstbewusstes und angstfreies Erleben, Denken und Fühlen sind das innere humane Gegengewicht zu einem global tödlichen kapitalistischen System. Sie müssen allerdings entschlossen und ausdauernd erkämpft werden, nach außen wie nach innen.“ Die für den sechsten Kölner Karlspreis für Engagierte Literatur und Publizistik nominierte Kommunikationswirtin und Künstlerin Sabiene Jahn macht sich in diesem Sinne an der Basis stark für eine unabhängige Meinungsbildung fernab jeder Bevormundung und Ohnmacht. Die Neue Rheinische Zeitung stellt sie im folgenden spannenden Interview ihren Leserinnen und Lesern vor. mehr...

 

Aktuelles  vom 27.11.2019
Weitere Reaktionen auf den Appell der Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO" an Bundesregierung und Bundestag
Debatte um die Verbannung der US-Kriegsmaschinerie kommt in den Bundestag (2)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Ende Oktober hatten wir in der NRhZ berichtet: "Mit Datum vom 26. September 2019 hatte die Kampagne 'NATO raus – raus aus der NATO' an die Bundesregierung und alle Bundestagsabgeordneten per Briefpost einen Appell gerichtet, den Truppenstationierungsvertrag und die Mitgliedschaft in der NATO zu kündigen. Dies ist offensichtlich nicht ohne Wirkung geblieben." Bis zum 23.10.2019 waren als Reaktion darauf 25 Schreiben eingegangen. Und die Bundestagsfraktion DIE LINKE hatte mit Datum vom 17. Oktober 2019 den Antrag "Abzug der US-Soldaten aus Deutschland" und damit die Forderung nach Kündigung des Truppenstationierungsvertrags in den Bundestag eingebracht. Innerhalb eines Monats (zwischen dem 24. Oktober und dem 24. November 2019) sind zehn weitere Schreiben als Reaktion auf den Appell eingegangen. Damit liegen jetzt insgesamt 35 Antwortschreiben vor - eins von den GRÜNEN, vier von der SPD, sechs von der FDP, sechs von CDU/CSU, sieben von der LINKEN, neun von der AfD, eins vom "Verteidigungsministerium" und eins vom Wirtschaftsministerium. Das Schreiben eines CDU-Staatssekretärs ist gleichzeitig als Antwort des Bundesinnenministeriums zu werten. Nachfolgend eine Auswahl von Auszügen aus den 10 zusätzlichen Schreiben: mehr...

 

Aktuelles  vom 27.11.2019
Veranstaltungen, die Du nicht verpassen solltest. Zumindest solltest Du wissen, dass es sie gibt. Beachte auch die Rubrik: REGELMÄSSIG
Last Minute ::: Termine ::: Vorschau
Von Infopool

VORTRAG / FORUM Public Climate School (Montag-Freitag, 25.-29.11.2019, Students for Future Köln, Universität Köln. Programm), Elke Winter: Der kurze Traum vom Frieden. Sonja Lerch, Heldin und Pazifistin (Donnerstag, 28.11.2019, 19.30 Uhr, Nürnberg, Friedensmuseum, Kaulbachstraße 2), John Shipton / Vater von Julian Assange / und Sevim Dagdelen: Keine Auslieferung von Julian Assange an die USA! Free the press, stop the war! (Freitag, 29. November 2019, 18.30 Uhr, Köln, Universität Köln, A1 im Hörsaalgebäude, Albertus-Magnus-Platz), Winfried Wolf: Klimakrise / Mobilitätskrise / Stadtkrise, Konsequente Verkehrswende jetzt! (Montag, 2. 12., 19 UHR, Köln, DGB-Haus, Hans-Böckler-Platz 1), Preisverleihung des Netzwerks kurdischer AkademikerInnen an Prof. Dr. Norman Paech / Laudatio Rolf Gössner und Prof. Dr. Hamit Bozarslan (Samstag, 7. Dezember 2019, 18.30 Uhr, Museum Ludwig, Anmeldung), Stephan Mögle-Stadel (Dag Hammarskjöld-Biograph): Heimatland Erde (Di., 10.12.2019, Wuppertal, cafe pegah), Patrick Baab: Im Spinnennetz der Geheimdienste. Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet? (Freitag, 13.12.2019, 18.30 Uhr, Köln, Philosophischer Salon, Anmeldung ...), Koblenz im Dialog mit Dirk Pohlmann: Der Fall Herrhausen (Montag, 16.12.2019, 18 Uhr, Koblenz, Deutscher Kaiser Restaurant, Kastorstraße 3), Georg Meggle: Wer ist Antisemit? Eine Begriffsbestimmung (Mittwoch, 12. Februar 2020, 18-20 Uhr, Humboldt-Universität/Berlin) AUSSTELLUNG / KUNSTAKTION – ... bis 20. Dezember 2019: David Bacon - One Job should be enough. Hotel workers in the most expensive City of San Francisco (Front Page Gallery, 50 Frida Kahlo Way, Bungalow 615), Fotohistorischer Vortrag: Hans-Michael Koetzle zum Werk der Fotografen Wolff & Tritschler (Donnerstag, 28. November 2019, 18 Uhr, Köln, Museum Schnütgen, Cäcilienstraße 29-33), ... bis 8.12.2019: George Georgiou: Americans Parade (Köln, Galerie Lichtblick, Steinberger Str. 21), ... bis 18.12.2019: Mensch, wo gehst Du hin? Arbeiten zur Migration von Hans Wallner, Kurt Bachner, Gabriele Griese-Heindl, Kunst für Frieden e. V. (Nürnberg, Friedensmuseum, Kaulbachstraße 2), ... bis 12. Januar 2020: Der Amateur. Vom Bauhaus zu Instagram (Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe),  Nakba, Flucht und Vertreibung der Palästinenser (siehe auch Rubrik AUSSTELLUNGSVERLEIH) – THEATER / KABARETT / LESUNG – lisa fitz life: Flüsterwitz (Dezember 2019, lisa-fitz.de) – FILM "Wir sind hier. Vorhang auf für Gaza" von Sabrina Dittus, Palästinensische Filmtage mit Schwerpunkt Gaza (27.-30. November 2019, Bonn, Kino in der Brotfabrik, Kreuzstr. 16), Filme der Kölner Wochenschau. 50 Jahre SSM Sozialistische Selbsthilfe Mülheim (Freitag, 29. November 2019, 18-19 Uhr, Köln, Möbelhalle, Am Faulbach 2), clips&links: youtube.com/user/arbeiterfotografie/videos und /playlist – KONZERT Guy Dawson: Irish Folk, Blues and Classic Hits (Samstag, 14.12.2019, 18 Uhr, Nassau, Am Marktplatz)  – AKTION – Demo on International Day of Solidarity with the Palestinian People. Rally/Call: Justice for Gaza (Freitag, 29. November 2019, 14.00, Den Haag vor dem ICC), Freitag vor der Klimakonferenz in Madrid: Globaler Klimastreik (Freitag, 29. November 2019), Demonstration am Kohlekraftwerk Jänschwalde in der Lausitz (Samstag, 30. November, weitere), Fahrt zum Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo (7. Dezember 2019, Schlaumeierreisen, ab Duisburg, anmelden: Edith Fröse 0151/14 27 49 34 & Hannah Schönig 0160/95 66 50 21), Aktionskonferenz der Kampagne Stopp Air Base Ramstein (Sonntag, den 15.12.2019, von 11.30-18 Uhr, Frankfurt, SAALBAU Gutleut, Rottweiler Straße 32, Anmeldung), Aufruf zum internationalen Aktionstag gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung (Samstag, 28. März 2020, Bochum, Frankfurt/M., Hannover, Leipzig, Regensburg, München, Münster, Potsdam... Köln), UZ-Pressefest 2020 (28.-30. August 2020, Dortmund, Revierpark Wischlingen) +++ REGELMÄSSIG +++ NEU +++ NEU +++ mehr...

 

Lokales  vom 04.12.2019
Veranstaltung "Keine Auslieferung von Julian Assange an die USA! Free the press, stop the war!", Köln, 29.11.2019
Krieg gegen Journalisten
Von Felicitas Rabe

Am Freitag, den 29. November 2019 fand in der Universität Köln eine Podiumsdiskussion mit John Shipton, dem Vater von Julian Assange, und der linken Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen statt. Vor ungefähr 150 interessierten Zuhörern berichteten sie über die Hintergründe der Inhaftierung von Assange. Dabei kam auch zur Sprache, was ihn motiviert hat, sich für die Veröffentlichung von unbequemen Wahrheiten einzusetzen. Mit seiner Inhaftierung und Verfolgung würde vor allem ein Exempel gesetzt. Wer sich mit denjenigen anlege, die meinen, die Wahrheit gepachtet zu haben, solle gewarnt sein. mehr...

 

Inland  vom 04.12.2019
Die Bundesregierung will die Betätigung der Hisbollah in Deutschland verbieten - Ein Beschluss, hinter dem die USA und Israel stehen
Ein schiefer Blick auf die Realitäten im Nahen Osten
Von Arn Strohmeyer

Die Bundesregierung will ein Betätigungsverbot für Vertreter und Anhänger der Hisbollah in Deutschland durchsetzen. Damit soll die schiitische Organisation mit der kurdischen PKK und dem „Islamischen Staat“ (IS) gleichgestellt werden Man kann in diesem Zusammenhang auch noch die Hamas nennen, die wie die Hisbollah in westlicher Sicht eine „Terrororganisation“ ist. Man darf sehr bezweifeln, ob der Beschluss der Bundesregierung   weise ist. Aber nach der deutschen Staatsräson, dass Israel mit allen Mitteln zu schützen ist, auch wenn dieser Staat eine noch so brutale und völkerrechtswidrige Politik gegenüber den Palästinensern betreibt, bewegt sich diese Entscheidung, die auf Außenminister Heiko Maas zurückgehen soll, in der schiefen und verqueren Logik der deutschen Nahost-Politik. mehr...

 

Inland  vom 04.12.2019
Zur Entschließung "Kein Platz für Antisemitismus" der Hochschulrektoren-Konferenz vom 19.11.2019
Sprachregelung für unsere Unis? – Einspruch!
Von Georg Meggle

Das Verbrechen vor der Synagoge in Halle zeigt seine (beabsichtigte) Wirkung: die deutsche Hochschulrektoren-Konferenz (HRK) hat unter Berufung auf das Verbrechen eine Entschließung mit dem Titel "Kein Platz für Antisemitismus" verabschiedet. Darin heißt es: "Die Mitgliederversammlung der HRK unterstützt die Resolution 'Gegen BDS und jeden Antisemitismus'". Dies ist die Resolution einer rechtslastigen Deutsch-Israelischen Studierendenkonferenz, in der erklärt wird: "Die Boykottkampagne gegen Israel, verbunden mit dem Label 'BDS', stellt einen besonders aggressiven Ausdruck des israelbezogenen Antisemitismus dar, für den es keinen Raum an deutschen Universitäten geben darf... Für uns schließt sich jegliche Zusammenarbeit mit BDS, seinen Akteurinnen und Akteuren, ihren Unterstützerinnen und Unterstützern sowie mit deren Partnerinnen und Partnern grundsätzlich aus. Mit Israel, der einzigen Demokratie des Nahen Ostens, verbinden uns nicht nur Werte, sondern auch gemeinsame Interessen." Damit macht sich die HRK zum Gegner einer Menschenrechtsbewegung und deckt gleichzeitig Israels Rassismus, Apartheid und Verbrechen gegen Völker- und Menschenrecht. Zudem fordert die HRK von allen deutschen Universitäten, sich ab sofort an die "Arbeitsdefinition Antisemitismus" zu halten. Gegen diesen Aspekt erhebt der analytische Philosoph Prof. em. Dr. Georg Meggle Einspruch. Die NRhZ dokumentiert nachfolgend - zusammen mit einem von ihm vorangestellten Passus - sein Schreiben an den Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz Prof. Dr. Peter-André Alt. mehr...

 

Inland  vom 04.12.2019
Was ist jetzt eigentlich mit der Hisbollah in Deutschland?
Zionististische Propagandaoffensive
Von Yavuz Özoguz

Falls es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die deutschen Mainstream-Medien im Sold der Zionisten stehen, dann ist die folgende Geschichte geeignet dafür. Die Hisbollah ist bekanntlich eine Partei im libanesischen Parlament, stellt nicht nur zahlreiche Abgeordnete und Minister, sondern ist auch die entscheidende Kraft gewesen, die die zionistische Besatzung des Südlibanon zurückgedrängt hat. Dafür werden sie im Libanon als Helden der Nation gefeiert. Auch berühmte christliche Libanesen, wie die christliche Sängerin Julia Boutros, die im Libanon berühmter ist als Helene Fischer in Deutschland, unterstützen die Hisbollah. Julia Boutros veröffentlichte im Jahre 2006 die berühmte Single „Ahibaii“ (Meine Geliebten). Der Songtext basiert auf einem Brief des Hisbollah-Generalsekretärs Sayyid Hassan Nasrullah an die Kämpfer im Südlibanon während des Befreiungskrieges 2006 gegen die zionistische Besatzung. Im Libanon kann jeder das Lied mitsingen, wie es eindrucksvoll bei mehreren Konzerten der Sängerin verdeutlicht worden ist. Die Liebe im gesamten Volk – einschließlich der Christen – zu Sayyid Nasrullah ist derart groß, dass bei freien Wahlen und einem wirklich demokratischen System, und nicht dem kolonial geerbten Spaltsystem, die Hisbollah Wahlsieger im ganzen Land wäre. mehr...

 

Wirtschaft und Umwelt  vom 04.12.2019
Der Welthandel ist übermäßig aufgebläht
Handelsüberfluss
Von Harald Schauff

Die moderne Hightech-Wirtschaft läuft auf Hochtouren und stößt Unmengen an Gütern aus. So viel wie nie zuvor und ständig noch mehr. Zuviel. Seit Jahrzehnten werden Überschüsse weg geworfen, verbrannt, vernichtet, untergepflügt: Obst, Gemüse, Textilien, Haushalts- und Elektro-Geräte, Porzellan-Geschirr etc. Nicht auf Grund von Mängeln, sondern weil sie sich nicht verkaufen lassen, also zu Geld machen lassen. Andere Güter verkaufen sich wiederum gut, doch ihr Gebrauchswert und gesellschaftlicher Nutzen sind höchst fraglich. Siehe Freizeit- und Spielwaren, alle Arten von Kitsch und Ramsch. Braucht die Menschheit all das wirklich? Und braucht sie so viele Autos? In den Innenstädten urbaner Ballungszentren sicher nicht. mehr...

 

Wirtschaft und Umwelt  vom 02.10.2019
Zweiter Offener Brief an Greta Thunberg
Greta und die große Ver(w)irrung
Von Claudia von Werlhof und Diskussionsgruppe der „Planetaren Bewegung für Mutter Erde“

Liebe Greta Thunberg, einen 1. Offenen Brief am Beginn Deiner steilen „Karriere“, die gerade in der Anerkennung des alternativen Nobelpreises gipfelt, hast Du nicht beantwortet. Ich schreibe trotzdem einen 2. Ich hatte Dich voller Sympathie für Deinen Aufbruch als eine Art Großmutter angesprochen, die Dir als einer Art Enkelin einen Rat erteilen möchte. Er bestand darin, Dir bessere Informationen über den wirklichen Zustand von Mutter Erde zu beschaffen, denn mir war aufgefallen, dass Du diese offenbar nicht hattest. Diesmal will ich Dich lieber in meiner Eigenschaft als Wissenschaftlerin ansprechen, die ich ja auch bin. Denn wie ich höre, suchst Du den Rat der Wissenschaft, denn Du scheinst auf Deinen Geist zu vertrauen. Das ist gut und absolut notwendig. Allerdings gibt es immer zwei Sorten von Wissenschaft: eine, die für nichts Geringeres als den gefährdeten Zustand von Mutter Erde selbst verantwortlich ist, und eine, die etwas dagegen hat. Zur letzteren Sorte gehöre ich. Deswegen war ich früher auch immer eine begeisterte Demonstrantin und Demonstrations-Rednerin und war zunächst einfach nur froh, wie die Jugend überall massenhaft auf Deinen Protest reagierte. Endlich eine Bewegung und auch noch für Mutter Erde! Etwas Schöneres konnte mir, zumal als Gründerin der „Planetaren Bewegung für Mutter Erde“, ja gar nicht passieren. mehr...

 

Globales  vom 04.12.2019
Anlässlich der Verleihung des Literatur-Nobelpreises an Peter Handke und der damit einhergehenden Diskriminierungen
Klartext
Von Erika Kosse

Die Nominierung Peter Handkes für den Literaturnobelpreis löst verdächtig schlagartig eine literarisch wie politisch inkompetente, sich politisch (über Handke) empört gebende, antiserbisch und pro-NATO orientierte Gegenkampagne aus. Diese greift inhaltlich zurück auf längst aufgeklärte Propagandalügen zur Rechtfertigung der Zerschlagung Jugoslawiens und der Vernichtung Serbiens und kommt mit beschämender Primitivität und Aggressivität daher: beschämend für alle, die sich dem deutschsprachigen Kulturraum verantwortlich zugehörig fühlen! mehr...

 

Globales  vom 04.12.2019
Wenn deutsche Politiker behaupten, Israel Apartheid-Staat zu nennen wäre Antisemitismus
Der Apartheid-Staat
Von Jochen Mitschka

In E-Mails von Bundestagsabgeordneten nach der unseligen Sitzung vom 17. Mai 2019, in der die BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestition, Sanktionen) als "antisemitisch" diskreditiert wurde, erhielt ich die Mitteilung, dass es eine Verschwörungstheorie bzw. antisemitisch wäre, Israel zu bezichtigen, ein Apartheidstaat zu sein. Menschen, die das südafrikanische Apartheidsystem kennen (1), erklärten dagegen sogar, dass das israelische Apartheidsystem noch schlimmer wäre, eine UNO-Kommission kam zu dem gleichen Schluss (2) (und wurde prompt dafür bestraft), weshalb wohl eher wieder die Verschwörungstheorie auf der anderen Seite der Argumentation zu suchen ist. Aber um diesmal nicht dutzende von Aussagen, darunter die einer UNO-Kommission, zu erwähnen, will ich heute nur einige Artikel aus den Medien vorstellen, die in Deutschland eher unbekannt sein dürften. mehr...

 

Globales  vom 16.10.2019
Offener Brief an den diesjährigen Literatur-Nobelpreisträger Peter Handke
Ein Stück Gerechtigkeit
Von Rudolf Hänsel

Lieber Herr Handke, zuallererst meinen Glückwunsch zur Verleihung des Nobelpreises für Ihr lebenslanges literarisches Wirken als Schriftsteller, Übersetzer und Dramatiker. Von meinen Freunden in Serbien weiß ich, wie viele Landsleute Ihnen diese renommierte Auszeichnung aus tief empfundener Dankbarkeit für Ihre bewiesene Solidarität in schweren Zeiten gewünscht haben. Diese Preisverleihung an einen Freund Serbiens ist auch für dieses mutige, lebensfrohe und leidgeprüfte Volk ein Stück Gerechtigkeit. Deshalb werden sehr viele Serben Ihre Ehrung mit großer Begeisterung, Genugtuung und einigen Gläsern serbischen Rakia feiern. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 04.12.2019
Informationen, die Sie vielleicht noch nicht haben – Dezember 2019
Alarmsignale
Von Ansgar Klein

"Wer Kriege vorbereitet, braucht ein Feindbild.. Leider stehen Deutschland und die EU mit viel Geld und dem neuem NATO-Kommandozentrum in Ulm schon 'Gewehr bei Fuß', 'um einen problemlosen Transport von Truppen und Waffen über innereuropäische Grenzen hinweg zu ermöglichen'." "Deutlicher kann man den Herrschaftsanspruch und die Kriegsbereitschaft der US-Militärmacht nicht formulieren! Konsequenz für Deutschland muss sein: Kündigung des Truppenstationierungsvertrags!" "Heute ist das 'Ausschöpfen militärischer Mittel', also das Führen von Krieg, offensichtlich Konsens der CDU/CSU/SPD/AfD/FDP/GRÜNEN und der deutschen 'Qualitätsjournalisten'." Das sind einige der Kommentare in den von Ansgar Kleín zusammengestellten Alarmsignalen. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 04.12.2019
Investitionen von Schweizer Fonds in den Rüstungssektor: Neun Milliarden Franken (8.2 Mia. Euro)
"Es weihnachtet sehr" – auch am Tag der Menschenrechte
Von Heinrich Frei

In Zürich "Weihnachtet es sehr", auch am 10. Dezember, am Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Besonders an der Zürcher Bahnhofstrasse, bei der Credit Suisse, bei der UBS und bei der Schweizerischen Nationalbank am Bürkliplatz wird man sich an diesem Tag zuprosten. Dort klingeln die Milliarden in den Kassen schon vor Weihnachten zum Lied stille Nacht, heilige Nacht. Oh du Fröhliche: 2019 hat die Schweizerische Nationalbank ihre Investitionen in amerikanische Rüstungsfirmen auf mehr als zwei Milliarden Schweizer Franken (1.82 Mia. Euro) aufgestockt. Ein großer Teil der Investitionen der Schweizer Nationalbank ging an die Boeing Group. Diese ist vor allem im Bereich der Atomwaffenproduktion aktiv. Mit Investitionen in die Rüstungsindustrie steht die Schweizerische Nationalbank nicht allein da. Auch die Credit Suisse und die UBS Group, Versicherungen und Pensionskassen legen ihre Gelder profitbewusst in der Rüstungsindustrie an, auch sie gehören zu den Kriegsgewinnlern. Insgesamt betragen die Investitionen aller Schweizer Fonds in den Rüstungssektor neun Milliarden Franken, (8.2 Mia. Euro) Tendenz steigend. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 04.12.2019
Bemerkungen von US-Vizepräsident Mike Pence vor US-Soldaten der Air Base Ramstein, 17.10.2019
Die stärksten Streitkräfte der Weltgeschichte noch stärker machen
Von LUFTPOST – Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein

Bei seiner Rückkehr aus der Türkei hat US-Vizepräsident Mike Pence auf der Air Base Ramstein in der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober 2019 zu US-Soldaten gesprochen. Der Vizepräsident betont mehrfach, dass er auf einer Linie mit dem Präsidenten Donald Trump liegt. Das sollten alle bedenken, die glauben, Trump sei tatsächlich "kriegsmüde" und wolle alle US-Truppen nach Hause holen. Weil er wiedergewählt werden will, muss er so tun, als wolle er dieses Wahlversprechen, das ihm schon seinen ersten Wahlsieg gesichert hat, tatsächlich erfüllen. Nachfolgend die Rede des Vizepräsidenten gemäß der website des Weißen Hauses in deutscher Übersetzung: mehr...

 

Kommentar  vom 04.12.2019
Kommentar vom Hochblauen
Deutsche Staatsräson für den zionistischen Apartheidstaat?
Von Evelyn Hecht-Galinski

Wie will Kanzlerin Merkel es bei ihrem für den 6. Dezember 2019 geplanten ersten Besuch in Auschwitz erklären, dass sie und ihre Regierung – angesichts der historischen Verantwortung für den Holocaust und 74 Jahre nach der Befreiung des nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Soldaten der Roten Armee – jeden Respekt vermissen lassen, wenn es um den ständigen Bruch des Völkerrechts im "Jüdischen Staat" geht. Gebietet es die Achtung für das Völkerrecht nicht, als zwingende Lehre aus der deutschen Geschichte nun endlich die Staatsräson für die Sicherheit des "Jüdischen Staats" zurück zu nehmen? Wie kann eine deutsche Regierung die ständigen Völkerrechtsbrüche ignorieren, nur weil sie von einem jüdischen Regime, Nachfahren der Verfolgten des Holocaust, begangen werden? Die klaren Regeln, die das Völkerrecht hat, kann auch Merkel nicht einfach in ihrem "christlichen Zionismus" unter den Tisch kehren. Ihre "bedingungslose Solidarität" mit der israelischen "Selbstverteidigung" als Motiv für die mörderischen Angriffe und Kriege machen Merkel, wie schon in ihrem gesamten politischen Werdegang, so scheinheilig und unglaubwürdig, dass sie einen Großteil der Schuld an der allgemeinen und immer stärker werdenden Politikverdrossenheit trägt. mehr...

 

Kommentar  vom 04.12.2019
K. o. für den Frieden
Macron gegen Trump
Von Ulrich Gellermann

Welch ein schlechtes Theater: Trump macht den Trampel, Macron gibt den Feinsinnigen, noch gestern waren die deutschen Medien stramm atlantisch, inzwischen trägt man zuweilen ein schickes EU-Kostümchen, die Haute Couture der Scheindemokratie, als wäre die Europäische Union eine echte Alternative zur Befehlsausgabe in Washington. Und ganz vorn, an der Bühnenrampe spielt Annegret KK, die Pieps-Charge aus der Kandidaten-Show: „Da sind wir in engem Austausch“, behauptete sie, nachdem sie mit dem US-Kollegen Mark Esper gesprochen hatte. Es ging um den Ersatz für die "Tornados" der deutschen Luftwaffe. Und es geht darum, ob der EU-Jagdbomber durch die von Frankreich und Deutschland gebauten "Eurofighter" ersetzt werden soll oder doch lieber durch US-Maschinen des Typs "Growler", eine fliegende Mordmaschine, die in den USA hergestellt wird. mehr...

 

Medien  vom 04.12.2019
Die neoliberale Propaganda der Tagesschau wirkt, weil sie so faszinierend dumm ist
Rückenwind für Politganoven in Südamerika
Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam gegen die "Macht um Acht"

Die deutsche Außenpolitik orientiert sich zunehmend aggressiv auf „mehr Verantwortung in der Welt übernehmen“. So heißt die verlogene Formel für rücksichtslose Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder. Die führt in Südamerika zu schamlos offener Unterstützung von Putschisten und deren Hintermännern. Heiko Maas erweist sich eben nicht nur als „Außenminister für strategische Ideenlosigkeit“, sondern als abgefeimt transatlantischer Opportunist. Die korporierten Leitmedien, voran ARD-Tagesschau, ZDF-heute und Deutschlandradio, begleiten seine Politik nicht distanziert und kritisch, sondern wohlwollend. Ihre Nachrichten sind eine Demonstration charakterloser Preisgabe journalistischer Grundsätze. Die gedankliche Schlichtheit ihrer Kommentatoren würde zu Mitleidstränen rühren, wenn sie nicht so meinungsverformend wäre. mehr...

 

Filmclips  vom 04.12.2019
Veranstaltung "Keine Auslieferung von Julian Assange an die USA! Free the press, stop the war!", Köln, 29.11.2019
GRUSS john shipton – asyl für julian assange in deutschland!?!
Von Arbeiterfotografie

zum Filmclip...

 

Kultur und Wissen  vom 04.12.2019
Die Karikatur der Woche
UN-Klimakonferenz in Madrid
Von Kostas Koufogiorgos

In dieser Woche geht es um die so genannte UN-Klimakonferenz 2019 (United Nations Framework Convention on Climate Change), die vom 2. bis 13. Dezember 2019 in der spanischen Hauptstadt Madrid stattfindet. Rechtzeitig hatte das EU-Parlament am 28. November 2019 einen so genannten "Klima-Notstand" ausgerufen. "Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz... verabschiedete das Parlament... eine Resolution, mit der es den Klima- und Umweltnotstand ausruft", heißt es in einer EU-Pressemitteilung. Und endlich ist der Durchbruch gelungen: mit der Ausrufung des Notstands verbindet sich ein JA zur Kernenergie. Das aber ist noch nicht der Höhepunkt der Errungenschaften. Es ist ein unglaublicher Durchbruch zu vermelden. Unter den JA-Stimmen waren 15 GRÜNE - darunter Ska Keller, die aus Deutschland stammende Co-Vorsitzende der GRÜNEN Fraktion im EU-Parlament. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Mit "Green New Deal" und "Digitalisierung" soll der Kapitalismus gerettet und auf eine neue Stufe gehievt werden. Und endlich zeichnet sich ein Ende der "grünen Romantik" ab. Endlich neigt sich der GRÜNE Widerstand gegen die Kernenergie dem Ende zu - hinter dem roten Tuch des "Klima-Notstands". mehr...

 

Literatur  vom 04.12.2019
Aus "Der Griff nach Eurasien - Die Hintergründe des ewigen Krieges gegen Russland"
Die schmutzige Auktion um die Teheraner Geiseln
Von Hermann Ploppa

"Eurasien war schon immer das Objekt der Begierde von Machtstrategen. Die Ambitionen werden durch die Klimaveränderung noch intensiver: das Auftauen der Permafrostschicht ermöglicht die Erschließung bislang unerreichbarer Bodenschätze. Die Eisschmelze im Nordpolargebiet eröffnet eine direkte Passage von der Ostsee bis nach Japan. Kein Wunder, dass im Jahre 2018 das bislang größte NATO-Manöver Trident Juncture 18 im Polargebiet stattfand. Der Krieg gegen Russland bzw. die Sowjetunion als Kernland Eurasiens findet seit über 100 Jahren statt. Bei der beabsichtigten Eroberung Eurasiens spielte Deutschland eine entscheidende Rolle. Denn weder England noch die USA können ohne einen kontinentalen Juniorpartner die eurasische Kontinentalplatte aufrollen. Unter diesem Aspekt ordnet Ploppa die Nazidiktatur als 'Subunternehmer' der Westmächte ein. 'Der Griff nach Eurasien' enthüllt bislang weitgehend unbekannte Kriegspläne gegen die Sowjetunion. Nach zwei heißen Weltkriegen und einem Kalten Krieg schienen USA und England in der Ära Jelzin endlich am Ziel ihrer Wünsche angekommen zu sein. Doch Putin drehte das Ruder wieder energisch herum. Dennoch steht die NATO heute wenige hundert Kilometer vor Moskau. Es gab und es gibt immer noch Alternativen zur Konfrontation mit Russland. Ploppa erinnert an die heute längst vergessene Geschichte der Zusammenarbeit von Frankreich, Deutschland und der damaligen Sowjetunion. Es begann mit Rapallo. Es folgten ernsthafte Versuche de Gaulles, Chruschtschows, Adenauers oder Erhards, die künstliche Spaltung Europas friedlich zu überwinden. Und die deutsch-russische Zusammenarbeit war mit der Annäherung von Kohl und Gorbatschow noch lange nicht zu Ende. Hermann Ploppa plädiert dafür, sich der gerade entstehenden neuen Weltordnung mit China, Indien und Russland als neuen großen Akteuren zu öffnen und konstruktiv an einer wirklich demokratischen und humanen Welt mitzuarbeiten." So lautet der Verlagstext zum im November 2019 erschienenen Buch "Der Griff nach Eurasien - Die Hintergründe des ewigen Krieges gegen Russland" von Hermann Ploppa. Die NRhZ bringt einen Auszug. mehr...

 



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