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Aktueller Online-Flyer vom 22. Oktober 2017

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Immer wieder mittwochs
Köln (NRhZ, 18.10.2017) Der Kampf um menschliche Arbeitsbedingungen; der Kampf gegen die Atomwaffen; der Kampf gegen die Konditionierung von Kindern und Jugendlichen in Richtung Krieg, der Kampf gegen die Vernichtung allen Lebens auf der Erde, den Omnizid; Politik und Medien mit ihren Fake News und ihrer Nachrichtenmanipulation; Palästina, Kurdistan, Katalonien und einiges mehr sind Themen in NRhZ-Ausgabe 633. Im Filmclip geht es um Männerbünde, ein satirischer Beitrag aus dem KAOS-Kunst- und Video-Archiv. Die Fotogalerie zeigt die Aktion "Schwarzer Freitag", den Protest der Aktion gegen Arbeitsunrecht am Freitag, dem 13. Oktober, gegen den Mode-Konzern H&M. Der Gruß an die NRhZ-LeserInnnen kommt anlässlich der Proteste gegen den H&M-Mode-Konzern von Rainer Hastrich. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern anregende Lektüre. Und immer wieder danken wir für die Unterstützung. Konto: "Anneliese Fikentscher, IBAN: DE76 3701 0050 0405 2275 03, BIC: PBNKDEFF, Stichwort: NRhZ" mehr...
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Aktuelles  vom 18.10.2017
GRUSS an die Leserinnen und Zuschauer der Neuen Rheinischen Zeitung
Gemeinsam gegen Flex- und Kettenverträge
Von Rainer Hastrich

Es ist Rainer Hastrich von der Aktion gegen Arbeitsunrecht, der mit seinem GRUSS die Leserinnen und Zuschauer der Neuen Rheinischen Zeitung anlässlich der Aktion "Schwarzer Freitag", die am Freitag, dem 13. Oktober 2017, vor einer Filiale des Mode-Konzerns H&M in Köln und zwanzig anderen Städten Deutschlands stattgefunden hat, dazu aufruft, gemeinsam gegen Flex- und Kettenverträge vorzugehen. (1:40) (af) mehr...

 

Aktuelles  vom 18.10.2017
VORTRAG / FORUM – Daniele Ganser Vorträge (21.10., Schaffhausen / 23.10., Aarau / 28.11., Berlin), Roter Oktober 1917-2017: Revolution hat Zukunft (21.10., Berlin), Sabine Kebir: Was tun, wenn die Rechte unsere Sprache spricht? (4.11., Köln), Podiumsdiskussion mit Werner Rügemer: Der "Überbürgermeister" Konrad Adenauer (7.11., Köln) – AUSSTELLUNG – ... bis 24. Oktober: Jürgen Kassel Fotografien "10 Jahre Duisburg Marxloh" ( Duisburg) ... bis Ende Oktober: Christian Sievers u.a. - fiber and liquids (im "Darknet") ... bis 11. November 2017: sputnik photos collective: Lost Territories (Salzburg/A) ... bis 12.11., Gunter Demnig: Das Projekt Stolpersteine (Köln) ... bis 20. Dezember: Aktion+Kunst=DaSchauHer (Friedensmuseum Nürnberg) – FILM – Fünf Patronenhülsen, DEFA 1960 (23.10., Berlin) – THEATER – "Bonnopoly. Das WCCB, die Stadt und ihr Ausverkauf" (28.10., Bonn), Theater ohne Probe - Improtheater für Berlin, Schwerin und die Welt (31.10., 17.11., Berlin), „Ich werde nicht hassen“ von Izzeldin Abuelaish (17.,18. Nov., 7.,8.Dez., Köln), Das Bild vom Feind (2.,8.,9.,10.,11.,12.,14.,15. November, Tournee Berliner Compagnie Neumünster, München, Esslingen... ) +++ REGELMÄSSIG +++
Last Minute ::: Termine ::: Vorschau
Von Infopool

Veranstaltungen, die Du nicht verpassen solltest. Zumindest solltest Du wissen, dass es sie gibt. Beachte die neue Rubrik: REGELMÄSSIG mehr...

 

Inland  vom 04.10.2017
Konrad Adenauer: Vor hundert Jahren wurde der spätere erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland zum Kölner Oberbürgermeister gewählt
Mit Kaiser, Kirche und Kapital
Von Werner Rügemer

Eine Anmerkung vorweg: Die Tageszeitung 'junge Welt' hat den Artikel in der Ausgabe vom 18.9.2017 – unabgesprochen an zahlreichen Stellen verfälschend umgeschrieben – veröffentlicht. Die NRhZ bringt ihn hier in unveränderter Original-Fassung: Am 18.9.1917 wählten die beiden bürgerlichen Parteien im Kölner Stadtrat, das katholische Zentrum und die Unternehmerpartei der Liberalen, Konrad Adenauer zum Oberbürgermeister. Aber erst nach der Ermächtigung durch Seine Majestät durfte der Gewählte am 18. Oktober 1917 sein Amt antreten. In seiner Antrittsrede geißelte der Durchhaltepolitiker die „feindliche Eroberungsgier“, die auch „dem Rhein und seiner Metropole“ gelte und lobte völkisch den „Heldenmut des für immer geeinten Volkes“. Er schloss kaisertreu: „Wie könnten wir diese für Köln so bedeutungsvolle Stunde würdiger schließen als mit dem von heißer Dankbarkeit durchglühten Schwur der Treue zu Kaiser und Reich, dem Rufe: Seine Majestät, unser allergnädigster Kaiser und König, er lebe hoch, hoch, hoch!“ mehr...

 

Arbeit und Soziales  vom 18.10.2017
Rede bei der Aktion gegen Arbeitsunrecht am Freitag, 13. Oktober 2017
Arbeitsunrecht bei H&M
Von Werner Rügemer

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Beschäftigte von H&M, wir demonstrieren hier vor der Filiale von H&M für die Menschen- und Arbeitsrechte der Beschäftigten in allen Filialen dieser Stadt und in den 440 H&M-Filialen in ganz Deutschland. Wir, das ist die Aktion gegen Arbeitsunrecht, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Beschäftigte und Angehörige von Beschäftigten, engagierte Bürgerinnen und Bürger. Die Aktion gegen Arbeitsunrecht hat eine öffentliche Abstimmung organisiert: Wer ist der schlimmste Arbeitgeber in Deutschland? Wer behindert die Betriebsräte am meisten? Welcher Arbeitgeber verletzt die Menschen- und Arbeitsrechte der eigenen Beschäftigten am schlimmsten? Die Abstimmung hat ergeben: Im Herbst 2017 ist es der schwedische Mode-Konzern H&M! mehr...

 

Globales  vom 18.10.2017
Aus "Welt ohne Leib" – erschienen in "Bumerang" (2)
Technischer "Fort"-Schritt und die Verhöhnung des Lebendigen
Von Claudia von Werlhof

"Bumerang" ist eine "Zeitschrift für Patriarchatskritik". Im Herbst 2017 ist Ausgabe 3 erschienen. Ihr Schwerpunkt ist "Patriarchat als Technik". Claudia von Werlhof hat dafür einen ca. 150 Seiten umfassenden Leitartikel geschrieben. Sein Titel lautet vollständig: "Welt ohne Leib – Die Maschine als das 'höhere Leben' – Auf der Einbahnstraße zum 'Omnizid' – Das utopische Projekt der modernen Technik und seine die irdischen Lebensbedingungen bewusst vernichtenden Folgen". Daraus gibt die NRhZ Auszüge wieder. Hier Auszug Nr. 2: mehr...

 

Globales  vom 18.10.2017
Gleichberechtigung aller Staaten fundamentale Grundlage
Grundsätzliche Überlegungen zur zukünftigen deutschen Außenpolitik
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Eine neue deutsche Regierungsbildung steht bevor, Zeit, sich auch über Grundsätzliches zukünftiger deutscher Außenpolitik klar zu werden. Alle Beziehungen zu anderen Ländern sind zu allererst Beziehungen der deutschen Regierung zu allen anderen Regierungen in der Welt. Alle Regierungen verdienen für eine zivilisierte Außenpolitik als partnerschaftlich zu gelten. Entsprechend sind alle ausländischen Regierungen ohne Ansehen ihrer verfassungsmäßigen Form als Partner anzusehen. Die Gleichberechtigung aller Staaten ist eine fundamentale Grundlage, die in der Charta der Vereinten Nationen (UN) festgeschrieben ist. Folglich hat auch die Beziehung zwischen deutscher und US-amerikanischer Regierungen auf gleicher Ebene zu erfolgen. Das ändert auch nicht die Tatsache, dass gemessen am deutschen Exportwert außerhalb der EU, die USA einer der wichtigsten Partner für Deutschland sind. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 18.10.2017
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (88)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

„Krieg ist doof.“ „Jeder muss seine Hand reichen und Frieden schließen!“ „Kein Frieden auf der Welt, keine Sicherheit ohne Gerechtigkeit“ „Es ist die neue Methode der Kolonisierung. Bushs Krieg ist nicht für Demokratie?! Bombardieren für Frieden ist wie Geschlechtsverkehr für Jungfräulichkeit!“ So steht es auf vier der zahllosen Klagemauer-Karten. Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. Es begann vor 26 Jahren, im Januar 1991, mit dem so genannten Golfkrieg, als die USA den Irak überfielen. Das war Auslöser für das Projekt für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht. Initiator Walter Herrmann – 1998 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet – hat im Kampf gegen Krieg und Ungerechtigkeit nie aufgegeben. Doch seit Januar 2016 war Walter Herrmann gesundheitlich angeschlagen. Sein Platz vor dem Kölner Dom blieb seitdem leer. Die ständigen heimtückischen Attacken gegen seine Friedensarbeit – besonders die aus seinem engeren Umfeld – hatten ihm zugesetzt. Es herrscht Krieg. Kräfte des Friedens sollen kaputt gemacht werden. Doch die Kölner Klagemauer muss weiter leben. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 18.10.2017
Friedensnobelpreis für ICAN – „Die Waffen nieder!“ – Alternativer Weg von China
Abolish Nuclear Weapons
Von Dietrich Schulze

Dieselben Mainstream-Medien, die die Abstinenz und Stimmenthaltung der Bundesrepublik bei der historischen UNO-Abstimmung von 122 Staaten über das Atomwaffenverbot nichts einzuwenden hatten, überschlagen sich jetzt wegen der Nominierung von ICAN – International Campaign to abolish nuclear weapons – für den Friedensnobelpreis. Könnte es sein, dass mit dieser Friedensehrung auch Hintergedanken verbunden sind? Die internationale Kampagne für die Abschaffung der Atomwaffen ICAN und die Weltfriedensbewegung betrachten den Preis als Anerkennung für ihre jahrzehntelange Arbeit. Ist das nicht völlig verständlich? Könnte es sein, dass der Preis an ICAN eine Reaktion des Nobel-Komitees auf das weltweit positive Echo auf den UNO-Beschluss ist? Das sind widersprüchliche Gedanken. Der Autor versucht mit diesem Artikel, eine Antwort zu finden. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 18.10.2017
Anlässlich der Neuerscheinung eines Buches zur Situation in Palästina
"Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!"
Fariss Wogatzki – interviewt von Muslim-Markt

Fariss Wogatzki (geb. 1971) ist Nachkomme eines arabischen Vaters, der in den 1960ern in die DDR gezogen ist, und einer deutschen Mutter. Sein Onkel Benito Wogatzki (Halbbruder des Vaters des Autoren), war ein berühmter Funk- und Fernsehautor in der DDR. Seit 2010 ist er im öffentlichen Dienst im Großraum München tätig. Zur Frankfurter Buchmesse 2017 ist sein Buch "Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewusst!" im Zambon Verlag erschienen. Zur Realisierung des 470 Seiten umfassenden Solidaritätsbuches mit den unterdrückten Palästinensern fördert er die Produktion des Buches und verzichtet auf das Autorenhonorar. Muslim-Markt hat ihn interviewt. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 18.10.2017
Fußfesseln für Stalker, aber kein Züchtigungsverbot für Eltern
Häusliche Gewalt, Filme, Medien, Killergames und Akzeptanz des Krieges
Von Heinrich Frei

Die Schweizer Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat jetzt den Vorschlag gemacht, Stalker und prügelnde Partner in elektronische Fußfesseln zu legen. Unter Stalking versteht man «das beabsichtigte und wiederholte Verfolgen und Belästigen eines Menschen, so dass dessen Sicherheit bedroht und er in seiner Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt wird.» Vielleicht werden mit Fußfessel gebändigte Stalker damit einige Frauen weniger belästigen, und die häusliche Gewalt wird eingedämmt. Wie steht es mit dem Züchtigungsrecht der Eltern in der Schweiz? Im Artikel 11 der Schweizer Bundesverfassung wird vorgeschrieben, dass Kinder ein Anrecht auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit haben. … Trotzdem hat der Nationalrat in Bern im Mai 2017 eine entsprechende Motion von Nationalrätin Chantal Galladé (SP/ZH) mit dem Titel «Abschaffung des Züchtigungsrechts» abgelehnt. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 18.10.2017
Psychologische Anmerkungen zu einer fatalen menschlichen Schwäche
Trägheit des Herzens
Von Rudolf Hänsel

Vor unseren Augen finden seit Jahrzehnten asymmetrische Kriege statt mit schwerwiegenden Folgen für die Zivilbevölkerung des jeweiligen Landes und die gesamte Umwelt. Es sind vorwiegend nukleare Kriege mit „schmutzigen Bomben“ und postatomare Kriege mit Plasmawaffen sowie Wetterkriege und vorsätzliche und großräumige Eingriffe mit technischen Mitteln in geo-chemische oder bio-geo-chemische Kreisläufe der Erde (Geo-Engineering). All diese Kriege folgen einer geheimen geostrategischen Agenda des Hegemons zur Sicherung der Weltherrschaft. Die Entvölkerung ressourcenreicher Regionen v.a. im Mittleren und Nahen Osten ist das Ziel. Sogar vor der Auslöschung des gesamten menschlichen Lebens (Omnizid) schrecken die herrschenden Eliten nicht zurück. Da wir Bürger im Westen aus Trägheit unserer Herzen diese Verbrechen weitab von unseren vermeintlich sicheren Ländern geschehen ließen, holen deren tödliche Folgen heute auch uns ein. Und somit bleiben nur noch wenige Generationen, etwas zu tun. Wir sind verantwortlich für das, was wir der nächsten Generation hinterlassen. Doch das scheint uns nicht zu kümmern. mehr...

 

Kommentar  vom 18.10.2017
Kommentar vom Hochblauen
Der "Jüdische Staat" – ein Symbol des Grauens
Von Evelyn Hecht-Galinksi

So weit sind wir schon gekommen, dass kritiklos hingenommen wird, wenn das Netanjahu-Regime souveräne Staaten wie Syrien oder Libanon bombardiert. Am 16. Oktober 2017 war es wieder soweit: israelische Kampfjets "mit dem Davidstern", das Symbol der jüdischen Unterdrückung, bombardierten die syrische Raketenabwehr, nachdem sie angeblich bei einem "Aufklärungsflug" von einer syrischen Abwehrrakete angegriffen wurden. Stellen wir uns doch einmal vor, syrische, libanesische, türkische, russische oder iranische Jets würden Aufklärungsflüge über dem "Jüdischen Staat" fliegen? Die ganze heuchlerische Weltgemeinschaft wäre in Aufruhr und würde dem „bedrohten“ Judenstaat zur Seite eilen. Da das zionistische Regime weltweit Sonderrechte genießt, und diese "Jüdische Verteidigungsarmee" ungestört alle Regeln brechen darf, könnte es deshalb zu einem Krieg kommen, den die „Weltgemeinschaft“ ganz offensichtlich billigend in Kauf nimmt. mehr...

 

Kommentar  vom 18.10.2017
Fragwürdige juristische Nachwehen des G20-Krawallgipfels
Unverhältnismäßig
Von Harald Schauff

Mit unschönen Bildern von brennenden Autos, zerschlagenen Schaufensterscheiben und gewaltsamen Ausschreitungen hat sich der G-20-Gipfel in Hamburg in den Annalen des Zeitgedächtnisses verewigt. Alle Beteiligten dürfen sich fragen lassen: War es das wert? All die Schäden, Verletzungen, der ganze Riesenaufwand? Sollten solche Treffen der Weltmächtigen nicht lieber im UN-Hauptsitz in New York, auf einem Südsee-Atoll oder in der Walachei stattfinden? Mittlerweile haben sich die Rauchschwaden verzogen, die Scherben wurden zusammen gekehrt. Lange noch nicht zu ende ist die strafrechtliche Aufarbeitung der Krawalle. Sie findet abseits einer größeren Öffentlichkeit statt. Und sie scheint, so weit es die Hamburger Gerichtsbarkeit anbelangt, das berühmte ‘nötige Augenmaß’ vermissen zu lassen und nicht ganz das zu sein, was sie sein sollte, sprich frei von politischen Beweggründen. mehr...

 

Kommentar  vom 18.10.2017
Die „Tagesschau“ – Immer so rechts wie es geht
Es lebe Katalonien!
Von Ulrich Gellermann

Das war kein Konzert, das war eine Messe, als der Sänger Lluis Llach am 15./16. Januar 1976 sein Konzert in Barcelona gab. Man lag sich in den Armen, man weinte, man war bei sich. Denn erstmalig seit Francos Tod durfte die Sprache der Katalanen wieder öffentlich gesungen werden. Es war zugleich die Zeit, in der sich mit der „Alianza Popular“, die Nachfolgepartei der Franco-Nazis auf den Weg in die „demokratische“ Legalität machte. Jene Partei, die heute „Partido Popular“ heißt und mit Mariano Rajoy den aktuellen spanischen Ministerpräsidenten stellt. – Oliver Neuroth vom ARD-Studio Madrid, macht sich in der „Tagesschau“ zum Pressesprecher dieses Nachfolge-Franquisten: Da wird den „katalanischen Separatisten fragwürdige Argumente für ihre Unabhängigkeit“ unterstellt. Und vom katalanischen Regionalregierungschef Puigdemont wird behauptet, er sei „abgetaucht“ als wäre er ein flüchtiger Verbrecher. Das Gesprächsangebot der Katalanen gilt dem Tagesschau-Vorturner als „inhaltsleer“. Und vorgeturnt wurde erfolgreich: Die Mehrheit der deutschen Medien begreift den katalanischen Konflikt höchstens als Folklore und stellt sich, wie die „Tagesschau“, auf die Seite der Regierung Rajoy. mehr...

 

Kommentar  vom 18.10.2017
Gedanken zu Ze''ev Begin und zur Rückkehr der Palästinenser nach Palästina
Das schreckliche Problem
Von Uri Avnery

Der Sohn Menachem Begins Ze'ev Begin ist ein sehr freundlicher Mensch. Man muss ihn einfach mögen. Er ist gut erzogen, höflich und bescheiden, einer, den man gerne zum Freund hätte. Leider sind seine politischen Ansichten weit weniger liebenswert. Sie sind noch extremer als selbst das Handeln seines Vaters. Sein Vater hatte die Irgun geleitet und dann setzte er sich hin und schloss Frieden mit Anwar al-Sadat of Egypt. Ze'ev ist Golda Me'ir ähnlicher. Sie ignorierte Sadats Friedensangebote und führte uns in den verheerenden Jom-Kippur-Krieg. Begin jr. ist ein strikter Anhänger des „revisionistischen“ zionistischen Glaubens, den Vladimir Ze'ev Jabotinsky begründet hat. Eine besondere Eigenschaft dieser Bewegung war immer, dass sie geschriebenen Texten und Deklarationen besondere Bedeutung zuschrieb. Die Arbeits-Bewegung, der David Ben-Gurion vorstand, kümmerte sich kein bisschen um Worte und Deklarationen, sondern sie erkannten nur „tatsächliche Begebenheiten“ an. Letzte Woche schrieb Ze'ev Begin einen seiner seltenen Artikel. Sein Hauptanliegen war es zu beweisen, dass Frieden mit den Palästinensern unmöglich sei, ein Hirngespinst israelischer Friedensliebhaber (Haaretz 9.10.2017). Begin zitiert zahlreiche palästinensische Texte, Reden und sogar Schulbücher und zeigt, dass die Palästinenser niemals, niemals, niemals ihr „Recht auf Rückkehr“ aufgeben werden. Eine solche Rückkehr würde das Ende des jüdischen Staates bedeuten und deshalb versichert Begin, Frieden sei ein Hirngespinst. Es wird niemals Frieden geben. Schluss und aus. mehr...

 

Kommentar  vom 18.10.2017
Offener Brief an meine Brüder und Schwestern in Deutschland und Kurdistan
Liebe Kurden
Von Yavuz Özoguz

Eigentlich ist das Spiel immer das gleiche schon seit Jahrtausenden. Aber es schmerzt mich besonders, wenn sich meine heutigen kurdischen Brüder und Schwestern zum Spielball imperialistischer Mächte degradieren lassen. Wie oft wurdet Ihr auf Eurem Weg zum kurdischen Staat bereits reingelegt von Briten, von Franzosen und von US-Amerikanern? Wie oft hat man Euch einen eigenen Staat versprochen, wenn Ihr für die Imperialisten kämpft, und wie oft hat man Euch Euren Kampfeinsatz dann mit noch mehr Unterdrückung vergolten? Lest Ihr das nicht in den Geschichtsbüchern? Nun sollt Ihr also erneut einen Staat bekommen, dieses Mal in dem Gebilde, das wir heute Irak nennen. Sicherlich ist Euch aufgefallen, dass auch der diesmalige Plan von langer Hand vorbereitet worden ist. Sicherlich habt ihr Euch selbst darüber gewundert, warum ausgerechnet die Deutschen Euch bei Umgehung der irakischen Zentralregierung mit den modernsten Waffen ausgestattet haben. Die Deutschen, die so etwas tun, sind nur noch willenlose Handlanger des menschenverachtenden imperialistisch-kapitalistischen Mördersystems. Klar, war Euch das Recht, denn ihr musstet gegen die Monster des IS kämpfen. Und da hattet ihr wenig Zeit darüber nachzudenken, dass die Waffenlieferungen an Euch direkt oder indirekt aus der gleichen Quelle der Westlichen Welt stammten, wie die Monster, die Ihr bekämpfen solltet. mehr...

 

Medien  vom 18.10.2017
Beschwerden gegen manipulierende Berichterstattung von ARD-aktuell mit ihrer Tagesschau
Gegen die Macht um Acht
Von Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer

ARD-aktuell verschweigt Proteste gegen die EU-Sanktionspolitik; verstößt mit der Berichterstattung über den US-geheimdienstlichen Vorwurf, Kaspersky betreibe für Russland Spionage in den USA, gegen das Gebot der Objektivität; verstößt mit Auswahl und Gestaltung der Beiträge über China gegen die gesetzlichen Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrags. Darum geht es in dieser Woche bei den Programmbeschwerden, die Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer beim NDR-Rundfunkrat eingereicht haben. "Die ARD-Nachrichten sind der Taktgeber für die meisten Medien der Bundesrepublik Deutschland. Wer sich kritisch mit ihnen auseinandersetzt, der kritisiert den Kern des deutschen Journalismus. Die Tagesschau-Maschine ist weder verlässlich noch neutral und keinesfalls seriös. Sie ist nur wenig Anderes als eben fünfzehn Minuten Staatsfunk." So heißt es im Vorwort des im Mai 2017 erschienenen Buches "Die Macht um acht - Der Faktor Tagesschau" von Uli Gellermann, Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam. Die eingereichten Programmbeschwerden sind zu den "fünfzehn Minuten Staatsfunk" ein notwendiger Kontrapunkt. mehr...

 

Filmclips  vom 18.10.2017
Beitrag aus dem Magazin Twist 4, 1996
Männerbünde
Aus dem KAOS-Kunst- und Video-Archiv

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Fotogalerien  vom 18.10.2017
Aktion gegen Arbeitsunrecht bei H&M am Freitag, 13. Oktober 2017
Schwarzer Freitag für H&M
Von Arbeiterfotografie

Endlich: am Freitag, dem 13. Oktober 2017, war es so weit. Es war der Schwarze Freitag für H&M! Es war der Tag, an dem die Initiative gegen Arbeitsunrecht in ca. 20 Städten Deutschlands vor Filialen des H&M-Mode-Konzerns demonstriert hat. Das Medien-Interesse war enorm, bereits im Vorfeld wurde berichtet. Das Ganze ging erstmals auch über den dpa-ticker, auch weil der ver.di-Bundesvorstand eine Meldung abgesetzt hatte. H&M hat reagiert und sämtliche Filialen über den anstehenden Protest informiert. Dadurch haben einige überhaupt erst von den Aktivitäten erfahren und sich spontan beteiligt. In seinen PR-Meldungen leugnet und verdreht das Management schlicht und dreist die Tatsachen. „Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Beschäftigte von H&M, wir demonstrieren hier vor der Filiale von H&M für die Menschen- und Arbeitsrechte der Beschäftigten in allen Filialen dieser Stadt und in den 440 H&M-Filialen in ganz Deutschland“, begann Werner Rügemer in Köln seine Rede, die auch in anderen Städten vorgetragen wurde. mehr...

 

Literatur  vom 18.10.2017
Weder noch
SchreibtischTöter
Von Hartmut Barth-Engelbart

Schreibtischtöter
müssen für ihre Tätigkeit
weder... mehr...

 

Literatur  vom 18.10.2017
Barbara Naziri: Märchenspiegel der Aramesh
Brutale Gegenwart als Märchen erzählt
Buchtipp von Karl Feldkamp

Eigentlich hat sie sich bisher vor allem als Lyrikerin hervorgetan. Aber jetzt ist Barbara Naziri ohne jede Frage ein glänzendes Debüt als Märchenerzählerin gelungen. Wenn überhaupt, dann hat natürlich sie als Deutsch-Iranerin mit jüdischen Wurzeln die entsprechenden literarischen „Gene“ und kann aus morgenländischer sowie jüdischer Erzähl-Tradition nahezu grenzenlos schöpfen. Wort- und metaphernreich erzählt sie von den grausamsten Erlebnissen und damit von der traurigen Gegenwart zweier Kinder, die im Jugendamtsjargon als so genannte unbegleitete Minderjährige aus morgenländischen Kriegsgebieten Richtung Westen fliehen müssen, da ihre Eltern ihnen kein sicheres Zuhause mehr bieten konnten. mehr...

 



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KOSTARIKATUREN


Von Kostas Koufogiorgos
FILMCLIP


Männerbünde
Aus dem KAOS-Kunst- und Video-Archiv
FOTOGALERIE


Schwarzer Freitag für H&M
Von Arbeiterfotografie