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Aktueller Online-Flyer vom 17. Oktober 2019  

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Kultur und Wissen
Die Karikatur der Woche
Seehofer will die Gamer-Szene überwachen
Von Kostas Koufogiorgos

In dieser Woche geht es um das Attentat von Halle. Der Attentäter soll während seiner Tat ein Video auf einer website der Gamer-Szene eingespeist haben, in dem er verkündet haben soll, die Wurzel aller Probleme seien die Juden. Nun will Innenminister Horst Seehofer "die Gamer-Szene stärker in den Blick" nehmen. Dabei wird er sicher schnell auch auf Rita Katz stoßen, eine Person, die für das israelische Militär gearbeitet hat, die private Geheimdienstfirma mit der Bezeichnung SITE (Search International Terrorist Entities) in Washington DC betreibt, die immer wieder in Zusammenhang mit Videos aus dem Spektrum des so genannten "Islamischen Staates" ins Blickfeld geraten ist und nun per Twitter gemeldet hat: "Shooter says in English prior to shooting: The 'root of all problems are the Jews.'" (Der Schütze sagt vor dem Schießen auf Englisch: Die "Wurzel aller Probleme sind die Juden.") Sicherlich wird der Innenminister dann auch schnell auf die Idee kommen, zusammen mit Rita Katz zu untersuchen, inwieweit das Video echt ist, insbesondere die Audio-Sequenz, die die entscheidende Beziehung zu den "Juden" herstellt, um damit ganz im Sinne des Apartheidstaates Israel den nur marginal vorhandenen Antisemitismus zu einer großen Gefahr aufzublasen. Doch Horst Seehofer erntet Hohn. "Seehofer will Gamerszene stärker beobachten - und erntet Hohn", überschreibt spiegel.de am 13.10.2019 einen Artikel. Und tagesschau.de meldet am gleichen Tag: "Das Urteil ist vernichtend: 'Wie kann man seinen Job immer und immer wieder so sehr verkacken? Er und seine Crew sind echt so krass inkompetent,' schreibt YouTuber Rezo. Er meint damit Horst Seehofer."


Seehofer will die Gamer-Szene überwachen (Karikatur: Kostas Koufogiorgos)

In der NRhZ-Ausgabe Nr. 70 begann die Serie "Kostarikaturen" unseres griechischen Cartoonisten Kostas Koufogiorgos – Zeichnungen, mit denen er zu aktuellen politischen und sozialen Themen seinen ganz persönlichen Kommentar abgibt. 2010 konnte man Kostas Cartoons zusammen mit denen anderer KarikaturistInnen in einer Ausstellungsserie des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger u.a. in Berlin und im Haus der Geschichte der BRD in Bonn sehen. Und am 27.1.2012 kam er aus Berlin zurück, wohin ihn der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger für ein paar Tage eingeladen hatte - nominiert für die beste politische Karikatur. Leider hat er diesen Preis dann aber doch nicht erhalten.

Dafür erhielt er am 30. März 2012 eine Auszeichnung der Stifter des "Deutschen Preises für die politische Karikatur - Mit spitzer Feder“, der Akademie für Kommunikation Baden-Württemberg für eine NRhZ-Karikatur aus dem Jahr 2011. Und am 3.5.2016, am Tag der Pressefreiheit, wurde eine seiner Karikaturen vom Bayerischen Journalisten Verband (BJV) ausgezeichnet.


Karikatur der Vorwoche:
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26230


Online-Flyer Nr. 722  vom 11.05.2016

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