NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - Logo
SUCHE
Suchergebnis anzeigen!
RESSORTS
SERVICE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Aktueller Online-Flyer vom 20. Juli 2019

+ + + + Aktuelle Meldung + + + +

Immer wieder mittwochs (nächste Ausgabe am 31.07.2019)
Köln (NRhZ, 17.07.2019) NRhZ-Ausgabe 713 wendet sich – in Fotogalerie und Filmclip – philosophischen Fragen zu. Sie befasst sich mit einem philosophischen Symposium mit und für den Ehrenpräsidenten der Gesellschaft für analytische Philosophie, Georg Meggle, das vom 12. bis 14. Juli 2019 in Salzburg stattgefunden hat. Im Menschen entwickelt sich im Laufe seines Lebens ein Gedankenkosmos – geprägt von diversen Einflüssen – und von Individuum zu Individuum unterschiedlich. Das eine fügt sich in die herrschenden Strukturen ein, das andere will sie überwinden. Nun kommen solche Menschen zusammen, um sich auszutauschen. Wie weitgehend kann das gelingen? Wer inspiriert wen? Es kommt auf den Versuch an. Das Symposium in Salzburg war so ein Versuch. Womöglich reiht es sich ein in die Kette prägender Einflüsse. Soweit zum Symposium in Salzburg. – Darüberhinaus findet sich in NRhZ-Ausgabe 713 ein breites Themenspektrum. Es geht um ein Interview mit dem russischen Politologen Alexej Fenenko und dessen – nach Auffassung von LUFTPOST irreführenden – Behauptungen zur Souveränität Deutschlands, um die Amadeu-Antonio-Stiftung und die Verdunkelung der realen Verhältnisse in einem Apartheidstaat, um die Die unendlich lange und schmutzige Geschichte des Zionismus, um die Frage, wie sich Faschismus entwickelt, um Morde an Journalisten und Regimekritikern in der Ukraine, um die Verstrickung Deutschlands in ein perverses anti-syrisches Netzwerk, um den kriminellen Akt der Beschlagnahme eines iranischen Öltankers durch britische Spezialeinheiten, um die Frage, ob uns ein EU-Triumvirat in den NATO-Krieg gegen Russland und China führen wird, andererseits um den leidenschaftlichen Willen zur deutsch-russischen Kooperation, um Widerstand gegen Macrons Privatisierungspläne, um der Platon zugeschriebenen Betrachtung über den schönen, jugendfrohen Anfang der Tyrannei, um Null-Nachrichten der Tagesschau in Sachen Staatshaushalt und Steuersystem, um die Auffassung, dass es ohne die Berliner Mauer Krieg gegeben hätte, um Spitzen-Jobs als Spitzel beim Verfassungsschutz, um Geschichtsverfälschung, die dem Sieg der Sowjetunion in eine Niederlage umdeuten will. Das und einiges mehr bietet sicher anregende Lektüre und Motivation zu eigenem Handeln. Für Eure weitere – auch finanzielle – Unterstützung sind wir sehr dankbar. Hier das Konto: "Anneliese Fikentscher, IBAN: DE76 3701 0050 0405 2275 03, BIC: PBNKDEFF, Stichwort: NRhZ" mehr...
zurück  


Allgemein  vom 27.04.2018
Öffentliche Erklärung, 8./9. Mai 2018, in fünf Sprachen - mit Unterzeichnungsmöglichkeit
Wir Europäer sagen NEIN zu einem Krieg gegen Russland!
Von Rudolf Hänsel, Ullrich Mies und Mitunterzeichnern

Zwei Weltkriege sind genug! In der Vergangenheit ließ sich Deutschland in den Ersten Weltkrieg hineinziehen und hat im Zweiten Weltkrieg dem russischen Volk unermessliches Leid zugefügt. Wir werden nicht zulassen, dass sich dies noch einmal wiederholt! Wenn die deutsche Vasallen-Regierung in Komplizenschaft mit den Kriegstreibern in Großbritannien und Frankreich unter der Führung der USA und der NATO einen neuen Angriffskrieg gegen Russland plant, dann tut sie das nicht in unserem Namen! Zu Krieg und Frieden haben wir, die Bürgerinnen und Bürger, das letzte Wort! Wir sagen NEIN zu Krieg und Gewalt in den internationalen Beziehungen und verurteilen die fortgesetzte Kriegstreiberei, Aufrüstung und Militarisierung! mehr...

 

Aktuelles  vom 17.07.2019
Veranstaltungen, die Du nicht verpassen solltest. Zumindest solltest Du wissen, dass es sie gibt. Beachte auch die Rubrik: REGELMÄSSIG
Last Minute ::: Termine ::: Vorschau
Von Infopool

VORTRAG / FORUM Dr. Abed Shokry: Die Medien schweigen. Ist Gaza vergessen? (Fr, den 19. Juli 2019, 18 Uhr, Bonn, Trinitatiskirche), Filmvorführung und Buchvorstellung Vander Pril Kees: MH17 - der Abschuss (Fr, 19.Juli, 18h, Berlin, FMP1, Seminarraum 1), Kunst und Bergarbeiterkultur: Besuch der Sonderausstellung „Das Junge Rheinland“ im Museum Voswinckelshof und der „Blauen Bude“ – oder auch Kleine Zeche (20.Juli, Dinslaken, Info/Anmeldung Schlaumeier-reisen@online.de), Große Kuba-Jugend-Konferenz (24.-25. August 2019, Bonn, Flyer), Johanna Arndt, Anna von Rohden und Nicolas Miquea: Ich schreibe, um zu leben. Gefängnisbriefe, Betrachtungen und Lieder (Mi, 25.9.2019, 19.30, Darmstadt, Bessunger Knabenschule), Albert Dulk Preis an Peter Grohmann (15.11.2019, 20 Uhr, Stuttgart, Kulturtreff Untertürkheim), Ulrich Mies, Hermann Ploppa, Annette Groth u.a.: Der "Tiefe Staat" oder: wer regiert den Westen? (Sa., 16.11.2019, 10.30-17h, Stuttgart, freidenker.de), Stephan Mögle-Stadel (Dag Hammarskjöld-Biograph): Heimatland Erde (Di., 10.12.2019, Wuppertal, cafe pegahAUSSTELLUNG / KUNSTAKTION – David Bacon: In the Fields of the North / En los campos del norte (June 16, 2019 - August 18, 2019, The Museum of Ventura County's Agricultural Museum, Santa Paula, dbacon.igc.org), 50 Jahre NGbK - Neue Gesellschaft für bildende Kunst (22.6.-4.8., Berlin, ngbk.de), Kunst und Bergarbeiterkultur: Besuch der Sonderausstellung „Das Junge Rheinland“ im Museum Voswinckelshof und der „Blauen Bude“ – oder auch Kleine Zeche (20.Juli, Dinslaken, Info/Anmeldung Schlaumeier-reisen@online.de), Nakba, Flucht und Vertreibung der Palästinenser (siehe auch Rubrik AUSSTELLUNGSVERLEIH) – THEATER / KABARETT / LESUNG –  Gina und Frauke Pietsch: Sagen was ist - eine Hommage an Rosa Luxemburg (30.8. Rheinsberg), lisa fitz life: Flüsterwitz (Juli 2019, lisa-fitz.de), Albert Dulk Preis an Peter Grohmann (15.11.2019, 20 Uhr, Stuttgart, Kulturtreff Untertürkheim) – FILM Filmvorführung und Buchvorstellung Vander Pril Kees: MH17 - der Abschuss (Fr, 19.Juli, 18h, Berlin, FMP1, Seminarraum 1)clips&links: youtube.com/user/arbeiterfotografie/videos und /playlist – KONZERT Johanna Arndt, Anna von Rohden und Nicolas Miquea: Ich schreibe, um zu leben. Gefängnisbriefe, Betrachtungen und Lieder (Mi, 25.9.2019, 19.30, Darmstadt, Bessunger Knabenschule) – AKTION – Wald statt Kohle, 60 Monate Waldspaziergang im Hambacher Wald (Sonntag, 18. August), Büchel Atombombenfrei mit US-Delegation (5.-19. Juli 2019, Büchel, Camp Haupttor), Blockade der IAA (Do, 12.-So, 15.09., Frankfurt/M., Messegelände),  Europäische Aktionswoche gegen Schiedsgerichte (Fr, 11.-Sa, 19.10.) +++ REGELMÄSSIG +++ NEU +++ NEU +++ mehr...

 

Aktuelles  vom 03.07.2019
Konferenz "Nein zu Militärbasen und Kriegen", Ramstein, 28.6.2019, fordert:
Truppenstationierungsvertrag kündigen und aus der NATO austreten!
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

„Wir fordern die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag auf, den Vertrag über den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland – den Truppenstationierungsvertrag – zu kündigen, um alle US- und NATO-Basen und Atomwaffen zu beseitigen. Dies würde auch die Schließung der Air Base Ramstein innerhalb von 24 Monaten ermöglichen... Die US-Air Base in Ramstein ist... nur eine von rund 1.000 weltweit. Unser Ziel ist es, die Schließung all dieser Basen zu erreichen. Dies wäre ein bedeutender Beitrag zum Weltfrieden... Wir... fordern die Regierungen der NATO-Mitgliedstaaten auf, aus der NATO auszutreten. Wir werden unsere Aktivitäten gegen alle ausländischen Militärbasen fortsetzen und die Tradition der Treffen in Ramstein, Baltimore, Dublin und Florenz fortsetzen.“ So lautet es in der Abschlusserklärung der dritten internationalen Konferenz "Nein zu Militärbasen und Kriegen", die am 28.6.2019 bei Ramstein stattgefunden hat. Damit sind wesentliche Forderungen der Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO" zu Forderungen der 3. internationalen Konferenz "Nein zu Militärbasen und Kriegen" geworden. mehr...

 

Aktuelles  vom 03.07.2019
Rede im Rahmen der Abendveranstaltung der Kampagne "Stopp Air Base Ramstein" in der Apostelkirche in Kaiserslautern, 28.6.2019
Staatsräson contra Völkerrecht – sind wir auf dem Weg in den ewigen Krieg?
Von Rainer Mausfeld – transkribiert von LUFTPOST

Prof. Rainer Mausfeld sagt es in aller Klarheit – ohne jeden Anflug von Äquidistanz zwischen Tätern und Opfern und ohne Fokussierung auf einen Präsidenten, der bislang noch keinen Krieg begonnen hat: "Auf Gewalt gegründete Politik hat heute einen Namen: die USA und mit ihnen die NATO... Die Air Base Ramstein steht symbolisch für den rechtlichen und moralischen Nihilismus, mit dem sich die USA zu den Herren der Welt machen... Realpolitik bedeutet, dass die USA und ihre Handlanger nach ihrem Gutdünken töten, morden und ausbeuten können..., dass sie Länder zu ihren Vasallen machen können und ihre Soldaten in 172 von 194 Ländern dieser Welt stationieren können... Der Unilateralismus der USA hat die Welt in die internationale Steinzeit zurückgebombt... Die USA sind nach ihren eigenen Kriterien ein Schurkenstaat... Die USA sind die kriegerischste Nation der Weltgeschichte." Wenngleich Rainer Mausfeld die verheerende Situation auf diese Weise krass verdeutlicht, läßt er die Zuhörerschaft dennoch nicht in der Annahme zurück, dem Imperium hoffnungslos ausgeliefert zu sein: "Mögen USA und NATO als gewaltigste Kriegsmaschinerie der Geschichte auch die Mittel haben, die Kräfte der Hölle zu entfachen... sind wir die Vielen, haben wir die Macht und das demokratische Recht, uns selbst zu ermächtigen." Es folgt die komplette Rede – transkribiert von LUFTPOST. mehr...

 

Inland  vom 17.07.2019
Wie die Amadeu-Antonio-Stiftung mit pädagogischen Mitteln nicht nur den Antisemitismus bekämpft
Verdunkelung der realen Verhältnisse in einem Apartheidstaat
Von Franz Piwonka

Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat - gefördert durch das Familienministerium - eine Studie über israelbezogenen Antisemitismus mit dem Titel „Eine pädagogische Handreichung zum Umgang mit israelbezogenem Antisemitismus“ erstellt. Sie erhebt nicht nur den Anspruch, anhand der geschichtlichen Entwicklung Merkmale des Antisemitismus herauszuheben, sondern auch eine Unterscheidung von Antisemitismus und Israelkritik zu treffen. Ich werde aber an einigen argumentativen Beispielen zeigen, dass Letzteres nicht gelingt und auch gar nicht beabsichtigt ist. Den Anfang macht Frau Kahane, Vorsitzende des Vorstands der Stiftung. Sie schreibt in der Einleitung, dass bestritten werde, dass all das, was Antisemitismus charakterisiere, nicht mehr gelte, sobald Israel ins Spiel komme und fügt hinzu: „Hierzu hat sich eine ganze Argumentationsindustrie entwickelt, die von reichlich naiv über einseitig aggressiv bis bösartig ideologisch reicht“. Dafür mag es Beispiele geben, aber bereits hier macht sich eine unzulässige Verallgemeinerung breit, die gar nicht belegbar ist. mehr...

 

Inland  vom 17.07.2019
Kommentiertes Transkript eines Interviews mit dem russischen Politologen Alexej Fenenko
Irreführende Behauptungen zur Souveränität Deutschlands
Von LUFTPOST

RT Deutsch hat am 27.05.2019 zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes in seiner Reihe "Der fehlende Part" ein Videointerview seiner Reporterin Margarita Bityutski mit Alexej Fenenko, einem russischen Politikwissenschaftler und Mitglied des Russischen Sicherheitsrates, veröffentlicht, in dem sich dieser zur angeblich "eingeschränkten Souveränität" der Bundesrepublik Deutschland äußert. Wir haben ein Transkript der gesprochenen deutschen Übersetzung dieses Interviews angefertigt und kommentiert. mehr...

 

Arbeit und Soziales  vom 17.07.2019
Widerstand gegen Macrons "neoliberale" Privatisierungspläne
Französische Krankenhäuser im Fieber
Von Georges Hallermayer

Klar, die Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen ist die größte gefühlte Ungerechtigkeit. Aber der ungleiche Zugang zur ärztlichen Versorgung wird gleich danach am schmerzlichsten empfunden und nicht die Arbeitslosigkeit oder Wohnung. Diesen für manche überraschenden Zustand brachte DREES, die dem „Ministerium für Solidarität und Gesundheit“ unterstellte „Direction de la Recherche, des Etudes de l’Evaluation et des Statistiques » am 17. April 2019 in der Studie „Barometre 2018“ an den Tag. Präsident Emmanuel Macron weiß nun auch, warum den Präsidenten Nicolas Sarkozy und Francois Hollande ihren stückchenweise durchgesetzten neoliberalen Privatisierungsplänen so heftiger Widerstand entgegenstand. Was allerdings Präsident Macron nicht abhält, seinen Dienst im Auftrag der neoliberalen Oligarchen weiter zu verrichten, auch wenn die „Gilets Jaunes“ seinen Zeitplan in turbulente Verdrückung brachten. mehr...

 

Globales  vom 17.07.2019
Offener Brief gegen die Ausladung des Rappers Talib Kweli beim Open Source Festival in Düsseldorf
Genau so entwickelt sich Faschismus
Von Tariq Ali, Judith Butler, Peter Gabriel, Aki Kaurismäki, Naomi Klein, Ken Loach, Roger Waters und anderen

Es geht um das Düsseldorfer Open Source Festival vom 13. Juli 2019 und die Ausladung des Rappers Talib Kweli. Er wurde von den Organisatoren ausgeladen, weil er es ablehnt, den Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit zu verurteilen. Die Ausladung erfolgte unter Berufung auf einen Bundestagsbeschluss vom 17. Mai 2019, der in der NRhZ im Artikel "Rassistische Querfront im Reichstag" thematisiert ist. Gegen die Ausladung richtet sich ein Offener Brief, der von 103 UnterzeichnerInnen aus der internationalen Kulturszene getragen ist und am 2. Juli 2019 im britischen Guardian veröffentlicht wurde. Zu den UnterzeichnerInnen gehören der Schriftsteller Tariq Ali, die Philosophin Judith Butler, der Musiker Peter Gabriel, der Filmemacher Aki Kaurismäki, die Publizistin Naomi Klein, der Filmregisseur Ken Loach und der Musiker Roger Waters. Die NRhZ dokumentiert den Offenen Brief in deutscher Übersetzung. mehr...

 

Globales  vom 17.07.2019
Klimawechsel: Auswirkungen auf Mali
Mali im Wechselfieber
Von Georges Hallermayer

Nach Robert E. Munns Schätzungen im Band 3 der „Encyclopedia of global environmental change“ aus dem Jahr 2002 frisst sich die Sahara jedes Jahr 48 Kilometer weit nach Süden in die Sahelzone Malis und drängt diese weiter. Nathalie Thomas und Sumant Nigam kamen im Fachmagazin der University of Maryland „Journal of Climate“ im Mai 2018 zu dem Schluss: „Die Sahara wächst immer schneller.“ Die Forscher hatten die Niederschlagsdaten für den Zeitraum von 1920 bis 2013 analysiert. Danach dehnte sich die Sahara im Norden und Süden um 10 Prozent aus, also über 200 Kilometer in jede Richtung. Und eine dritte Zahl: Der aus Schweden, der Schweiz und EU finanzierte Radiosender Studio Tamani führte im Juni 2019 die Expertenschätzung von 7 km/Jahr Ausdehnung nach Süden an. Aber gleichgültig, welche Zahl stimmen mag, sie steht seit Jahrzehnten für Hunger, Tod, Vertreibung und Bürgerkrieg – und müsste mit aller Kraft korrigiert werden. Das Crowther Lab an der ETH Zürich publiziert in ihrer neuen Studie, dass zwei Drittel der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen durch Aufforstung absorbiert werden könnte. Das Projekt „The Great Green Wall“ in China ist eine 40jährige Erfolgsstory harten stetigen Bemühens der Wiederaufforstung. Leider steht das auch von Deutschland unterstützte Projekt „The Great Green Wall of Africa“ in Mali (im Gegensatz zu Senegal und Nigeria) weit hinter den militärischen Anstrengungen.) Und Deutschland täte gut daran, mehr Bäume statt Soldaten zu schicken! mehr...

 

Globales  vom 17.07.2019
Wie das Narrativ des Westens immer mehr erodiert
Gaben Mitglieder des Parlaments der Ukraine Mordbefehl?
Von Jochen Mitschka

Bereits vor der letzten Präsidentschaftswahl hatte der Generalstaatsanwalt der Ukraine den damals noch amtierenden Präsidenten Poroschenko zu einer Aussage vorgeladen, bei der es um seine Rolle bei der Flucht der Heckenschützen des Maidan-Massakers von 2014 ging. Natürlich erschien er nicht zur Aussage, und unterschrieb auch nie Protokolle früherer Aussagen. Nun vermutet der Generalstaatsanwalt, dass Mitglieder des ukrainischen Parlamentes, der Rada, die Ermordung von Pavlo Sheremet in Auftrag gegeben hatten. Sheremet war ein prominenter aus Weißrussland emigrierter Journalist der für die Ukrainska Pravda in der Ukraine arbeitete. Er starb durch eine Autobombe. Und dieser Tod war nur einer in einer ganzen Serie von Morden an Journalisten und Regimekritikern zwischen 2014 und 2018. mehr...

 

Globales  vom 17.07.2019
Bundesregierung und Bundeswehr weiter so?
Im perversen Netzwerk gegen Syrien verstrickt
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Die konservativen Regierungsparteien CDU/CSU haben bisher nicht begriffen, wie destruktiv die westliche Interventionspolitik im Nahen Osten gewesen ist. Zuerst in Libyen. „Wir dürfen nicht weiter auf dem hohen Ross sitzen als Europäer. Libyen, warum ist da Bürgerkrieg? Da war eine schlimme Diktatur unter Ghadafi. Das ist kaputt gebombt worden und in ein Bürgerkriegsland verwandelt worden von den großen europäischen Politikern Cameron und Sarkozy – mit Verlaub, pardon.“ (an seine französische Kollegin Elisabeth Cadot gewandt). „Das heißt, wir haben moralisch überhaupt eine ganz furchtbare Position, wir intervenieren da, die Amerikaner haben im Irak interveniert, Ölinteressen, da herrscht jetzt Bürgerkrieg; wir tun jetzt so, als ob da jetzt die wilde Barbarei auf uns losbricht. Europäer, europäische Militärs, europäische Bomben haben diese Barbarei verursacht. Da wird jetzt schon überhaupt nicht darüber geredet.“ So klipp und klar der Journalist Dirk Schümer (Die Welt, Redakteur für europäische Themen) in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“: „Scherbenhaufen Europa – Krise von Brüssel bis Berlin?“ am 4.7.2019. mehr...

 

Globales  vom 17.07.2019
NATO und EU teuflische Institutionen – kreiert durch US-Geheimdienste?
Mit EU-Triumvirat in den NATO-Krieg gegen Russland und China
Von Wolfgang Effenberger

Im imperialen Rom verstand man unter einem Triumvirat ein Leitungsgremium von drei Personen. Was verbindet die Aspiranten Ursula von der Leyen (EU-Kommissionschefin), Christine Lagarde (EZB-Vorsitz) und Joseph Borell (Hoher Beauftragter für Außenpolitik) miteinander? Alle Mitglieder können Studienaufenthalte in den USA aufweisen, und dadurch ist die Nähe zu den transatlantischen Netzwerken nicht verwunderlich, ebenso die „distanzierten“ Äußerungen zu Russland. Zu dem nicht gerade demokratisch vorgesehenen Personalpaket gehört außerdem noch Charlie Michel als Kandidat für den Posten des Ratspräsidenten– quasi der Zeremonienmeister für das Triumvirat. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 17.07.2019
XV. Deutsch-Russische Städtepartnerschaftskonferenz vom 25.-27. Juni 2019 in Aachen/Düren
Leidenschaftlicher Wille zur Kooperation
Persönliche Eindrücke von Ansgar Klein

Der wichtigste Eindruck vorweg: während der gesamten Konferenz spürte man den von Herzen kommenden Wunsch der russischen Teilnehmer, immerhin 250 von insgesamt ca. 700, nach Zusammenarbeit und Freundschaft mit uns Deutschen! Das sprechendste Beispiel dafür waren für mich die Worte des Sonderbotschafters des Präsidenten der Russischen Föderation Dr. Michael Schwydkoj zu Beginn seines Auftritts auf der Eröffnungsveranstaltung der Konferenz im Krönungssaal des Aachener Rathauses bevor er eine Grußbotschaft von Wladimir Putin vortrug, die ebenfalls vom Wunsch nach guter Partnerschaft mit Deutschland geprägt war. Dr. Schwydkoj fand nach der Rede von Michelle-Jasmin Müntefering, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, die die „Annexion der Krim“ erwähnte - ein Affront(!) - nur nette Worte für seine Vorrednerin, ohne auf den Affront einzugehen. Im Gegensatz zu Putins Grußbotschaft war das Grußwort Merkels, das Matthias Platzeck, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums und engagierter Kooperator verlas, gekennzeichnet durch rein formale Sätze, die eine deutsch-russische Annäherung nicht einmal ahnen ließen. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 17.07.2019
Zur Beschlagnahme des iranischen Öltankers Grace 1
Ein zutiefst krimineller Akt
Von der Initiative "Freundschaft mit Valjevo"

Mit dem Entern und der Beschlagnahme des iranischen Öltankers Grace 1 am 4. Juli 2019 bei Gibraltar durch britische Spezialeinheiten auf Veranlassung der US-Regierung hat sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran gefährlich zugespitzt. Das Schiff war mit vermutlich 2 Mio. Barrel Rohöl auf dem Weg nach Syrien. Die USA versuchen beide Staaten mit ihren eigenmächtig verhängten, völkerrechtswidrigen Sanktionen von jedem Außenhandel abzuschneiden und sie ihrem Diktat zu unterwerfen. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 17.07.2019
Wie noch heute Nachfahren der deutschen Faschisten ihren verloren gegangenen Sieg in der Sowjetunion nachtrauern
Geschichtsverfälschung
Von Brigitte Queck

Sven Felix Kellerhoff, leitender Redakteur Geschichte der Zeitung WELT, versuchte vor Kurzem in reißerischer Form mit seinem Artikel "Der 'Sieg' der Roten Armee, der in Wirklichkeit eine Niederlage war" auf eine Niederlage der Sowjetarmee an einem Ort aufmerksam zu machen, an dem heute ein Denkmal steht, mit dem den bei der Panzerschlacht gefallenen Soldaten und Offizieren der Roten Armee gedacht wird. Der Artikel liest sich wie die Forderung nach Abriss dieses Denkmals: „Für ein Siegesdenkmal gibt es jedoch keinerlei Anlass!“ Mein Kommentar zu diesem pietätlosen Beitrag von Felix Kellerhoff: mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 17.07.2019
Iranisches Tankschiff von britischer Spezialeinheit in der Meerenge von Gibraltar gekapert
Mit einer Koalition der Willigen die Londoner Piraterie bekämpfen?
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Man kann die unvernünftige Impertinenz eines verirrten US-Generals gegenüber der deutschen Regierung als ein mediales Ablenkungsmanöver von den Vermittlungsbemühungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in der Golf-Krise und zugleich als Einschüchterungsmaßnahme gegenüber dem Iran bewerten. "Macron hatte am Samstag (6.7.2019) mit Präsident Rohani mehr als eine Stunde lang telefoniert... Der iranische Außenminister Sarif sagte, es sei unmöglich, unter Zwang zu verhandeln. Die USA müssen zunächst ihren 'Wirtschaftsterrorismus' gegen Iran beenden... Inzwischen gilt eine Reise Macrons nach Teheran als eine Option, um die Lage zu beruhigen." („Freiheit für die Schiffe“ von Paul-Anton Krüger, SZ, 11.7.2019) mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 17.07.2019
Britische Anschuldigungen, Unterstellungen oder Mutmaßungen gegen den Iran
Hervorragende Beziehungen mit allen Staaten der Welt pflegen
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Der Titel des Artikels der Süddeutschen Zeitung (SZ) „Ein weiterer Zwischenfall in der Straße von Hormus verschärft die Spannungen zwischen Teheran und dem Westen“ (12.7.2019) darf nicht zu der verfehlten Annahme führen, dass britische Anschuldigungen, Unterstellungen oder Mutmaßungen gegen den Iran in einen Konflikt mit 'dem Westen' führen können, auch wenn just das von London beabsichtigt ist. "Bei einem Besuch des diplomatischen Beraters von Präsident Emmanuel Macron in Teheran habe man 'gute Gespräche' geführt, teilten beide Seiten mit." So die SZ auf der Titelseite am 12.7.2019. Die Londoner Geschichte wurde von Teheran dementiert. Es gab keinen Zwischenfall im Persischen Golf mit irgendeinem ausländischen Schiff am Donnerstag 11.7.2019. "Der Tanker gelangte sicher in den Golf von Oman. Die Revolutionsgarden bestreiten, dass sie überhaupt versucht hätten, das Schiff zu stoppen." („Das Gesetz der Straße“ von Paul-Anton Krüger, SZ, 12.7.2019) "Irans Außenminister, Mohammed Dschawad Sarif tat die britischen Anschuldigungen als 'bedeutungslos' ab. Sie seien erfunden worden, um Spannungen aufzubauen." (SZ-Titelseite vom 12.7.2019: „Iran soll britisches Schiff bedrängt haben“ von Paul Anton Krüger). Gewiss, derartige Unterstellungen provozieren nur Spannungen. Und sie fördern den Wahnsinn der US-Hardliner, die einen Krieg gegen den Iran anfangen wollen. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 17.07.2019
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (165)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

„Die Mauer in Berlin ist gefallen. Wollen wir dulden, dass Israel eine neue Mauer des Hasses und der Trennung baut?“ „Bitte helft, die Kriege und unnötiges Blutvergießen zu beenden. Lasst es uns versuchen und unsere Krieger auf allen Seiten zwingen zu erkennen, dass wir eine großartige Alternative vor uns haben.“ „Möge Frieden auf Erden sein! Nicht mehr Krieg!“ „Lasst uns die unersetzbare Erde gegen Atomwaffen schützen! (Kazuo Soda)“ „Krieg zerstört Frieden! Weg damit!“ So steht es auf fünf der zahllosen Klagemauer-Karten. Am 26. Januar 2019 wäre Walter Herrmann, der "Hausmeister der Klagemauer", wie er sich selbst einmal bezeichnete, 80 Jahre alt geworden. Sein Einsatz für den Frieden und den Kampf um die öffentliche Meinungsäußerung im öffentlichen Raum – mit einfachsten Mitteln wie Pappkartons und Schnur – bleiben sein ungeahnt wertvolles Vermächtnis im Kultur- und Medienstreit der "digitalen" Gesellschaft. Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. Deshalb soll sein Werk fortgeführt werden durch Kunst- und Kulturschaffende und Friedens-AktivistInnen. Nähere Informationen auf Anfrage. mehr...

 

Kommentar  vom 17.07.2019
Kommentar vom Hochblauen
Die unendlich lange und schmutzige Geschichte des Zionismus
Von Evelyn Hecht-Galinski

Die Geschichte des Zionismus beginnt mit Kontakten zu den gewalttätigsten Ideologien, den rassistischsten Regimes und Diktaturen und zieht sich bis heute als roter Faden durch die Geschichte. Selten wird darauf hingewiesen, dass der Zionismus die offizielle Siedler-Kolonial-Ideologie des "Jüdischen Staates" ist, die von ihrer Definition aus, eine durch und durch antisemitische Ideologie ist. Allein die Begriffe Israel als "Jüdischer Staat" des "jüdischen Volkes" oder die Dreistigkeit, aus dieser Definition heraus für alle Juden weltweit zu sprechen. Ganz zu schweigen vom zionistischen Anspruch, die illegale Siedlungspolitik und Kolonialisierung des Staates als "jüdischen Wert" zu bezeichnen. Immer waren diese "Werte" basierend auf der Zusammenarbeit und Unterstützung faschistischer und rechtsextremer und antisemitischer, rassistischer Regime und Personen. So ist die Ähnlichkeit von beiden Ideologien unübersehbar, stimmen doch Antisemiten und Zionisten überein, dass Juden eigentlich fremd in Europa sind, nicht dazu gehören und deshalb gedrängt werden, als Siedler in den "Jüdischen Staat" zu gehen, um so der Kolonisierung Auftrieb zu geben und damit die Endlösung der ethnischen Säuberung Palästinas zu beflügeln. mehr...

 

Kommentar  vom 17.07.2019
Replik auf den teils wahnhaften und fatalen (Medien-)Hype um die Jugend
Der schöne, jugendfrohe Anfang der Tyrannei
Von Rudolf Hänsel

Bereits vor über 2.300 Jahren soll der antike griechische Philosoph Platon (427–347 v. Chr.) die Mitbürger in seinem Werk „Politeia“ (Der Staat) darauf hingewiesen haben, welche Folgen es für die Heranwachsenden selbst und für die demokratische Verfassung des Staates haben würde, wenn die Älteren, Väter wie Lehrer, die Jungen einfach gewähren lassen wie sie wollen und sie nicht in den gemeinsamen Traditionen ihrer Gesellschaft und in den demokratischen und persönlichen Tugenden erziehen. Und schon vor Jahrzehnten erforschte die US-amerikanische Entwicklungspsychologin Diana Baumrind die förderlichen Bedingungen einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Doch heutzutage wird medienwirksam eine aufsässige Jugend glorifiziert, die sich den Älteren gleichstellt, gegen sie in Wort und Tat auftritt, keine Unterordnung mehr verträgt und Gesetze verachtet. Die Folgen sind absehbar, denkt man an ähnliche gesellschaftliche Experimente in der Vergangenheit. Platon brachte sie in „Politeia“ in wenigen Sätzen auf den Punkt. mehr...

 

Kommentar  vom 17.07.2019
Das Imperium ruft nach deutschen Soldaten in Syrien
Politiker und Journalisten, schickt ihr als erste eure Söhne an die Front!
Von Rudolf Hänsel

Seit ein paar Tagen wird unter deutschen Politikern und Journalisten die Frage diskutiert, ob deutsche Soldaten US-amerikanische Bodentruppen in Syrien ersetzen sollten. Das Ganze auf Wunsch des Hegemons. Es wäre ja nur eine Aufstockung des bisherigen Engagements der Bundesregierung, die sich bereits seit Jahren mit Aufklärungs-Tornados und Ausbildungsoffizieren an diesem verheerenden Stellvertreterkrieg in Syrien beteiligt. Kampfeinsätze der deutschen Bodentruppen seien nur für den Ernstfall vorgesehen. Es ginge vor allem um ein sichtbares Zeichen militärischer Solidarität mit der US-Kriegsmaschinerie. mehr...

 

Kommentar  vom 17.07.2019
Verfassungsschutz tut Gutes im Verborgenen
Spitzen-Job als Spitzel
Von Ulrich Gellermann

So klagte die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG im letzten Jahr: "Sie heißen Mehmet oder Maximilian, Jan oder Chantal, und jeder von ihnen hat irgendein Talent, kann etwas, mit dem sich wie bei einem ungeschliffenen Diamanten arbeiten lässt. Doch allzu oft wird daraus nichts. Hunderttausende Jugendliche beginnen Jahr für Jahr in Deutschland eine berufliche Ausbildung, aber viel zu viele schaffen diesen entscheidenden Schritt in ihrem Leben nicht". Diese Sorge fußte auf dem Berufsbildungsbericht der Bundesregierung. Das ließ die Treuesten der Treuen, die Geheimsten der Geheimen nicht ruhen und rasten: Das Bundesamt für Verfassungsschutz sprang mit einer Ausbildungsoffensive in die Bresche. Denn eins ist sicher: Der Arbeitsplatz im Spitzeldienst, ob als V-Mann oder als V-Frau, ob undercover oder overcover, ob nur als Beobachter oder als Agent Provocateur. Die Schnüffler vom V-Schutz bieten krisensichere Arbeitsplätze. Denn wer an der Krise der Verfassung selbst beteiligt ist, der schafft sich seine Arbeitsplätze im Schutz selbst. mehr...

 

Medien  vom 17.07.2019
Statt brauchbarer Information über den Staatshaushalt und das asoziale Steuersystem serviert ARD-aktuell Placebos
Selbstzensur: Null-Nachrichten der Tagesschau
Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam gegen die "Macht um Acht"

Wer verantwortlich für sich und die Seinen entscheiden will, braucht exakte Informationen über sein Soll und Haben sowie über seine Handlungsoptionen. Wer als Staatsbürger verantwortlich über die Geschicke der Nation mitreden und -befinden will, muss wissen, wie es um Staatsvermögen, Staatseinnahmen und -ausgaben steht. Offiziell wird das Hochglanzbild vom „mündigen“ Bürger gepflegt, für den sich Michel Piefke und Lieschen Kraushaar halten sollen. Tagesschau & Co. sorgen allerdings mit ihren regierungsfrommen und systemkonformen Nachrichten dafür, dass zwischen Behauptung und Wirklichkeit Welten liegen. mehr...

 

Filmclips  vom 18.07.2019
Symposium für und mit Georg Meggle, Salzburg, 12. bis 14. Juli 2019
Was hat Wert? Gedanken zur Freundschaft, Kommunikation und dem Ziel der Philosophie
Von Arbeiterfotografie

zum Filmclip...

 

Fotogalerien  vom 18.07.2019
Fotografische Interventionen für den Philosophen Georg Meggle
Zwischen Realität und Fiktion
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Was ist Realität? Was ist Fiktion? Was ist Wahrheit? Was ist Lüge? Was sehen wir? Was entzieht sich unseren Blicken? Was verstehen wir? Was übersteigt unseren Verstand? Lassen wir uns täuschen? Wollen wir uns täuschen lassen? Sollen wir getäuscht werden? Wer will uns täuschen? Wie effizient ist unser Handeln? Wozu dient Philosophie? Dient sie der Stabilisierung von Herrschaft? Oder will sie den Menschen Mittel in die Hand geben, sich von Herrschaft zu befreien? Gilt es lediglich, die Welt zu verstehen? Oder gilt es auch, sie im Wissen um ihren Charakter zu verändern? Gilt es zu erklären, was moralisch und gerecht und was unmoralisch und ungerecht ist? Oder gilt es, Hinweise zu geben, wie Ungerechtigkeiten zu beseitigen sind? Das sind Fragen, die auf Antworten warten. Vom 12. bis 14. Juli 2019 fand das Salzburger Symposium "Analytische Explikationen & Interventionen" mit und für Georg Meggle statt. Zwei Tage Vorträge, ein Orgelkonzert und die Verleihung der Ehrenpräsidentschaft der Gesellschaft für Analytische Philosophie (gap) an den 75jährigen Philosophen Georg Meggle standen auf dem Programm. In einer Fotogalerie präsentiert die NRhZ in Fotos der Arbeiterfotografie Impressionen dieser Ereignisse und lässt die Blicke durch die Stadt schweifen, in der Georg Meggle geehrt wurde. mehr...

 

Kultur und Wissen  vom 17.07.2019
Die Karikatur der Woche
Deutsche Rüstungsexporte steigen
Von Kostas Koufogiorgos

In der NRhZ-Ausgabe Nr. 70 begann die Serie "Kostarikaturen" unseres griechischen Cartoonisten Kostas Koufogiorgos – Zeichnungen, mit denen er zu aktuellen politischen und sozialen Themen seinen ganz persönlichen Kommentar abgibt. In dieser Woche geht es um den Drang nach oben - Kapital-Verbrechen inbegriffen. "Deutschland verkauft wieder mehr Kriegsgerät in alle Welt: Im ersten Halbjahr 2019 wurden mehr Rüstungsexporte genehmigt als im gesamten Jahr 2018. Waffen gingen auch an Beteiligte am Jemen-Krieg." Das ist von tagesschau.de zu erfahren. mehr...

 

Literatur  vom 17.07.2019
Auszug aus "Ausbruch aus der Stille. Persönliche Lebensbilder" anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung der DDR am 07. Oktober 1949 (15)
Der Reporter in Moskau
Von Harry Popow

Ende September 78. Im Ministerium für Verteidigung wurde es jetzt bestätigt: Henry fliegt nach Moskau. Auslandsdienstreise zur befreundeten Zeitung „Krasnaja Swesda“. Abflug am 2. Oktober von Schönefeld um 08.15 Uhr mit der IF 600, Ankunft in Moskau um 12.40 Uhr. Rückflug am 5. Oktober um 14.00 Uhr mit der IF 605, Ankunft in Berlin um 14.25 Uhr. Also bereitet er sich vor. Malt sich das reichlich zu recherchierende Material aus, eine Vielfalt von Themen. „Bringe soviel Artikel mit wie du kannst“, gab Oberst J. ihm mit auf den Weg. Henry ist allerdings auch für schnelle Änderungen der Lage dort in Moskau gewappnet, andere dienstreisende Reporter hatten ihm manchen Tipp gegeben. Dann Moskau, die Geburtsstadt seiner Mutter. Die breiten Straßen, der starke Autoverkehr, die Gastfreundlichkeit seiner Betreuer. Man besuchte die Offiziershochschule der Landstreitkräfte, die Kunpemirowkaer Panzerdivision und - natürlich – das Lenin-Mausoleum. Aber aus den sehr gründlichen Interviews wurde nichts. Mit einem Kompaniechef wollte Henry z. B. über Erfahrungen beim Gefechtsschießen sprechen. Doch viele Ohren- und Augenzeugen während des Gesprächs verunsicherten den sowjetischen Offizier offenbar. Henry konnte nur wenige Fakten notieren. Manches blieb auch recht unkonkret. Es war zum Haare ausreißen. mehr...

 

Literatur  vom 17.07.2019
Nachhilfe für Ewiggestrige
"Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben"
Buchtipp von Harry Popow

Wie nicht anders zu erwarten: Das Buch mit dem Titel "Ohne die Mauer hätte es Krieg gegeben" von Armeegeneral a.D. Heinz Keßler und Generaloberst a.D. Fritz Streletz (edition ost, 220 Seiten), wirft gehörig Staub auf. Zerrt es doch ans Licht, was allzu gerne totgeschwiegen wird: Die Schuld des Westens am Kalten Krieg, der ein heißer zu damaliger Zeit zu werden drohte. Und nach der so genannten Wende fürchten die Kapitaloberen und ihre Marionetten in der Politik nichts so sehr wie ein Dacapo einer echten Alternative zum jetzigen Herrschaftssystem. Das sind sie - die echten Ewiggestrigen, die von einer dringend notwendigen Veränderung des Gesellschaftssystems nicht nur nichts halten, sondern jede Idee zum Besseren für das Wohl der Menschheit mit Füßen treten und jede Idee dahin im Keime ersticken wollen. mehr...

 



  nach oben

KOSTARIKATUREN


Von Kostas Koufogiorgos
FOTOGALERIE


Fotografische Interventionen für den Philosophen Georg Meggle
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann