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Aktueller Online-Flyer vom 28. Juli 2017

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Danke für Eure Unterstützung
Köln (NRhZ, 28.12.2016) Das Entstehen der NRhZ ist mit Kosten verbunden. Der laufende Betrieb und die Verbesserung von Erscheinungsbild und Redaktionssystem wollen finanziert sein. Wir bitten deshalb um Unterstützung in Form von Spenden. Mit dem Tod von Peter Kleinert hat sich das Konto für Förderabos und Förderbeiträge geändert. Überweisungen und Daueraufträge jetzt bitte auf das Konto "Anneliese Fikentscher, IBAN: DE76 3701 0050 0405 2275 03, BIC: PBNKDEFF, Stichwort: NRhZ" mehr...
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Aktuelles  vom 26.07.2017
VORTRAG / FORUM – Cilly Keller und Reinhardt Silbermann ...die Seeleute und die Internationalen Brigaden ... (26.7., Frankfurt/M.), Protestkundgebung gegen die Schließung der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem (26.7., Berlin), Galeria Kaufhof – Nein Danke! BDS-Infostand (29.7., Bonn), Fiesta Moncada (29.7., Bonn), Der Faschismus hat viele Gesichter (5.8., Holzhau/Freiberg), Thomas Keuer: Die Rente ist sicher – zu niedrig (6.8., Duisburg), Die Sicherheitsinteressen und die Militärdoktrin der Russischen Föderation (10.8., Rostock), Medienpolitik heute und ihre Wirkung in der Gesellschaft (15.8., Berlin), Soli-Sommerfest Lateinamerika MIT CAROLUS WIMMER (19.8., Frankfurt/M.) – AUSSTELLUNG – ... bis 1. August: Sehnsucht. Anhelo. Schlüsselwerke der Sammlung Horbach (Köln), ... bis 29.8., ÜBE DAS LEBEN JETZT – Kunst und Kultur in Palästina (Kassel) ... bis 25. 9.,/ 26., 8. Kunst im Fluss / und Tierisch gut (Schleiden Gemünd) ... bis 8. Oktober "Rassendiagnose Zigeuner" (NS-Dok Köln) ... bis 20. Dezember: Aktion+Kunst=DaSchauHer (Friedensmuseum Nürnberg) – KUNST IN AKTION – Angie Hiesl: x-mal Mensch Stuhl beim Festival La Strada (3.,4.,5.8., Graz), Gruppe FlorAzul (11.8., Kassel), Lebenslaute (16.-21.8., Jagel) – AKTION – Friedensritt 2017... Nehmt den Kriegen die Waffen! (21.-30.7., Bremen) – VORSCHAU – Protestaktion am Fliegerhorst Jagel "Drei von Zwölf" (9.9.., Jagel) +++ REGELMÄSSIG +++
Last Minute ::: Termine ::: Vorschau
Von Infopool

Veranstaltungen, die Du nicht verpassen solltest. Zumindest solltest Du wissen, dass es sie gibt. mehr...

 

Globales  vom 26.07.2017
Appell der menschenrechtspolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag
Blockade Gazas aufheben!
Von Annette Groth, MdB

Bundesregierung ergreift trotz der dramatischen Lage im Gazastreifen keine konkreten Schritte, um die Situation der Menschen vor Ort zu verbessern! Zwar ist erfreulich, wie klar die Bundesregierung einige der in unserer Kleinen Anfrage ‚Der Wiederaufbau des Gazastreifens und der Gaza Reconstruction Mechanism´ aufgeworfenen Fragen beantwortet hat. Aber obwohl Israel ganz klar als Besatzungsmacht im Gazastreifen bezeichnet und die Abriegelung des Küstenstreifens als „wesentlicher auslösender Faktor“ für die humanitäre Misere der Bevölkerung Gazas benannt wird, fehlt eine klare Aussage der Bundesregierung, welche konkreten Schritte sie unternommen hat, um die Situation vor Ort zu verbessern. Nach zehn Jahren Blockade und angesichts der dramatischen Zustände vor Ort ist dies ein riesiger Skandal! mehr...

 

Globales  vom 26.07.2017
Appell der menschenrechtspolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag
Völkerrechtswidrige Anwendung der Administrativhaft beenden – Khalida Jarrar freilassen!
Von Annette Groth, MdB

Es ist unfassbar, das die israelischen Sicherheitsbehörden mit Khalida Jarrar schon wieder eine palästinensische Parlamentsabgeordnete verhaftet und in Administrativhaft genommen haben! Ohne eine Begründung, ohne Anklage und ohne ein Gerichtsurteil werden hierbei Menschen aus politischen Gründen und unter Verweis auf angebliche Sicherheitsinteressen in Haft genommen. Gegen die klaren, in der vierten Genfer Konvention niedergelegten Regeln, unter Beachtung derer Administrativhaft in Ausnahmefällen zulässig ist, verstößt Israel regelmäßig. Die israelischen Behörden wenden die Administrativhaft exzessiv und zum Zwecke der kollektiven Bestrafung der palästinensischen Bevölkerung an. Dem muss die internationale Gemeinschaft endlich Einhalt gebieten. mehr...

 

Globales  vom 26.07.2017
G20-Ausschreitungen, Hamburg, Juli 2017
Geprobt für den Tag X?
Von Brigitte Queck

Als während und außerhalb des G20-Treffens Bilder von brennenden Autos und Plünderungen von Hamburger Geschäften, verursacht durch angeblich „linken Terror“, die deutschen Fernsehkanäle und etablierten Zeitungen beherrschten, musste man sich unwillkürlich die Frage stellen: “Cui bono?“ „Wem nutzt das?“ Nicht wenige kritische Stimmen in Deutschland schlussfolgerten richtig, auf keinen Fall den Linken, zumal im September die Bundestagswahlen bevorstehen und die Partei “Die Linke“ mit ihrem sehr guten sozialen Wahlprogramm schon vor den Wahlen „punktete“ und im Bundestag die einzige Anti-Kriegspartei ist, die ähnlich wie die deutsche Friedensbewegung, gute und vernünftige Antikriegsforderungen aufstellt, die dem Willen der Mehrheit der Bevölkerung Deutschlands entsprechen, wie dem Slogan "Nein zum Krieg, für eine demokratische und gerechte Welt", mit dem Auslandseinsätze der Bundeswehr abgelehnt werden und gegen Rüstungsexporte in kriegführende Länder Position bezogen wird. mehr...

 

Globales  vom 26.07.2017
G20-Gipfel, Hamburg 2017
Krawalle nützlich für neues Feindbild
Von Heinrich Frei

Anlässlich der Zusammenkunft der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, des G20 Treffens in Hamburg demonstrierten 100.000 Menschen. 20.000 Polizisten sicherten das G20-Treffen, trotzdem kam es zu Krawallen. In den Medien wurde nicht groß über die Anliegen der Demonstranten informiert: stoppt die Kriege, die Waffenlieferungen, die Ausbeutung. Im Mittelpunkt der Berichterstattung standen die kleinen Gruppen, die sich als Steinewerfer bemerkbar machten, die fotografisch „schön“ brennenden Autos, die Plünderungen. Über die Polizeigewalt wurde auch nicht berichtet. Die Wochenzeitung in Zürich bildete da eine Ausnahme. Anna Jikhareva schrieb: "Die Kritik an den Ausschreitungen greift zu kurz: Am Gipfel in Hamburg wie an der Niederschlagung der Proteste bestimmte die Macht über das Recht." Sie dokumentierte, wie die so genannten Einsatzkräfte auch mit Gewalt gegen friedlich Demonstrierende vorgingen. mehr...

 

Globales  vom 26.07.2017
G20-Gipfel, Hamburg 2017 – einige Betrachtungen aus IPPNW-Sicht
Cui bono? Wer waren die Täter?
Von Manfred Lotze

Die Ereignisse beim G20-Gipfel in Hamburg 2017 betrachtet Manfred Lotze unter vier Aspekten: 1. Der G20-Gipfel der Machteliten am 7. und 8. Juli 2017; 2. die Alternativen und Proteste der globalen Friedens- und Sozialbewegungen; 3. das Polizei- und Sicherheitsmanagement; 4. die Gewalttäter. Zu Punkt 4 schreibt er: "Bürgermeister Scholz sprach von 'nahezu militärisch organisierten Gewalttätern'. Könnte das nicht ein unfreiwilliger Hinweis sein, dass die relativ kleine Gruppe der Täter nicht zu Autonomen des 'Schwarzen Blocks' oder zu 'Linksextremisten' passt? Weitere Spekulationen haben hier keinen Platz außer der zielführenden Frage 'Cui bono?' Gespannt bin ich auf Informationen über Festnahmen und die Identität der Täter." Es folgt die Betrachtung von Manfred Lotze. mehr...

 

Globales  vom 26.07.2017
Neokolonial aggressiv oder friedlich mit Respekt vor dem Völkerrecht?
Wie steht Frankreich heute zu Syrien?
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Die jüngsten Gespräche zu Syrien in Astana und Genf markieren einen weiteren Fortschritt nach dem ersehnten Frieden in Syrien und dem dazu erforderlichen weiteren Zurückweichen der US/EU-Politikakteure, die in Verbundenheit mit Terroristen nicht aufhören wollen, das Land weiter zu destabilisieren, um schlussendlich doch noch ihren Regime-Change hinzubekommen und eine ihnen genehme Regierung zu installieren. Fünf Verhandlungsrunden zur Syrien-Regelung auf höchster Ebene haben bisher in Astana stattgefunden, und zwar am 23./24. Januar, am 15./16. Februar, am 14./15. März, am 3./4. Mai und die fünfte jüngste Runde am 4./5. Juli dieses Jahres. Die bisherigen Hauptergebnisse sind die Abstimmung über die Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe für die Einstellung von Kriegshandlungen in Syrien. Die leitenden und Garanten-Länder, nämlich Russland, Iran und die Türkei unterzeichneten in Astana ein Memorandum über Deeskalationszonen in Syrien zur Eindämmung der Gewalt. Dieses Memorandum soll dazu beitragen, die Integrität des Landes aufrecht zu erhalten und den Konflikt politisch zu regeln. mehr...

 

Globales  vom 26.07.2017
Im Herbst 2017 erscheint das Buch
Fassadendemokratie und Tiefer Staat
Von Ullrich Mies und Jens Wernicke

Die Herausgeber des Buches "Fassadendemokratie und Tiefer Staat", Ullrich Mies und Jens Wernicke, zeichnen alles andere als ein rosiges Bild. Sie beenden ihre Einleitung mit den Sätzen: „Den Herausgebern ist bewusst, dass sie mit diesem Sammelband nur einige Aspekte des „Tiefen Staates“ beleuchten können. Gleichwohl sind sie davon überzeugt, dass die Autoren, die sich an diesem Band beteiligten, zumindest etwas Licht in die entsprechenden Tiefenstrukturen werfen. 'Das Ende der Demokratie ... wie wir sie kennen' ist aus Sicht der Herausgeber längst eingetreten. Die Indizien verdichten sich, dass die Demokratie ein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte ist und die eigentliche Macht mehr und mehr vom 'Tiefen Staat' organisiert wird.“ Als ersten Einblick in das für den 1. Oktober 2017 angekündigte Buch bringt die NRhZ Vorwort und Inhaltsverzeichnis. mehr...

 

Globales  vom 26.07.2017
Veranstaltung mit Anja Tuv aus Gorlowka am 13.7.2017 in Berlin
Die Wahrheit über den Donbass
Von Brigitte Queck

Anja Tuv, 33 jahre alt, ist eines von vielen Tausend Opfern der Beschießung des Donbass durch eigene ukrainische Truppen im Zusammenspiel mit der US/NATO auf Befehl der derzeitigen faschistischen ukrainischen Regierung unter Poroschenko. Auf ihrer Durchreise zum Menschengerichtshof in Straßburg kam Anja Tuv auch für ein paar Tage nach Berlin. Bei der Beschießung ihrer Heimatstadt Gorlowka, die bis heute andauert, verlor sie ihren Mann, ihre Tochter und ihr Haus, in dem sie mit ihrer Familie jahrelang gelebt hatte, wie viele andere Menschen ihrer Stadt. Sie, die früher - wie sie sagte - völlig unpolitisch war, klärt nun im Auftrage der Menschen ihrer Heimatstadt sowie der Bewohner von Donezk bei ihrer Reise durch Europa auf, was die Menschen dort bewegt, sich gegen die faschistische Poroschenko-Regierung zu stellen, die - wie Anja sagt - von niemandem wirklich gewählt wurde und nur von den US/NATO unterstützt wird, während die ukrainischen Soldaten Verbrechen am eigenen Volk begehen. mehr...

 

Globales  vom 26.07.2017
Die „antifaschistische Karawane“ wird im EU-Parlament widerwillig angehört
Solidarität mit den Menschen des Donbass
Von Melina Deymann

Polina ist der Name des ersten Kindes, das durch die Bomben der Kiewer Regierung getötet wurde. Von diesem Tag bis heute wurden in der Lugansker Volksrepublik 120 Kinder, in der Donezker Volksrepublik 141 Kinder getötet …“ So begann David Cacchione, Manager der italienischen Band Banda Bassotti und Organisator der antifaschistischen Karawane, seinen Redebeitrag im EU-Parlament. Auf Einladung der EU-Abgeordneten Eleonora Forenza, Mitglied der Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordischen Grünen Linken, besuchte die „antifaschistische Karawane“ am 13. Juli das Parlament der EU. Mehrmals waren die Mitglieder der Karawane im kriegsgeplagten Donbass gewesen und wollten nun in Brüssel Zeugnis ablegen von dem Leid der Zivilbevölkerung, das sie auf ihren Reisen mit angesehen hatten. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 26.07.2017
Ausgedient. Die Bundeswehr, die Meinungsfreiheit und die "Causa Rose"
Im Unruhestand
Buchtipp von Harry Popow

„Ein Oberstleutnant der Bundeswehr hat den Mut gehabt, seine berufliche Karriere aufs Spiel zu setzen, um die Öffentlichkeit auf die von deutschen Politikern und Generälen verübten Völkerrechtsverbrechen aufmerksam zu machen.“ Dieser erste Satz aus dem Klappentext aus dem Buch „AUSGEDIENT“, herausgegeben von Erhard Crome erinnert zunächst an Don Quijote Anfang der 17. Jahrhunderts, der im angeblichen Kampf gegen den gnädigen Herren und die gnadenlosen Maschinen in Gestalt der Windmühlen anging. Oder an Thomas Mann, der in seiner Erzählung Herr und Hund (1918) folgendes schrieb: „Es kann aber auch sein, daß das Ganze, nach allen Veranstaltungen und Umständlichkeiten, ausgeht wie das Hornberger Schießen und still im Sande verläuft.“ Aber der Offizier der Bundeswehr war und ist ein wissender und kluger Mann, einer, der mit jungen Jahren schon publizistisch und mit Vorträgen politisch ins Geschehen eingriff. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 26.07.2017
Polen, Litauen, Lettland, Estland, USA, Deutschland, Kanada und Großbritannien beschließen:
Verstärkung der NATO-Militärpräsenz an vorderster Front
Von der US-Botschaft bei der NATO / LUFTPOST

Die so genannten "Verteidigungsminister" der NATO-Staaten Polen, Litauen, Lettland, Estland, USA, Deutschland, Kanada und Großbritannien haben eine gemeinsame Erklärung verabschiedet, mit der die "Enhanced Forward Presence", d.h. die Verstärkung der NATO-Militärpräsenz an vorderster Front, also an der Ostflanke zu Russland, unter dem Deckmantel einer Verbesserung von Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit beschlossen wird. "LUFTPOST – Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein" hat die Erklärung ins Deutsche übersetzt. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 26.07.2017
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (78)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. „Irgendetwas läuft gewaltig falsch in der Welt, wenn es zu Krieg kommt. Es geht schon längst nicht mehr um die Angst vor Terror – es ist ein reiner Wirtschaftskrieg.“ „Reißt die Mauern der Apartheid ein! Beendet den Terrorismus der Regierungen überall auf der Welt!“ „Von 8 Millionen Palästinensern sind 5 Millionen Flüchtlinge, davon leben 1,2 Millionen in 59 UNRWA-Flüchtlingslagern in Gaza, Westbank, Libanon, Syrien und Jordanien. Israel verweigert ihnen das Rückkehrrecht (UN-Resolution 194, seit 11.12.1948) in ihre Heimat… Keine Rückkehr bedeutet keinen Frieden.“ „Wer will, dass die Erde so bleibt wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt! Mach Frieden, nicht Krieg!“ So steht es auf vier der zahllosen Klagemauer-Karten. Es begann vor 26 Jahren, im Januar 1991, mit dem so genannten Golfkrieg, als die USA den Irak überfielen. Das war Auslöser für das Projekt für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht. Initiator Walter Herrmann – 1998 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet – hat im Kampf gegen Krieg und Ungerechtigkeit nie aufgegeben. Doch seit Januar 2016 war Walter Herrmann gesundheitlich angeschlagen. Sein Platz vor dem Kölner Dom blieb seitdem leer. Die ständigen heimtückischen Attacken gegen seine Friedensarbeit – besonders die aus seinem engeren Umfeld – hatten ihm zugesetzt. Es herrscht Krieg. Kräfte des Friedens sollen kaputt gemacht werden. Doch die Kölner Klagemauer muss weiter leben. mehr...

 

Kommentar  vom 26.07.2017
Kommentar vom Hochblauen
Reicht ziviler Ungehorsam gegen staatlichen Besatzungsterror?
Von Evelyn Hecht-Galinski

Aufgewühlt und zornig frage ich, wie viel Leid kann ein Volk, das von der heuchlerischen Staatengemeinschaft allein gelassen wird, dem seit mehr als 69 Jahren das Leid, der Vertreibung, Unterdrückung, Demütigung und Raub seines Besitzes widerfährt und sogar der Versuch, ihm auch noch seine Kultur, Sprache, ja die gesamte Existenz nehmen zu wollen, eigentlich noch ertragen? Alles was das palästinensische Leben einmal ausmachte, ist ihnen weg gebrochen und vernichtet durch die jüdisch/zionistischen Eindringlinge. mehr...

 

Kommentar  vom 26.07.2017
Über das Buch "Deutschjüdische Glückskinder" von Michael Wolffsohn
Die Post-mortem–Freundschaft des Michael W.
Von Fariss Wogatzki

"Erzählt wird die Geschichte dreier Generationen einer weit verzweigten jüdischen, heute jüdisch-christlichen Familie vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Was sie erlebten, wie sie vorher, im Exil und nachher lebten und liebten, wie ihr Erleben Kinder und Kindeskinder prägte, davon erzählt Michael Wolffsohn pointiert und ohne jede Schönfärberei. Ein unkonventioneller Blick auf die deutschjüdische Geschichte." Mit diesen Sätzen wird bei "dtv" das Buch "Deutschjüdische Glückskinder - Eine Weltgeschichte meiner Familie" des Bundeswehr-Agitators Michael Wolffsohn angepriesen. Fariss Wogatzki setzt dem seine Buchbesprechung entgegen. mehr...

 

Kommentar  vom 26.07.2017
Netanjahu und Orban im Kampf mit Soros
"Westeuropa ist verrückt!"
Von Uri Avnery

DER AMERIKANISCHE Multimilliardär George Soros macht Benjamin Netanjahu viele Schwierigkeiten. In diesem besonderen Augenblick kann Netanjahu nicht noch mehr Schwierigkeiten gebrauchen. Eine riesige Korruptions-Affäre um in Deutschland gebaute Unterseeboote rollt langsam und unaufhaltsam auf ihn zu. Soros ist ungarischer Jude und Holocaust-Überlebender. Die in Ungarn regierende Partei hat in ganz Budapest Plakate mit seinem Gesicht und einem Text kleben lassen, in dem die antisemitische Absicht kaum verborgen ist. Soros’ Vergehen besteht darin, dass er "Menschenrechts-Vereinigungen" in seinem früheren Heimatland unterstützt. Dasselbe tut er in Israel, wenn auch in kleinerem Maßstab. Deswegen mag auch Netanjahu ihn nicht. Das hat zu einer peinlichen Situation geführt. Netanjahu war im Begriff, seinen ungarischen Kollegen Victor Orban zu besuchen, von dem man annimmt, er sei ein milder Antisemit. Netanjahu betrachtet ihn als rechtsgerichteten Seelenverwandten. Die ungarische jüdische Gemeinde war bestürzt. Sie forderte, dass Netanjahu seinen Besuch aufschieben würde, bis die Soros-Plakate entfernt worden wären. Schließlich wurden die meisten – wenn auch nicht alle – Plakate tatsächlich entfernt und Netanjahu traf sich mit Orban. Aber die Episode zeigt, dass die Interessen des Staates Israel und die Interessen der jüdischen Gemeinden in der Welt nicht automatisch dieselben sind, wie die Zionisten uns glauben machen wollen. mehr...

 

Kommentar  vom 26.07.2017
Brief eines türkischstämmigen Menschen in Deutschland an Außenminister Gabriel
Ich distanziere mich – auf dass wahre Menschlichkeit in Ihr Herz einziehen möge
Von Yavuz Özoguz

Sehr geehrter Herr Gabriel, mit Datum 22.7.2017 haben Sie einen offenen Brief unter anderem an meine Wenigkeit verfasst. Als praktizierender Muslim und integrierter Bürger fühle ich mich verpflichtet sowohl die islamische Höflichkeit als auch die deutsche Tugend aufrecht zu erhalten und antworte Ihnen daher im Folgenden. Da Sie sich im Namen der gesamten Bundesregierung an mich gewandt haben, gilt meine Antwort auch der gesamten Bundesregierung. Allerdings verfüge ich über kein Mandat von anderen, sondern antworte Ihnen als einzelne Privatperson. mehr...

 

Glossen  vom 26.07.2017
Prima Panzer on the rocks
Merkel an Erdogan
Von Ulrich Gellermann

Durch einen Zufall geriet ein vertraulicher Brief von Kanzlerin Angela Merkel in die Hände der RATIONALGALERIE. Offenkundig ist die Botschaft das Gegenstück zu jenem Brief des Bundesaußenministers Sigmar Gabriel an türkischstämmige Bürger in Deutschland, den er in der BILD-Zeitung veröffentlichte. Gabriel hat seinen Brief "Sie gehören zu uns" überschrieben. Angela Merkel setzt über den ihren an den türkischen Staatspräsidenten die zarte Zeile „Du gehörst zu mir“. Auch wenn es ein Bruch des Briefgeheimnisses bedeutet, sieht es die RATIONALGALERIE doch als ihre staatsbürgerliche Pflicht an, das ungewöhnliche Dokument der Öffentlichkeit zu übergeben. mehr...

 

Medien  vom 26.07.2017
Eine lockere Folge von Leserbriefen und Kommentaren
Hajos Einwürfe
Von Hajo Kahlke

Die Neue Rheinische Zeitung versteht sich im Verbund mit der Vierteljahresschrift DAS KROKODIL als ein Forum, das zum Nachdenken anregen, eingefahrene, verkrustete Denkstrukturen aufbrechen bzw. der bewusst lancierten Desorientierung des Denkapparats - besonders der Linken - entgegenwirken will. Hajos kurze Texte sollen dazu ihren Beitrag leisten. Die Neue Rheinische Zeitung bringt deshalb in loser Folge von ihm verfasste Leserbriefe und Kommentare, die bei den Angeschriebenen nur selten das Licht der Öffentlichkeit erblicken. mehr...

 

Medien  vom 26.07.2017
Über den Einfluss des Council on Foreign Relations (CFR)
Das American Empire und seine Medien
Von Swiss Propaganda Research

Viele Führungspersonen und Top-Journalisten von nahezu allen bekannten amerikanischen Medien sind in das Netzwerk des einflussreichen Council on Foreign Relations (CFR) eingebunden. Gegründet 1921 als eine private, überparteiliche Organisation zur “Erweckung Amerikas für seine weltweiten Verantwortlichkeiten”, prägt der CFR und seine inzwischen knapp 5000 renommierten Mitglieder seit Jahrzehnten die amerikanische Außenpolitik und deren mediale Darstellung. Wie ein bekanntes CFR-Mitglied einst erklärte, bestehe das Ziel tatsächlich in der Etablierung eines „Imperiums“, allerdings eines „benevolenten“, d.h. „wohlwollenden“, Imperiums. mehr...

 

Filmclips  vom 26.07.2017
Bonner BDS-Aktionstag anlässlich „50 Jahre Besatzung“
Tanya Ury für Boykott gegen Apartheid
Von Arbeiterfotografie

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Fotogalerien  vom 26.07.2017
G20-Gipfel-Protest, Hamburg 2017
Sechs Tage im Juli: Kriminalisieren, Desorientieren
Fotos von Hinrich Schultze

Wurde in Hamburg in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli 2017 für den Tag X geprobt, fragt Brigitte Queck. Gedanken an Gladio, die NATO-Geheimarmee, kommen auf. „Bürgermeister Scholz sprach von 'nahezu militärisch organisierten Gewalttätern'. Könnte das nicht ein unfreiwilliger Hinweis sein, dass die relativ kleine Gruppe der Täter nicht zu Autonomen des 'Schwarzen Blocks' oder zu 'Linksextremisten' passt“, fragt Manfred Lotze von der IPPNW. Zielführend sei die Frage: Cui bono? Wem nützt es? Bereits nachdem am Abend des 4. Juli von der Polizei Zelte im Gähler-Park geräumt sind, ist zu lesen: „Ein Ergebnis hat der G20-Gipfel bereits jetzt: Was gerade geschieht, wird die Hamburger Gerichte über Jahre beschäftigen. Wie kann es sein, dass elf Zelte in dem kleinen Gähler-Park so gefährlich sein sollen, dass dafür Hundertschaften Polizei friedliche Menschen mit Knüppeln und Pfefferspray verletzen müssen?“ Am 6. Juli heißt es "Welcome to Hell". Im Aufruf dazu lautet es – die Unterschiede zwischen den 20 Staaten nivellierend und damit Feindbilder befördernd: „Der G20-Gipfel ist ein Treffen bürgerlicher Regierungen, autoritärer Regimen, Folterstaaten und kriegführender Militärblöcke, die alle die globale Ausbeutung vorantreiben.“ Die Angriffe auf die Protestbewegung scheinen von außen und innen zu kommen – gemäß der Strategie: Kriminalisieren und Desorientieren. Der Hamburger Fotograf Hinrich Schultze hat die Ereignisse sechs Tage lang begleitet. mehr...

 

Literatur  vom 26.07.2017
Neugierig öffne ich weit das Fenster
Neuer Tag
Von Afsane Bahar

Neugierig öffne ich weit das Fenster
dem grüßenden Gesang meiner Geschwister folgend
Vor einigen Wochen hier geboren
üben die Jungvögel entzückend Fliegen
Das liebliche Lachen der Sonne
breitet sich im flirrenden frühen Tageslicht
tanzend auf Wald und Wiesen aus mehr...

 

Literatur  vom 26.07.2017
Aus den "Kalendergeschichten des rheinischen Widerstandsforschers" (12)
Der friedensliebende Vorschlaghammer
Von Erasmus Schöfer

In den Jahren vor und nach dem Beschluss von Bundesregierung und Parlament, die Stationierung von amerikanischen Atomraketen auf dem Gebiet der Bundesrepublik zu gestatten, entstand eine stetig anwachsende Protestbewegung, die mit vielerlei Aktionen gegen die Gefahr eines durch die Stationierung heraufbeschworenen Atomkrieges auf deutschem Boden kämpfte. mehr...

 



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KOSTARIKATUREN


Von Kostas Koufogiorgos
FILMCLIP
FOTOGALERIE