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Aktueller Online-Flyer vom 25. März 2019

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Immer wieder mittwochs
Köln (NRhZ, 20.03.2019) Es wurde verbreitet, Trump wolle die Stationierungskosten bezahlt haben, z.B. von Deutschland. Ob das zutrifft, lässt sich nicht mit Sicherheit beantworten. Was sich aber mit Sicherheit feststellen lässt: es wird für Deutschland höchste Zeit, den Truppenstationierungsvertrag zu kündigen, wenn das Überleben gesichert werden soll. Das ist eins der zahlreichen Themen in NRhZ-Ausgabe 697. Auch der 20. Jahrestag des NATO-Überfalls auf Jugoslawien ist – wie in den Ausgaben zuvor – Thema (in Artikel und Filmclip). Die Fotogalerie befasst sich anhand der Rosenmontagsaktion der Kölner Pappnasen Rot-Schwarz mit unserer Heimat und wendet sich gegen alles, was rechts ist – gegen diejenigen, die Angriffskriege absegnen oder sich zum Komplizen eines rassistischen Apartheidstaats und dessen Verbrechen machen. Desweiteren geht es um Methoden des Regime-Changes, um Kriegsmaterial-Exporte, um die Verlängerung von "Resolute Support" in Afghanistan, um Venezuelas Kampf gegen das US-Imperium, um den so genannten Brexit, um die Frage, ob Kritik an der Politik des Staates Israel antisemitisch ist, um den Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie zum Thema "Krieg nach innen und außen", und um unsere Medien von links bis rechts – u.a. um die "Rote Hilfe" für die Schwarzen. Weiterhin enthält diese NRhZ-Ausgabe die Folge 3 aus der von Tanya Ury verfassten Serie "Das Gewissen von Köln" und einen zweiten Auszug aus dem Roman "Bitten der Vögel im Winter" von Ute Bales. Das und noch einiges mehr bietet sicher anregende Lektüre und Motivation zu eigenem Handeln. Für Eure weitere – auch finanzielle – Unterstützung sind wir Euch sehr dankbar. Hier das Konto: "Anneliese Fikentscher, IBAN: DE76 3701 0050 0405 2275 03, BIC: PBNKDEFF, Stichwort: NRhZ"
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Allgemein  vom 27.04.2018
Öffentliche Erklärung, 8./9. Mai 2018, in fünf Sprachen - mit Unterzeichnungsmöglichkeit
Wir Europäer sagen NEIN zu einem Krieg gegen Russland!
Von Rudolf Hänsel, Ullrich Mies und Mitunterzeichnern

Zwei Weltkriege sind genug! In der Vergangenheit ließ sich Deutschland in den Ersten Weltkrieg hineinziehen und hat im Zweiten Weltkrieg dem russischen Volk unermessliches Leid zugefügt. Wir werden nicht zulassen, dass sich dies noch einmal wiederholt! Wenn die deutsche Vasallen-Regierung in Komplizenschaft mit den Kriegstreibern in Großbritannien und Frankreich unter der Führung der USA und der NATO einen neuen Angriffskrieg gegen Russland plant, dann tut sie das nicht in unserem Namen! Zu Krieg und Frieden haben wir, die Bürgerinnen und Bürger, das letzte Wort! Wir sagen NEIN zu Krieg und Gewalt in den internationalen Beziehungen und verurteilen die fortgesetzte Kriegstreiberei, Aufrüstung und Militarisierung! mehr...

 

Aktuelles  vom 20.03.2019
Veranstaltungen, die Du nicht verpassen solltest. Zumindest solltest Du wissen, dass es sie gibt. Beachte auch die Rubrik: REGELMÄSSIG
Last Minute ::: Termine ::: Vorschau
Von Infopool

VORTRAG / FORUM Hannes Hofbauer, Jochen Scholz und Ullrich Mies: Tischgesprach "Der Tiefe Staat schlägt zu" (21.3., 14h, Leipzig, Buchmesse, promedia-Stand), Antikriegsbündnis Aachen: Der NATO-Krieg gegen Jugoslawien (22.3., 18h, Aachen, ev. Erwachsenen-Bildungswerk), Werner Rügemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts (23.3. Leipzig...), Ullrich Mies: "Der Tiefe Staat schlägt zu" (23.3., Leipzig, 13.30h, H4 E209 und 17.30h, H5 F491), Friedenspreis, Medienpreis an Daniele Ganser (26.3.2019, Montabaur, Stadthalle), Michel Chossudovsy, Fulvio Grimaldi u.a.. Internationale Konferenz zum 70-jährigen Jubiläum der NATO (7.4., Florenz), Jürgen Todenhöfer: Die große Heuchelei (23.4., Köln, Volksbühne), Tagung „Time for Change?“ (4. Mai 2019, Wuppertal, Bergische Universität), Kairos-Palästina-Solidaritätsnetz  KPS zusammen mit der Bielefelder Nahost-Initiative; "Palästina und Israel - Die Lage spitzt sich zu" (22.6., Dortmund, Umfeld des ev. Kirchentags) AUSSTELLUNG / KUNSTAKTION – FRY - gezielt kollateral, zum 20. Jahrestag des NATO-Überfalls mit deutscher Beteiligung... (22.3., Aachen, Haus der evangelischen Kirche), Vernissage: FRY - gezielt kollateral, zum 20. Jahrestag des NATO-Überfalls mit deutscher Beteiligung... (Vernissage 24.März, Belgrad, Galerija Kvakka 22), ... bis 24.3.: Kino der Moderne (Bonn, Bundeskunsthalle)m ... bis 1.5.2019: Aufbruch der Frauen in die Politik der Moderne - vom Frauenwahlrecht zum Frauenmandat (Bonn, Fraumuseum), Nakba, Flucht und Vertreibung der Palästinenser (siehe auch Rubrik AUSSTELLUNGSVERLEIH) – THEATER / KABARETT / LESUNG –  Reeplayers: „Hysterikon – Eine fulminante Revue aus dem satten Konsumentenleben“ (28.3. Premiere, 29.,30.,31.3., Hamburg, Theater an der Marschnerstraße 46), Lisa Fitz Life (März 2018...), Sagen was ist - eine Hommage an Rosa Luxemburg (9,5., Berlin, 30.8. Rheinsberg), Jürgen Todenhöfer: Buchvorstellung - Die große Heuchelei (23.4., Köln, Volksbühne), weber-herzog-musiktheater: Frau Kapital und Dr. Marx (30.4.2019, Nürnberg) – FILM „Es begann mit einer Lüge“ zum 20. Jahrestag des Kriegsbeginns gegen Jugoslawien (22.3., 18h Aachen, ev. Erwachsenenbildungswerk), Die Bombardierung der Chemiewerke von Jugoslawien vor 20 Jahren durch die NATO (26.3., 17.30h, Berlin, FMP1), clips&links: youtube.com/user/arbeiterfotografie/videos und /playlist – KONZERT 8. Linker Liedersommer (21.-23.Juni 2019, Carlsberg-Hertlingshausen, Rahnenhof) – AKTION – Gedenkkundgebung anläßlich 20. Jahrestag NATO-Bombardement von Jugoslawien (24.3., 13h, Berlin, Neue Wache), Sternmarsch der Dörfer im Rheinischen Braunkohlen-Revier (23. März, verschiedene Orte), Wald statt Kohle, 60 Monate Waldspaziergang im Hambacher Wald (Sonntag, 14. April, und weitere Termine 12. Mai, 16. Juni, 14. Juli, 18. August), Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn (6.4., Köln, Start Heumarkt), 8. Linker Liedersommer (21.-23.Juni 2019, Carlsberg-Hertlingshausen, Rahnenhof) +++ REGELMÄSSIG +++ NEU +++ NEU +++ AUSSTELLUNGSVERLEIH +++
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Lokales  vom 20.03.2019
Eine Artikelserie anlässlich des Einsturzes des Historischen Archivs der Stadt Köln vor 10 Jahren
Das Gewissen von Köln (Teil 3)
Von Tanya Ury

Vor zehn Jahren, genau am 3. März 2009, stürzte das Historische Archiv der Stadt Köln ein. Betroffen davon ist auch Tanya Ury, eine in Großbritannien aufgewachsene Jüdin, die in den frühen 90er Jahren als Künstlerin nach Deutschland gezogen ist, um den Holocaust und ihre Familiengeschichte aufzuarbeiten, aber auch um zu beobachten, wie Deutschland sich nach Auschwitz und nach der Wende entwickelt. Seit vielen Jahren ist sie Mitglied der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost". Vor zehn Jahren hat Tanya Ury anlässlich des Archiveinsturzes eine Folge von vier Artikeln geschrieben und in einer Kölner Tageszeitung veröffentlicht. 2019 – zehn Jahre später – ist aufgrund ihrer aktuellen Erfahrungen mit der Stadt Köln ein fünfter Artikel hinzugekommen, den die NRhZ in Ausgabe 694 veröffentlicht hat. Es folgen die vier 2009 entstandenen Artikel – hier der dritte der vier. mehr...

 

Globales  vom 20.03.2019
Truppenstationierungsvertrag kündigen! Oder:
Für Besatzung und Kriegsverbrechen noch mehr bezahlen?
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

„US-Präsident Donald Trump will von verbündeten Staaten offenbar deutlich höhere Verteidigungsbeiträge fordern. Medienberichten zufolge hat er in regierungsinternen Debatten verlangt, dass Staaten, auf deren Gebiet US-Truppen stationiert sind, die Gesamtkosten tragen müssten; zudem sollten sie Washington einen Aufschlag von 50 Prozent bezahlen.“ Das schreibt Hubert Wetzel in der SÜDDEUTSCHEN am 11.3.2019, ohne preiszugeben, was das für Medienberichte sind, und nennt das, was eher eine Form von Besatzung ist, "schützende amerikanische Militärpräsenz". Beim FOCUS liest sich das etwas anders, und auch eine Quelle wird dort genannt: „Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg berät sein Sicherheitsteam nun darüber, die Länder, in denen US-Truppen stationiert sind, zur Kasse zu bitten.“ Auf fast fünf Milliarden Dollar könnten sich die jährlichen Forderungen für Deutschland belaufen. Auch Springers BILD nennt diese Quelle: „Laut der Wirtschafts-Agentur Bloomberg diskutiert der Präsident seit Wochen mit seinen Nationalen Sicherheitsberatern über eine von ihm erdachte Formel. Sie ist simpel und teuer. Alle Länder, in die die USA Truppen entsandt haben, sollen die vollen Kosten tragen. PLUS 50 Prozent Aufschlag!“ TIME veröffentlich den Bloomberg-Artikel mit der Überschrift: „Präsident Trump will angeblich (reportedly)…“ Auf den Websites des Weißen Hauses, des US-Außenministeriums und des Pentagon ist die Formel (costs plus 50) nicht zu finden. mehr...

 

Globales  vom 20.03.2019
Venezuela: Koloniale Kanonenbootdiplomatie geht weiter
USA und ihre Anhänger in zunehmenden Maße kriminelle Akteure
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Hinter der Maskerade von Menschenrechten und Demokratie übt der mächtigste Mafia-Staat der Welt straflos überall seine menschenfeindliche Außenpolitik von wahrem Terror aus. Die erste Phase des Putschversuchs der USA und Deutschlands in Venezuela ist gescheitert: Die venezolanischen Streitkräfte haben erfolgreich an der Grenze Invasionsversuche aus Kolumbien zurückgestoßen. Die koloniale Kanonenbootdiplomatie geht trotzdem weiter. Dabei sind Landungsboote Großbritanniens, die vor der Haustür Venezuelas die Invasion üben, und Spezialeinheiten der USA, die überall an der Grenze Kolumbiens zu Venezuela stationiert werden. mehr...

 

Globales  vom 20.03.2019
Debatte um den Brexit
Peinlich, oberflächlich, arrogant, lächerlich
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Die Maybrit-Illner-Sendung über den Brexit am Donnerstag 14.3.2019 war peinlicherweise schlecht vorbereitet und von kaum zu überbietender Oberflächlichkeit gekennzeichnet. Die dramatischen Debatten zum Brexit im britischen Parlament, im House of Commons, sind hoch politisch und gehen über das eigentliche Thema hinaus, denn es geht dabei um die Einheit des Vereinigten Königsreichs von Großbritannien und Nordirland, die große Risse zeigt, wie Debattenbeiträge im Unterhaus belegen: Schottlands Vertreter im Unterhaus plädieren dafür, dass ihr Land Mitglied in der EU bleibt, und Nordirland könnte sich der Republik Irland anschließen. Aber es ist wohl zu viel verlangt, dass sich eine deutsche Redaktion in die Sache richtig einarbeitet, wozu natürlich gehören würde, die englische Sprache gut zu beherrschen. mehr...

 

Globales  vom 20.03.2019
Vortrag im Haus Migrapolis in Bonn am 14.3.2019
Ist Kritik an der Politik des Staates Israel antisemitisch?
Von Martin Breidert

Ich beginne nicht mit einer Definition von Antisemitismus. Ich beginne auch nicht mit der Bibel, auch wenn ich evangelischer Theologe bin. Warum ich anders vorgehe, werden Sie im Laufe meines Vortrags verstehen. Ich beginne bei mir selbst. Als Student hatte ich Gelegenheit, zwei Jahre nach dem so genannten Sechstagekrieg für einige Wochen in einem Kibbuz in der Nähe des Gazastreifens zu leben. Wir arbeiteten in der Landwirtschaft unter Anleitung eines israelischen Vorarbeiters. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 20.03.2019
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (149)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

„Je mehr eine Zeit Zivilcourage besitzt, desto weniger braucht sie später Helden!“ „Frieden ist nur in den Geschichtsbüchern langweilig. Lasst uns unsere Enkel langweilen.“ „Gute Ideen sterben nicht, sie werden nur zeitweise unterdrückt“ „Wahrer Reichtum ist – wenn man mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann.“ „Auch Mauern, auf die die Sonne scheint, bleiben Mauern. Jedoch könnten möglicherweise aus Mauerritzen Blumen wachsen – als Gegenbeweis sozusagen!“ So steht es auf fünf der zahllosen Klagemauer-Karten. Am 26. Januar 2019 wäre Walter Herrmann, der "Hausmeister der Klagemauer", wie er sich selbst einmal bezeichnete, 80 Jahre alt geworden. Sein Einsatz für den Frieden und den Kampf um die öffentliche Meinungsäußerung im öffentlichen Raum – mit einfachsten Mitteln wie Pappkartons und Schnur – bleiben sein ungeahnt wertvolles Vermächtnis im Kultur- und Medienstreit der "digitalen" Gesellschaft. Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. Deshalb soll sein Werk fortgeführt werden durch Kunst- und Kulturschaffende und Friedens-AktivistInnen. Nähere Informationen auf Anfrage. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 20.03.2019
20. Jahrestag der NATO-Aggression gegen Jugoslawien
Für eine Welt ohne Kriege und eine gerechtere Gesellschaftsordnung!
Von Brigitte Queck (Mütter gegen den Krieg, Berlin-Brandenburg)

Als am 24.03.1999 die NATO - einschließlich Deutschlands - ihren Aggressionskrieg gegen den souveränen Staat Jugoslawien begann, entschlossen sich 160 Friedensbewegte, Frauen und Männer, darunter die „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“, von Dresden aus mit einem Bus-Konvoi nach Belgrad zu fahren, um den Menschen vor Ort zu zeigen, dass es auch ein anderes Deutschland gibt, das den Schwur der KZ-Häftlinge aller Länder nach dem Zweiten Weltkrieg "Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!" ernst nahm. Die Massenmedien, größtenteils in den Händen großer Monopolgruppen, erzählten den Menschen in aller Welt, dass die Serbische Armee und Polizei einen Genozid im Kosovo veranstalten, dass diese die albanischen Menschen im Kosovo töten würden und die NATO eingreifen müsse, um weitere Morde zu verhindern. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 20.03.2019
Kommentar zu den Schweizer Kriegsmaterialexporten 2018 und der Finanzierung von Rüstungskonzernen
Eigentlich verbotene Kriegsmaterialexporte der Schweiz
Von Heinrich Frei

Am 26. Februar 2019 orientierten die Mitarbeiter des Staatssekretariat für Wirtschaft, des SECO, im Medienzentrum des Bundes in Bern über die Kriegsmaterialexporte der Schweiz des Jahres 2018. Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee, die GsoA, entfaltete vor dem Eingang des unterirdischen Medienzentrums ein Transparent auf dem das Bundesamt SECO als «Abteilung für Waffenexport außer Kontrolle» vorgestellt wurde. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 20.03.2019
Zur Verlängerung des Einsatzes "Resolute Support" in Afghanistan
Im Widerspruch zur Mehrheit der deutschen Steuerzahler und Wähler
Von Jürgen Heiducoff

In wenigen Tagen haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestages über die Verlängerung des Mandates des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan um ein weiteres Jahr zu entscheiden. In der Regel wird der Vorschlag des Kabinetts ohne tiefgreifende Analyse der Lage einfach durchgewunken. Dies ist leider auch in diesem Jahr zu befürchten. Dies, obwohl es einige grundlegende Veränderungen gibt: Unabhängige Quellen beschreiben einen seit Jahren andauernden Niedergang auf wirtschaftlichem, sozialen und militärischen Gebiet in Afghanistan. Die USA wollen sich aus Afghanistan zumindest in Teilen zurückziehen. Deshalb verhandeln sie seit Monaten intensiv mit Vertretern der Taliban. Afghanistan ist es in den letzten siebzehn Jahren nicht gelungen, die Afghan National Army (ANA) im Zusammenwirken mit der Polizei in die Lage zu versetzen, landesweit für nachhaltige Sicherheit zu sorgen. Die Zahl der Opfer dieses Krieges steigt von Jahr zu Jahr unentwegt und erreicht eine neue Qualität. mehr...

 

Kommentar  vom 20.03.2019
Gartenzwerge statt Geistesriesen
GroKo schleicht dem Ende zu
Von Ulrich Gellermann

Keine Kinderchöre, keine Jubelfeiern, nicht mal Gedenkreden zum einjährigen Bestehen der aktuellen Großen Koalition. Nur der Staats-Lautsprecher aus Hamburg, die Tagesschau, kann es nicht lassen. Sie interviewt den ziemlich unbekannten Politikwissenschaftler Gero Neugebauer zum Jahrestag der GroKo. Warum den? Neugebauer gilt als Experte der DDR-Forschung. Als einer, der sich mit dem Ende eines Staates gut auskennt. So einer weiß, wie man Trauerspiele in Interviews verpackt: Man macht munter, setzte eine heitere Miene auf und gibt gute Ratschläge: "SPD muss sich als Alternative verkaufen", als habe sich die SPD nicht schon längst komplett verkauft. Und für die CDU glaubt der Politikwissenschaftler zu wissen: "Kramp-Karrenbauer muss Teil der Merz-Anhänger gewinnen". Als habe der Arbeitgeber des Herrn Merz, das US-Finanzmonster BlackRock, nicht schon längst gewonnen: So nahe am politischen Zentrum Deutschlands hatte der Konzern noch nie einen seiner Diener platziert. mehr...

 

Kommentar  vom 20.03.2019
Kommentar vom Hochblauen
Die Methode Regimechange: Von Gaza nach Venezuela
Von Evelyn Hecht-Galinski

Wie lange noch werden wir Putschversuche erleben müssen, die von US-Regierungen geplant und ausgeführt werden? Was wir derzeit in Venezuela erleben, macht uns schmerzlich bewusst, dass kein Staat vor den westlichen "Wertevorstellungen" sicher ist. Schon Ägypten, Syrien, Iran, die Ukraine und aktuell Venezuela und Gaza zeigen uns, wie perfide diese Methode ausgeführt wird. Das Volk muss wegen der Sanktionen hungern, alles Wichtige wird verknappt, und man schürt die Unzufriedenheit auf Regierungen, die "weg" müssen. Präsident Maduro wehrt sich tapfer gegen diese US-Methode, weil er sein Volk hinter sich weiß. Warum aber wird eine selbsternannte Putsch-Marionette gerade von Deutschland und einem Außenminister unterstützt, der doch „wegen Auschwitz in die Politik“ gegangen ist? mehr...

 

Medien  vom 20.03.2019
Eine lockere Folge von Leserbriefen und Kommentaren
Hajos Einwürfe
Von Hajo Kahlke

Warum wird eine zweiköpfige Milliardärsfamilie fälschlich als "Clan" bezeichnet? Das ist eine Frage, die in "Hajos Einwürfen" zum Thema gemacht ist. Die Neue Rheinische Zeitung versteht sich im Verbund mit der Vierteljahresschrift DAS KROKODIL als ein Forum, das zum Nachdenken anregen, eingefahrene, verkrustete Denkstrukturen aufbrechen bzw. der bewusst lancierten Desorientierung des Denkapparats – besonders der Linken – entgegenwirken will. Hajos kurze Texte sollen dazu ihren Beitrag leisten. Die Neue Rheinische Zeitung bringt deshalb in loser Folge von ihm verfasste Leserbriefe und Kommentare, die bei den Angeschriebenen nur selten das Licht der Öffentlichkeit erblicken. mehr...

 

Medien  vom 20.03.2019
Solidarität denen, die das bessere Deutschland verteidigen
Rote Hilfe für die Schwarzen
Von Klaus Hartmann

Es war einmal … eine linke Selbsthilfeorganisation der Arbeiterbewegung: Als vor 100 Jahren die Novemberrevolution 1918 und Rätebewegung in Deutschland von den Konterrevolutionären niedergeschlagen wurde, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermordet sowie Revolutionäre und ihre Angehörigen durch „weißen Terror“ verfolgt wurden, entstanden Anfang der 1920er Jahre Rote-Hilfe-Komitees zur Unterstützung der Opfer der Repression. 1924 wurde die parteiunabhängige Rote Hilfe Deutschlands (RHD) gegründet, Vorsitzender war der KPD-Reichstagsabgeordnete Wilhelm Pieck, der 1949 Präsident der DDR wurde, 1925 wurde Clara Zetkin Vorsitzende. Die Organisation wurde 1933 von den deutschen Faschisten verfolgt und verboten, viele Mitglieder engagierten sich in der Illegalität weiter für die Unterstützung politischer Gefangener. mehr...

 

Medien  vom 20.03.2019
ARD-aktuell ist dem politischen Schweigekartell beigetreten, das Desaster in Kiew verlangt aber den Offenbarungseid
Ukraine? Geht Sie nichts an
Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam gegen die "Macht um Acht"

In nicht einmal mehr zwei Wochen, am 31. März, dürfen die Ukrainer ihren nächsten Präsidenten wählen. Die Aussichten für den erneut kandidierenden Amtsinhaber Petro Poroschenko sind beinah genauso gering wie die Kenntnis des deutschen Durchschnitts-Fernsehzuschauers von den Verhältnissen im osteuropäischen Nachbarland. Wer weiß schon, dass im Bewerberfeld auch die Hasspredigerin Timoschenko wieder und der Komiker Selenski erstmalig antreten – und was das über die politische Kultur der Ukraine besagt? Unsere wichtigsten Nachrichteninstitute, voran ARD-aktuell, bieten eben keine fortlaufende Information über den Brandherd Kiew. Geben Sie das Stichwort „Ukraine“ in die Suchfunktion auf tagesschau.de ein, dann können Sie sich vor Augen führen, wie der deutsche Qualitätsjournalismus baden geht. mehr...

 

Filmclips  vom 20.03.2019
Vom 24. März bis zum 10. Juni 1999
EUROPA IM KRIEG – vor 20 Jahren NATO-Überfall auf die Bundesrepublik Jugoslawien
Von Regards Croisés / KAOS Kunst- und Video-Archiv

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Fotogalerien  vom 20.03.2019
Pappnasen Rot-Schwarz beim Rosenmontagszug 2019 in Köln
Heimat instandbesetzen – Kapitalismus abschaffen
Von Arbeiterfotografie

Das offizielle Motto des Kölner Rosenmontagszugs lautete: "Uns Sproch is Heimat" (Unsere Sprache ist Heimat). Die Pappnasen Rot-Schwarz machten es, wie in vielen Jahren zuvor: sie griffen das Motto auf und wandelten es in ihrem Sinne ab. "Uns Sproch: Heimat Instandbesätze" (Unsere Sprache: Heimat instandbesetzen) war das Motto derer, die sich als Gruppe 000 an die Spitze des Kölner Rosenmontagszugs setzten. Sie meinen, dass sie den schönen Begriff "Heimat" nicht den Rechten und den Rassisten überlassen dürften. Damit distanzieren sie sich von fast allen im Bundestag vertretenen Parteien. Denn Parteien, die das Führen von völkerrechtswidrigen Angriffskriegen Kriegen absegnen oder die Unterstützung eines rassistischen Apartheidstaates zur Staatsräson erheben, müssen als extrem rechts gelten. So zeigen die "Pappnasen Rot-Schwarz", wie unsere Heimat in Ordnung gebracht werden muss: Miethaie müssen verschwinden. Konzerne, die mit Waffen Profit machen, müssen verschwinden. Multis, die mit Giftstoffen wie Glyphosat das Leben der Bienen zerstören und damit unser aller Leben bedrohen, müssen verschwinden. Energiekonzerne, die die Heimat verheizen, müssen verschwinden. Uns so weiter uns so fort. Es ließe sich zusammenfassen: der Kapitalismus muss verschwinden. mehr...

 

Kultur und Wissen  vom 20.03.2019
Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP), Berlin, 7. bis 10.3.2019
Wie organisierte Propaganda kritische Intellektuelle diffamiert – und etablierte Intellektuelle als Lakaien für den Krieg nach innen und nach außen dienen
Von Felicitas Rabe

Vom 7. bis 10. März organisierte die Neue Gesellschaft für Psychologie in Berlin ihren diesjährigen Kongress zum Thema „Krieg nach innen, Krieg nach außen – die Intellektuellen als Stützen der Gesellschaft?“ Bei der jährlichen interdisziplinären Tagung kommen Wissenschaftler zu Wort, die man in Deutschland in dieser Bandbreite sonst nirgendwo antreffen kann. 160 Teilnehmer/innen nahmen das vielfältige Programm mit 35 Vorträgen, Workshops und Diskussionen wahr. Jeweils wurde die Rolle der Intellektuellen im Bezug auf das herrschende Wirtschaftssystem mit seiner neoliberalen Doktrin und ihre Verwendung bei der Rechtfertigung von Kriegen nach innen und nach außen unter vielen Aspekten kritisch beleuchtet. Eine kleine Auswahl der inspirierenden Veranstaltungen wird im Folgenden vorgestellt. mehr...

 

Literatur  vom 20.03.2019
Abdullah Öcalans Signale aus dem Gefängnis: DIE KAPITALISTISCHE ZIVILISATION. Unmaskierte Götter und nackte Könige. Manifest der demokratischen Zivilisation. Band II
Mächtiger als das Schwert
Buchtipp von Harry Popow

Ein „Freies Leben statt Kapitalismus“, dafür plädierte der Autor Abdullah Öcalan in seinem Buch „Zivilisation und Wahrheit“, veröffentlicht im März 2017, zu dem ich Gelegenheit hatte, einen Buchtipp zu schreiben. Damals konnte der Leser noch keine schlüssige Antwort darauf finden, was „Freies Leben“ zu bedeuten habe und wie man zu ihm gelangen könne. War diese Lektüre vor Jahren sehr gedankenreich und lesenswert, so ist sein neuestes Buch „Kapitalistische Zivilisation“ mit 384 Seiten ein noch dringenderer Ruf nach Veränderungen in der westlich geprägten kapitalistischen Ordnung, eine Mahnung, im Namen der Zukunft der Menschheit und unseres Planeten neue Bausteine für die Konstruktion einer neuen Welt zu finden. Nicht nur etwas registrieren, Symptome ausmachen, sondern auf etwas zustreben, nach Menschlichkeit, das ist spannend genug, um sich näher mit Öcalan zu beschäftigen. Er verfasste diesen Essay 2008 als »Verteidigungsschrift« in der Form einer Eingabe an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. mehr...

 

Literatur  vom 20.03.2019
Aus dem Roman "Bitten der Vögel im Winter" (Auszug 2)
Berlin, 1936
Von Ute Bales

Immer noch sind die großen Gebäude der Stadt beflaggt. Aber der Verkehr ist weniger geworden, in den vor Tagen noch überfüllten Bars und Restaurants gibt es wieder Platz, die Menschenknäuel haben sich aufgelöst. »Sie hätten zu den Wettkämpfen hier sein sollen«, sagt die alte Frau, die, kurzatmig und langsam, einen Schlüsselbund in der Hand, eine enge Treppe hinaufsteigt. »Was hier los war! Feste und Aufmärsche. Alles war geschmückt. Sogar die Schiffe auf der Spree. In der ganzen Gegend kein freies Zimmer. So was kann man sich gar nicht vorstellen. Also, wenn das immer so wäre, nee, nee, das wär nichts für mich.« Die junge Frau, die der alten folgt, sieht müde aus, hört nur mit halbem Ohr zu. Der Koffer, den sie trägt, ist schwer. Der Riemen der Reisetasche schneidet in die Schulter. Sie gehen einen langen Flur entlang, dann zwei, drei Stufen hinauf. »Ich wär schon gern im Olympiastadion gewesen«, sagt die Alte, »aber das ging ja nicht, wegen der vielen Arbeit. Unseren Führer hätt ich auch gern gesehn. Den Siegern hat er persönlich die Hand geschüttelt.« »Den Negern nicht«, sagt die Jüngere. mehr...

 



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KOSTARIKATUREN


Von Kostas Koufogiorgos
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