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Aktueller Online-Flyer vom 15. November 2019

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Immer wieder mittwochs
Köln (NRhZ, 13.11.2019) In NRhZ-Ausgabe 725 dokumentiert der Filmclip von Georg Maria Vormschlag die Kundgebung "Unblock Cuba! Sanktionen töten!", die anlässlich der UN-Abstimmung am 7. November in New York vor dem Bremer Dom stattgefunden hat. Die Fotogalerie von Peter Betscher mit dem Titel "Beenden wir den Todeskampf des Kapitalismus!" führt uns kurz vor dem ersten Jahrestag einer bemerkenswerten Bewegung zu den Gelbwesten in Montepellier. Desweiteren berichtet Peter Betscher über die tickende Zeitbombe der StocaMine-Giftmülldeponie in einem ehemaligen Salzbergwerk in Wittelsheim im Elsass und damit über ein Beispiel für die Konvergenz der Kämpfe: Gelbwesten und Umweltbewegung gemeinsam. Zur Klima-Debatte gibt es zwei neue Beiträge: die englische Fassung des zweiten Offenen Briefes "Greta and the Great Confusion" von Claudia von Werlhof an Greta Thunberg und die Glosse "Greta, wunderbar!" von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann. Rainer Rupp sieht US-Präsident Trump allein zu Haus, belauert vom "Tiefen Staat". Eine internationale Kampagne zur Wahrung des Völkerrechts, der nationalen Souveränität und territorialen Unversehrtheit der Länder fordert: Hände weg vom Iran! Im Rahmen der 11. A.M.O.K.-Parade wurde in Berlin die EU-Kommissionspräsidentin (gespielt von Elke Zwinge) von Anne Willig interviewt. LUFTPOST befasst sich mit dem Antrag "Abzug der US-Soldaten aus Deutschland" der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Ulrich Gellermann beobachtet, wie die NATO ihre Mitglieder frisst. Hajo Kahlke fragt: Ist der so genannte Mauerfall vor allem ein historischer Sieg des Kapitalismus? Und: Hat Evo Morales den Staatsstreich legalisiert? Evelyn Hecht-Galinski erkennt in Israels Flagge ein Symbol der Unterdrückung und Ausgrenzung. Georges Hallermayer wirft den Blick nach China, wo ein neues Medikament gegen Alzheimer freigegeben wurde, und nach eSwatini, ein afrikanischer Staat, in dem die Bevölkerung gegen seine Feudalherren protestiert. Aus Chile berichtet Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait. Anlässlich des 90. Geburtstags von Hans Enzensberger ist Werner Rügemer mit der wiederholten Würdigung eines preisgekrönten deutschen Wendelebens zur Stelle. Harald Schauff betrachtet Idee und Geschichte des bedingungslosen Grundeinkommens. Arn Strohmeyer bespricht das Buch "Die große Heuchelei. Wie Politik und Medien unsere Werte verraten" von Jürgen Todenhöfer. Das und einiges mehr bietet sicher anregende Lektüre und Motivation zu eigenem Handeln. Für Eure – auch finanzielle – Unterstützung bedanken wir uns. Hier das Konto: "Anneliese Fikentscher, IBAN: DE76 3701 0050 0405 2275 03, BIC: PBNKDEFF, Stichwort: NRhZ" mehr...
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Allgemein  vom 27.04.2018
Öffentliche Erklärung, 8./9. Mai 2018, in fünf Sprachen - mit Unterzeichnungsmöglichkeit
Wir Europäer sagen NEIN zu einem Krieg gegen Russland!
Von Rudolf Hänsel, Ullrich Mies und Mitunterzeichnern

Zwei Weltkriege sind genug! In der Vergangenheit ließ sich Deutschland in den Ersten Weltkrieg hineinziehen und hat im Zweiten Weltkrieg dem russischen Volk unermessliches Leid zugefügt. Wir werden nicht zulassen, dass sich dies noch einmal wiederholt! Wenn die deutsche Vasallen-Regierung in Komplizenschaft mit den Kriegstreibern in Großbritannien und Frankreich unter der Führung der USA und der NATO einen neuen Angriffskrieg gegen Russland plant, dann tut sie das nicht in unserem Namen! Zu Krieg und Frieden haben wir, die Bürgerinnen und Bürger, das letzte Wort! Wir sagen NEIN zu Krieg und Gewalt in den internationalen Beziehungen und verurteilen die fortgesetzte Kriegstreiberei, Aufrüstung und Militarisierung! mehr...

 

Aktuelles  vom 13.11.2019
Veranstaltungen, die Du nicht verpassen solltest. Zumindest solltest Du wissen, dass es sie gibt. Beachte auch die Rubrik: REGELMÄSSIG
Last Minute ::: Termine ::: Vorschau
Von Infopool

VORTRAG / FORUM Flugkapitän Peter Haisenko und Oberst a.D. der NVA Michael Brix: Die Lüge zum Abschuss der MH 17 (Donnerstag, 14.11.2019, Berlin, ND-Gebäude, Franz Mehring-Platz 1, VA: Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg), Ullrich Mies, Hermann Ploppa, Annette Groth u.a.: Der "Tiefe Staat" oder: wer regiert den Westen? (Sa., 16.11.2019, 10.30-17h, Stuttgart, freidenker.de), Moshe Zuckermann: Die Rechtsentwicklung in Israel und ihre Rezeption in Deutschland (Samstag 16. November 2019, 19 Uhr, Hamburg-St. Pauli, Tschaikowsky-Saal, Tschaikowskyplatz 2), Koblenz im Dialog mit Wolfgang Effenberger: Drehscheibe Versaille (Montag, 18.11.2019, 19 Uhr, Koblenz, Deutscher Kaiser Restaurant, Kastorstraße 3), Christoph Glanz: BDS- die palästinensische Menschenrechtskampagne stellt sich vor (Freitag, 22. November 2019, 20 Uhr, Aachen, Aula des WeltHaus, An der Schanz 1), Verleihung der ethecon blue & dead planet awards (Samstag, 23. November 2019, 14 Uhr, Berlin, Kulturbrauerei, Anmeldung), Wort und Recht. Staat, Leib und Geld. Fixpunkte von 50 Jahren sozialistischer Selbsthilfe (Samstag, 23.11.2019, 14-18 Uhr, Köln, Institut für neue Arbeit, Düsseldorfer Straße 74, Anmeldung), Kongress: Herausforderung für Wissenschaft zwischen Krieg und Frieden (Samstag, den 23. November, 10-18.15 Uhr, Leipzig, Campus Graphisches Viertel, Salomonstraße 10), Elke Winter: Der kurze Traum vom Frieden. Sonja Lerch, Heldin und Pazifistin (Donnerstag, 28.11.2019, 19.30 Uhr, Nürnberg, Friedensmuseum, Kaulbachstraße 2), Stephan Mögle-Stadel (Dag Hammarskjöld-Biograph): Heimatland Erde (Di., 10.12.2019, Wuppertal, cafe pegah), Patrick Baab: Im Spinnennetz der Geheimdienste. Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet? (Freitag, 13.12.2019, 18.30 Uhr, Köln, Philosophischer Salon, Anmeldung ...), Koblenz im Dialog mit Dirk Pohlmann: Der Fall Herrhausen (Montag, 16.12.2019, 18 Uhr, Koblenz, Deutscher Kaiser Restaurant, Kastorstraße 3), Georg Meggle: Wer ist Antisemit? Eine Begriffsbestimmung (Mittwoch, 12. Februar 2020, 18-20 Uhr, Humboldt-Universität/Berlin) AUSSTELLUNG / KUNSTAKTION – Bild, Botschaft und Bewegung. 50 Jahre SSM Sozialistische Selbsthilfe Mülheim (Kuratorenführung: Samstag, 16./23.11.2019, 18-19 Uhr, Köln, Möbelhalle, Am Faulbach 2), salon de photographie VIII (Sonntag, 17. November 2019, 11-17 Uhr, München, Volkshochschule, Einsteinstr. 28, Vortragssaal 2, Raum B 0.01, Haus B), Hans Wallner/Kunst für Frieden e.V.: Was treibt KünstlerInnen an, sich mit Krieg und Frieden auseinanderzusetzen und wie? (Dienstag, 19.11.2019, 19.30 Uhr, Nürnberg, Friedensmuseum, Kaulbachstraße 2), ... bis 8.12.2019: George Georgiou: Americans Parade (Köln, Galerie Lichtblick, Steinberger Str. 21), ... bis 18.12.2019: Mensch, wo gehst Du hin? Arbeiten zur Migration von Hans Wallner, Kurt Bachner, Gabriele Griese-Heindl, Kunst für Frieden e. V. (Nürnberg, Friedensmuseum, Kaulbachstraße 2), ... bis 12. Januar 2020: Der Amateur. Vom Bauhaus zu Instagram (Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe),  Nakba, Flucht und Vertreibung der Palästinenser (siehe auch Rubrik AUSSTELLUNGSVERLEIH) – THEATER / KABARETT / LESUNG – Gerhard Jeske: Ein Danziger in Lurup. Lesung mit Fotoausstellung zur Kaschubei (Mi, 13. November 2019, 17h, Hamburg-Lurup, Stadtteilhaus, Böverstland 38), Albert Dulk Preis an Peter Grohmann (15.11.2019, 20 Uhr, Stuttgart, Kulturtreff Untertürkheim) lisa fitz life: Flüsterwitz (November 2019, lisa-fitz.de) – FILM Filme der Kölner Wochenschau. 50 Jahre SSM Sozialistische Selbsthilfe Mülheim (Freitag, 15./22./29. November 2019, 18-19 Uhr, Köln, Möbelhalle, Am Faulbach 2), clips&links: youtube.com/user/arbeiterfotografie/videos und /playlist – KONZERT Guy Dawson: Irish Folk, Blues and Classic Hits (Samstag, 14.12.2019, 18 Uhr, Nassau, Am Marktplatz)  – AKTION – Konvergenz der Kämpfe - Gelbwesten und Umwelt gemeinsam. Aufruf zu Stocemine (Samstag, 23.11.2019, 13-17h, Wittelsheim, Elsaß, genauer Treffpunkt wird noch bekannt gegeben), Aktionsberatung: gegen das NATO-Manöver „Defender 2020“ (Sonntag, 24.11.2019, 13-17 Uhr, Leipzig, Probsteikirche St. Trinitatis, Nonnenmühlgasse 2), Demo on International Day of Solidarity with the Palestinian People. Rally/Call: Justice for Gaza (Freitag, 29. November 2019, 14.00, Den Haag vor dem ICC), Fahrt zum Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo (7. Dezember 2019, Schlaumeierreisen, ab Duisburg, frühzeitig anmelden: Edith Fröse 0151/14 27 49 34 & Hannah Schönig 0160/95 66 50 21), Aktionskonferenz der Kampagne Stopp Air Base Ramstein (Sonntag, den 15.12.2019, von 11.30-18 Uhr, Frankfurt, SAALBAU Gutleut, Rottweiler Straße 32, Anmeldung), UZ-Pressefest 2020 (28.-30. August 2020, Dortmund, Revierpark Wischlingen) +++ REGELMÄSSIG +++ NEU +++ NEU +++ mehr...

 

Aktuelles  vom 02.11.2019
Appeal of campaign "NATO out - out of NATO" to German Government and Bundestag
Debate on banishment of US war machine comes to German Parliament
By Anneliese Fikentscher and Andreas Neumann

In May 2019, the General Assembly of the IPPNW decided to demand that the Federal Government "terminate the troop deployment treaty on the part of Germany". And the international conference "No to military bases & wars" adopted a declaration in June 2019 calling on the Federal Government and the Bundestag "to terminate the Convention on the Presence of Foreign Forces in the Federal Republic of Germany" - the troop deployment treaty - in order to remove all US/NATO military bases and nuclear weapons from German territory" and "to call on the governments of NATO member states to withdraw from NATO". On September 26, 2019, the campaign "NATO raus - raus aus der NATO" (NATO out - out of NATO) has written an appeal and launched it with which the demands are brought to the German Federal Government and all deputies of the German Bundestag. Obviously, this did not go unnoticed. For the first time in the German Bundestag, the "Convention on the Presence of Foreign Forces in the Federal Republic of Germany" (troop deployment treaty) and its possibility of termination are introduced into the debate. mehr...

 

Aktuelles  vom 23.10.2019
NRhZ exklusiv: Reaktionen auf den Appell der Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO" an Bundesregierung und Bundestag
Debatte um die Verbannung der US-Kriegsmaschinerie kommt in den Bundestag
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Das ist als beachtlicher Erfolg zu werten: zum ersten Mal wird im Deutschen Bundestag der "Vertrag über den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte in der Bundesrepublik" (Truppenstationierungsvertrag) und dessen Kündigungsmöglichkeit in die Debatte eingebracht. Dies geschieht durch den Antrag "Abzug der US-Soldaten aus Deutschland " der Bundestagsfraktion DIE LINKE mit Datum vom 17. Oktober 2019. Darin heißt es: "Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, den Vertrag über den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte in der Bundesrepublik nach Punkt 3 der Vereinbarung der Vertragsparteien vom 25.9.1990 sowie das NATO-Truppenstatut nach Artikel XIX zu kündigen und zu erwirken, dass alle ausländischen Truppen innerhalb der Kündigungsfrist die Bundesrepublik verlassen." Am 21.10.2019 meldet der Pressedienst des Deutschen Bundestags unter der Überschrift "Linke fordert US-Truppenabzug": "Die Fraktion Die Linke macht sich für einen Abzug der US-Armee aus Deutschland stark..." Mit Datum vom 26. September 2019 hatte die Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO" an die Bundesregierung und alle Bundestagsabgeordneten per Briefpost einen Appell gerichtet, den Truppenstationierungsvertrag und die Mitgliedschaft in der NATO zu kündigen. Dies ist offensichtlich nicht ohne Wirkung geblieben. Bis zum 23.10.2019 sind als Reaktion darauf 25 Schreiben eingegangen, darunter eins vom "Verteidigungsministerium", eins vom Wirtschaftsministerium, zwei aus den Reihen der FDP, drei von der SPD, vier von CDU/CSU, fünf von der LINKEN und neun von der AfD. Keines von den GRÜNEN! Die Antworten reichen von absoluter Ablehnung bis zu ermutigender Zustimmung. CSU: "Diese Forderungen sind völlig naiv und realitätsfremd angesichts der weltpolitischen Lage und der daraus resultierenden sicherheitspolitischen Realität. Daher ist der Appell, dass die in Deutschland stationierten Streitkräfte abziehen sollen, genauso absurd wie die Forderung, aus der NATO auszutreten." DIE LINKE: "Das Anliegen der Kampagne 'NATO raus - raus aus der NATO' nach dem Austritt aus der NATO und der Kündigung des Aufenthaltsvertrags wird von meiner Fraktion und mir vollumfänglich unterstützt... Wir werden nicht aufhören, uns in diesem Sinne einzusetzen und können auch Sie nur ermutigen, weiter Druck auszuüben." DIE LINKE kann womöglich mit Unterstützung rechnen. Auch aus den Reihen der AfD wird die Forderung nach Kündigung des Truppenstationierungsvertrags erhoben. "Die AfD setzt sich für den Abzug aller auf deutschem Boden stationierten alliierten Truppen und insbesondere ihrer Atomwaffen ein", heißt es zum Beispiel in einem der Schreiben. mehr...

 

Arbeit und Soziales  vom 13.11.2019
Bedingungsloses Grundeinkommen: Eine Idee und ihre Geschichte
Der richtige Weg
Von Harald Schauff

Bereits mehrere Jahrhunderte existiert die Grundeinkommensidee. Zu ihren frühen Verfechtern zählte im 16. Jahrhundert der Brite Thomas Morus. Nie zuvor war sie jedoch so verbreitet wie in der heutigen Zeit, beflügelt durch technischen Fortschritt, Digitalisierung, Anspruch auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und freie Lebensgestaltung so wie der Forderung nach sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit. Inzwischen gibt es umfangreiche Literatur zum Thema. Ein 514-seitiger Sammelband mit dem Titel ‚Bedingungsloses Grundeinkommen. Grundlagentexte‘ erschien unlängst beim Suhrkamp-Verlag. Er bietet einen Überblick über die historische Entwicklung der Idee und ihre verschiedenen Ansätze. mehr...

 

Wirtschaft und Umwelt  vom 13.11.2019
Giftmülldeponie in einem ehemaligen Salzbergwerk in Wittelsheim bei Mulhouse im Elsass
StocaMine – Die Zeitbombe tickt
Von Peter Betscher

1997 begann die Planung für die „beste, sicherste und größte Giftmülldeponie“ in einem ehemaligen Salzbergwerk in Wittelsheim bei Mulhouse im Elsass. Trotz zahlreicher Warnungen, Proteste und Einsprüche elsässischer und badischer Umweltschützer wurde die Deponie 1999 genehmigt. Der Vorsteher der elsässischen Umwelt-Behörde DRIRE erklärte damals den Begriff der Reversibilität in einem Fernsehinterview 1998 wie folgt: „Stocamine ist ein Zwischenlager und damit notwendigerweise provisorisch. Das im Juli 1992 erlassene Gesetz verbietet die uneingeschränkte Genehmigung einer geologischen Lagerung gefährlicher Produkte. Stocamine dient der Lagerung gefährlicher Produkte. Es ist uns verboten, und das Dekret nimmt dies auf, eine unbegrenzte Bewilligung zu erteilen. In der Praxis ist Stocamine nur für 30 Jahre erlaubt. Dies ist das Konzept der Reversibilität. Um dies für 30 Jahre zu ermöglichen, müssen wir uns fragen: Was passiert in dreißig Jahren? Das heißt nicht, dass wir es einfach dabei belassen, wir lassen den Müll unten liegen. Wir sind verpflichtet, nicht nur die Verschwendung aufzugeben, sondern wir verpflichten uns auch, sie (die Abfälle) wieder an die Oberfläche zu bringen.“ Die Deponie wurde nur unter dem Vorbehalt genehmigt, dass die Abfälle ggf. wieder herausgeholt werden können. Nach Ablauf einer Betriebszeit von 30 Jahren sollte die Untertagedeponie neu genehmigt werden bzw. die Abfälle wieder zurückgeholt werden.“ mehr...

 

Wirtschaft und Umwelt  vom 02.10.2019
Zweiter Offener Brief an Greta Thunberg
Greta und die große Ver(w)irrung
Von Claudia von Werlhof und Diskussionsgruppe der „Planetaren Bewegung für Mutter Erde“

Liebe Greta Thunberg, einen 1. Offenen Brief am Beginn Deiner steilen „Karriere“, die gerade in der Anerkennung des alternativen Nobelpreises gipfelt, hast Du nicht beantwortet. Ich schreibe trotzdem einen 2. Ich hatte Dich voller Sympathie für Deinen Aufbruch als eine Art Großmutter angesprochen, die Dir als einer Art Enkelin einen Rat erteilen möchte. Er bestand darin, Dir bessere Informationen über den wirklichen Zustand von Mutter Erde zu beschaffen, denn mir war aufgefallen, dass Du diese offenbar nicht hattest. Diesmal will ich Dich lieber in meiner Eigenschaft als Wissenschaftlerin ansprechen, die ich ja auch bin. Denn wie ich höre, suchst Du den Rat der Wissenschaft, denn Du scheinst auf Deinen Geist zu vertrauen. Das ist gut und absolut notwendig. Allerdings gibt es immer zwei Sorten von Wissenschaft: eine, die für nichts Geringeres als den gefährdeten Zustand von Mutter Erde selbst verantwortlich ist, und eine, die etwas dagegen hat. Zur letzteren Sorte gehöre ich. Deswegen war ich früher auch immer eine begeisterte Demonstrantin und Demonstrations-Rednerin und war zunächst einfach nur froh, wie die Jugend überall massenhaft auf Deinen Protest reagierte. Endlich eine Bewegung und auch noch für Mutter Erde! Etwas Schöneres konnte mir, zumal als Gründerin der „Planetaren Bewegung für Mutter Erde“, ja gar nicht passieren. mehr...

 

Globales  vom 13.11.2019
2nd open letter to Greta Thunberg
Greta and the Great Confusion
By Claudia von Werlhof and discussion group of the “Planetary Movement for Mother Earth”

Dear Greta Thunberg, You have not answered a 1st open letter at the beginning of your steep “career”, which has just culminated in the recognition of the Right Livelihood Award. I nevertheless write a 2nd one. I approached you with sympathy for your awakening and activism, looking at you like a kind of grandmother who would like to give you some advice – to a kind of granddaughter. It was to give you better information about the real state of Mother Earth, because I noticed that you did not have this knowledge. This time I would rather address you in my quality as a scientist, which I am as well, as I hear that you seek the advice of science, for you seem to trust in your mind. This is good and it is really necessary. However, there are always two kinds of science: one that is responsible for nothing less than the endangered state of Mother Earth herself, and one that is opposing it. I belong to the latter kind. That’s why I used to be an enthusiastic demonstrator and demonstration speaker and at first I was just happy how the youth everywhere reacted to your protest in masses. Finally, a movement emerged and even for Mother Earth! Something more beautiful could not happen to me, especially because I was the founder of the “Planetary Movement for Mother Earth”. mehr...

 

Globales  vom 13.11.2019
Der Königsfamilie neue Luxuskarossen - die Beamten streiken
Afrikanischer Feudalismus in eSwatini
Von Georges Hallermayer

Fünfzehn Rolls-Royce wurden Ende Oktober für seine Majestät Mswati III. und seine dreizehn Frauen geliefert, kostete die Kleinigkeit von knapp 14 Mio. Euro. Für die Gewerkschaft Tucoswa war das eine Provokation, wie Le Monde Afrique am 1. November berichtete: Der königliche Beschwichtigungsversuch, die Ausgaben seien nicht aus dem Budget getätigt, schien wenig glaubhaft. Tags zuvor hatten 700 Beamte auf den Straßen der Hauptstadt Mbabane ihren Zorn hinausgeschrieen, nachdem die Demonstration am 2. Oktober in Manzini niedergeknüppelt worden war. Die letzten drei Jahre weigerte sich die Regierung, die Gehälter anzupassen. „Essen, Strom, Wasser brauchen wir,“ so die Gewerkschaft Tucoswa. mehr...

 

Globales  vom 13.11.2019
China entwickelt neues Medikament
Grünes Licht für "Seetang-Medikament" gegen Alzheimer
Von Georges Hallermayer

Bei den zehn Millionen Alzheimer-Patienten in China kommt Hoffnung auf (2050 sind 40 Millionen prognostiziert). Wie "Caixin global" am 4. November 2019 meldete, genehmigte Chinas Medikamenten-Aufsichtsbehörde "National Medical Products Administration" unter Auflagen das Präparat "Oligomannate" von "Shanghai Green Valley Pharmaceuticals". Es gibt bislang keine Heilung für die neurodegenerative Erkrankung, von der weltweit bis zu 35 Millionen Menschen betroffen sein sollen. Eine Handvoll Medikamente stehen zur Verfügung, um Symptome wie Gedächtnisverlust zu behandeln, aber die Forschung auf diesem Gebiet ist durch eine hohe Fehlerquote gekennzeichnet, sodass Johnson & Johnson, Merck und Pfizer in den letzten Jahren alle Projekte eingestellt haben. Weltweit sind seit 2003 keine neuen Alzheimer-Medikamente mehr zugelassen worden. mehr...

 

Globales  vom 13.11.2019
Chile: Völlig verfehltes, unverhältnismäßiges Vorgehen der Polizei
Eine Bourgeoisie, die in ihrem Kartenhaus eingesperrt ist
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait – aus Chile

Militär und Carabineros hätten niemals Gummigeschosse (Pellets) auf wehrlose Menschen abfeuern dürfen. Sie haben viele Verletzungen verursacht, einige so schwer wie der Verlust des Auges eines Mädchens. Bisher sind es 200 Personen, die die Augen verloren haben. Die Polizei hätte auch keine Wasserwerfer oder Tränengas benutzen müssen, um friedliche Demonstrationen zu zerstreuen. Diese unverhältnismäßigen Aktionen, die völlig fehl am Platz sind, verstärken und entfesseln die latente Gewalt, die in einigen Demonstranten steckt. Der Schauspieler Alejandro Goic, der an einer der friedlichen Demonstrationen teilnimmt, bezeugt (5.11.2019): Die Aktionen der Carabineros gegen eine völlig friedliche Demonstration "löst Gewalt aus". Als ich einem gefallenen Carabinieri zu Hilfe kam, wurde ich angegriffen. Meine Hilfe war der normalste menschliche Akt, ebenso wie die Hilfe für unbewaffnete Menschen, was eine Pflicht der Polizei ist. Das unvorstellbare ist geschehen, dass eine Patrouille von Carabineros einen Passanten, der kein Demonstrant war, überfuhr und ihn ohne Hilfe verletzt zurückließ. Es ist auch unzulässig, dass Carabineros in eine Schule eindringen, wie im Fall des „Liceo Nr. 7“ geschehen, wobei zwei Schüler durch Pelletschüsse verletzt wurden. mehr...

 

Globales  vom 13.11.2019
Wie die Beliebtheit Trumps untergraben werden soll
Trump allein zu Haus, belauert vom Tiefen Staat
Von Rainer Rupp

Seit fast drei Jahren wird US-Präsident Trump bei seinen friedenspolitischen Initiativen ausgebremst, nicht selten von Gegnern in den eigenen Reihen im Weißen Haus. Zugleich werden mit unvorstellbaren Schmutzkampagnen sowohl sein Ansehen als Person als auch seine politische Autorität als US-Präsident systematisch untergraben. Willy Wimmer, der gegen Ende des Kalten Krieges CDU-Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium gewesen war und dessen Kommentare bei RT-Deutsch bekannt und geschätzt werden, hat in seinem neuen Buch die spannende Frage aufgeworfen, ob mit dem derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump in absehbarer Zukunft das Ende der globalen US-Kriegstreiberei eingeläutet ist. Trumps Friedensverhandlungen und Vermittlungen zwischen Süd- und Nordkorea oder seine offiziell verkündeten politischen Ziele, "den sinnlosen und endlosen (US-)Kriegen ein Ende zu machen" und die US-Soldaten "nach Hause zu holen", erwecken Hoffnung auf eine friedlichere Zukunft mit den Vereinigten Staaten von Amerika in einer multipolaren Welt. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 13.11.2019
Eine internationale Kampagne zur Wahrung des Völkerrechts, der nationalen Souveränität und territorialen Unversehrtheit der Länder sowie des Selbstbestimmungsrechts der Völker
Hände weg vom Iran!
Von der internationalen Kampagne "Hands Off Iran"

Die Strategie der totalen weltweiten Vormachtstellung der Vereinigten Staaten, der erfolgte Umbau der NATO und der militärischen EU-Einheiten mit dem Ziel der globalen Kriegsführung sowie die Ausübung der neoliberalen Wirtschaftspolitik haben zur folgenschweren Missachtung des Völkerrechts und Verwüstung zahlreicher Länder geführt. Die zunehmenden Spannungen im Nahen und Mittleren Osten haben Friedensfreunde veranlasst, die internationale Kampagne „Hands Off Iran“ zu initiieren. Sie stellen in ihrer Erklärung fest: mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 13.11.2019
Interview mit der EU-Kommissionspräsidentin im Rahmen der 11. A.M.O.K.-Parade
Wir. Dienen. Deutschland. Wir. Dienen. Europa.
Zusammengestellt von der NRhZ-Redaktion

Wir schreiben Sonntag, den 10. November 2019. Es geht um die Rolle Deutschlands und Europas für das weltumspannende internationale Kapital. Es ist der Tag, an dem in Berlin - organisiert von der Friedenskoordination Berlin (FRIKO) - zum 11. Mal die A.M.O.K.-Parade, die Parade des Anti-Militaristischen-Oberjubel-K.O.M.I.T.E.E.s stattfindet - an diesem Tag aus Anlass des für den 12. November geplanten öffentlichen Gelöbnisses vor dem Reichstag. Im Aufruf dazu heißt es: "Wir haben Grund zu jubeln: Endlich wieder öffentliche Gelöbnisse mit Stil und Würde! Endlich wieder Held sein dürfen, überall in der Welt! Endlich die Chance, am Ehrenmal am Bendlerblock für alle Zeit verewigt zu werden. WIR MACHEN, WAS WIRKLICH ZÄHLT! Wir haben es geschafft! Wir sichern unsere Weltmacht. Wir beginnen mit Europa." In diesem Sinne äußerte sich Elke Zwinge in der Rolle als EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen im Rahmen eines von Anne Willig vom ARD-Hauptstadtstudio geführten Interviews. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 13.11.2019
Kommentar zum Antrag "Abzug der US-Soldaten aus Deutschland" der Bundestagsfraktion DIE LINKE
Alibi mittels Schaufensterantrag
Von LUFTPOST

Die Fraktion DIE LINKE fordert den Deutschen Bundestag in einem Antrag auf, den "Abzug der US-Soldaten aus Deutschland" zu beschließen. Was will die Fraktion DIE LINKE mit dem Antrag, den Vertrag über den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland und das NATO-Truppenstatut zu kündigen, bewirken? "LUFTPOST - Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein" kommentiert den Antrag der Bundestagsfraktion DIE LINKE und fällt - obwohl mit dem Antrag erstmals die Kündigung des Truppenstationierungsvertrags zum Thema einer Debatte im Bundestag wird - ein hartes Urteil. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 13.11.2019
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (177)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

„Wenn wir uns auch sehnen und Gott bitten, dass der Friede in der Welt wie nie zuvor ist, sind wir doch jeden Tag mehr von Egoismus erfüllt.“ „Wenn man weiß, dass Bomben töten, warum sollten sie immer noch getestet werden?“ „Menschen können ja Flugzeuge bauen und Mikroben entdecken. Aber Friede machen können sie nicht.“ „Lasst uns gegen das Böse antreten. Lasst uns die Welt und die Menschen lieben...“ „Aus dem Frieden und der Wahrheit heraus gesehen, wird das Leben alles sein, mehr noch!“ So steht es auf fünf der zahllosen Klagemauer-Karten. Am 26. Januar 2019 wäre Walter Herrmann, der "Hausmeister der Klagemauer", wie er sich selbst einmal bezeichnete, 80 Jahre alt geworden. Sein Einsatz für den Frieden und den Kampf um die öffentliche Meinungsäußerung im öffentlichen Raum – mit einfachsten Mitteln wie Pappkartons und Schnur – bleiben sein ungeahnt wertvolles Vermächtnis im Kultur- und Medienstreit der "digitalen" Gesellschaft. Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. Deshalb soll sein Werk fortgeführt werden durch Kunst- und Kulturschaffende und Friedens-AktivistInnen. Nähere Informationen auf Anfrage. mehr...

 

Kommentar  vom 13.11.2019
Kommentar vom Hochblauen
Die Flagge als Symbol der Unterdrückung und Ausgrenzung
Von Evelyn Hecht-Galinski

Der Kritik des Linken-Stadtverordneten Simon Aulepp ist es zu danken, dass endlich einmal ein Streit und eine Diskussionsgrundlage in Deutschland entstehen. Wer ist Jude und was bedeutet das Judentum in Deutschland? Er stellt die berechtigte Frage, ob die Stadtverwaltung am Rathaus die Flagge von Saudi-Arabien hissen würde, wenn bei einem Anschlag in Deutschland Muslime getötet wurden? Allerdings erscheint mir in diesem Kontext Saudi-Arabien wenig hilfreich. Ich fände die Türkei den richtigen Staat in diesem Zusammenhang, wenn es darum geht, Mitgefühl bei rassistischen Morden auszudrücken. Immerhin leben etwa 3,5 Millionen türkischstämmige Bürger in Deutschland. mehr...

 

Kommentar  vom 13.11.2019
Hirntod, Scheintot, Zombie
Die NATO frisst ihre Mitglieder
Von Ulrich Gellermann

Den Hirntod hat Frankreichs Präsident Macron der NATO attestiert. Tatsächlich wies der Beinahekrieg zweier NATO-Mitglieder, der USA und der Türkei, alle Züge eines Hirntods des Militärbündnis auf: Der Körper, also die Truppen, bewegte sich noch, aber jene Gehirnaktivitäten, die den Bewegungen Sinn und Ziel verleihen, waren offenkundig abgeschaltet. Die türkischen NATO-Truppen versuchten die kurdischen Verbündeten der US-NATO-Armee zu vernichten. Ein russischer Revolutionär, W. I. Lenin, hat vor langer Zeit über den Imperialismus formuliert, der sei nichts anderes als sterbender Kapitalismus. Nun scheint der Kapitalismus lebendig wie immer: Produktionsrekorde, Konsumtionsrekorde und die Beherrschung der Welt durch eine mächtige, extrem gefährliche US-Armee scheinen einem baldigen Tod des Gesellschafts-Systems entschieden zu widersprechen. Und doch sind Lenin und Macron nicht völlig von der Wirklichkeit entfernt. mehr...

 

Glossen  vom 13.11.2019
Was die Strategen der Klima-Kampagne schon im März zu sagen wußten
Greta, wunderbar!
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Wunderbar, diese Greta, die 16jährige Greta Thunberg aus Schweden! Wenn wir sie nicht hätten, müssten wir sie uns schaffen! Die Jugend dieser Welt braucht ein solches Idol. "Make America Greta again" steht am 15. März 2019 vor dem Kölner Dom – in Anspielung auf Trumps Wahlkampfmotto "Make America great again" – bei den globalen Schülerprotesten "Fridays for Future" auf einem riesigen Transparent auf rosa Grund – der Protestfarbe gegen einen Präsidenten, der unsere Welt durcheinander zu bringen droht. Wir brauchen ein in die richtigen Bahnen geleitetes Engagement junger Menschen. Das tut uns gut, denn so können alle zu der Überzeugung gelangen, sich für eine wichtige Sache stark zu machen. Es tut gut, Teil einer Bewegung zu sein, die von Autoritäten unserer Gesellschaft getragen wird. Wenn wir eine Bundeskanzlerin sagen lassen: „Ich unterstütze sehr, dass Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen und dafür kämpfen. Ich glaube, dass das eine sehr gute Initiative ist.“ Oder ihre Justizministerin: „Dass die Jugendlichen jetzt für den Klimaschutz demonstrieren und sich so engagieren, ist doch großartig.“ Dann können wir uns sicher sein, damit eine Bewegung voranzubringen, die ganz in unserem Sinne ist. mehr...

 

Medien  vom 13.11.2019
Eine lockere Folge von Leserbriefen und Kommentaren
Hajos Einwürfe
Von Hajo Kahlke

Ist der so genannte Mauerfall vor allem ein historischer Sieg des Kapitalismus? Hat Evo Morales den Staatsstreich legalisiert? Das sind Fragen, die in "Hajos Einwürfen" zum Thema gemacht sind. Die Neue Rheinische Zeitung versteht sich im Verbund mit der Vierteljahresschrift DAS KROKODIL als ein Forum, das zum Nachdenken anregen, eingefahrene, verkrustete Denkstrukturen aufbrechen bzw. der bewusst lancierten Desorientierung des Denkapparats – besonders der Linken – entgegenwirken will. Hajos kurze Texte sollen dazu ihren Beitrag leisten. Die Neue Rheinische Zeitung bringt deshalb in loser Folge von ihm verfasste Leserbriefe und Kommentare, die bei den Angeschriebenen nur selten das Licht der Öffentlichkeit erblicken. mehr...

 

Filmclips  vom 13.11.2019
Kundgebung vor dem Bremer Dom am 9. November 2019
Unblock Cuba ::: Sanktionen töten!
Von Georg Maria Vormschlag

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Fotogalerien  vom 13.11.2019
Bei den Gelbwesten in Montepellier vor dem ersten Jahrestag
Beenden wir den Todeskampf des Kapitalismus!
Von Peter Betscher

Am 17. November 2019 jährt sich die Gründung der Gilets Jaunes (Gelbwesten). Die Volksbewegung ist entstanden, nachdem einzelne (z.B. Priscilla Ludovsky, Eric Drouet) gegen die Erhöhung der Benzinpreise petitioniert hatten und man begann mit der Besetzung der Kreisverkehre – einer Aktionsform, die sich nach und nach auf das ganze Land ausdehnte. Frankreich macht seit ca. 10 Jahren eine Umgestaltung der Sozialsysteme durch wie es in Deutschland bereits durch die Agenda 2010 unter der Regierung Schröder und nachfolgenden Regierungen erfolgte und erfolgt, ohne dass es nennenswerte und nachhaltige Proteste gab. Die Entstehungsgeschichte der Gelbwesten kann man sich in dem Arbeiterfotografie-Video einer Veranstaltung in Bremen ansehen. Am 4. Dezember 2018 nahm Macron die geplante Benzinpreiserhöhung zurück und am 12. Dezember versprach er die Erhöhung des Mindestlohns und die Verbesserung bei niedrigen Renten. Doch die Bewegung gab sich damit nicht zufrieden, und Macron reagierte wieder mit Polizeigewalt. mehr...

 

Kultur und Wissen  vom 13.11.2019
Die Karikatur der Woche
Die USA steigen aus dem Pariser Klimaabkommen aus
Von Kostas Koufogiorgos

In dieser Woche geht es um den Ausstieg der USA aus dem so genannten Klimaabkommen von Paris. tagesschau.de berichtet über eine Reaktion aus Kreisen des militärisch-industriellen Komplexes. Der mache sich Sorgen um die Zukunft unserer Kinder: "Führende Demokraten haben den Vollzug der 2017 eingeleiteten Kündigung als 'schockierend' bezeichnet. Der Klimawandel sei 'die existenzielle Bedrohung unserer Zeit' und gefährde Gesundheit und Wohlergehen aller Menschen, erklärte die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi. Präsident Trump begehe damit Verrat an der Zukunft aller Kinder, erklärte sie." US-Präsident Donald Trump und seine Administration haben den frühest möglichen Termin für die Kündigung des Abkommens gewählt - anders als beim NATO-Vertrag, bei dem die Kündigung schon seit Jahrzehnten überfällig ist. In Artikel 28 des Klima-Abkommens heißt es: "Eine Vertragspartei kann jederzeit nach Ablauf von drei Jahren ... von diesem Übereinkommen zurücktreten." In Paragraph 13 des NATO-Vertrags lautet es: "Nach zwanzigjähriger Geltungsdauer des Vertrags kann jede Partei aus dem Vertrag ausscheiden". Das liegt nun schon 50 Jahre zurück. Aber auch das wäre ein geeigneter Termin für den Rückzug aus dem Kriegsbündnis. Damit könnten die USA unter Beweis stellen, dass sie der Zerstörung des Planeten durch ihre Militärmaschinerie, ihre Kriege und insbesondere ihr Geo-Engineering ein Ende setzen wollen. Aber dem hat der militärisch-industrielle Komplex einen Riegel vorgeschoben, indem er im Januar 2019 mittels Repräsentantenhaus dem US-Präsidenten untersagt hat, aus der NATO auszutreten. mehr...

 

Kultur und Wissen  vom 13.11.2019
Einer der oberschlauesten aller rechten Intelellis - Hans Enzensberger - wird 90. Zur wiederholten Würdigung eines preisgekrönten deutschen Wendelebens
Von der moralischen Überdüngung des Mobs
Von Werner Rügemer

Hans Enzensberger wird 90 Jahre alt und wird in den sich als „bürgerlich“ verstehenden Gazetten wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seitenlang – wieder mal - hoch und breit gewürdigt. Die Zahl seiner Literaturpreise übersteigt die Zahl der Literaturpreise aller anderen lebenden und toten deutschen Dichter. Denn die lange Reise des Enzensbergers von ganz links nach ganz rechts musste und muss zahlreich und endlos gewürdigt werden – jetzt wieder zum 90. Im Feuilleton gönnt sich sowas, ohne es selbst zu lesen, die geistlose Kapital-Elite, die – im Wirtschaftsteil derselben Kapital-Gazetten - ihre Gewinne loben lässt, auf denen sie verfettet, leistungslos und asozial der nächsten Finanzkrise lukrativ entgegendämmert. mehr...

 

Kultur und Wissen  vom 06.11.2019
Gedankenaustausch mit einem Analytischen Philosophen
Auf dem Weg zu einer "Internationale der Humanisten"
Georg Meggle – im Gespräch mit Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Georg Meggle definiert sich als Analytischer Philosoph – und ist über sein Fach hinaus auch durch zahlreiche Philosophische Interventionen bekannt. Seine Begriffs-Interventionen zielen auf zentrale politische Kampfbegriffe ab wie zum Beispiel Nukleare Abschreckung, Humanitäre Interventionen, Kollateralschäden, Kollektive Identitäten, Terrorismus – und jüngst auch Antisemitismus versus Antizionismus. Zahlreiche seiner Stellungnahmen haben die Serie der neueren Kriege (Jugoslawien, Irak, Gaza, Jordanien, Iran und speziell den Völkermord im Jemen) im Fokus. Seine Analytischen Interventionen legen die Logik der betreffenden Begriffe offen – und machen so deutlich, was an der üblichen Verwendung dieser Begriffe korrekt und was purer – mitunter auch strategisch kalkulierter - politischer Missbrauch ist. Eine der ersten Begegnungen mit Georg Meggle liegt zwölf Jahre zurück. Anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung der Arbeiterfotografen-Bewegung hielt er in Erfurt 2007 eine Laudatio. Zuletzt sind wir Georg Meggle beim Salzburger Symposium "Analytische Explikationen & Interventionen" begegnet, das vom 12. bis 14. Juli 2019 mit und für den 75jährigen Philosophen stattgefunden hat und bei dem ihm die Ehrenpräsidentschaft der Gesellschaft für Analytische Philosophie (gap) verliehen worden ist. Jetzt haben wir mit Georg Meggle ein Gespräch geführt, das die NRhZ nachfolgend wiedergibt. mehr...

 

Literatur  vom 13.11.2019
Jürgen Todenhöfer: Die große Heuchelei. Wie Politik und Medien unsere Werte verraten
"Dem Westen geht es nicht um Menschenrechte und Völkerrecht, sondern um Macht, Märkte und Moneten"
Buchbesprechung von Arn Strohmeyer

Jürgen Todenhöfer unterzieht die Politik der USA und Europas in seinem neuen Buch einer radikalen Kritik. Israels Vorgehen gegen die Palästinenser als abschreckendes Beispiel. Jürgen Todenhöfer ist ein erstaunlicher Mann. Achtzehn Jahre (von 1972 bis 1990) saß er für die CDU im Bundestag, gehörte zum äußerst rechten Flügel dieser Partei, genau gesagt zum „Stahlhelmflügel“ Alfred Dreggers. Nach seiner Zeit im Parlament war er Medienmanager und Vorstandsmitglied des auch nicht gerade als politisch progressiv bekannten Burda-Verlages. Aber Todenhöfer war durch die Politik und seinen Job in der Wirtschaft viel in der Welt herumgekommen und das muss ihm die Augen geöffnet haben für die tiefe Kluft zwischen Anspruch und Realität der westlichen Außenpolitik, die erhabene Werte wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Demokratie und Rechtsstaat stets wie eine Monstranz vor sich herträgt, diese Werte letztlich aber doch verhöhnend mit Füßen tritt, weil nur „Macht, Märkte und Moneten“ wirklich zählen. Diesen Widerspruch aufzuzeigen und für eine friedliche und gerechte Welt einzutreten, wurde sein Lebensthema. mehr...

 

Literatur  vom 06.11.2019
Zur Kritik von Jeremy Rifkin: Der globale Green New Deal
Schöne "grüne" Digi-Welt? Oder: Die neue "grüne Revolution"?
Von Claudia von Werlhof

Was ist das Anliegen und die These? Es geht um den schnellstmöglichen Beginn eines neuen globalen Erdzeitalters einer 3. Industriellen Revolution, die das Zeitalter der fossilen Rohstoffe als Energiegrundlage ablöst. Grund: Das Ende der fossilen Rohstoffe um 2028 und die so genannte Klimaerwärmung durch CO2 als Resultat der Verbrennung fossiler Energien, welche das Leben auf Erden bedrohe. Der Aus- und Umstieg sei möglich, weil als Alternative die „grünen“ Energien vor allem aus Sonne und Wind zur Verfügung stünden und immer besser und billiger genutzt werden könnten, und das weltweit sowie dezentral ebenso wie zentral durch Einspeisen der jeweils vor Ort gewonnenen Energien. Auch Speichertechnologien stünden ausreichend zur Verfügung. Eine 100%ige Versorgung sei möglich. Nun müsse der Ausstieg aus den Fossilen in Gang gesetzt, der Markt neu orientiert, das Investitionskapital umgeschichtet und die neue Energieinfrastruktur finanziert werden, was u.a. über den Staat und die Pensionskassen sowie „grüne“ Banken ginge und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen öffentlich und privat erfordere. Modelle dafür werden vorgestellt. Es geht vor allem um den Umbau der Infrastruktur. Dieser werde neue Arbeitsplätze schaffen, denn alle Verkehrssysteme, Gebäude und Kommunikationssysteme seien betroffen, damit sie digitalisierbar sind und dadurch „smart“ werden. Das „Internet der Dinge“, Internet of Things, IdD/IoT, sei auf diese Weise zu organisieren, bei dem alle Tätigkeiten und Geräte, Personen und Sachen über Sensoren miteinander verbunden sind und auf diese Weise eine Weltgemeinschaft, Weltfamilie, Handel und Austausch von allem und allen global und ununterbrochen möglich sind. mehr...

 



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Unblock Cuba ::: Sanktionen töten!
Von Georg Maria Vormschlag
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