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Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Aktueller Online-Flyer vom 07. Juli 2015

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Saubere Luft braucht konkretes Handeln
Berlin (NRhZ/DUH, 6.7.) Nach dem im Juni von der EU-Kommission eingeleiteten Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland aufgrund anhaltender Überschreitungen der Luftreinhaltegrenzwerte fordern die deutschen Umwelt- und Verkehrsverbände von der Bundesregierung ein konkretes Aktionsprogramm zur Verbesserung der Luftqualität. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisieren, dass der Überschreitung der geltenden Grenzwerte für die Belastung mit Feinstaub und Stickoxiden in zahlreichen Städten nach wie vor nicht entschlossen genug begegnet wird. Und dies, obwohl bekannt ist, dass in Folge schlechter Luft schwerwiegende Erkrankungen und bis zu 70.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr zu beklagen sind. mehr...
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Aktuelles  vom 06.07.2015
Klares NEIN der Griechen zur deutschen Austeritätspolitik
Die erste Niederlage
Von Hans Georg

Mit dem "NEIN" beim gestrigen Referendum in Griechenland muss Deutschland erstmals eine schwere Niederlage beim Oktroy (1) seiner Spardiktate hinnehmen. Rund 61 Prozent der Wähler wiesen am Sonntag eine Übereinkunft Griechenlands mit seinen Gläubigern zurück, die eine Fortsetzung der deutschen Austeritätspolitik vorsah. Für Berlin wiegt die Niederlage umso schwerer, als deutsche Politiker sich massiv in die Referendums-Debatte eingemischt hatten. Nun muss entschieden werden, ob erneut Verhandlungen mit Athen aufgenommen werden – und, wenn ja, unter welchen Bedingungen. Während am Sonntagabend zahllose Griechen die deutliche Zurückweisung der Spardiktate feierten, erklärten deutsche Politiker, weitere Gespräche mit der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras seien "kaum vorstellbar" (Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel); Griechenland stehe vielmehr vor dem Ausscheiden aus dem Euro und vor einer "humanitären Katastrophe" (EU-Parlamentspräsident Martin Schulz). mehr...

 

Aktuelles  vom 04.07.2015
Wie man die unbequeme griechische Regierung abzuschaffen versuchte
Ein schändliches Spiel
Von Prof. Mohssen Massarrat

Es war von Anfang an klar: die neue griechische Regierung mit Alexis Tsipras und seinem Finanzminister Yanis Varoufakis sollte zum Scheitern gebracht werden. Genau mit diesem Fahrplan hatten Eurogruppe, EZB, IWF und das globale Finanzkapital diese Regierung konfrontiert. Mit verteilten Rollen betrieben sie mit ihr ein schändliches Spiel. Während Wolfgang Schäuble den Griechen bei allen ihren Sparvorschlägen erbarmungslos ehrlich die kalte Schulter zeigte, demonstrierte Jean-Claude Juncker Scheinheiligkeit mit Gesten eines liebevollen den Sohn stets an der Hand führenden Vaters.

 
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Aktuelles  vom 04.07.2015
Solidarität mit Walter Herrmann und der Kölner Klagemauer
Walter braucht unsere Hilfe!
Von Evelyn Hecht-Galinski

Heute, Sonntag, 5.7.2015, in der Alten Feuerwache in Köln, Melchiorstraße 3, für alle in Köln und Umgebung! Walter braucht unsere Hilfe! Nachdem ich Walter Herrmann eben telefonisch kontaktierte, berichtete er mir über seine neuen Schwierigkeiten - diesmal nicht mit der Stadt Köln, sondern mit der Alten Feuerwache in Köln, wo er seine Sachen seit vielen Jahren unterstellt. Neue Hausmeister machen ihm das Leben schwer und wollen ihn von dort weg haben mit seinen Sachen. Dazu macht er morgen in der Alten Feuerwache in Köln, Melchiorstraße 3, im Rahmen des Flohmarkts eine Informationsveranstaltung. Der Flohmarkt beginnt um 8 Uhr. Ich bitte alle Interessierten aus Solidarität mit Walter Herrmann morgen zur Feuerwache zu kommen und meinen Freund Walter zu unterstützen in seinem Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit. mehr...

 

Aktuelles  vom 02.07.2015
Linke Medien, DIE LINKE und der Papst sind sich einig mit Griechenland:
Dieses Europa ist gescheitert
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

In der Griechenland-Debatte ist die Oberflächlichkeit der Medien wie bei den kleinkarierten, aber an Schaltstellen der Macht agierenden Politikern wie Jean-Claude Juncker und Martin Schulz besonders auffällig. Deshalb bemerkt Daniel Brössler zutreffend in seinem SZ-Leitartikel "Europa - Union der Gegner" (SZ, 25.6.): "Es ist immer wieder von der Außenwirkung der Griechenland-Krise die Rede, von den Folgen für das Image der EU." "Was der Präsident der EU-Kommission den Journalisten zu sagen hat, ist kein Statement und auch keine simple Rede. Es beginnt vielmehr als Anklage und steigert sich zur Philippika. Es ist eine Ansprache, wie sie wohl nie zuvor ein Kommissionspräsident an ein einzelnes Volk gerichtet hat." So berichten Daniel Brössler und Alexander Mühlauer im SZ-Artikel "Liebling, lass das Lügen" (SZ, 30.6.15) mehr...

 

Lokales  vom 01.07.2015
CBG-Prozess wegen Kooperation zwischen der Uni Köln und der BAYER AG
Prof. Kreiß „Kooperationen mit Industrie offenlegen“
Von Peter Kleinert

Bereits im Frühjahr 2008 hatte der BAYER-Konzern mit der Kölner Universität eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Pharma-Forschung vereinbart. Die Vertragsbedingungen blieben jedoch im Dunklen. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) befürchtet eine Ausrichtung der pharmakologischen Forschung an öffentlichen Einrichtungen nach rein wirtschaftlichen Kriterien: "Insgesamt zehn Verbände unterstützen unsere Forderung, den Vertragstext offen zu legen. Der Beauftragte für Informationsfreiheit des Landes NRW befürwortet unser Anliegen. Trotzdem verweigert die Universität weiterhin eine Einsichtnahme", so die CBG, die deshalb jetzt erneut Gericht zieht. Professor Christian Kreiß, Autor des Buches „Gekaufte Forschung – Wissenschaft im Dienst der Konzerne“, unterstützt die Klage der CBG auf Einsichtnahme in den Kooperationsvertrag. mehr...

 

Lokales  vom 01.07.2015
Eins der größten Wirtschaftsverfahren der Nachkriegszeit geht zu Ende
Die Kölner Herren der Welt
Von Michael Scheffer

Nach 126 Verhandlungstagen in über zwei Jahren steht vor dem Kölner Landgericht der Prozess gegen die früheren persönlich haftenden Gesellschafter des Bankhauses Sal. Oppenheim kurz vor dem Abschluss. Bis zuletzt verwahrten sich Matthias Graf von Krockow, Christopher Freiherr von Oppenheim, Friedrich Carl Janssen und Dieter Pfundt gegen den Vorwurf der gemeinschaftlich begangenen Untreue. Sie, sowie der Bauunternehmer Josef Esch, der sich nur noch wegen Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz verantworten muss, sind still geworden. Die Schlussplädoyers der Verteidigung übernimmt eine Armada von Advokaten, jetzt schlägt die Stunde der Staranwälte. Einst gebärdeten sich die Angeklagten wie die Herren der Welt, nun müssen sie möglicherweise ins Gefängnis. mehr...

 

Lokales  vom 01.07.2015
Verteidigungsrede eines Oppenheim-Bankers, der in Köln vor Gericht steht
Ich bin unschuldig! Schlagen Sie die Anklage nieder!
Von Werner Rügemer

Sehr geehrte Vorsitzende Richterin, sehr geehrte Herren Richter, sehr geehrte Damen und Herren Schöffen, seit bald zwei Jahren stehen wir, die vier ehemaligen persönlich haftenden Gesellschafter der Bank Oppenheim, hier vor dem Kölner Landgericht. Jedes Mal müssen wir uns an den Eingangsschleusen des Gerichts überprüfen lassen, als wären wir Terroristen. Und das soll noch endlos so weitergehen. Ehrlich gesagt, wir haben besseres zu tun als hier einen so umfangreichen Teil unserer Lebenszeit zu verbringen. Auch wir haben ein Menschenrecht auf Privatheit und Lebensqualität.

 
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Inland  vom 05.07.2015
Will Berlin Griechenland weiter in den wirtschaftlichen Kollaps treiben?
"Gehört zum Teufel gejagt"
Von Hans Georg

Die Bundesregierung hat am Dienstag vergangener Woche ein letztes Verhandlungsangebot aus Griechenland zur Verlängerung des EU-Hilfsprogramms zurückgewiesen. Vor dem griechischen Referendum, das am Sonntag stattfinden solle, sei Berlin nicht mehr zu Gesprächen mit Athen bereit, teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit. Entsprechend lehnte die Eurogruppe am Abend einen Kompromissvorschlag von Ministerpräsident Alexis Tsipras ab. Das Hilfsprogramm sei um Mitternacht endgültig abgelaufen, Athen erhalte nun keine Gelder mehr. Bereits zuvor hatte Berlin, das seine brutale Austeritätspolitik um jeden Preis durchzusetzen sucht, Griechenland weiter in den wirtschaftlichen Kollaps getrieben: Auf deutschen Druck hatte die Europäische Zentralbank (EZB) eine Ausweitung der Notkredite für griechische Banken verweigert; Kapitalverkehrskontrollen wurden deswegen unvermeidlich. In Berlin hieß es, Athen solle das Referendum absagen, bei dem die griechische Bevölkerung implizit auch über die deutschen Spardiktate für die Eurozone abstimmte. Deutsche Medien und Journalisten begleiteten die eskalierende Krise mit den üblichen verächtlichen Äußerungen über die Regierung Griechenlands.



 
 
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Inland  vom 01.07.2015
Ist antifaschistisches und antirassistisches Engagement „Terrorunterstützung“?
Prozess in Düsseldorf gegen Kurdin Latife Adigüzel
Von Eugen Hardt und Peter Kleinert

Bereits am 18. Juni wurde vor dem Oberlandes-gericht Düsseldorf die Anklageschrift gegen Latife Adigüzel, Vorsitzende der Anatolischen Föderation (AF) Wuppertal. verlesen. Die AF unterstütze die türkische Organisation DHKP, deren Ziel es sei, den Kapitalismus in der Türkei zu beseitigen. Für diesen Kampf habe sie einen bewaffneten Arm, die DHKP-C. Gleichzeitig betreibe die Partei legale Arbeit und nutze Europa als Rückzugsgebiet zur Rekrutierung von neuen Mitgliedern und zur Beschaffung von Geld. Deshalb werde Latife ein Verstoß gegen §129 StGB vorgeworfen. mehr...

 

Inland  vom 01.07.2015
Aktion Aufschrei kritisiert Verdoppelung der Kriegswaffenexporte
Neuer Rekord: 1,8 Milliarden Euro
Von Jürgen Grässlin

Die Kriegswaffenindustrie kann für 2014 einen Neuen Negativrekord vorweisen: Drei Viertel aller Ausfuhrgenehmigungen kamen rechtlich nur in Ausnahmen belieferbaren Drittländern zugute. Dank der Strafanzeigen der Aufschrei-Kampagne gegen H&K, SIG SAUER und Carl Walther wurden dagegen die Kleinwaffenexporte halbiert. Eine neue Kampagne fordert nun endlich Transparenz statt geheimer Entscheidungen im verfassungswidrigen „Mauschelgremium“ Bundessicherheitsrat mehr...

 

Inland  vom 01.07.2015
Studierende besuchen am 2.7. Parteizentralen von SPD und Grünen in Düsseldorf
Für eine sinnvolle LehrerInnenbildung
Von Anne Laura Franke

Einige Lehramtsfachschaften aus NRW rufen gemeinsam mit dem bundesweiten Studierendenverband fzs für den 2. Juli zu einem Besuch der Parteizentralen von SPD und Bündnis90/Die Grünen in Düsseldorf auf. Ihr Ziel ist es, ein Moratorium, d. h. ein Aussetzen der Fristen in den Lehramtsstudiengängen auf Staatsexamen und den Modellstudiengängen sowie eine grundlegende Reform des Lehrerausbildungsgesetzes zu erreichen.

 
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Arbeit und Soziales  vom 01.07.2015
Offener Brief an die DEUTSCHE POST AG
Zur „Geschäftskunden Information“
Von Axel Köhler-Schnura

Sehr geehrte Damen & Herren,soeben haben wir von Ihnen eine „Geschäftskunden Information“ zu den bei Ihnen stattfindenden Streiks erhalten (siehe weiter unten in dieser eMail).Dazu stellen wir als Ihr Geschäftskunde fest: Wir haben weder Verständnis für die von Ihnen vorgenommenen Ausgliederungen noch für Ihre Haltung und Vorgehensweise in den dadurch bedingten aktuellen Auseinandersetzungen mit Ihren Beschäftigten und deren Gewerkschaft. mehr...

 

Wirtschaft und Umwelt  vom 01.07.2015
Hunderttausende Pkw ohne funktionierenden Austauschkatalysator unterwegs
Minister Dobrindts Strategie des Wegschauens
Von Ann-Kathrin Marggraf

Eine Studie aus dem Bundesverkehrs-ministerium bestätigt Befürchtungen der Deutschen Umwelthilfe: Drei von vier untersuchten Austauschkatalysatoren reinigen Abgase nicht ausreichend. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert Bundesverkehrsminister Dobrindt zu einer sofortigen amtlichen Nachprüfung aller angebotenen Kats auf. Betroffene Autofahrer sollen beim Werkstattbesuch auf Austauschkats mit Blauem Engel oder Originalteilen bestehen. Die DUH kündigt neue Werkstattbesuche und Kat-Tests an. mehr...

 

Globales  vom 01.07.2015
Russischer Autor für eine Verschärfung der Konfrontation mit Russland:
Den zweiten Kalten Krieg gewinnen
Von Hans Georg

Ein Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) plädiert für eine massive Verschärfung der Konfrontation mit Russland und will Organisationen in EU-Staaten, die von russischen Bürgern unterstützt werden, zu "Agenten des Aggressors" erklären lassen. Wie Wladislaw L. Inosemzew in einem aktuellen DGAP-Papier verlangt, müsse der Westen "die notwendigen Ressourcen mobilisieren, um den zweiten Kalten Krieg zu gewinnen". Dazu gehörten politische wie vor allem auch wirtschaftliche Maßnahmen. mehr...

 

Globales  vom 01.07.2015
Bundeswehr nun auch im Indischen Ozean gegen China aufrüsten lassen?
Nicht nur gegen Russland
Von Hans Georg

Bundeswehrkreise fordern eine Ausweitung der militärischen Aktivitäten Deutschlands im Indischen Ozean. Das Weltmeer zwischen Ostafrika und Südostasien respektive Australien sei das wichtigste Meer für den aktuellen Welthandel, heißt es in einer Analyse dreier Politikwissenschaftler von der Münchener Bundeswehr-Universität. Es werde den Atlantik als zentrales Weltmeer ablösen und der "Ozean des 21. Jahrhunderts" sein. Entsprechend müsse Deutschland dort stärker aktiv werden - auch militärisch, zunächst etwa durch gemeinsame Manöver mit Anrainerstaaten. Bislang sei die Bundeswehr nur in Djibouti im Westen des Indischen Ozeans dauerhaft präsent; das sei zu wenig.

 
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Globales  vom 01.07.2015
Eine vernünftige Folge der US-Gesetzlosigkeit und ihrer nuklearen Bedrohung:
Kein Platz mehr für die NATO!
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Schon der Titel des Kommentars von Stefan Kornelius in der Süddeutschen Zeitung vom 25.6. ist daneben: "NATO - Zurück auf Los". Wohin will denn das aggressivste Bündnis der Welt? Der NATO-Journalist lässt wieder einmal die aktuelle Wirklichkeit beiseite. Natürlich wurde die NATO mit dem Ende der Konfrontation der zwei Blöcke in Europa völlig überflüssig. Selbst die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen spielte öffentlich auf das Ende solcher Konfrontation an, um implizit die aggressive Kalte-Kriegs-Haltung ihres US-amerikanischen Kollegen als grundlos und ungerechtfertigt bloßzustellen, denn ohne konfrontative zwei Blöcke besteht keine Rechtfertigung für die US-NATO. mehr...

 

Globales  vom 01.07.2015
Mittelalterliche "Therapien“ um Menschen auf den rechten Weg zu bringen
Gefängnisstrafen mit Fragezeichen in der Schweiz
Von Heinrich Frei

Sind Gefängnisse so sinnvolle Einrichtungen wie Spitäler? Gefängnisse als Institutionen, die zur Zivilisation gehören? Wie es heisst, verfolgt das Einsperren zwei Ziele: Auf der einen Seite soll die Gesellschaft vor Wiederholungstätern geschützt werden und auf der anderen Seite sollen Häftlinge zu Menschen erzogen werden, welche die Rechtsnormen achten und nach Verbüssung ihrer Strafe wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden. Kinder sperrt man zwar nicht mehr in den Wandschrank oder in den Keller, wenn sie die Suppe nicht essen wollen, Delinquenten hingegen schliesst man immer noch ein, um sie auf den rechten Weg zu bringen. mehr...

 

Globales  vom 01.07.2015
„Schwedischer Flotilla“ die Landung im Hafen von Gaza gestatten!
Appell von Uri Avnery an Netanjahu
Von Adam Keller

Der ehemalige Knesset-Abgeordnete Uri Avnery und Gründer von "Gush Shalom" (Israelischer Friedensblock) appelliert an Ministerpräsident Netanjahu und den Verteidigungsminister Ja’alon, solange noch Zeit sei, ernsthaft über die Angelegenheit nachzudenken und der „Schwedischen Flotilla“ die Landung im Hafen von Gaza zu gestatten. „Vier kleine Boote, die medizinisches Gerät und Sonnenkollektoren zur Stromerzeugung geladen haben, bedrohen Israels Sicherheit nicht im Mindesten. Die Ankunft der Boote mit humanitären Hilfsgütern in Gaza wäre eine bescheidene Geste des guten Willens vonseiten des Staates Israel. Im Gegensatz dazu wäre die Entsendung eines bewaffneten Kommandos mit dem Befehl, die Boote auf See aufzubringen, ein weiterer Akt bloßer Gewalt, der das Bild Israels als eines aggressiven und gewalttätigen Goliaths noch tiefer verankern würde. Dieses Bild ist der Hauptgrund für den zunehmenden Boykott in aller Welt gegen Israel.“

 
 
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Krieg und Frieden  vom 01.07.2015
Auftaktmanöver der "NATO-Speerspitze" lässt Dunkles ahnen
Lob für Deutschlands Führungsrolle
Von Wolfgang Effenberger

Am 20. Juni 2015 endete in Polen das erste Manöver der sogenannten ´NATO-Speerspitze´ - einer schnellen Eingreiftruppe, die im Herbst 2014 auf dem NATO-Gipfel in Wales als Reaktion auf die russische Aggression gegen die Ukraine - so die NATO-Sichtweise - beschlossen wurde. Unter der Leitung des deutschen Viersterne-Generals Lothar Domröse wurde in der Gefechtsübung mit dem euphemistischen Namen ´Noble Jump´ zunächst die kurzfristige Verschiebung von über 2.000 Soldaten aus neun NATO-Ländern geübt. Das Manöverdrehbuch trug der gegenwärtigen Situation in der Ostukraine Rechnung. Es kamen 440 Rad- und 65 Kettenfahrzeuge, Kampfhubschrauber und US-amerikanische F-16 Kampfjets zum Einsatz. mehr...

 

Kommentar  vom 01.07.2015
Wenn man erst einmal einen Krieg beginnt, „passiert so etwas eben".
Kriegsverbrechen? Wir?
Von Uri Avnery

„Krieg ist die Hölle!“ rief bekanntlich William Tecumseh Sherman aus, der im Amerikanischen Bürgerkrieg durch Georgia marschierte. Im Krieg geht es darum, den „Feind“ zu töten, um ihm den eigenen Willen aufzuzwingen. Darum ist „humaner Krieg“ ein Oxymoron. Krieg ist an sich ein Verbrechen. Es gibt wenige Ausnahmen. Ich würde den Krieg gegen Nazideutschland ausschließen, weil er gegen ein Regime von Massenmördern geführt wurde, das von einem pathologischen Diktator geführt wurde, der durch andere Mittel nicht zur Vernunft gebracht werden konnte. Da das so ist, ist der Begriff Kriegsverbrechen zweifelhaft. Das größte Verbrechen ist es, den Krieg zu beginnen. Das tun nicht die Soldaten, sondern die politischen Führer. Und doch werden sie nur selten angeklagt.

 
 
Gaza nach Angriff.jpg
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Kommentar  vom 01.07.2015
Kommentar vom "Hochblauen"
Heim ins "Jüdische Reich"!
Von Evelyn Hecht-Galinski

Es war eine aufregende Woche, die uns politisch interessierte Menschen in Atem hielt. Kaum war bekannt geworden, dass ein religiös(?) motivierter Mann nahe Lyon in einer Gasfabrik seinen Chef geköpft hatte, kam schon der Ruf des rassistisch-fundamentalistischen Regimes im "Jüdischen Staat". Wir sind darauf vorbereitet Euch französische Juden heimzuholen ins "Jüdische Reich". (1) (1a) mehr...

 

Glossen  vom 01.07.2015
Unglück in Moskau: Zar ist tot
Deutschlands Medien im Queen-Rausch
Von Ulrich Gellermann

"Die Mauer bleibt steh´n, die Queen aus Engeland hat sie noch nicht geseh'n", textete damals, vor dem ersten Berlin-Besuch der englischen Königin, der Kabarettist Wolfgang Neuss. Und jetzt? Nicht mal die Mauer als Rührstück kann dem königlichen Gast bei seiner aktuellen Visite vorgeführt werden. Knut, der Berliner Eisbär, ist schon lange tot. Seine Mutter ist in diesen Tagen im Berliner Zoo verstorben, melden die deutschen Hof-Medien. Wem sich jetzt die Frage aufdrängt, wie es denn der Mutter von Queen Elizabeth geht, der liest konsequent nicht das, was alle lesen. Aber wer alles liest, dem wird Angst: "BILD im Bett der Queen!" schreit es aus der Zeitung für Blut und Hoden. Grauenhaftes spielt sich vor dem inneren Auge des Lesers ab. mehr...

 

Medien  vom 01.07.2015
EU plant Kampf gegen die russischen Medienunternehmen RT und Sputniknews
Pressefreiheit à la Brüssel
Von Rüdiger Goebel

Das unabhängige Nachrichtenmagazin EUobserver, das sich seit dem Jahr 2000 auf die Berichter-stattung über die Europäische Union und ihre Institutionen spezialisiert hat, deckte Pläne aus Brüssel auf, wonach die EU russisch-stämmige Medien künftig mit juristischen Mitteln und „Öffentlichkeitsarbeit“ bekämpfen will. Der Europäische Auswärtige Dienst hat dazu einen neun-seitigen Plan erstellt, der auf dem heute und morgen stattfindenden EU-Gipfel beschlossen werden soll. Neben der Instrumentalisierung der nationalen Regulierungs-behörden und einem entsprechenden Gesetzesvorhaben, soll dabei auch auf eine breit angelegte PR-Kampagne gesetzt werden. mehr...

 

Filmclips  vom 01.07.2015
Film von Hinrich Schultze, Panama 2009
Caminata Indigena
Von Arbeiterfotografie

zum Filmclip...

 

Fotogalerien  vom 01.07.2015
Schatzsuche beim sechsten Linken Liedersommer auf Burg Waldeck
Singen und Sammeln
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Lieder am Lagerfeuer, im Seminar und auf der Bühne – oder einfach in die liebliche Landschaft des Hunsrück geschwärmt. Zum sechsten Mal versammelten sich Sängerinnen, Politiker und Poeten, zum einzigartigen Kulturseminar des Deutschen Freidenker-Verbandes auf der traditionsreichen Burg Waldeck zwischen Mosel und Nahe – beim sechsten Linken Liedersommer vom 19. bis 21. Juni 2015. mehr...

 

Literatur  vom 01.07.2015
Gegen die Einsamkeit
Sanfte Wogen
Von Gisela Segieth

Einst fühlte ich mich einsam

und ging zu einem See.
Dort sah ich in die Wogen
dachte dabei: „Juchee...“
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Literatur  vom 01.07.2015
Konstantin Wecker über sein Leben: „Mönch und Krieger“
Sehnsucht nach einer friedlicheren Welt
Von Wolfgang Bittner

Über sich zu schreiben, ist ein schwieriges Unter-fangen. Konstantin Wecker hat es gewagt, und es ist ihm in vielen Passagen seines Buches „Mönch und Krieger“ gelungen, seine Leserinnen und Leser für sich zu gewinnen, indem er über die unvermeidliche Selbstbespiegelung weit hinausgeht. Er verschweigt nichts, er blendet nicht, er bleibt bei den Fakten, die er natürlich subjektiv interpretiert. Das Herzstück seines Buches sei – so schreibt er – sein „lebenslanges Suchen nach dem Wunderbaren, die Suche nach der Rückkehr in meine geistige Heimat“, auch „wachsender Zorn über die politischen Verhältnisse“. mehr...

 



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KOSTARIKATUREN
Karikatur: Kostas Koufogiorgos

Von Kostas Koufogiorgos
FILMCLIP


Caminata Indigena
Von Hinrich Schultze
FOTOGALERIE


Linker Liedersommer
Von Arbeiterfotografie