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Aktueller Online-Flyer vom 20. Juni 2019

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Immer wieder mittwochs
Köln (NRhZ, 12.06.2019) Vor 20 Jahren, genau am 10. Juni 1999, endete das von Bill Clinton befohlene, völkerrechtswidrige Bombardement der NATO gegen die Bundesrepublik Jugoslawien. Allerdings war damit der Krieg noch lange nicht beendet. Im Filmclip berichtet Prof. Dr. Danica Grujicic, Vorsitzende der serbischen Krebsgesellschaft, von der Krebsepidemie als Folge des Einsatzes von Munition mit abgereichertem Uran (depleted Uranium). Eine andere Form menschenverachtenden, imperialen Vorgehens gegen ganze Völker zeigt die Fotogalerie mit Bildern des argentinischen Fotografen Pablo E. Piovano. Er offenbart die katastrophalen Folgen von 20 Jahren des rücksichtslosen Einsatzes von Monsanto-Agrarchemikalien im ländlichen Nordosten Argentiniens. In einem weiteren Video geht es um die Strategie des US-Imperiums: Botschafter a.D. Dr. Gerhard Fulda referiert über die völkerrechtswidrigen Methoden des Regime Change. Manlio Dinucci thematisiert eine Studie der RAND Corporation, die darlegt, wie die USA Russland ausschalten könnten. Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait betrachtet die ständige US/EU-Propaganda gegen Russland und China. Markus Heizmann ruft zur Solidarität mit Eritrea auf, einem vom Imperialismus angegriffenen Land am Horn von Afrika. Um die Frage, wie dem US-Imperium zu begegnen ist, geht es in einem Appell, den die Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO" bei der 3. Internationale Konferenz "No to Military Bases & Wars" einbringen will, die am 28.6.2019 nahe der Air Base Ramstein stattfindet. Ziel ist die Mobilisierung der internationalen Öffentlichkeit für die Forderung nach Austritt aus der NATO und für die Kündigung von Verträgen, aufgrund derer USA und NATO ihre militärischen Einrichtungen rund um den Globus betreiben. Desweiteren thematisiert NRhZ-Ausgabe 709 den internationalen Qudstag 2019 mit seiner Forderung gegen Zionismus und Antisemitismus sowie für einen gerechten Frieden in Palästina und der Welt. In einem Offenen Brief geht es um die demagogische Parole "Gegen BDS und Israelhass", eine Parole der DGB-Jugend am 1. Mai. Ulrich Gellermann wirft einen Blick auf die Alliierte Frau Merkel. Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam legen dar, wie die Selbstbedienung der Parteien aus der Staatskasse sorgfältig öffentlicher Aufmerksamkeit entzogen wird. Das und noch einiges mehr bietet sicher anregende Lektüre und Motivation zu eigenem Handeln. Für Eure weitere – auch finanzielle – Unterstützung sind wir sehr dankbar. Hier das Konto: "Anneliese Fikentscher, IBAN: DE76 3701 0050 0405 2275 03, BIC: PBNKDEFF, Stichwort: NRhZ"

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Allgemein  vom 27.04.2018
Öffentliche Erklärung, 8./9. Mai 2018, in fünf Sprachen - mit Unterzeichnungsmöglichkeit
Wir Europäer sagen NEIN zu einem Krieg gegen Russland!
Von Rudolf Hänsel, Ullrich Mies und Mitunterzeichnern

Zwei Weltkriege sind genug! In der Vergangenheit ließ sich Deutschland in den Ersten Weltkrieg hineinziehen und hat im Zweiten Weltkrieg dem russischen Volk unermessliches Leid zugefügt. Wir werden nicht zulassen, dass sich dies noch einmal wiederholt! Wenn die deutsche Vasallen-Regierung in Komplizenschaft mit den Kriegstreibern in Großbritannien und Frankreich unter der Führung der USA und der NATO einen neuen Angriffskrieg gegen Russland plant, dann tut sie das nicht in unserem Namen! Zu Krieg und Frieden haben wir, die Bürgerinnen und Bürger, das letzte Wort! Wir sagen NEIN zu Krieg und Gewalt in den internationalen Beziehungen und verurteilen die fortgesetzte Kriegstreiberei, Aufrüstung und Militarisierung! mehr...

 

Aktuelles  vom 19.06.2019
Veranstaltungen, die Du nicht verpassen solltest. Zumindest solltest Du wissen, dass es sie gibt. Beachte auch die Rubrik: REGELMÄSSIG
Last Minute ::: Termine ::: Vorschau
Von Infopool

VORTRAG / FORUM Anton Latzo, Ulryk Gruschka, Gerhard Mertschenk, Harri Grünberg, Said Dudin: Russland ist unser Freund, nicht unser Feind! (20.6., 18h, ND-Gebäude, Franz-Mehring-Platz 1), Kairos-Palästina-Solidaritätsnetz  KPS zusammen mit der Bielefelder Nahost-Initiative; "Palästina und Israel - Die Lage spitzt sich zu" (22.6., Dortmund, Umfeld des ev. Kirchentags), Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg: Gedenk-und Protestkundgebung zum Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion (22. Juni 2019, 18h, Berlin, Checkpoint Charlie), Uli Gellermann (Mod.): Israel-Iran-USA. Ein gefährliches Dreieck (Di, 25.6., 20.30h, Berlin-Charlottenburg, Buchhändlerkeller), Winfried Wolf: Skandal Autoindustrie - Scheinlösung Elektromobilität (25.6., 19-21h, Berlin, helle-panke.de), Juni-Plenum des Kölner Bündnisses für gerechten Welthandel (Do, 27.6.2019, 19 Uhr, Köln, Alte Feuerwache, Branddirektion), Bewerbungen für Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus 2019 (bis 30.6., otto-brenner-stiftung.de), Kunst und Bergarbeiterkultur: Besuch der Sonderausstellung „Das Junge Rheinland“ im Museum Voswinckelshof und der „Blauen Bude“ – oder auch Kleine Zeche (20.Juli, Dinslaken, Info/Anmeldung Schlaumeier-reisen@online.de), Große Kuba-Jugend-Konferenz (24.-25. August 2019, Bonn, Flyer) AUSSTELLUNG / KUNSTAKTION – David Bacon: In the Fields of the North / En los campos del norte (June 16, 2019 - August 18, 2019, The Museum of Ventura County's Agricultural Museum, Santa Paula, dbacon.igc.org), 50 Jahre NGbK - Neue Gesellschaft für bildende Kunst (22.6.-4.8., Berlin, ngbk.de), Kunst und Bergarbeiterkultur: Besuch der Sonderausstellung „Das Junge Rheinland“ im Museum Voswinckelshof und der „Blauen Bude“ – oder auch Kleine Zeche (20.Juli, Dinslaken, Info/Anmeldung Schlaumeier-reisen@online.de), Nakba, Flucht und Vertreibung der Palästinenser (siehe auch Rubrik AUSSTELLUNGSVERLEIH) – THEATER / KABARETT / LESUNG –  Gina und Frauke Pietsch: Sagen was ist - eine Hommage an Rosa Luxemburg (30.8. Rheinsberg), lisa fitz life: Flüsterwitz (Juni/Juli 2019, Mainz, Neuwied, Wetzlar..., lisa-fitz.de) – FILM clips&links: youtube.com/user/arbeiterfotografie/videos und /playlist – KONZERT 8. Linker Liedersommer (21.-23.Juni 2019, Carlsberg-Hertlingshausen, Rahnenhof) – AKTION – Wald statt Kohle, 60 Monate Waldspaziergang im Hambacher Wald (Sonntag, 14. Juli, 18. August), 8. Linker Liedersommer (21.-23.Juni 2019, Carlsberg-Hertlingshausen, Rahnenhof), Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg: Gedenk-und Protestkundgebung zum Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion (22. Juni 2019, 18h, Berlin, Checkpoint Charlie), Aktionswoche Stopp Air Base Ramstein 2019 (23. bis 30.6., ramstein-kampagne.eu), Büchel Atombombenfrei mit US-Delegation (5.-19. Juli 2019, Büchel, Camp Haupttor), Blockade der IAA (Do, 12.-So, 15.09., Frankfurt/M., Messegelände),  Europäische Aktionswoche gegen Schiedsgerichte (Fr, 11.-Sa, 19.10.) +++ REGELMÄSSIG +++ NEU +++ NEU +++ AUSSTELLUNGSVERLEIH +++
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Aktuelles  vom 19.06.2019
Der 8. Linke Liedersommer steht bevor
Das Lied, das Milliardären gefährlich werden wird
Ernesto Schwarz – interviewt von Anneliese Fikentscher

Was gibt es an Kampf- und Streikliedern? "Es gibt 'Roter Wecker'..., Reinhard Frankl..., Bernd Köhler..., Jane Zahn, Frank Baier..., Hartmut Barth-Engelbart..., Lisa Fitz... Es gibt Achim Bigus, Nümmes, die großartige Grup Yorum, in Dänemark 'Savage Rose', in den USA David Rovics. Und es gibt 'die Bandbreite' mit ihrem legendären Song von 2007 „Habt ihr das etwa selbst gemacht?“ [über die Operation 9/11], die allein dafür schon einen ganz dicken Preis verdient hätte, stattdessen aber bis heute eine unglaubliche zwölfjährige Hasskampagne erlebt, besonders von Leuten, die entweder voll auf der Seite des US-Imperialismus stehen oder aber zu feige sind, diese Sender-Gleiwitz-Lüge der USA, dieses Startsignal für verheerende Kriege, für millionenfachen Mord,… als Vorwand für immerwährenden Krieg zu benennen oder sich überhaupt dazu und zur NATO klar zu positionieren. All diese und noch viele Ungenannte gibt es, sie schaffen neue Lieder der Arbeiterbewegung." Das ist ein Auszug aus dem Interview mit Ernesto Schwarz, der vom 21. bis 23. Juni beim Linken Liedersommer dabei sein wird – veranstaltet vom Deutschen Freidenker-Verband. mehr...

 

Aktuelles  vom 12.06.2019
3. Internationale Konferenz "No to Military Bases & Wars", Ramstein, 28.6.2019 (jetzt auch mit deutschen Unterstützern)
Die Welt vom Militarismus befreien
Von Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO"

Vom 23. bis 30. Juni 2019 veranstaltet die Kampagne "Stopp Air Base Ramstein" wie in den Jahren 2015 bis 2018 eine Aktionswoche mit verschiedenen Formen des Protests. Neben der Demonstration am Samstag, dem 29. Juni, und einem mehrtägigen Friedenscamp zählt dazu die 3. Internationale Konferenz "No to Military Bases & Wars". Die Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO" wird dabei sein und sich einbringen – insbesondere im Rahmen der Konferenz gegen Militärbasen und Kriege, denn es gilt, den Kampf zur Befreiung der Welt von Militärbasen der USA und der NATO weiter zu intensivieren und weiter zu internationalisieren. Ziel ist die Mobilisierung der internationalen Öffentlichkeit für den Austritt aus der NATO und für die Kündigung von Verträgen, aufgrund derer USA und NATO ihre militärischen Einrichtungen rund um den Globus betreiben – als entscheidende Basis für das Entstehenlassen einer weitgehend entmilitarisierten Staatengemeinschaft und für das friedliche Zusammenleben der Völker. Die NRhZ dokumentiert den von der Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO" an die 3. Internationale Konferenz "No to Military Bases & Wars" gerichteten Appell in deutscher und englischer Sprache mit den deutschen und internationalen UnterstützerInnen. mehr...

 

Aktuelles  vom 05.06.2019
Aufruf mit der der Bitte um Unterstützung
Kein Krieg gegen den Iran!
Von Amir Mortasawi

"Wir wenden uns an unsere deutschen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie an die deutsche Bundesregierung und rufen sie mit Nachdruck dazu auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um den drohenden Krieg [gegen den Iran] zu verhindern", heißt es in einem Appell von Iranerinnen und Iraner, die seit längerer Zeit in Deutschland arbeiten und leben. "Liebe Freundinnen und Freunde, werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter, sehr geehrte Damen und Herren, über 90 in Deutschland lebende Iranerinnen und Iraner haben als Erstunterzeichner den Aufruf unterschrieben. Über 370 Personen und Organisationen aus verschiedenen Ländern haben bislang die Forderungen des Aufrufs unterstützt." Das schreibt Amir Mortasawi aus Rotenburg an der Fulda und bittet um weitere Unterstützung. Die NRhZ dokumentiert und unterstützt den Aufruf ihrerseits. mehr...

 

Lokales  vom 19.06.2019
Bauplanungen in Zürich
Hier fällt ein Haus, dort steht ein Kran und ewig droht der Baggerzahn
Von Heinrich Frei

Tausende Schülerinnen und Schüler demonstrierten in Zürich für den Klimaschutz. Werden die Erwachsenen jetzt Maßnahmen ergreifen, auch in der Baubranche? Zum Beispiel kein Abbruch mehr von gut erhaltenen Wohnhäusern? Kein Einbau mehr von Öl- und Gasheizungen? Solarpaneleinbau, Erdwärme- und Windenergie fördern? Durch den Abbruch von Wohnungen in Zürich finden viele alte Menschen und Wenig-Verdienende oft in ihrem vertrauten Quartier oder in der Stadt kein neues Zuhause, in einer der reichsten Städte der Welt. Es ist dabei kein Trost, dass die Lage für arme Leute in anderen großen Städten im Ausland noch viel schlimmer ist. mehr...

 

Globales  vom 19.06.2019
Das Erfolgsrezept: die Fakten unsichtbar machen und moralische Apathie erzeugen
Wie Israels Propaganda funktioniert
Von Arn Strohmeyer

Es war nicht Josef Goebbels, der den Begriff und die Methoden der Propaganda kreiert hat (wie man irrtümlich denken könnte), sondern der Amerikaner Edward Barnays (1891-1995). Er war der einflussreichste „Propagandist von Propaganda“ und hat die Grundlagen und Techniken in seinem 1928 erschienen Buch „Propaganda“ dargelegt. Der Kern seiner Aussagen lässt sich so zusammenfassen: Als Propaganda sind alle systematischen Versuche anzusehen, die darauf abzielen, die natürliche Urteilsfähigkeit von Menschen zu unterminieren und Einstellungen, Überzeugungen und Meinungen zu erzeugen, durch die sich Menschen zum Vorteil der jeweils herrschenden Eliten missbrauchen lassen. Bernays Buch wurde zum Klassiker in Politik und Business. Josef Goebbels schöpfte aus diesem Werk, wobei ihn auch nicht störte, dass Barnays Jude war. Barnays nahm aber umgekehrt die Sympathie des obersten Nazi-Propagandisten für sein Buch 1948 zum Anlass, den Begriff Propaganda als belastet anzusehen. Er ersetzte ihn durch „Public Relations“. mehr...

 

Globales  vom 19.06.2019
Appell der Internationalen Antiimperialistischen, Antifaschistischen Einheitsfront
Schließt Euch zusammen zum Kampf gegen Imperialismus und Faschismus!
Von Alla Gigowa und Wasilij Selikow

Liebe Freunde und Genossen! Vom Moment der Zerstörung der UdSSR im Jahre 1991 an haben die bis dahin gebändigten imperialistischen Kräfte ihre aggressiven Pläne zur Errichtung eines Weltkapitalismus aktiviert, indem sie Revanche geübt und sich alle ehemaligen Territorien des sozialistischen Blocks angeeignet haben. Die Hauptwaffe des Imperialismus dabei wurde der Nationalismus, der zum Chauvinismus und Nazismus übergeht. Die Völker der Vielvölkerstaaten in der UdSSR, Jugoslawien, Tschechoslowakei, wurden gegeneinander aufgehetzt, indem einige Unterschiede auf religiösem und sozialem Gebiet ausgenutzt wurden, um die Trennung der Völker durch Provokationen aller Art, Gerüchte und negative Informationen zu fördern. mehr...

 

Globales  vom 19.06.2019
Zur Diskussion gestellt (Teil II)
China–USA: Der bevorstehende Bankrott der USA: Geopolitische Folgen und Zeitrahmen
Von Frank Siol und Eva Maria Cardoso Maciel

Es dreht sich derzeit alles um den Kampf zwischen der herrschenden Macht USA, das heißt der von US-Präsident George H. W. Bush am 11. September 1990 proklamierten „Neuen Weltordnung“ der angloamerikanischen Finanzoligarchie auf der einen, und ihrem Haupthandelskonkurrenten, der aufsteigenden Macht China auf der anderen Seite. Die USA können mit China wirtschaftlich immer weniger konkurrieren. So wie England vor 1914 nicht mehr mit Deutschland wirtschaftlich konkurrieren konnte. Der Unterschied ist, dass England damals noch Gläubigerstaat war, und den I. Weltkrieg zwar plante, ihn aber nicht führen musste, um Großmacht zu bleiben. Während die heutigen USA in ihrem defizitären und deindustrialisierten Zustand bei Fortsetzung der aktuellen Trends schon in Kürze von China eingesackt werden. Die Pleite der USA rückt näher. Der unipolare historische Moment der USA, der mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 und dann der Sowjetunion 1991 begann, geht gerade vor unser aller Augen zu Ende. mehr...

 

Globales  vom 19.06.2019
Völliger Humbug in Süddeutscher Zeitung zur Krise am Golf
Weltfrieden gefährdet
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Über „entschlossene internationale Reaktionen“ zu schwärmen, wie es Paul-Anton Krüger in seinem banalen oberflächlichen Kommentar „Welt in Seenot“ (SZ, 14.6.2019) tut, ist völliger Humbug. Erst recht, wenn eine verkehrte Sicht auf die Golfregion in Washington, Berlin und Brüssel den Ton in Verlautbarungen angibt, aber eine professionelle Lagebewertung vonnöten ist, die die SZ als von US-Diensten gelenktes Blatt (gern als „Zentralorgan des Pentagon in Deutschland“ bezeichnet) wohl nicht liefern darf, ein höchst bedenklicher Zustand, der die nationale Sicherheit gefährdet. Täglich werden wir von falschen Wahrnehmungen katapultiert. Iran ist seit langem Opfer einer Wirtschaftsblockade, die die US-Regierung ausgelöst hat. Die letzten Vorfälle – Attacke auf zwei Öltanker am 13.6.2019 in der Golf-Region – haben eine Vorgeschichte. mehr...

 

Globales  vom 19.06.2019
Wichtigstes Prinzip im Umgang mit jedem Land:
Respekt und eigene Mäßigung
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Der Kommentar von Stefan Kornelius in der Süddeutschen Zeitung vom 17.6.2019 „Nahost – Nichts verstanden“ lässt völlig unerklärt, worin die Widersprüchlichkeit in der US-Außenpolitik von Donald Trump besteht und woher sie kommt. Die Dichotomie, diese tiefsitzende Widersprüchlichkeit in der US-Außenpolitik ergibt sich aus dem fatalen dominanten Einfluss des US-Militärindustriekomplexes. Das Pentagon konnte sich schon gegen den vorhergehenden US-Präsidenten Obama durchsetzen, und somit wurde die amerikanisch-russische Vereinbarung von 9.9.2016, gemeinsam die Kampfgruppen in Syrien zu bekämpfen, völlig desavouiert. Diese außenpolitische Widersprüchlichkeit der US-Regierung und ihrer Stellen in Europa und Deutschland wird sich nicht bald ändern. Aber die Naivität der deutschen Medien, darunter eines Stefan Kornelius, oder ihre Korruption muss verschwinden, um die Sachlage realistisch zu beurteilen, ohne in die Fallen lügnerischer kriegführender Regierungen zu tappen. Das Weiße Haus versuchte schon unter Obama den Spagat zwischen dem Primat der Politik und dem Primat des Militärs und so geht es weiter unter Donald Trump. Aber politisches und militärisches Vorgehen widersprechen sich, weil sich das Militär in den USA der Politik nicht unterordnet, daher die Dichotomie und widersprüchlichen Handlungen des Weißen Hauses. mehr...

 

Globales  vom 19.06.2019
Krise zwischen Iran und USA
Nächste False-Flag-Operation könnte den großen Krieg auslösen
Von Rainer Rupp

Nach den bisher ungeklärten Tanker-Vorfällen am Golf von Oman nehmen die Spannungen zwischen Washington und Teheran zu. Zwar erklärte US-Präsident Donald Trump, dass er keinen Krieg mit dem Iran will. Doch der könnte schneller kommen, als ihm lieb ist. Ein vom Zaun gebrochener Krieg mit Iran würde Trump die Wiederwahl kosten und dem eigenen Land großen wirtschaftlichen, militärischen und politischen Schaden zufügen. Für einen solchen Krieg findet er derzeit auch keine Unterstützung im Kongress. mehr...

 

Globales  vom 19.06.2019
Frankreich nach der Europawahl:
„Frexit“ – Eine Strategie der progressiven Kräfte?
Von Klaus von Raussendorff

„Frexit – Alle Macht dem Volke“. So lautet nun in Frankreich nach dem Euro-Wahlzirkus umso mehr die Parole einer marxistisch-leninistischen Partei, nämlich des „Pôle de Renaissance Communiste en France“ („PRCF“), deutsch etwa „Pol der kommunistischen Wiedergeburt in Frankreich“, der über seine viel besuchte Webseite und durch qualifizierte Kader und Aktivisten einen gewissen Einfluss ausübt. „La France insoummise“ ( „LFI“), die Partei von Jean-Luc Mélenchon, hat bei der Europawahl einen argen Dämpfer erlitten, und unversehens wird von der LFI-Abgeordneten Clémentine Autain wieder einmal zur „Sammlung“ aller „linken“ Kräfte aufgerufen, die aber in Wirklichkeit meist sozial-liberale, EU-kompatible Positionen vertreten. Ein illusionäres Unterfangen, meint der PRCF und schlägt stattdessen in einem „Offenen Brief an das Unbeugsame Frankreich“ vom 13. Juni 2019 vor, darüber zu diskutieren, wie die herrschenden Kräfte und die EU überwunden werden können. Ein solcher Ansatz zu einer Strategie des gemeinsamen Kampfes, in dessen Mittelpunkt die Volkskräfte, die Gelbwestenbewegung, die klassenorientierten Gewerkschaften stehen, enthält progressives Potential. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 19.06.2019
Aufenthalt ausländischer Streitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland
Den Hebel zur Beseitigung verschweigen?
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Bei Wikipedia gibt es einen Artikel über "Ausländische Militärbasen in Deutschland". Er vermittelt einen guten Einblick. Wir erfahren: Die Streitkräfte der USA belegen im Jahr 2011 in Deutschland 538,7 Quadratkilometer Fläche, die britischen Streitkräfte 210,37 Quadratkilometer – zusammmen ein Streifen von Nord nach Süd durch ganz Deutschland von fast einem Kilometer Breite. Und wir erfahren auch, was die rechtliche Grundlage für den "Aufenthalt von ausländischen Truppenverbänden auf deutschem Hoheitsgebiet ist". Zu unterscheiden sei zwischen dem "Recht zum Aufenthalt" und "der Rechtsstellung der stationierten Truppen (Recht des Aufenthalts)". Das ist wichtig zu wissen. Ersteres besagt, OB Truppen sich in Deutschland aufhalten dürfen, zweites beschäftigt sich mit dem WIE, z.B. im NATO-Truppenstatut. Zum OB heißt es bei Wikipedia: „Das Recht zum Aufenthalt ergibt sich aus dem Vertrag über den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland vom 23. Oktober 1954 (Aufenthaltsvertrag; BGBl. 1955 II S. 253).“ Mit dem Aufenthaltsvertag (vielfach auch Truppenstationierungsvertrag genannt) haben wir also den Hebel in der Hand, der darüber bestimmt, ob die Truppen hier sein dürfen oder nicht. Doch das hat einen Haken. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 19.06.2019
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (162)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

„Ich wünsche mir, dass es endlich Frieden auf der Welt gibt! Frieden!“ „Niemand kann unser Palästina vergessen, wo der Frieden ist, der nie sterben wird. Früher oder später wird das Chaos beseitigt sein.“ „Die gegenwärtigen „Führer“ der Welt sind nicht fähig zu führen. Wir müssen zusammen kommen, um sie zu stürzen. Ich bete für uns alle in der Welt, dass wir – auch wenn es schwer fällt – den Mut finden, es zu tun.“ „Diese Welt ist schon ziemlich beschissen mit ihren dummen Kriegen und Invasionen. Wir lassen uns einer Gehirnwäsche unterziehen und denken, dass dies das richtige ist.“ „Die aggressive Politik Israels zu kritisieren, ist nicht antisemitisch. Versteh das.“ So steht es auf fünf der zahllosen Klagemauer-Karten. Am 26. Januar 2019 wäre Walter Herrmann, der "Hausmeister der Klagemauer", wie er sich selbst einmal bezeichnete, 80 Jahre alt geworden. Sein Einsatz für den Frieden und den Kampf um die öffentliche Meinungsäußerung im öffentlichen Raum – mit einfachsten Mitteln wie Pappkartons und Schnur – bleiben sein ungeahnt wertvolles Vermächtnis im Kultur- und Medienstreit der "digitalen" Gesellschaft. Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. Deshalb soll sein Werk fortgeführt werden durch Kunst- und Kulturschaffende und Friedens-AktivistInnen. Nähere Informationen auf Anfrage. mehr...

 

Kommentar  vom 19.06.2019
Echte Geisterbahn mit falschen Iranern
Trumps Video-Show
Von Ulrich Gellermann

Treten Sie näher, treten sie ran, wir zeigen Ihnen das echte Tanker-Brennt-Video, fast noch echter als die Computershow des damaligen US-Außenministers Colin Powell zur Begründung des Überfalls auf den Irak. Tatsächlich kann man auf dem Video Öl-Tanker erkennen. Und da brennt auch was. Tatü, Tata. Und irgendwie ist da auch ein Boot. Über solche Boote sollen Leute Im Iran verfügen. Ja, meine Damen und Herren, die Iraner, die sind so blöd, die senden scheinbar eigene Boote durch die Gegend. Schon wegen dieser Blödheit müssten die bestraft werden. Wahnsinn! Diese Inszenierung findet ein Publikum in Deutschland. Schreibt doch die total ernstzunehmende BILD-Zeitung: "Trump legt sich nach Attacke auf Öl-Tanker im Golf von Oman fest. ‘Das riecht förmlich nach dem Iran". Ja, meine Damen und Herren, das riecht förmlich aus dem Video heraus! Und die Geräusche: Brizzel-Bruzzel-Brazzel. Einfach grauenhaft. Geradezu schiitisch. mehr...

 

Kommentar  vom 05.06.2019
Kommentar vom Hochblauen zur Harvard-Rede von Angela Merkel
Merkels Märchenwelt: Zwischen Lügen und Wahrhaftigkeit
Von Evelyn Hecht-Galinski

Die mit "Standing Ovations" unterbrochene Harvard-Rede Angela Merkels hat mich schockiert. Wie konnte eine so genannte US-Elite-Universität wie Harvard auf so viele platte Phrasen der deutschen Kanzlerin hereinfallen? Ist mit Trump das geistige Niveau schon auf einem solchen Tiefpunkt angekommen, dass auch Harvard-Professoren und -Studenten alles beklatschen, was von der vermeintlichen "Heilsfigur" der deutschen Politik, "der mächtigsten Frau der Welt“, kommt? Wie Merkel ihre DDR-Vergangenheit "verschönte", war schon unerträglich. Wie sie von ihrer Ost-Berliner Wohnung, die nahe an jener Mauer stand, die sie "lange nicht überwinden" konnte. „Jeden Tag musste ich vor der Freiheit abbiegen", kann sie so auch nur im fernen Harvard klagen, denn die wissen ja nicht, dass Merkel in der DDR doch ein privilegiertes Leben geführt hat. Apropos und ganz nebenbei: Seit Jahren schon sind die Palästinenser dank israelischer Missachtung des Völkerrechts gezwungen, vor der laut IGH-Gutachten illegalen israelischen Apartheidmauer „vor der Freiheit abzubiegen“. Tja, was für Angela gilt, muss für Ali keine Geltung haben. mehr...

 

Kultur und Wissen  vom 19.06.2019
Die Karikatur der Woche
Großbritannien liefert Assange aus
Von Kostas Koufogiorgos

In der NRhZ-Ausgabe Nr. 70 begann die Serie "Kostarikaturen" unseres griechischen Cartoonisten Kostas Koufogiorgos – Zeichnungen, mit denen er zu aktuellen politischen und sozialen Themen seinen ganz persönlichen Kommentar abgibt. In dieser Woche geht es um einen brutalen Akt, der einen Menschen mit großen Verdiensten um die Aufklärung von Staatsverbrechen dem Unrecht eines Kapital-Verbrecherstaates auszuliefern droht. Der Deutschlandfunk meldet: "Die britische Regierung hat der Auslieferung von Wikileaks-Gründer Assange in die USA zugestimmt... Endgültig über eine Auslieferung entscheiden muss jetzt die britische Justiz." mehr...

 

Literatur  vom 19.06.2019
Arn Strohmeyers neues Buch untersucht die israelische Politik aus einer ungewohnten Perspektive
Israels Konflikt mit den Palästinensern psychoanalytisch gesehen
Von Gabriele Schäfer Verlag Herne

Israels Konflikt mit den Palästinensern dauert schon über ein Jahrhundert an. Er ist ein Ergebnis des israelischen Siedlerkolonialismus, der den einheimischen Arabern das Land und ihren Besitz gestohlen, über die Hälfte dieses Volkes vertrieben und ihre Kultur und Gesellschaft zerstört hat. Israel ist heute ein Apartheidstaat, der die Reste des palästinensischen Volkes hinter Mauern und Stacheldraht in Kantone (man kann auch von Bantustans sprechen) verbannt hat und sie nach Belieben kontrolliert und unterdrückt. mehr...

 

Literatur  vom 19.06.2019
Auszug aus "Ausbruch aus der Stille. Persönliche Lebensbilder" anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung der DDR am 07. Oktober 1949 (12)
Nasse Füsse contra Kulturschande: Der Autor als Ausbilder
Von Harry Popow

Eggesin bei Nacht. Man schreibt das Jahr 1961. Eine dunkle, Gleichschritt haltende Masse bewegt sich in die kalte und mondhelle Januarnacht hinein. Matt schimmern die Stahlhelme. Rhythmisch schlagen wir die Arme durch. Unsere Schatten begleiten uns auf dem schneebedeckten und holprigen Kopfsteinpflaster. Ein oberflächlicher Beobachter würde denken, eine militärische Einheit, was ist schon dabei. Er hätte recht. Das gehört zu unserem Alltag: Da marschieren Traktoristen, Melker, Filmvorführer, Tischler ... Und die Kommandeure waren und sind ebenfalls Arbeiter: Forstfacharbeiter, Lehrer, Junghauer, wie ich. Wir wissen, weshalb wir marschieren – jetzt, in den Sonnabend hinein, an dem sich so manche noch ruhig in den Betten wälzen, mit Recht ... Zwei Ausgänger kommen uns mit schnellen Schritten entgegen, sie streben der Kaserne zu, wir von ihr weg. Wir kommen an erleuchteten Schaufenstern vorüber, den wenigen, die es in Eggesin gibt, an ein verloren wirkendes Pärchen ... „Ist das hier die richtige Richtung?“, fragt unser Kompaniechef einen auf einer Kreuzung stehenden Regulierungsposten. „Jawohl“. Der zerdrückt seine Zigarette zwischen den Fingern, wirft sie in den Schnee und reiht sich bei uns ein. mehr...

 

Literatur  vom 19.06.2019
Auszug aus dem Roman "Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen"
Der „Fall Blau“
Von Wolfgang Bittner

1943 ist der Krieg in Oberschlesien, dem Industriegebiet Ostdeutschlands, noch weit weg. Die Mutter fährt mit dem Kind aufs Land, wo es Hirschbraten, Kaffee und Kuchen gibt. Im Volksempfänger spricht Adolf Hitler von Siegen. Doch immer öfter heißt es: „… für Führer, Volk und Vaterland gefallen.“ In der Nachbarschaft werden die jüdischen Familien abgeholt, man muss sich vorsehen, es soll Konzentrationslager geben. Dann werden aus Siegen Niederlagen, und im Westen versinken die Städte im Bombenhagel. Vor der Gastwirtschaft des Großvaters schlagen sich Grubenarbeiter mit SA-Männern. Die Front rückt immer näher, und mit ihr kommt die Hölle des Krieges. Im März 1945 übernimmt Polen die Verwaltung der deutschen Ostgebiete, und es folgt ein Exodus von Millionen, darunter die Mutter und das Kind. Als sie halb verhungert in einer Kleinstadt in Norddeutschland ankommen, liegt der Vater schwer verwundet in einem Lazarett. Hunger und die furchtbare Kälte im Steckrübenwinter 1946, danach ein jahrelanger Aufenthalt im Barackenlager. Aber die Mutter gibt nicht auf. In der provisorischen Wohnküche arrangiert sie einen „Salon“, in dem kontrovers debattiert wird. Es ist die Zeit der Währungsreform mit der Teilung Deutschlands. Konrad Adenauer – von den Alliierten unterstützt – wird mit einer Stimme Mehrheit Bundeskanzler. Der Kalte Krieg beginnt, und die Weichen werden für das gestellt, was bis heute wirksam ist. Der Familie gelingt in den 1950er-Jahren, im „deutschen Wirtschaftswunder“, allmählich der Neuanfang. mehr...

 



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KOSTARIKATUREN


Von Kostas Koufogiorgos
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