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Aktueller Online-Flyer vom 20. August 2017

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Die NRhZ macht zwei Wochen Sommerpause
Köln (NRhZ, 2.8.2017) Die nächste Ausgabe erscheint am 23. August - dann wieder jeden Mittwoch neu. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine angenehme Sommerzeit. Immer wieder danken wir für die Unterstützung. Denn das Entstehen der NRhZ ist mit Kosten verbunden. Der laufende Betrieb und die Verbesserung von Erscheinungsbild und Redaktionssystem wollen finanziert sein. Überweisungen und Daueraufträge bitte auf das Konto "Anneliese Fikentscher, IBAN: DE76 3701 0050 0405 2275 03, BIC: PBNKDEFF, Stichwort: NRhZ" mehr...
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Aktuelles  vom 02.08.2017
VORTRAG / FORUM – Der Faschismus hat viele Gesichter (5.8., Holzhau/Freiberg), Thomas Keuer: Die Rente ist sicher – zu niedrig (6.8., Duisburg), Die Sicherheitsinteressen und die Militärdoktrin der Russischen Föderation (10.8., Rostock), Medienpolitik heute und ihre Wirkung in der Gesellschaft (15.8., Berlin), Carolus Wimmer: Was ist los in Venezuela? (17.,8, Nürnberg, 19.,8., FfM., 21.8., Köln) Soli-Sommerfest Lateinamerika MIT CAROLUS WIMMER (19.8., Frankfurt/M.) Kongress/Kampagne Stopp Ramstein (8.9., u.a. mit Ann Wright, Daniele Ganser, Eugen Drewermann, 9.9., Kaiserslautern) – AUSSTELLUNG – ... bis 29.8., ÜBE DAS LEBEN JETZT – Kunst und Kultur in Palästina (Kassel) ... bis 25. 9.,/ 26., 8. Kunst im Fluss / und Tierisch gut (Schleiden Gemünd) ... bis 8. Oktober "Rassendiagnose Zigeuner" (NS-Dok Köln) ... bis 20. Dezember: Aktion+Kunst=DaSchauHer (Friedensmuseum Nürnberg) – KUNST IN AKTION – Angie Hiesl: x-mal Mensch Stuhl beim Festival La Strada (3.,4.,5.8., Graz), Gruppe FlorAzul (11.8., Kassel), Lebenslaute (16.-21.8., Jagel) – AKTION – Hiroshima-Nagasaki-Aktion (5.8., Köln), Weltfriedenstag 2017. Nein zum Krieg gegen Syrien (2.9., Frankfurt/M), Menschenkette/Kampagne Stopp Ramstein (9.9., Kaiserslautern/Ramstein), Protestaktion am Fliegerhorst Jagel "Drei von Zwölf" (9.9.., Jagel) +++ REGELMÄSSIG +++
Last Minute ::: Termine ::: Vorschau
Von Infopool

Veranstaltungen, die Du nicht verpassen solltest. Zumindest solltest Du wissen, dass es sie gibt. Beachte die neue Rubrik: REGELMÄSSIG mehr...

 

Arbeit und Soziales  vom 02.08.2017
Kerstin Gundt verklagt Kulturamt wegen abgelehnter Förderung ihrer Grundeinkommenskonzerte
Erster Prozess gegen das Kulturamt Pankow
Von Kerstin Gundt

Die Stadt Berlin wirbt mit dem Kreativ-Image. Kunst, Kultur und die Kreativszene gehören zu den zentralen Ressourcen Berlins, so liest man es auf den Internetseiten des Hauptstadtportals. Aber die freien Künstler leben unter katastrophalsten Bedingungen. Sie kommen nicht in den Genuss von Förderungen, müssen oftmals ohne Gage auftreten und obendrein noch dafür bezahlen, wenn sie Bücher veröffentlichen, CDs produzieren und auftreten wollen. Für Kunst wird nur 2 Prozent des Landeshaushaltes zur Verfügung gestellt. Mit dem bundesweiten Kulturetat im Jahr 2017 könnte man nur 64.000 Künstler/innen ein monatliches Gehalt von 2100 Euro zahlen. Allein in Berlin leben schon über 20.000 Künstler. Das ist ein Witz. mehr...

 

Globales  vom 02.08.2017
Aktionstag "50 Jahre israelische Besatzung", Bonn, 17.6.2017
Eingesperrt und ausgesperrt
Khaled Hamad – interviewt von Anneliese Fikentscher

"Zerstört sind die Hoffnungen der Palästinenser auf ein menschenwürdiges Leben und Frieden: Eine riesige Sperrmauer trennt Bauern von ihren Äckern, israelische Siedler rauben sich das fremde Land, unzählige Militärkontrollposten behindern die Mobilität der Bevölkerung, wirtschaftliche Aktivitäten werden erstickt, die Zerstörung von Häusern gehört ebenso zum Strafinstrument israelischer Besatzung wie nächtliches brutales Eindringen in die Wohnungen." So der Aufruf zum Protest gegen die von der internationalen Staatengemeinschaft geduldete Besatzung und Beraubung der Rechte der palästinensischen Bevölkerung - im eklatanten Widerspruch zur IV. Genfer Konvention. Jegliches - berechtigte - Aufbegehren wird per Militärverordnung sanktioniert. Die Zivilbevölkerung Palästinas findet sich israelischen Militärgerichten ausgesetzt. Per Administrativhaft kann diese willkürlich - ohne Haftbefehl und nachvollziehbarer Gerichtsverfügung - Menschen auf unbestimmte Zeit aus dem Verkehr ziehen. Unter den politischen Häftlingen, die wie Kriminelle behandelt werden, befinden sich skandalöserweise Kinder und Jugendliche. mehr...

 

Globales  vom 02.08.2017
Kundgebung "Für Al-Aqsa-Moschee und ungehinderte Religionsausübung"
"Menschenrechte und Völkerrecht achten"
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Für Freitag, den 28. Juli 2017, hatten Palästinenser aus Nordrhein-Westfalen anlässlich des Verhaltens der israelischen Besatzer in Zusammenhang mit der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem zu einer Kundgebung nach Köln aufgerufen. Israel wird gemahnt: "Hände weg von der Al-Aqsa Moschee". Weiter heißt es: "Die derzeitige Situation in Al-Quds (Jerusalem) veranlasst zu großer Sorge. Seit Freitag, dem 14. Juli 2017, hat sich die Lage in Al-Quds, der Hauptstadt Palästinas, dramatisch verändert. Zum ersten Mal seit 1969, als ein radikaler Israeli die Al-Aqsa Moschee in Brand gesetzt hat, wurde Al-Aqsa für die palästinensischen Muslime komplett geschlossen. Die neuen Maßnahmen von Seiten Israels in Bezug auf den Zugang zum drittwichtigsten Heiligtum des Islams, dem Al-Haram Al-Sharif (u.a. Al-Aqsa Moschee und Felsendom), zu denen Metalldetektoren und der eingeschränkte Zugang zum Areal für Männer nur über 5O Jahren gehören, haben den Status Quo grundlegend verändert." mehr...

 

Globales  vom 02.08.2017
Zur Verleumdungskampagne gegen Venezuela
Venezuela: ein Putsch gegen die gewählte Regierung droht
Aufruf von ALBASUIZA

Die Wahlen am 30. Juli 2017 zur verfassungsgebenden Versammlung waren ein Erfolg. Bedroht ist Venezuela trotzdem - oder gerade deshalb. Zu einem Aufruf schreiben die Initiatoren: "Sehr geehrte Damen und Herren, angesichts der dramatischen und beängstigenden Situation in Venezuela, wo ein Putsch gegen die gewählte Regierung droht, senden wir Ihnen - zu Händen des Schweizerischen Bundesrates und der Bundesversammlung - den Aufruf der verschiedenen in der Schweiz ansässigen Solidaritätsorganisationen. Wir ersuchen Sie dringend, diesem gefährlichen weltpolitischen Ereignis die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken und öffentlich gegen diesen von den USA propagierten Putschversuch Stellung zu beziehen. Wir gestatten uns, Sie an Ihre besondere Mitverantwortung als Vertreterinnen und Vertreter der sich ihrer Rechtsstaatlichkeit und Demokratie rühmenden Eidgenossenschaft zu erinnern. Im Namen von ALBASUIZA und der aufgeführten unterstützenden Organisationen..." Die NRhZ dokumentiert den Aufruf von ALBASUIZA, der nicht nur in der Schweiz Aufmerksamkeit verdient. mehr...

 

Globales  vom 02.08.2017
Verlängerte Sanktionen gegen Russland mit raffinierter hinterlistiger Desinformation vorbereitet
Endlich europäische Interessen in den Vordergrund stellen
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Die Europäische Union (EU) hat lange Zeit die europäischen Interessen vernachlässigt, indem sie sich immer wieder und in jeder Hinsicht der Dominanz der Obama-Regierung ergab und deren willkürliche Sanktionen gegen Russland und Syrien mitmachte. Ein in Lausanne gescheiterter und frustrierter US-Außenminister Obamas, John Kerry, wo er vergeblich gegen Syrien und Russland agierte, flog im Oktober 2016 schnell nach London, um doch noch etwas im Interesse seiner Kreise zu erreichen. Er zettelte dort eine Intrige gegen Russland an, und zwar mit Geschrei nach „verstärkten Sanktionen“. Weil dieser neue US-amerikanische Unfug, der sich auch gegen Europa richtete, schon dann auf keine Unterstützung europäischer Staaten zählte, am wenigsten von Berlin und Rom, blieb der angelsächsischen Achse nur übrig, die ihnen in Deutschland ergebenen Medien zu nutzen und entsprechend zu füttern. So ist es London gelungen, rechtzeitig seine Strippen zum FAZ-Sonntagsblatt zu ziehen, um dort am selben Sonntag von Kerrys Erscheinen in London (16.10. 2016) eine raffinierte hinterlistige Desinformation zu lancieren, nämlich dass auch Berlin weiterhin Sanktionen gegen Russland wolle, wie „aus der Umgebung der Bundeskanzlerin“ zu hören sei. mehr...

 

Globales  vom 02.08.2017
Wer wird in Washington das Sagen behalten?
Der Machtkampf in Washington spitzt sich zu
Von Rainer Rupp

Der Ruf nach einem kalten Staatsstreich gegen Präsident Trump stellt eine neue Qualität dar. Es geht um den Kampf von Profiteuren der neoliberalen Globalisierung im so genannten "tiefen Staat" gegen den Globalisierungsgegner Donald Trump. Das Ende ist offen. Am Rande des „Aspen Security Forum“, einer alljährlichen sicherheitspolitischen Konferenz im US-Bundesstaat Colorado, haben zwei sichtbare Vertreter des sonst unsichtbaren „Tiefen Staats“ beamtete amerikanische Staatsdiener dazu aufgefordert, gegebenenfalls durch amtlichen Ungehorsam, den gewählten US-Präsidenten politisch zu neutralisieren. Bei dem aktuellen Machtkampf geht es letztlich darum, dass all jene, die bisher am meisten von der neoliberalen Globalisierung profitiert haben, angefangen von Oligarchen über Beamte in Ministerien und Behörden, bis zu Akademikern in den Denkfabriken und 'Presstituierten' in den Medien, sich im so genannten „Tiefen Staat“ zusammengefunden haben, um die gefährdete neoliberale Globalisierung vor dem Globalisierungsgegner Trump zu retten. Wie jetzt in Aspen zu erfahren war, soll das notfalls mit Hilfe eines – vorerst – gewaltlosen Staatstreichs passieren. mehr...

 

Globales  vom 02.08.2017
Krieg kann jederzeit losbrechen, wenn es gelingt, Trump zu beseitigen – Aber:
Er wird nicht klein beigeben
Willy Wimmer im Interview mit Sputnik

Willy Wimmer zu den am 25.7.2017 vom US-Repräsentantenhaus gegen Russland gebilligten verschärften Sanktionen: Das, was die Amerikaner machen, ist eindeutig auf Krieg ausgerichtet. Und der kann aus meiner Sicht jederzeit losbrechen, wenn es in Washington gelingt, Trump zu beseitigen. Das ist das letzte Scharnier, das es in Washington noch in Zusammenhang mit Frieden gibt... Es ist Ziel dieses republikanisch-demokratischen Kriegsestablishments, den Präsidenten einzumauern. Das muss man sich mal ausrechnen, was das bedeutet. Da will einer mit einem anderen Land normale staatliche Beziehungen unterhalten - worauf übrigens der Rest der Welt seit dem Gewaltmonopol der Vereinten Nationen einen Anspruch hat - und dann gehen die McCains, die Grahams... hin und drohen, den eigenen Präsidenten einzumauern und zu entmachten, weil er diesem Kriegskurs, der seit Jahren vertreten wird, im Wege steht. mehr...

 

Globales  vom 02.08.2017
Zur Kontinuität des Staatsterrors nach 9/11
Der Tiefe Staat in Aktion
Elias Davidsson - interviewt von Ullrich Mies

Zunehmend verdichtet sich die Erkenntnis: Es gibt einen „sichtbaren Staat“ für das Publikum vor dem Theatervorhang der Macht und einen langfristig orientierten handlungsmächtigen Tiefen Staat, der sich der Öffentlichkeit entzieht und im Begriff ist, die Demokratie, wie wir sie kannten, zu zerstören. In seinem neuen Buch analysiert Elias Davidsson die endlose Kette von Terrorereignissen, die für ihn mit 9/11 [den Anschlägen vom 11. September 2001] beginnt und die sich fortsetzt in zahllosen Terroranschlägen in den USA und in Europa. Sein Fazit ist: Alle oder fast alle Terroranschläge, die die westliche Welt spätestens seit 2001 erlebte, sind mit hoher oder höchster Wahrscheinlichkeit das Ergebnis staatsterroristischer Planungen und damit Aktivitäten des Tiefen Staates. Nach Davidsson sind auch die Anschläge vom 11. September 2001 und der folgende „war on terror“ nichts anderes als Staatsterrorismus. mehr...

 

Globales  vom 02.08.2017
Deformierte Justiz nicht nur in Polen
"Noch ist Polen nicht verloren"
Von Heinrich Frei

"Noch ist Polen nicht verloren", hofft die EU. In Polen demonstrierten Hunderttausende gegen die "Justizreform", die der nationalkonservativen polnischen Regierung noch mehr Macht geben würde. Falls Polen seine Justiz wie geplant "deformiert", seien drastische Schritte der EU gegen Polen nötig, heißt es. Ein zentraler Punkt der Kritik der Europäischen Union an der geplanten Justizreform Polens ist, dass der Sejm, eine Kammer der polnischen Nationalversammlung, zukünftig über die personelle Bestückung eines Landesrichterrats entscheiden soll, der Richter ernennt. Damit, so die Kritiker, entscheide das Parlament indirekt auch über Richterposten, was ein Verstoß gegen die Gewaltenteilung sei, die Trennung von gesetzgebender, vollziehender und richterlicher Gewalt. Obwohl der polnische Staatspräsident Andrzej Duda jetzt sein Veto gegen einen Teil der fragwürdigen Reform der Justiz eingelegt hat, bleiben die Sorgen der EU in Brüssel um Polens Rechtsstaat bestehen. Die Richter Polens werden vermutlich trotz des Vetos des Staatspräsidenten ihre Unabhängigkeit verlieren. Die EU wird Polen, trotz des Vetos von Andrzej Duda einen "blauen Brief" schicken, wie in den Nachrichten des Schweizer Radios SRF zu hören war. mehr...

 

Globales  vom 02.08.2017
Was ist in Venezuela los?
Behauptungen und Wahrheit
Von Volker Wirth und Gerhard Mertschenk

Behauptet wird in fast all unseren Medien: Die Venezolaner sind im Aufstand gegen einen Diktator, der mit blutiger Gewalt friedliche Demonstranten daran hindert, zu demonstrieren. Die sozialistische Misswirtschaft und die Hilfe für Kuba und andere Karibikländer sowie die allgegenwärtige Korruption haben Venezuela in den Ruin geführt. Die Regierung unternimmt nichts und muss zurücktreten oder abgesetzt werden, um einer anderen Platz zu machen, welche die Opposition stellt. Notfalls muss die Armee putschen, oder die wichtigsten OAS-Länder, angeführt von den USA, müssen intervenieren, denn Maduro hat das Parlament entmachtet und will jetzt die Verfassung zu seinen Gunsten ummodeln lassen, indem er eine Verfassung gebende Versammlung einberief, was er ohne das Volk zu befragen nicht durfte. Das alles wird behauptet, doch die Wahrheit sieht anders aus: mehr...

 

Globales  vom 02.08.2017
Nach den Wahlen für die verfassungsgebende Versammlung
Venezuela und Chile
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Der Außenminister von Chile, Heraldo Muñoz, beging eine ernsthafte Torheit, als er ohne Grund und ohne Anlass eine Erklärung gegen die in Venezuela geplante verfassungsgebende Versammlung, die „Asamblea Constituyente“, abgab. Gerade Chile erlebte eine ähnliche, alarmierende Lage wie jetzt in Venezuela, eine sich destabilisierende Lage, die von den USA und der chilenischen Reaktion orchestriert wurde, um die legitime Regierung von Präsident Salvador Allende mit einem terroristischen Militärputsch 1973 zu stürzen. Das ist sicherlich dem chilenischen Außenminister und allen Diplomaten weltweit bekannt. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 02.08.2017
G20-Protest und das Feindbild-Trio Trump-Putin-Erdogan
Feindbildproduktion auf Hochtouren
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Ein Feindbild-Trio ist entstanden. Die G20-Proteste haben dazu ihren willkommenen Beitrag geleistet. „Wir sind gegen einen G20-Gipfel, der nur leere Versprechungen hinterlässt und nichts hinsichtlich Völkerverständigung, Klimawandel und einer gerechten Verteilung des Wohlstandes erreicht... Was können wir denn ernsthaft erwarten, wenn die Diskussionen von Politikern geführt werden, die schon in ihrem eigenen Land so wichtige Themen wie freie Meinungsäußerung (z.B. Erdogan), Klimaschutz (z.B. Trump) und soziale Versorgungssysteme (z.B. Putin) unter den Teppich kehren“, fragt eine Getränke-Firma und propagiert mit ihrer Werbekampagne "mensch, wach auf!" die Feindbilder, die die Bewegung dann aufgreifen kann. Und in der Tat: es ist verblüffend, was bei den G20-Protesten im Juli 2017 in Hamburg auf der Straße zu sehen ist: die Feindbilder Trump, Putin und Erdogan. Zumindest prägen sie den Protest in einem bemerkenswerten Ausmaß. Wie ist das möglich? Oder in den Worten von Rainer Rupp: Wer schrieb das Drehbuch für die G20-Proteste in Hamburg? mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 02.08.2017
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (79)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. „Frieden ist wie eine Blume. Umso mehr man sie pflegt, umso besser und schöner riecht sie“ „Gaza ist die Mutter des Widerstandes und die Wunde meines Herzens!“ „Palästina im Herzen – Boykottiert Israhell!“ „Das Verbrechen an den Juden hat Nazideutschland verschuldet. Die Palästinenser müssen dafür zahlen?!“ So steht es auf vier der zahllosen Klagemauer-Karten. Es begann vor 26 Jahren, im Januar 1991, mit dem so genannten Golfkrieg, als die USA den Irak überfielen. Das war Auslöser für das Projekt für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht. Initiator Walter Herrmann – 1998 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet – hat im Kampf gegen Krieg und Ungerechtigkeit nie aufgegeben. Doch seit Januar 2016 war Walter Herrmann gesundheitlich angeschlagen. Sein Platz vor dem Kölner Dom blieb seitdem leer. Die ständigen heimtückischen Attacken gegen seine Friedensarbeit – besonders die aus seinem engeren Umfeld – hatten ihm zugesetzt. Es herrscht Krieg. Kräfte des Friedens sollen kaputt gemacht werden. Doch die Kölner Klagemauer muss weiter leben. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 02.08.2017
Karlsruhe verdeckt Militärforschung mit Fraunhoferinstitut IOSB – Baden-Württemberg will politisches Mandat der Studierendenschaften im Hochschulgesetz streichen
Maulkorb für Studierendenschaften
Von Dietrich Schulze

Der Artikel orientiert sich an der Presse-Erklärung der Initiative gegen Militärforschung an Universitäten (kurz Ini) vom 1. August "KIT/IOSB Rüstungsforschungs-Kooperation beenden und Doppelberufung verhindern" [0] und vertieft diese gemäß den im Titelbild benannten beiden Sorten von Maulkörben. Beide haben mit Freiheit der Wissenschaft und der Zivilklausel zu tun. Kernforderung der Ini-PM ist die Forderung an den KIT-Präsidenten Prof. Holger Hanselka nach Selbstveröffentlichung der von ihm als Geheimnis erklärten AStA-Anfrage zur Offenlegung der Militärforschungsverwicklung KIT & IOSB. Das KIT Karlsruhe ist den NRhZ-LeserInnen aus Artikeln seit Jahren gut bekannt. Das IOSB ist das weitgehend militarisierte Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung. mehr...

 

Kommentar  vom 02.08.2017
Kommentar vom Hochblauen
Wer zu Unrecht schweigt, macht sich schuldig
Von Evelyn Hecht-Galinski

Während die Judaisierung Palästinas ungestört voran schreitet, die illegale Besatzung Palästinas aufrecht erhalten wird, die Situation auf dem Haram al-Sharif und die al-Aqsa Moschee durch das Netanjahu-Regime immer rechtloser wird und rechtsextremistische Politiker, von Lieberman bis Bennett schon über „Transfer“ von palästinensischen Bürgern, israelischen Staatsbürgern in das illegal besetzte Westjordanland fabulieren, schweigt die Bundesregierung zu all den jüdischen Schandtaten. Nachdem Kanzlerin Merkel nach Wagnerschen Operngenuss in Bayreuth, wo diesjährig ein jüdischer Regisseur in einer mehr als fragwürdigen Inszenierung Wagner explizit als Antisemit geschmacklos bloßstellen konnte, ist die gesamte Bundesregierung abgetaucht in die urlaubliche Versenkung und schweigt. mehr...

 

Kommentar  vom 02.08.2017
Als Irrer gestartet, als Aufklärer gelandet
Danke Donald!
Von Ulrich Gellermann

Wer hätte das gedacht. Donald der Zwitschermeister, Donald der Rausschmeisser, Donald der Rüpel, findet seine eigentliche Bestimmung: Er wächst zum Aufklärer heran. Nicht anders kann man seine jüngste Zustimmung für jene neuen Sanktionen des US-Senates verstehen, die Strafen für Unternehmen vorsehen, die Russland beim Bau von Pipelines unterstützen. Bestraft werden soll Russland, bestraft werden soll die Europäische Union, bestraft werden sollen all jene, die für ein halbwegs normales Verhältnis zu Russland eintreten. mehr...

 

Kommentar  vom 02.08.2017
Nachdenken über Gilad Erdan, Israels Minister für öffentliche Sicherheit
"Marsch der Torheit"
Von Uri Avnery

MEIN VERSTORBENER Freund Nathan Yellin-Mor, der politische Führer der LECHI-Untergrundbewegung, sagte einmal von einem gewissen Politiker, er sei „kein großer Intellekt und kein kleiner Narr“. An diesen Satz erinnere ich mich jedes Mal, wenn ich über unseren Minister für öffentliche Sicherheit Gilad Erdan nachdenke. Die Rolle, die er bei den Ereignissen der letzten Wochen spielte, deretwegen der ganze Nahe Osten fast explodierte, bestätigte dieses Urteil. Andererseits erinnert mich Benjamin Netanjahu an den Spruch: „Schlau ist ein Mensch, der weiß, wie er sich aus einer Falle befreien kann, in die ein kluger Mensch gar nicht erst geraten wäre.“ Über Netanjahu würde ich sagen: „Sehr schlau, aber nicht sehr klug". mehr...

 

Medien  vom 02.08.2017
Eingabe zur Venezuela-Berichterstattung im Deutschlandfunk
Informationsauftrag ernstnehmen!
Von Günter Seibold

Sehr geehrte Damen und Herren in der Nachrichtenredaktion, es wäre wunderbar, wenn Sie in Ihren Nachrichten zu Venezuela dem geneigten Hörer erklären würden, was es denn mit der so bekämpften und dauernd als "umstritten" bezeichneten Verfassungsreform denn überhaupt auf sich hat. In Ihren Nachrichten erfährt man nur, dass die venezulanische Opposition darin den Versuch des Präsidenten Maduros sieht, seine Macht zu zementieren und sich mit diktatorischen Kompetenzen auszustatten. Mir war bislang nicht klar, dass der Deutschlandfunk eine Pressestelle der venezulanischen Opposition ist. Was sagen Maduro und seine Regierung selbst? Was bezwecken sie mit der Verfassungsreform? Welche objektiv erkennbaren Ziele hat die angestrebte Novellierung? Diese Information enthält der DLF seinem Publikum leider vor. Selbst in Reportagen aus Venezuela kommen zu 99% die Protestierer zu Wort. mehr...

 

Filmclips  vom 02.08.2017
Angriffsziel der westlichen Hegemonialmächte
Venezuela in guter Verfassung
Film von Elke Zwinge-Makamizile

zum Filmclip...

 

Fotogalerien  vom 02.08.2017
Aktion Friedensritt 2017 in Bremen
Stoppt das Geschäft mit dem Tod!
Von Arbeiterfotografie

"Stoppt das Geschäft mit dem Tod! Nehmt den Kriegen die Waffen!" Mit diesem Aufruf starteten Friedensaktivistinnen und Friedensaktivisten den 34. Friedensritt in Bremen. Weiter heißt es dort: „... jahrtausendelang eroberten Soldaten hoch zu (Schlacht-)Ross fremde Länder und unterdrückten andere Völker. Wir satteln unsere Pferde für Frieden, Abrüstung, Umwelt und Menschenrechte. Politisches Engagement mit dem Spaß am Wanderreiten und Radwandern zu verbinden – das ist die Idee des Friedensritts. Seit 1984 reiten und radeln wir jeden Sommer durchs Land und unterstützen mit Musik, Theater und Aktionen Initiativen für den Frieden. Wir möchten uns und anderen Mut machen, mehr Verantwortung für unser Zusammenleben auf dieser Erde zu übernehmen – über weltanschauliche und partei-politische Grenzen hinweg, im Einklang mit der Natur.“ mehr...

 

Kultur und Wissen  vom 02.08.2017
Da war doch noch was?
Schlaue Pflanzen
Von Harald Schauff

Alter Witz: Wie bringt man das Gehirn seines Gegenübers auf Erbsengröße? Aufblasen! Ha, ha, lustig. Na ja. Zum einen sagt die Größe des Denkorgans nichts über dessen inhaltliche Qualitäten aus. Da kann sehr viel tote Masse gelagert werden. Z.B. bei zungenfertigen Zeitgenossen, wo außer dem Sprachzentrum nichts weiter großartig aktiv ist. Zum anderen sind die kognitiven Fähigkeiten von Erbsen nicht zu unterschätzen. Sie haben durchaus etwas auf dem Kasten, oder besser gesagt, auf der Schote. Grünzeug wie sie kann wahrnehmen, dass auf ein Ereignis ein anderes folgt und sich darauf einstellen. Die Tierpsychologie kennt das berühmte Palowsche Hundeexperiment: Ein Hund erhält Futter. Gleichzeitig läutet eine Glocke. Später reagiert er bereits auf den bloßen Glockenton mit Speichelfluss. mehr...

 

Literatur  vom 02.08.2017
Dann werdens Heldentaten
Ein AbschiedsAbschussAbschlussRap für Jim
Von Hartmut Barth-Engelbart

Jim
dem lieben
Schützen-Kind
fehlt beim PingPong
ein bisschen Rückenwind
und wenn die anderen ihn nicht
- nicht oft genug gewinnen ließen
dann spürt der rausgemobbte Knabe
mit dem doch etwas wenig männlichen Gehabe
wo seine Leistungsschwächen-Lücken sind
und um sie schnell zu schließen
sucht er sich dann
sein Stärkefeld
im Schießen mehr...

 



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KOSTARIKATUREN


Von Kostas Koufogiorgos
FILMCLIP


Venezuela in guter Verfassung
Film von Elke Zwinge-Makamizile
FOTOGALERIE