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Aktueller Online-Flyer vom 25. Februar 2018

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Immer wieder mittwochs
Köln (NRhZ, 21.02.2018) In Ausgabe 648 gibt es ein kleines Jubiläum: sie enthält Folge 100 der Dokumentation der Kölner Klagemauer für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht – ein Projekt, das auf Initiative von Walter Herrmann als Reaktion auf den Golfkrieg 1991 vor dem Kölner Dom entstanden ist, und das er dort – bis kurz vor seinem Tod – 25 Jahre lang betrieben hat. Die Fotogalerie zeigt die Proteste gegen die so genannte Münchner Sicherheitskonferenz. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Artikeln – von Jürgen Heiducoff, Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait, Evelyn Hecht-Galinski und Hajo Kahlke – die sich mit dieser Tagung der Kriegselite und der tatsächlichen (Un-)Sicherheitslage befassen. Der Filmclip dokumentiert die Bremer Veranstaltung "Russland Freund oder Feind" mit dem Freidenker-Vorsitzenden Klaus Hartmann. Das ist ein Thema, mit dem sich auch Brigitte Queck befasst. Das Videogrußwort an die LeserInnen der NRhZ kommt aus Berlin von der Konferenz "Zur Zeit der Verleumder". Annette Groth, Klaus Hartmann, Fatima Özoguz, Yavuz Özoguz und Sabine Kebir kommen zu Wort. Und es gibt auch einen Bericht mit einer teils kritischen Reflexion über diese Konferenz. Des weiteren geht es um den "kleinen" und den "großen" Schulz (Wolfgang Bittner), um die Reaktion auf eine "linke" Erklärung zu Afrin (Eva und Markus Heizmann), um den Schulterschluss von Zionisten mit Rechtsradikalen (Yavuz Özoguz), um Probleme im israelischen Machtapparat (Uri Avnery). Klaus-Dieter Kolenda behandelt den Erkenntnisstand in Sachen AIDS, Rudolf Hänsel befasst sich mit Gewalt unter Jugendlichen in den USA. Um die Berlinale geht es bei Ulrich Gellermann und um ein Buch zu Staatsfeind Karl Marx bei der Rezension von Harry Popow. Hajo Kahlke, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer verstärkt durch Eva und Markus Heizmann aus der Schweiz nehmen die Medien unter die Lupe. Wir wünschen anregende Lektüre und Motivation zu eigenem Handeln. Für Eure weitere – auch finanzielle – Unterstützung sind wir Euch sehr dankbar. Hier das Konto: "Anneliese Fikentscher, IBAN: DE76 3701 0050 0405 2275 03, BIC: PBNKDEFF, Stichwort: NRhZ" mehr...
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Aktuelles  vom 21.02.2018
Veranstaltungen, die Du nicht verpassen solltest. Zumindest solltest Du wissen, dass es sie gibt. Beachte auch die Rubrik: REGELMÄSSIG
Last Minute ::: Termine ::: Vorschau
Von Infopool

VORTRAG / FORUM – Der Nazi-Kunstraub und die Folgen (24.2., Schlaumeier Reisen, Ziel Bonn), Literatur um Acht (1.3., Köln, special guest Klaus Schmidt), Florence Herve: Flora Tristan, internationale feministische Sozialistin (4.3., Duisburg), Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie NGfP 2018, Die Paralyse der Kritik: eine Gesellschaft ohne Opposition (8.-11.3., Berlin), Heinz Pommer: 9/11 - Das Scheitern der Strategie des globalen Terrors und der nuklearen Erpressung (16.3., Zürich), Helga Baumgarten und Gabi Weber: Besatzung, „securitization” und Meinungsfreiheit zu Palästina (28.3., Gelsenkirchen), Steigerführung in Alsdorf (26.5., Schlaumeier Reisen, Ziel Aachen) – AUSSTELLUNG – ...bis 17.3. 2018: Hans-Peter Jost: Die Alpen als Gebrauchs- und Spasslandschaft (Braunwald/Schweiz. Künstlergespräch am 17.3.), ...bis 25.3.2018: Fotografien von Eusebius Wirdeier u.a.,: Trotzdem Alaaf! (Köln),  ...bis 25.3.2018: Fotografien von Karin Richert: Im rechten Licht (Köln) – THEATER – Anders als du glaubst. Tourneetheater der Berliner Compagnie (1.,2.3.,4.,5.8.,9 März in Blomberg, Minden, Tittmarshausen, Höhr-Grenzenhausen, Castrop-Rauxel, Schongau, Kaufbeuren) – FILM – Frieder Wagners "Deadly Dust" (21.2., Kiel mit Autorengespräch), Soundbreaker starring Kimmo Pohjonen (23.2. mit Kimmo und Gästen, 25.2., 4.3., Hamburg), Filmpremiere von BRAND I und II (11.3., Düsseldorf mit Regisseurin Susanne Fasbender) – KONZERT Kimmo Pohjonen: „Ultra Organ“ (24.2., Hamburg), Frieden leben. Zukunft gestalten – Pax Terra Musica (27.-29-7., Friesack) – AKTION – Aktion Arbeitsunrecht - Freitag der Dreizehnte (13.4., deutschlandweit) – WETTBEWERB / AUSSCHREIBUNG – Deutscher Jugendfotopreis, (Einsendeschluss: 15. März 2018) +++ REGELMÄSSIG +++ mehr...

 

Aktuelles  vom 14.02.2018
GRUSS an die Leserinnen und Zuschauer der Neuen Rheinischen Zeitung von der Konferenz "Zur Zeit der Verleumder"
Die Zeit der Verleumder überwinden
Von Annette Groth, Klaus Hartmann, Fatima Özoguz, Yavuz Özoguz und Sabine Kebir

Vom Rande der Konferenz "Zur Zeit der Verleumder" des Projekts Kritische Aufklärung, die am 10. Februar 2018 in Berlin stattgefunden hat, grüssen eine Reihe von TeilnehmerInnen die Leserinnen und Zuschauer der Neuen Rheinischen Zeitung. Annette Groth, ehemalige Bundestagsabgeordnete, äußert sich zu autoritärem Staat und Antisemitismus. Klaus Hartmann, Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbands und Präsident der Weltunion der Freidenker, ruft auf, den transatlantiFa-schismus aufzudecken. Fatima Özoguz, Autorin und Übersetzerin, ermuntert zu Mut zum Widerstand – insbesondere zu BDS. Und Sabine Kebir, Publizistin, Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Politologin, wendet sich gegen die Enteignung linker Positionen. mehr...

 

Inland  vom 21.02.2018
Zwischenruf
Der kleine und der "große" Schulz
Von Wolfgang Bittner

Wofür steht die SPD? Wer sich Reden von Martin Schulz und auch von Kevin Kühnert angehört hat oder ins Koalitionspapier für die GroKo schaut, findet darin keine genuin sozialdemokratische Programmatik. Der kleine Schulz (Kühnert) ist offenbar ebenso wie der „große“ Schulz eine politisch-inhaltliche Null. Der Herausgeber der NachDenkSeiten, Albrecht Müller, schreibt: „Es brennt überall auf der Welt, im Nahen Osten hat der Westen unter der Flagge des Kampfes gegen den Terrorismus große Teile des Irak verwüstet und Teile Syriens auch. Junge Deutsche im Alter der Jusos sind in Syrien und im Irak als Soldaten unterwegs. Kein Thema für die Jusos. Frau von der Leyen macht während des Entscheidungsprozesses über die große Koalition und ihre Inhalte Truppenbesuche – kein Thema für die Jusos. Das Feindbild Russland wird systematisch aufgebaut …“ mehr...

 

Globales  vom 21.02.2018
Konferenz "Zur Zeit der Verleumder", Berlin, 10. Februar 2018
Verleumdungsstrategien durchkreuzen!
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Es ist ein großer Andrang. Vor dem Tiyatrom, einem türkischen Theater in der Alten Jakobstraße in Berlin-Kreuzberg, in dem die Konferenz "Zur Zeit der Verleumder" stattfindet, hat sich bereits vor Beginn der Veranstaltung eine Menschenmenge mit Schildern versammelt. Von weitem sieht es aus wie eine Gegendemo. Doch es sind die Teilnehmer selber, die die Schilder tragen. "Gegen die Gleichsetzung von Judentum, Zionismus und Israel!" steht da z.B. drauf. Den Aussagen bei der Konferenz mangelt es nicht an Deutlichkeit. Moshe Machover: Israel ist der Rottweiler des Imperialismus. Aitak Barani: Zionismus ist eine imperialistische Strategie. Fouad El Hay: Israel ist rassistisch, und was es den Palästinensern antut, ist ein Verbrechen; Gaza ist das größte KZ der Welt. Avishai Ehrlich verwendet den Begriff Faschismus. Moshe Zuckermann: in Israel werden Menschen als Untermenschen behandelt; Israels Verhalten ist menschenverachtend, brutal und barbarisch; in Israel wirkt der verlängerte Arm Hitlers. Für Rolf Becker ist klar: jeder muss sich entscheiden, ob er auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten steht – allen Verleumdungskampagnen zum Trotz. mehr...

 

Globales  vom 21.02.2018
Mit unserem Bündnispartner Russland
Einheitsfront gegen Krieg und Faschismus
Von Brigitte Queck

Der Appell von 103 kommunistischen und Arbeiterparteien vom 2. und 3.11.2017 anlässlich des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution in Sankt Petersburg unterstrich, dass die Große Sozialistische Oktoberrevolution Quelle und Inspiration für Kommunisten und Revolutionäre in aller Welt waren und sind. Darauf aufbauend riefen sie die Arbeiterparteien in aller Welt dazu auf: einen theoretischen und praktischen Kampf mit allen Formen des Kapitalismus zu führen; besonders den Kampf gegen Krieg und Faschismus zu intensivieren; den Russland-feindlichen Strömungen entgegenzuwirken; eine antiimperialistische Einheitsfront gegen die NATO und ihre ausländischen Militärstützpunkte zu schmieden; auf eine friedliche Lösung internationaler Konflikte auf der Grundlage des Völkerrechts zu orientieren. mehr...

 

Globales  vom 21.02.2018
Brief zur Erklärung #SaveAfrin aus der Partei DIE LINKE
Gegen Euer Schweigen zu den Angriffen auf Syrien
Von Eva und Markus Heizmann

Liebe GenossInnen Katja Kipping, Bernd Riexinger, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, zu Eurer Erklärung #SaveAfrin vom 23. Januar 2018 haben wir einige Anmerkungen zu machen: Selbstverständlich ist dieser neue Krieg des Erdogan-Regimes ein Verbrechen. Ein noch viel grösseres Verbrechen ist jedoch der seit 2011 andauernde Angriff der NATO-Staaten, der USA, Israels und ihren Verbündeten gegen das syrische Volk und dessen legitime Regierung. Dazu habt ihr geschwiegen und dazu schweigt ihr. mehr...

 

Globales  vom 21.02.2018
Rom, Kuwait, Ankara, Brüssel und München:
Gesichtswahrung für gescheiterte USA?
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Dass die EU und die europäischen Staats- und Regierungschefs in blinder Gefolgschaft der USA dieselbe unerwünschte Außenpolitik betreiben, zeigt in erbärmlicher Weise, wie untauglich sie sind, bis auf Frankreich, eigenständig außenpolitisch zu handeln. Schon am 6.1.2018 tritt Frankreichs UN-Botschafter selbstsicher und völlig völkerrechtsmäßig im UN-Sicherheitsrat gegen Washington auf. Führungspersonen aus der sich formierenden neuen deutschen Regierungskoalition wissen noch nicht, wie sie sich dazu positionieren sollen, um nicht länger auf dem Schoß der USA zu bleiben. Wie unsicher die geschäftsführende Bundesregierung dasteht, zeigt die Reise der Verteidigungsministerin nach Rom am 13.2.2018 und dann nach Brüssel zum NATO-Treffen am 14. und 15.2. anstatt nach Paris zu reisen, um mit ihrer französischen Kollegin, Florence Parly, eine gemeinsame Stellungnahme oder das gemeinsame Vorgehen auf der Münchner Sicherheitskonferenz abzusprechen. Die deutsche Ministerin wagt nicht, ohne Konsultation, selbstsicher und souverän auf der internationalen Bühne aufzutreten. Die große Unsicherheit der Bundesregierung widerspiegelt sich peinlich in den ZDF-Heute-Nachrichten am 13.2.2018 um 19 Uhr. Anstatt über das brisanteste Ereignis des Tages, nämlich über den Auftritt der deutschen Verteidigungsministerin in Rom zu berichten, widmet ZDF-Heute seine begrenzte Nachrichtenzeit der Wiederholung von nebensächlichen Personal-Querelen einer noch nicht zustande gekommenen Regierungskoalition, und dann den Banalitäten zur Werbung von Schokoladen, als gehörte das Thema Werbung zu den wichtigsten Nachrichten des Tages. mehr...

 

Globales  vom 21.02.2018
Willen zur Wiedervereinigung
Koreaner: „Wir sind ein Land“
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Das gemeinsame Auftreten der Sportler von Nord- und Südkorea bei den Olympischen Winterspielen in Pyongchang demonstriert vor der ganzen Welt den Willen der Bewohner beider Teilstaaten, sich in Frieden wieder zu vereinen zu einem einzigen Staat Korea. Anders als es US-gesteuerte Medien hierzulande verbreiten, gab es zwischen beiden koreanischen Staaten nie eine Feindschaft, denn es handelt sich um ein und dasselbe Volk, das unter unterschiedlichen gesellschaftlichen Bedingungen lebt, aber Südkoreaner und Nordkoreaner sind keine Feinde, denn sie gehören zusammen. Es gibt in Südkorea sogar seit langem ein Ministerium für die Vereinigung mit allen Behörden, die dafür zielgerichtet arbeiten und in Nordkorea, ein schöner großer Triumphbogen, der die Wiedervereinigung symbolisiert und ein Ministerium für interkoreanische Beziehungen. Gegen die herrschenden Friedensstimmung und Annäherung beider Länder klingen die impertinenten Äußerungen eines deutschen SPD-Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier völlig daneben. Die atomare Frage ins Spiel zu bringen, ist ein US-Ablenkungsmanöver. Im Hintergrund dieses Täuschungsmanöver ist die Parole der Menschen auf den Straßen in Seoul nicht zu überhören: „Wir sind ein Land“. Aber als Sprachrohr des steinernen Gastes, die USA , die sich der Einheit beider Staaten entgegenstellen, schaltet sich der gescheiterte schwache ehemalige deutsche SPD-Außenminister und jetziger Bundespräsident ein, der sich vor Ort negativ zu dem großen Erfolg der nordkoreanischen Diplomatie vor deutschen Fernsehkameras äußert und den sichtbaren Willen beider koreanischer Seiten, die Teilung zu überwinden, leugnet. mehr...

 

Globales  vom 21.02.2018
Wahrhafte und wehrhafte Anti-Terror-Koalition statt Schein-Anti-Terror-Allianz unter US-Flagge
Kriminelle Regierungshandlungen des Westens erkennen und verurteilen
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Die illegale so genannte US-Anti-IS-Koalition, die völkerrechtswidrig in Syrien eingedrungen ist, handelt widerrechtlich und hat keine Zukunft. Ihre Wirkung zugunsten des weiteren Terrorismus in Syrien ist schon entlarvt, denn sie agiert nicht gegen den IS, sondern zusammen mit dubiosen bewaffneten Kräften, wie die Freie Syrische Armee SFA oder Syrische Demokratische Koalition SDK gegen die syrische Armee. Anstelle der falschen unter US-Flagge operierenden Schein-Anti-Terror-Allianz formiert sich jetzt eine wahrhafte und wehrhafte völkerrechtmäßige Anti-Terror-Koalition. Sie handelt konsequent gegen alle Terror-Aktivitäten, militärisch und politisch: Gegen die USA und ihre Komplizen, gegen Israel und deren dazugehörenden bewaffneten Gruppierungen. Zur völkerrechtlichen Widerstandskoalition Syriens gehören Russland, Iran, und Libanon (Hisbollah). Frankreich nimmt an der Seite der USA eine undurchsichtige Rolle ein. Großbritannien bleibt in Deckung hinter den USA. Und Deutschland mit seinen Aufklärungsflugzeugen und Spezialeinheiten? mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 21.02.2018
Wege aus dem Krieg in Afghanistan
Münchner Enttäuschung
Von Jürgen Heiducoff (Jilin / VR China)

Die Münchner Sicherheitskonferenz ist Geschichte. Es ging um weitere Aufrüstung und um den „gemeinsamen Willen", das eigene "militärische Gewicht auch tatsächlich einzusetzen" (Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen). Es gab keine konstruktiven Vorschläge zur Beendigung von andauernden Kriegen und Konflikten. Im Gegenteil, es wurden neue Feindbilder konstruiert, z.B. auch wieder Mal der Iran. Dabei könnte dieses Land u.a. einen Beitrag zur Stabilisierung der Lage in Afghanistan leisten. Sicher ist der andauernde Krieg in Afghanistan heute einer von vielen Waffengängen in der Welt. Und er ist, was die Vielschichtigkeit und Komplexität der Kontrahenten betrifft, dem Krieg in Syrien nachgeordnet. Aber auf Grund der Dimensionen der Anschläge der aufständischen Taliban in den letzten Wochen ist Afghanistan zurecht wieder in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt. mehr...

 

Krieg und Frieden  vom 21.02.2018
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (100)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Am 26. Januar 2018 wäre Walter Herrmann, der "Hausmeister der Klagemauer", wie er sich selbst einmal bezeichnete, 79 Jahre alt geworden. Sein Einsatz für den Frieden und den Kampf um die öffentliche Meinungsäußerung im öffentlichen Raum – mit einfachsten Mitteln wie Pappkartons und Schnur – bleiben sein ungeahnt wertvolles Vermächtnis im Kultur- und Medienstreit der "digitalen" Gesellschaft. „Beendet die Unterdrückung des palästinensischen Volkes. Gib ihm sein Land zurück“ „Ich als Deutscher unterstütze alles, was die Existenz des jüdischen Staates rechtfertigt: also auch die Mauer!“ „Ich als Deutsche unterstütze die Friedenskräfte auf beiden Seiten und beklage alle Opfer der selbstzerstörerischen israelischen Besatzungspolitik, die in keiner Weise die Existenz Israels sichert!“ „Es blutet die Erde. Es weinen die Völker. Es hungern die Kinder. Es droht großer Tod. Es sind NICHT die Ketten. Es sind NICHT die Bomben. Es ist ja der Mensch, der den Menschen bedroht!“ „Geduldig trägt die Mutter für Euch so manche Last, drum haltet sie auch lieb und wert, solange ihr sie habt. Nur Mutter Erde: Wer liebt und ehrt Dich?“ So steht es auf fünf der zahllosen Klagemauer-Karten. Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. Deshalb soll sein Werk fortgeführt werden durch Kunst- und Kulturschaffende und Friedens-AktivistInnen. Nähere Informationen auf Anfrage an: redaktion@nrhz.de mehr...

 

Kommentar  vom 21.02.2018
Zur Rolle von Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit
Hab Mitleid mit dem Mandelbaum
Von Uri Avnery

HAB MITLEID mit dem Mandelbaum, besonders wenn er in voller Blüte steht. Mandelblüte. So heißt auch der Leiter der Rechtsabteilung, der „Rechtsberater der Regierung“ genannt wird. Der Rechtsberater wird von der Regierung ernannt, aber er soll vollkommen unabhängig sein. Praktisch ist er der Generalstaatanwalt, er ist derjenige, der das letzte Wort bei der Anklage von Menschen hat, besonders der Anklage des Ministerpräsidenten. Das ist nun einmal sein unglückliches Schicksal. Mandelblit (so sprechen wir in Israel den Namen aus) ist in einer unmöglichen Lage. Der Ministerpräsident wurde von der Polizei offiziell beschuldigt, dass er sich in zwei Fällen habe bestechen lassen. Jetzt muss Mandelblit entscheiden, ob der Ministerpräsident vor Gericht gestellt werden soll. Aber Benjamin Netanjahu war lange Zeit sein Wohltäter und hat ihm zu seiner hohen Stellung verholfen. Beißt ein Hund in die Hand, die ihn füttert? Oder soll Mandelblit sich davor drücken, seine Pflicht zu tun? Eine schreckliche Entscheidung. mehr...

 

Kommentar  vom 21.02.2018
Kommentar vom Hochblauen
Wollt ihr den totalen Krieg?
Von Evelyn Hecht-Galinski

Die Münchner "Kriegskonferenz“ war getarnt als Sicherheitskonferenz, denn Sicherheit will schließlich jeder und es klingt so gut, und wie wohl kaum jemals zuvor, war diesmal das Datum wirklich passend gewählt, nämlich das des denkwürdigen 18. Februar. All die Brandreden erinnerten mich an den 18. Februar 1943, als der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels vor fünfundsiebzig Jahren seine berühmt-berüchtigte Rede im Berliner Sportpalast hielt und sein Publikum anbellte: "Wollt ihr den totalen Krieg?" Mit diesem Déjà-vu der besonderen Art am diesjährigen 18. Februar 2018 konnten die "sicherheitsbewussten Transatlantiker" im großen Saal des Bayerischen Hofs in München und wir zuhause vor den Bildschirmen den Auftritt des Ministerpräsidenten des "Jüdischen Staates" erleben, der mit seiner offenen Kriegsdrohung und Hetze gegen den Iran diese Parallele förmlich herausforderte. Fehlte nur noch der gebellte Satz, aber die brav und ohne Widerrede Lauschenden haben mit Sicherheit verstanden. mehr...

 

Kommentar  vom 21.02.2018
"Nun seid ihr geworden wie sie"
Der Schulterschluss von Zionisten mit Rechtsradikalen
Von Yavuz Özoguz

Jeglicher Gedanke daran, dass der rechtsradikale Antisemitismus ein von Zionisten unterstütztes Projekt gewesen sei, wird mit der Auschwitzkeule mundtot gemacht. Wie es jemanden ergehen kann, der behauptet, dass Zionisten an der Finanzierung Hitlers beteiligt waren, konnte der muslimische Kongressabgeordnete Adel El Zabayar, ein Mitglied der Nationalversammlung Venezuelas, am eigenen Leib erleben, als die Zionismus-Lobby sofort seine Amtsenthebung gefordert hat [1]. Und sicherlich gibt es berechtigte Zweifel daran aus den mehrfachen Verfälschungen der Geschichte heute eindeutige Schlüsse ziehen zu wollen [2]. Wer sich heute auf das geschichtliche Glatteis begibt, läuft Gefahr davon abzulenken, dass die Beweise für die aktuelle zionistisch-nationalsozialistische Kooperation vor der heutigen Tür liegen. mehr...

 

Medien  vom 21.02.2018
Korrespondenz mit dem SRF (Schweizer Radio und Fernsehen), 11. Februar 2018
Ausgewogene Berichterstattung? Faktentreue?
Von Markus und Eva Heizmann

Sehr geehrte Damen und Herren, Ihre Berichterstattung zu Syrien erachten wir als tendenziös nicht faktengerecht: Zwei Beispiele (mehr könnten genannt werden) mögen das verdeutlichen: Tendenziös: Eine ausgewogene Berichterstattung berücksichtigt alle Parteien und berichtet dementsprechend. Bei Ihnen finden wir fast ausschließlich die US-amerikanische, bzw. die NATO-transatlantische Version der Ereignisse. mehr...

 

Medien  vom 21.02.2018
Eine lockere Folge von Leserbriefen und Kommentaren
Hajos Einwürfe
Von Hajo Kahlke

Es ist die Berichterstattung der jungen Welt über Südafrikas Präsident Zuma und den gegen ihn erhobenen Vorwurf der "Korruption"; der Bericht der Tagesschau über die Proteste "am Rande" der Sicherheitskonferenz in München; die falsche Behauptung der jungen Welt, bei den Protesten in München würde "NATO auflösen!" gefordert werden; die Neigung, nicht zwischen Freund und Feind unterscheiden zu wollen; und die Verwendung des magischen Wortes "Giftgas" zum Endlich-Eingreifen; denen "Hajos Einwürfe" diesmal gewidmet sind. Die Neue Rheinische Zeitung versteht sich im Verbund mit der Vierteljahresschrift DAS KROKODIL als ein Forum, das zum Nachdenken anregen, eingefahrene, verkrustete Denkstrukturen aufbrechen bzw. der bewusst lancierten Desorientierung des Denkapparats – besonders der Linken – entgegenwirken will. Hajos kurze Texte sollen dazu ihren Beitrag leisten. Die Neue Rheinische Zeitung bringt deshalb in loser Folge von ihm verfasste Leserbriefe und Kommentare, die bei den Angeschriebenen nur selten das Licht der Öffentlichkeit erblicken. mehr...

 

Medien  vom 21.02.2018
Beschwerden gegen manipulierende Berichterstattung von ARD-aktuell mit ihrer Tagesschau
Gegen die Macht um Acht
Von Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer

ARD-aktuell verbreitet Russophobe Propaganda; betreibt - obwohl es, wie das ZDF zeigt, auch anders ginge - in einem Gespräch mit dem Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz Regierungsjournalismus; ergeht sich in Hofberichterstattung für Bundespräsident Steinmeier; begibt sich mit dem Bericht "No-GroKo-Kampagne - Jusos dementieren Hilfe aus Russland" auf Bild-Neiveau. Darum geht es in dieser Woche bei den Programmbeschwerden, die Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer beim NDR-Rundfunkrat eingereicht haben. "Die ARD-Nachrichten sind der Taktgeber für die meisten Medien der Bundesrepublik Deutschland. Wer sich kritisch mit ihnen auseinandersetzt, der kritisiert den Kern des deutschen Journalismus. Die Tagesschau-Maschine ist weder verlässlich noch neutral und keinesfalls seriös. Sie ist nur wenig Anderes als eben fünfzehn Minuten Staatsfunk." So heißt es im Vorwort des im Mai 2017 erschienenen Buches "Die Macht um acht - Der Faktor Tagesschau" von Uli Gellermann, Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam. Die eingereichten Programmbeschwerden sind zu den "fünfzehn Minuten Staatsfunk" ein notwendiger Kontrapunkt. mehr...

 

Filmclips  vom 21.02.2018
Veranstaltung mit dem Vorsitzenden des Deutschen Freidenkerverbandes, Bremen, 15.02.2018
Klaus Hartmann: Russland Freund oder Feind
Von Arbeiterfotografie

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Fotogalerien  vom 21.02.2018
Protest gegen die Münchner NATO-"Sicherheits"-Konferenz 2018
Ich sage: Deutschland muss raus aus der Nato!
Von Arbeiterfotografie

"Ich sage: Deutschland muss raus aus der Nato!" Diese Forderung kommt bei der Abschlusskundgebung am 17. Februar 2018 auf dem Marienplatz aus dem Mund von Christine Buchholz (MdB, Die LINKE). Das entspricht dem, was im Aufruf zu den Protesten gegen die Münchner NATO-"Sicherheits"-Konferenz 2018 zu lesen ist. Dort heißt es: "Deutschland raus aus der NATO und allen Militärstrukturen der EU!" Und es wird ergänzt um die komplementäre Forderung "Auflösung aller US- und NATO-Militärstützpunkte in Deutschland!" sowie um die Forderung "Kein Konfrontationskurs mit Russland. Frieden in Europa gibt es nur mit und nicht gegen Russland." Das entspricht auch dem, was protestierende Mitglieder des Deutschen Freidenker-Verbands und der Arbeiterfotografie fordern: "Raus aus der NATO! NATO raus!" Oder: "Deutschland: Raus aus der NATO! NATO: Raus aus Deutschland!" zusammen mit der Forderung "Frieden mit Russland statt weiter in den Dritten Weltkrieg!" Doch es gibt nicht in allen Fragen Konsens. mehr...

 

Kultur und Wissen  vom 21.02.2018
Ein Nachtrag aus gegebenem Anlass
Eine kurze Geschichte der HIV-Erkrankung und der antiretroviralen Therapie
Von Klaus-Dieter Kolenda

Eine Infektion mit dem HI-Virus ist die entscheidende Ursache von AIDS und es gibt seit 1996 eine wirksame antiretrovirale Therapie. Diese Tatsachen habe ich in meinen Artikeln „HIV-Infektionen und AIDS - ein Vergleich zwischen Subsahara-Afrika und Deutschland“ ausführlich dargestellt. Trotz dieser eindeutigen Sachlage sind in jüngster Zeit auch in verschiedenen linken Magazinen und Blogs Texte veröffentlicht worden, in denen das Gegenteil behauptet wird. Wenn es dabei nur um gegensätzliche Thesen eines wissenschaftlichen Disputes ginge, könnte man sich beruhigt zurücklehnen und darauf warten, bis neue Erkenntnisse vielleicht eine Klärung der Streitfragen bringen. So ist es aber nicht. Einen derartigen begründeten Disput, den es vielleicht in den 1980er Jahren gegeben haben mag, gibt es unter Ärzten und Wissenschaftlern, die die eindeutigen Forschungsergebnisse der letzten 25 Jahre über HIV und AIDS zur Kenntnis nehmen, schon lange nicht mehr. Behauptungen wie die, dass HIV nicht die Ursache von AIDS sei und es keine effektive lebensverlängernde antiretrovirale Therapie geben würde, sind nicht nur falsch, sondern auch irreführend und unverantwortlich, weil sie die von einer HIV-Erkrankung Betroffenen bei ihren Behandlungsentscheidungen verunsichern oder sogar davon abhalten können, eine für sie lebenserhaltende Therapie zu beginnen. mehr...

 

Kultur und Wissen  vom 21.02.2018
Die maßgeblichen Ursachen für wiederkehrende Amokläufe an Schulen und die Frage nach möglichen Nutznießern des Verbrechens von Parkland (Cui bono?).
Das Schul-Massaker in Florida
Von Rudolf Hänsel

Am 14. Februar fand an der Parkland High School in Florida (USA) der 19. Amoklauf an einer US-Schule im gerade begonnenen Jahr 2018 statt. Er war einer der tödlichsten: Vierzehn Schüler und drei Lehrer wurden von einem 19-jährigen ehemaligen Schüler regelrecht hingerichtet und Dutzende weitere verletzt. In einem verstörenden Life-Video eines Schülers aus einem Klassenzimmer wird deutlich, welche seelischen Qualen junge Menschen bei einem Schulmassaker durchleben müssen: Jungen in kurzen Hosen und Mädchen liegen in Todesangst zusammengekauert unter Tischen und Stühlen, die Jacken über den Kopf gezogen. mehr...

 

Kultur und Wissen  vom 21.02.2018
Die Me-Too-Berlinale
Was Kunst besser kann als Kampagnen
Von Ulrich Gellermann

Me too, me too schallt es von der Bühne im Berlinale-Palast und alle, alle stimmen in das eher wohlfeile Echo ein: Von der Kulturstaatsministerin, die den Begriff bisher auch schon kannte, aber nur wenn es um Posten und Finanzen ging, bis zu jenen Besuchern, die seit Jahren brav den me-too-Produkten der Konsum-Industrie folgten, um plötzlich eine echt neue Bedeutung des Begriffs zu entdecken. Nichts gegen eine Kampagne, die sich gegen die Gewaltstrukturen des Film- und TV-Betriebs wendet. Zu prüfen wäre, ob denn unter den BERLINALE-Filmen auch solche waren, die den Gewalt- und Herrschafts-Strukturen weit über das Glamour-Business hinaus nachspüren. mehr...

 

Literatur  vom 21.02.2018
Mitten im tosenden Ozean
Sprich von der Liebe
Von Afsane Bahar

Im seichtem Gewässer
kann jeder
die Liebe preisen
Sprich du von der Liebe
wenn das Unrecht
gewalttätig marschiert mehr...

 

Literatur  vom 21.02.2018
Gunter Pirntke: "STAATSFEIND BIS HEUTE"
Gefragter Visionär
Buchtipp von Harry Popow

Wir sind ja so frei in unserem Land unter dem Motto „Weiter so“. Die Große Koalition verspricht keinen dauerhaften Frieden, plant höhere Rüstungsausgaben und gedenkt, das Volk wie einst in zwei Kriegen, wieder einmal zur Schlachtbank zu führen. Ja, wir sind so frei, dass jeder seine Meinung sagen darf, nicht nur die AFD, sondern auch die Publizisten im Bildband „Auf den Spuren GROSSER DEUTSCHER“ vom Verlag Wolfgang Kunth GmbH & Co KG. München. Dort prangt in großen Lettern auf Seite 188 der berühmte Satz: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“ mehr...

 



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KOSTARIKATUREN


Von Kostas Koufogiorgos
FILMCLIP
FOTOGALERIE