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Aktueller Online-Flyer vom 25. Oktober 2020  

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Kommentar
Psychologische Bemerkungen zum allzu menschlichen Reflex des Gehorsams
"Zu schweigen ist nicht philosophisch"
Von Rudolf Hänsel

Im Moment sind große Teile der Bevölkerung wegen der ausgerufenen Corona-Virus-Pandemie und ihren schwerwiegenden sozialen und ökonomischen Folgen verwirrt und gelähmt. Schnell sind sie bereit, die sehr drastischen, teils fragwürdigen Einschränkungen staatlich verbriefter Grundrechte ohne Widerspruch als notwendig und alternativlos hinzunehmen? Dazu zählen das Grundrecht der Freiheit der Person und das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Was ist die Ursache für diesen ungebremsten Gehorsamsreflex? Und wie sollen sich die Bürger das Leben nach dieser Zäsur – diesem gegenwärtigen Spuk – einrichten? Wo sind die „freien Denker“, die Philosophen und anderen Intellektuellen, die in Niemandes Dienst stehen, auf eigene Faust nach der Erkenntnis der Wahrheit streben und die bereit und fähig sind, allein für uns alle zu denken? Ihre Aufgabe wäre es, „uns andere“ zu lehren, was die Aufgabe unserer Zeit ist – und was in Zukunft sein soll. An der Fassade der philosophischen Fakultät der Universität zu Belgrad hängt ein großes Transparent mit der Aufschrift „NIJE FILOZOFSKI CUTATI“ – „Zu schweigen ist nicht philosophisch“.


Transparenz "Zu schweigen ist nicht philosophisch" an der Fassade der philosophischen Fakultät der Universität zu Belgrad

Naomi Kleins „Schock-Strategie“

Betrachtet man das gegenwärtige Horrorszenario weltweit, die täglichen Hiobsbotschaften der Massenmedien, die gleichlautenden Verlautbarungen und restriktiven Aktivitäten der Regierungen und den immensen Schaden für die Weltwirtschaft bei gleichzeitiger Bereicherung von „Gobal Playern“ sowie die Panik und Schockstarre der betroffenen Bürger, wird man unwillkürlich an den gesellschaftskritischen Bestseller „Die Schock-Strategie“ der kanadischen Wissenschaftlerin Naomi Klein erinnert.

Darin versucht sie nachzuweisen, dass neoliberale Regierungen zielstrebig die Verwirrung und Lähmung der Menschen nach politischen oder wirtschaftlichen Krisen oder Naturkatastrophen ausgenutzt haben. In diesen Krisenphasen werde schnell das kapitalistische Wirtschaftssystem in seiner reinsten Form durchgepaukt. Es sei eine „Schockbehandlung“, ehe die Bevölkerung wieder die Kraft habe, sich dagegen zu wehren. I

Inwieweit die gegenwärtige weltweite Krise eine Naturkatastrophe oder eine von Menschenhand gezielt herbeigeführte Katastrophe ist, das sei im Moment dahingestellt.

Erziehung zum Gehorsam

Eine psychologisch interessante Frage ist, wieso sich die meisten Menschen dem Willen der Autorität – hier den Regierungen – reflexartig und widerspruchslos unterordnen und schwerwiegende – zum Teil höchst umstrittene und fragwürdige – Einschränkungen ihrer Grundrechte hinnehmen. Die Bewegungsfreiheit wird massiv eingeschränkt bis hin zur Isolation trotz nicht absehbarer gesundheitlicher Risiken und negativer sozialer Begleiterscheinungen. Vermeintlich bedrohte Teile der Bevölkerung wie zum Beispiel ältere Bürger können sogar dazu gezwungen werden, an Schutzimpfungen oder anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen, was eine Einschränkung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit darstellt.

Nun ist es eine Erkenntnis der wissenschaftlichen Psychologie, dass wir Erwachsenen im Großen und Ganzen nur das zur Verfügung haben, was wir im Laufe unserer Kindheit von den Erziehungspersonen mitbekommen haben. Die tiefenpsychologische Einsicht hat uns deutlich gemacht, welch ungeheure Tragweite die Erziehung hat.

Wenn also das oberste Prinzip der Erziehung in Elternhaus und Schule nach wie vor die Erziehung zum Gehorsam ist, ist es nicht verwunderlich, dass wir als Erwachsene Politikern und selbsternannten Experten – sogenannten Autoritäten – reflexartig gehorchen und aufkommende Zweifel an den angeordneten Maßnahmen bereits im Keim ersticken, gar nicht erst aufkommen lassen.

Die autobiographischen Aufzeichnungen von Rudolf Höß „Kommandant in Auschwitz“ – niedergeschrieben während der Krakauer Untersuchungshaft 1946 – sind ein psychologisches Dokument von beispielhafter historischer Bedeutung. Sie zeigen uns den Zusammenhang auf zwischen Höß‘ autoritärer Erziehung nach streng militärischen Grundsätzen und seinem späteren absoluten Gehorsam gegenüber den mörderischen Befehlen seines „Führers“. Das scheinbar Unbegreifliche wird dadurch begreiflich. (Siehe NRhZ 507 vom 22.04.2015 „Psyche des Kommandanten Rudolf Höß“)

Wollen wir, dass die Menschen in Zukunft diesen Reflex des Gehorsams nicht zeigen, dann hat die Pädagogik in Elternhaus und Schule auf das autoritäre Prinzip – das Jahrhunderte lang als fraglos gültige Grundlage des erzieherischen Verhaltens angesehen wurde – und auf Gewaltanwendung zu verzichten. Erzieher haben sich mit wahrem Verständnis dem kindlichen Seelenleben anzupassen, haben die Persönlichkeit des Kindes zu achten und haben sich ihm freundschaftlich zuzuwenden. Eine solche Erziehung wird einen Menschentypus hervorbringen, der keine „Untertanen-Mentalität“ besitzt und darum für die Machthaber in unserer Welt kein gefügiges Werkzeug mehr sein wird.

Die Aufgabe des Philosophen und anderer Intellektueller


Wir alle sind gefordert, unseren Beitrag zur Lösung der großen Zukunftsaufgabe zu leisten. Philosophen und andere Intellektuelle stehen dabei in besonderer Verantwortung. Sie sollten jene Menschen sein, die für sich und alle anderen Menschen (denkend) Verantwortung übernehmen, „wenn es Not tut, auch allein innerhalb aller stehen, allein für alle denken“ (Romain Rolland). Das erfordert einen kämpferischen Geist, der auch im Widerspruch zur herrschenden Meinung stehend nicht untergeht. Intellektuelle sollten auch redlich sein, da aus Mangel an Redlichkeit bereits viele Irrtümer entstanden sind, wovon die Theorien voll sind. Solche unabhängigen, mutigen und ehrenhaften Denker wären Vorbild für unsere Jugend, so wie es unzählige Denker und Humanisten in den vergangenen Jahrhunderten waren.
 
Philosophen und andere Intellektuelle als Vertreter verschiedener Fachdisziplinen haben die vornehme Aufgabe, das, was sie sich in ihren Studien aneignen konnten, was ihre Wissenschaft zur Lösung der Menschheitsprobleme herausgearbeitet hat, ihren Mitbürgern weiterzugeben. Wenn sie ihre geistigen Fähigkeiten, ihr Forschen und Ringen um Wahrheit zum Wohle derer einsetzen, durch die sie das wurden, was sie sind, leisten sie einen wertvollen Beitrag zum Gemeinwohl. Die Zukunft unserer Kultur wird wesentlich davon abhängen, ob es genügend „Aufklärer“ geben wird. Mehr denn je bedürfen wir „freier Geister“, die uns lehren, was Wahrheit und was Lüge ist. Der Sinn des aufklärerischen Bemühens ist vor allem die Läuterung des menschlichen Bewusstseins von individuellen und kollektiven Vorurteilen. Der aufgeklärte Verstand ist fähig, gesunde Lebensziele ins Auge zu fassen. (Siehe NRhZ 424 vom 18.09.2013 „Aufgaben von Intellektuellen in unsicherer Zeit“)


Dr. Rudolf Hänsel ist Diplom-Psychologe und Erziehungswissenschaftler




Top-Bild: aus Karikatur von Kostas Koufogiorgos


Siehe auch:

Petition – gerichtet an Bundes- und Landesregierungen
Sofortige Aufhebung aller in der "Corona-Krise" verfügten Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten!
Von Helene und Dr. Ansgar Klein
NRhZ 741 vom 31.03.2020
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26705

Zur aktuellen Situation (aktualisiert am 22.3.2020)
Den unverantwortlichen Corona-Hype sofort beenden!
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
NRhZ 740 vom 18.03.2020
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26674

Infos zu Corona-Virus Covid-19
Wer zweifelt, wird diffamiert und mit geballter Macht ausgeschaltet
Von Dr. Wolfgang Wodarg
NRhZ 740 vom 18.03.2020
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Lösung des Corona-Problems: Panikmacher isolieren
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Zur Debatte: Fünfzehn Thesen zu Corona
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NRhZ 740 vom 18.03.2020
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Die Karikatur der Woche
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Online-Flyer Nr. 740  vom 22.03.2020

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