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Aktueller Online-Flyer vom 19. August 2018  

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Globales
Hoffnung ist die Botschaft des Dr. Izzeldin Abuelaish
Ich beschuldige nicht die Sniper. Ich beschuldige das System.
Interviewt von Anneliese Fikentscher

"Meine Geschichte ist keine Fiktion, keine Erfindung. Meine Geschichte spricht von Erfahrungen, aus denen wir lernen müssen. Es ist lebendige Erfahrung. Wie können wir es zum Lernen benutzen? Für uns, für unsere Kinder, für unser Volk." Das fragt der kanadisch-palästinensische Gynokologie-Spezialist Dr. Izzeldin Abuelaish bei seinem Deutschlandbesuch im Frühsommer 2018. Die Neue Rheinische Zeitung sprach mit dem bereits dreimal für den Friedensnobelpreis vorgeschlagenen Autor des Buches (und Theaterstückes) "Ich werde nicht hassen" in Bonn. Bei einem israelischen Raketenangriff  auf sein Haus in Gaza 2009 starben seine drei Töchter und eine Nichte. Seine Hilferufe gelangten in eine israelische Live-Sendung, als er seinen Freund, den Journalisten Shlomi Eldar, um Hilfe bitten wollte. Sein Fazit: Haß ist keine Lösung. Bei Gewalt und Haß verlieren beide Seiten ihre Menschlichkeit und ihre Würde. Izzeldin Abuelaish gründete die Daughters for Life Foundation, um im Andenken an seine getöteten Kinder jungen Frauen in schwieriger Lebenssituation im Mittleren Osten einschließlich Israel eine Ausbildung zu ermöglichen. Angefügt an dieses Interview findet sich ein Appell an die Mitglieder des Deutschen Bundestages und des Europaparlaments, sich für eine gerechte und friedliche Lösung in seiner Heimat einzusetzen, wo in Gaza junge Menschen mit streßbedingten Krankheiten wie Bluthochdruck konfrontiert sind, wie in Deutschland erst 60jährige.

NRhZ: Worüber werden Sie heute in Bonn sprechen?

Dr. Izzeldin Abuelaish: Ich spreche über mein Leben als Palästinenser, wo ich herstamme, welche Lebenserfahrung ich gemacht habe. Aber darüber hinaus will ich einfach als Mensch sprechen. Ich möchte, dass die deutschen Menschen etwas über die palästinensischen Menschen erfahren. Und das von Angesicht zu Angesicht und nicht über (andere) Medien.  Sie können mich sehen, das menschliche Anlitz eines Palästinensers. Wir unterscheiden uns nicht von Euch. Wir sind Menschen wie alle anderen in dieser Welt. Wir sind Leute mit Potenzial, mit Hoffnung, Plänen, Träumen. Wir möchten leben und wünschen das auch jedem anderen. Das ist eine universelle Botschaft eines Menschen dieser Welt. Humanität vereint uns alle.

Parallel gab es am heutigen Tag eine Veranstaltung in Köln zum Thema: "....über die Verankerung von Palästinabildern in der europäischen Alltagskultur." Wie glauben Sie, ist die Vorstellung der Deutschen von den Palästinensern?

Ich möchte nicht desinformiert werden und nicht mit Stereotypen konfrontiert werden. Ich möchte, dass die Deutschen zu mir kommen und mir alles in Gesicht sagen, was sie denken.  Ich mag die deutschen Menschen und möchte, dass sie mich als lebenden Beweis ansehen und sich dann ihr eigenes Urteil bilden. Ich möchte umgekehrt niemandem unterstellen, falsch informiert oder in Klischees verhaftet zu sein. Ich komme mit offenen Armen und offenem Herzen, um deutsche Menschen mit positiver Einstellung und Offenheit zu treffen, damit wir uns kennen lernen. Wir wollen Klarheit schaffen, jedes Missverständnis, jede Falschinformation ausschalten.

Aber Sie kennen die deutsche Geschichte und das, was Vielen den Blick auf die Gegenwart verstellt? Was glauben Sie, welche Rolle spielen in dieser Vorstellung palästinensische Menschen?

Ich erwarte von den deutschen Menschen, dass sie ihre Lebenserfahrung einbeziehen. Kaum jemand weiss mehr, was Krieg und Leid bedeuten, als die Deutschen. Niemand auf der Welt kennt besser die Konsequenzen von Krieg.  Deshalb möchte ich darüber sprechen, was Krieg bedeutet. Nach dem Krieg kämpften die Deutschen darum, frei zu sein und ihr Land wieder aufzubauen. Dafür bewundere ich sie, mit welcher Anstrengung und Kreativität sie das geschafft haben. Sie sind aus der Asche wieder aufgestanden. Also können die Deutschen auf einen Wert, ein Gut aufbauen. Und Sie können eine aktive Rolle spielen.

Taten oder tun sie dies wirklich, ohne Hilfe "aus der Asche" aufgestanden zu sein?

Wir brauchen die Deutschen, um eine aktive Rolle zwischen Israelis und Palästinensern zu übernehmen.  Das ist der Weg, die Israelis zu schützen, die Palästinenser zu schützen und das wird für sie selbst ein großer Gewinn sein.

Dieser Vorschlag ist Teil Ihrer eigenen Geschichte?

Das ist ein Teil meines Lebens, und das ist meine Mission, die ich schon oft geäussert habe: wir wollen Israel nicht zerstören. Israel existiert. Palästina existiert ebenfalls als eine Nation.  Wir wollen Seite an Seite als gleichberechtigte Bürger leben und als Nachbarn mit guten Beziehungen zueinander. Das ist die Garantie für die Weltsicherheit, wenn die deutschen Anstrengungen sich auf diese Aufgabe konzentrieren und die Gräben zwischen Israelis und Palästinensern überbrücken.

Daran schließt sich unmittelbar die Frage an: welches Modell des Zusammenleben (der Nachbarschaft) bevorzugen Sie? Die Einstaaten- oder die Zweistaatenlösung?

Ich bevorzuge ein freies und gleiches Leben von Israelis und Palästinensern Seite an Seite. So sind sie geborgen und sicher. Und sie sind frei. Ob in einem gemeinsamen Staat oder einer Zweistaatenlösung. Ich sorge mich auch als Arzt um das Leben von Palästinensern und Israelis.

Halten Sie das in naher Zukunft für realistisch?

So, wie die Deutschen aus dem Zusammenbruch einen Weg gefunden haben, wird es möglich sein. So, wie meine Töchter (2009 bei dem israelischen Militärangriff in Gaza) ums Leben kamen,  gelang es mir, aus dem Tod das Leben entstehen zu lassen. Hoffnung zu geben, sich vom Schmerz zu befreien. Alles ist möglich. Wenn es einen Weg gibt, dann gibt es einen Weg! Und genau das brauchen wir. Jetzt ist die Zeit dazu. Es ist Zeit menschlich und nicht politisch zu handeln.

Viele, auch junge Israelis verlassen das Land, weil sie die Situation dort nicht mehr ertragen...

Deshalb ist es wichtig, in das Land zu reisen und die Situation selbst zu diagnostizieren. Niemand kann einen Patienten aus der Ferne behandeln. Ich muss den Patienten sehen und untersuchen, ihm zuhören, ihm helfen und herausfinden, welche Behandlung er benötigt.  Das ist es, was nötig ist. Ich würde Kanzerlin Merkel unterstützen und ermutigen, die deutsche Regierung, Politiker und insbesondere die jüdischen deutschen Menschen, ins Land zu reisen und sich die Situation aus der Nähe anzusehen. Um zu entscheiden, was gut ist für alle. Und das dann auch umsetzen. Das ist die einzige Möglichkeit. Keine anderen, keine militärischen Mittel, kein Widerstand wird zu einem guten Ende führen. Die einzige Möglichkeit ist, so wie wir hier sitzen, Sie auf diesem Stuhl und ich sitze Ihnen gegenüber: auf gleicher Augenhöhe von Angesicht zu Angesicht an einem Tisch. Das ist die einzige Möglichkeit, mit ehrlichem Herzen und ehrlichen Absichten das zu erreichen. Mit der Unterstützung Deutschlands, seiner Geschichte und Erfahrungen und mit Unterstützung der Internationalen Gemeinschaft. Im Ergebnis wird die gesamte Welt davon profitieren, wenn dieser Konflikt auf gerechte Weise gelöst wird.

Und da spielt die israelische Regierung mit? Das sind wichtige Gedanken und Vorschläge, aber es muss auch eine politische Möglichkeit geschaffen werden. Was halten Sie von BDS als einem zivilen, gewaltfreiem Mittel, einer Art sanften Medizin?

Wir sprachen über die israelische Regierung. Wo kommen denn die politischen Führungspersonen her – in Deutschland und in Israel? Wer hat sie an die Macht gebracht? Sie werden vom Volk gewählt. Das bin ich, das sind Sie, das ist jeder, der Einfluß nimmt. Wir haben sie gewählt, wir haben uns für sie entschieden, wir haben ihnen die Macht übertragen. Und jetzt beobachten wir diese Führungspersonen. Sie sind Diener, sie müssen unsere Interessen verfolgen, und wir müssen sie für ihre Handlungen zur Rechenschaft ziehen, sie kontrollieren und genau überwachen, was sie tun. Das ist für jede Führungsfigur von Bedeutung. In Israel muss die israelische Bevölkerung die Verantwortung übernehmen, denn die Politiker  leiten das Land in zerstörerischer Weise bezogen auf Israel und auf Palästina. Zerstörerisch für Israelis und Palästinenser. Und das hilft niemandem. Deshalb ist es Zeit, zum Wandel. Wie ich schon sagte: Gewalt, militärische Mittel, werden zu keiner Lösung führen. Heute habe ich die Macht, morgen liege ich am Boden. Gewalt ist auf Dauer nicht aufrechtzuerhalten. Was sich auf Dauer auswirkt, sind gute Beziehungen.

Aber wie wollen oder werden wir es unter den gegebenen Umständen erreichen?

Wir brauchen eine Umkehr auf verschiedenen Ebenen. In der Öffentlichkeit: die Menschen müssen sich selbst in der Verantwortung sehen. Und vor allem erkennen, was vor sich geht. Viele Leute beobachten, ohne aktiv zu werden, dabei geht es aber auch um ihr Leben. Sie denken, sie seien keiner Gefahr, keinem Risiko ausgesetzt. So funktioniert es aber nicht. Es ist wie bei einem Feuer. Ich bin hier, dort ist das Feuer. Was glauben Sie, was ich tun soll? Es löschen? Oder soll ich sagen, ich bin weit weg davon. Aber selbst dann wird der Rauch mich erreichen. Also muss ich hinspringen und das Feuer löschen. Um vorzubeugen, meinem Nachbarn zu helfen und um mir zu helfen. Ich tu ihm keinen Gefallen, ich schütze mich selbst. Also ist es Zeit, dass die Menschen das erkennen.

Zweitens, und das betrifft die Welt, die internationale Gemeinschaft: Wir wollen Gerechtigkeit haben in dieser Welt und keine gezinkten Karten. Gerechtigkeit hat nur eine Farbe. Sie ist weiss. Für alle. Nicht hier weiss und dort blau. Ich sage: was ist Gerechtigkeit? Was du für dich akzeptierst, akzeptierst du auch für andere. Ich sagte zu vielen Israelis: Was du für deine Kinder tust, was du für deine Kinder akzeptierst, das gilt auch für  pälestinensische Kinder. Was du in deinem Leben anerkennst, anerkenne es auch für die Palästinenser. Das ist alles. Das ist Gerechtigkeit. Geh in den Schuhen der anderen. Etwas zu teilen macht glücklich. Unverschämt und gewaltbereit sein, erzeugt Hass.



Und was halten wir den israelischen Scharfschützen entgegen, die (am Tag der Rückkehr – Day of Return) auf Unbewaffnete geschossen haben?

Ich gebe den Scharfschützen nicht die Schuld. Ich beschuldige das System. In der Medizin beschuldige ich keinen Arzt oder eine Krankenschwester. Ich beschuldige das Gesundheitssystem, das einen Arzt oder eine Schwester daran hindert, Hilfe zu leisten. Ich beschuldige das System, das den Scharfschützen dazu anhält, zu töten. Es ist falsch, Individuen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Das Individuum gehört zum System. Also sagen wir dem israelischen System: das ist nicht hinnehmbar.

Auf welche Weise beschuldigen wir das System?

Indem wir es aussprechen. Über Medien. Mit Worten. Ich kann sagen: der Sniper, der jemanden tötete, ist das Geschoss. Er erschoss den Mann mit einer Gewehrkugel. Die Person wurde durch einen Schuss getötet. Die Kugel tötete einen Menschen. Aber das Wort, das ständig benutzt wird – und ich will nicht sagen, es tötet – aber es ist in seinen Auswirkungen täglich spürbar. Wenn ich Ihnen ein schlechtes Wort sage, wie denken Sie, werden Sie damit leben? Dieses Wort wird Ihnen ewig anhaften. Es verwundet, es hinterlässt eine Narbe. Deshalb bin ich davon überzeugt: Worte sind eine stärkere Munition als Gewehrkugeln. Warum schreiben Sie? Ein Journalist, ein Artikel kann dazu führen, dass eine Regierung zusammenbricht.

Dann hoffe ich das mal!

Aber wir wollen nicht den Zusammenbruch. Wir wollen etwas schaffen, wir wollen motivieren. Ich glaube als Arzt daran, gute Dinge im Leben zu tun, Menschen zu helfen, Leben zu retten und nicht Leid oder Schaden anzurichten. Ich will niemanden beschädigen oder jemandem Unglück wünschen, nicht einmal denen, die mir Unglück zufügten.

Wie haben Sie Ihren Schmerz, den Verlust Ihrer drei Töchter bewältigt?

Ich komme wegen meiner Kinder nach Deutschland. Für mich sind meine Töchter nicht tot. Sie leben in mir. Sie schenken mir Energie. Ich bin nur Gott und meinen Töchtern rechenschaftspflichtig. Ich sehe sie vor mir, zu mir sprechen: Was hast Du für uns getan? Ich sage zu ihnen: ich habe Euch nicht vergessen und ich werde Euch niemals vergessen. Und ich werde niemals aufgeben. Sie waren junge Mädchen als sie starben. Und die Botschaft von Mädchen und jungen Frauen ist eine menschliche. Frauen schenken Liebe, Frauen sind gütig. Ich möchte die Liebe und die Botschaft meiner Töchter verbreiten und sie am Leben erhalten. Nicht mit Geschossen, sondern mit Freundlichkeit, Mut und mit guten Worten. Ich will niemals ein böses Wort aussprechen. Deshalb bin ich hier. Das ist die Botschaft meines Lebens.



www.daughtersforlife.com

https://www.youtube.com/watch?v=Da4p-iVi1i8
The Phone Call That Shocked Israel to its Core

siehe auch:

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24983
Online-Flyer Nr. 665  vom 27.06.2018
GRUSS an die Leserinnen und Zuschauer der Neuen Rheinischen Zeitung
Die Welt menschlich, friedlich, freiheitlich und gesund gestalten
Von Izzeldin Abuelaish

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24209
Online-Flyer Nr. 631  vom 04.10.2017
Die Geschichte von Izzeldin Abuelaish aus Gaza
Ich werde nicht hassen – Spots aus der Theateraufführung mit Michael Morgenstern in der Bonner Zentrifuge
„Hass macht blind und führt zu irrationalem Denken und Verhalten. Frieden ist Menschlichkeit. Frieden bedeutet Respekt. Frieden ist ein offener Dialog. Heute notwendiger denn je.“ Izzeldin Abuelaish

http://www.litagverlag.de/_pages/katalog_theater.php?filter=Izzeldin%20ABUELAISH
Abuelaish, Izzeldin / Armbruster, Silvia / Konarek, Ernst
Ich werde nicht hassen (I Shall not Hate) Schauspiel

http://www.wn.de/Muenster/Kultur/3303061-Izzeldin-Abuelaish-besucht-Borchert-Theater-Der-Mann-der-nicht-hassen-will
Izzeldin Abuelaish besucht Borchert-Theater
Der Mann, der nicht hassen will


ANHANG

Appell an die Mitglieder des Deutschenes Bundestages und des Europaparlaments (Juli 2018)

Your Excellency [or salutation as appropriate, Dear Prime Minister etc.]
I writing to appeal to you to help produce hope from pain and to affirm the dignity of life over death. On January 16, 2009, an Israeli tank shelled my house killing three of my daughters and my niece.  My daughters Bessan, aged 21, Manar, 15, Aya, 14, and my niece Nour, 17, were all killed  This tragedy took place during Israel’s Operation Cast Lead military campaign in Gaza.  Israeli television broadcast live my cries of seeing my daughters and niece killed in front of my eyes. A copy of this broadcast was subsequently transmitted around the world. Two days after this tragedy struck my family, Prime Minister Olmert announced a unilateral ceasefire.  The Israeli military admitted that they had shelled my home.
My daughters were innocent young women with hopes, dreams and plans.  They advocated for peace with Israel and justice for the Palestinians. I have vowed to continue to carry their message as a way of keeping their spirit alive and to help inspire people around the world. I founded The Daughters for Life Foundation  (www.daughtersforlife.com) in the memory of my lost daughters and niece.  Daughters for Life is dedicated to the education of girls and young women from all faiths and nations across the Middle East, including Israel, who face social and financial hardship.  It aims to support young women whose remarkable talents will bring goodness into the world.  To date, we have helped scores of young women with the vision and commitment to do good in the world achieve their educational dreams.  Daughters For Life helps me achieve part of the commitment that I made to my daughters that I would remain invested in doing good in the world, that I would honour their spirit, and that I would advance their own commitments to peace. 
With the help and support of various political leaders, I have also tried to achieve these things by seeking accountability from the Israeli army. I have tried very hard to settle and reconcile the tragedy of the killing of my family members with the Israeli government.  But, to date, I have yet to succeed. Regretfully, on December 27, 2010, I was forced to launch a lawsuit against the Israeli government to seek truth and justice. Many barriers have been placed before me to try to dampen my quest for justice.  For example, the Israeli court compelled me to pay a financial bond to the court to continue my claim because I am not an Israeli citizen.  This means that I had to pay approximately 6,000 (USD) for each of my daughters and niece who were killed. Forty Knesset members from the right, center and left of the political spectrum signed a petition calling upon the Israeli Prime Minister and Israeli President to respond positively to my claim and use it as an opportunity to advance peace.  Signatories to this petition included Bogie Herzog, Yair Lapid, Amir Peres and many others.  But, again, we had no success.  The Israeli government did not settle the case.
In March 2017, I travelled to Israel with my remaining daughters to testify at an Israeli court. Alas, the case is not close to being resolved.  I anticipate that it will continue to be significantly delayed. I am therefore writing to request that you use your good offices to encourage the Israeli government to settle the case in a good and satisfactory way to affirm a spirit of hope.  I am asking the Israeli government for an apology and compensation.  They have done this before in other cases with positive results. In 2016, for example, the Israeli government issued an apology and compensated Turkish families harmed in the 2010 Mavi Marmara flotilla to Gaza.

Any compensation awarded from the lawsuit that I have been forced to launch will be donated to continue the work of The Daughters For Life Foundation, and ideally, establish Daughters for Life International Schools in Palestine, Israel, Jordan, Afghanistan and one in Canada for the First Nations women.  My main goal is to turn this tragedy into a force of good, to give people hope, and to reaffirm the contribution that women can make in society and around the world.

Just for a second, I want you to think of the innocent children who have suffered, including my daughters, as if they were yours. The death of my daughters must not be in vain. I laid out my life story as a refugee in Gaza and my response to the tragedy that befell my family in Gaza in my book entitled I Shall Not Hate.  In that book, I affirmed that, even after the killing of my daughters before my eyes, I refuse to hate. 
Elie Wiesel wrote “this story is a necessary lesson against hatred and revenge.”  Barak Omaba cited my book in a speech that he gave in the Middle East.  He said that “I'm convinced that the majority of Israelis and Palestinians would rather look to the future than be trapped in the past…We see that spirit… in the actions of a Palestinian who lost three daughters to Israeli shells in Gaza.” President Obama also quoted me directly (though he did not identify me by name): “I have the right to feel angry,' he said. 'So many people were expecting me to hate. My answer to them is I shall not hate. Let us hope,' he said, 'for tomorrow'."  I was happy to see this reference because President Obama had validated the vision of achieving peace and justice that was set out in my book.
I need your help to keep this vision alive.  I appeal to you to mediate and advocate to help reach reconciliation and a settlement of this case with the Israeli Government.  I appeal to you to help me ensure that my daughters are seen as unique individuals who have dignity and worth; give them a human face and affirm that this tragedy was not in vain.

I hope that you can come to support this human cause and help us advocate in a wise and peaceful way to show the world that peace and justice are possible even in these difficult times.  If you need further information, I would be pleased to provide you with further or to meet in person.
Let us move forward with courage and good will.

Sincerely,
Dr. Izzeldin Abuelaish

Online-Flyer Nr. 669  vom 25.07.2018

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