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Aktueller Online-Flyer vom 21. August 2019  

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Globales
Aus dem 14. Infobrief von PLANETARE BEWEGUNG FÜR MUTTER ERDE (PBME) (6)
Der Ausweg: "Liebe/n lernen" statt mitmachen beim Hass-Projekt der "Militär-Alchemie" des Patriarchats
Von Claudia von Werlhof

Wir haben also zu begreifen, wer die Zerstörer sind, was sie treibt, und wie sie diese Triebkräfte umsetzen. Das Letztere ist an den die technischen Neuerungen zu sehen, die sie anwenden, und die zu verstehen uns so schwerer fällt. Die heutigen sozialen Bewegungen stehen also vor einer grandiosen Herausforderung – von der sie bisher bis auf einige Ausnahmen noch gar nichts mitbekommen haben. Aber diese Herausforderung existiert auch dann, wenn sie nicht angenommen wird. Die Folgen werden nicht auf sich warten lassen. Es geht also um zwei Dinge: Die richtige Erkenntnis der Situation, so neu und ungewohnt sie auch ist, und die richtige Reaktion auf sie, so neu und ungewohnt auch sie sein mag.

Die bisherigen Bemühungen, die Situation zu verstehen, laufen auf die Analyse der „Militär-Alchemie“ des modernen Patriarchats hinaus (Werlhof 2011a; 2012). Rosalie hat diese Analyse geteilt, nachdem sie von ihr erfuhr, ja war begeistert davon. Sie besagt, dass es heute nach einigen Tausend Jahren patriarchaler Zivilisation soweit ist, dass der Griff nach der Macht über den Planeten selbst technisch möglich geworden ist. Er drückt sich darin aus, Techniken erfunden zu haben, die sich das Ziel setzen, eine tatsächliche Kontrolle über die Erde selbst zu erringen, also sozusagen auch buchstäblich zu Herren der Welt zu werden. Dadurch soll die Erde, samt ihrer immensen Kräfte, gezwungen werden, zu „gehorchen“, also diese Kräfte für die Zwecke von bestimmten Menschen an der Macht auszuüben. Da dies nicht freiwillig geschieht, denn es ist mit der Zer-Störung der planetaren Zyklen und Ordnungen verbunden, wird mit Gewalt operiert. Die Vorstellung der Täter dabei ist, dass die Verwandlung der Erde in einen „Mechanismus“, eine gigantische Maschinerie zu ihrer Verfügung eine „Verbesserung“ des Planeten darstellt, ja seine „höhere Neuschöpfung“. In diesem Sinne wähnen sie sich tatsächlich Gott gleich.

Die Zerstörung, die mit dieser „Neuschöpfung“ einhergeht, ist nicht ihr Thema. Sie sehen sie nicht, und sie interessiert sie nicht, da sie von etwas getrieben werden, das ich den „Hass auf alles Lebendige“ nenne (Werlhof 2016). Denn das Lebendige entzieht sich immer schon und immer wieder der patriarchalen Kontrolle und „Verbesserung“. Wenn dieses Lebendige also dabei Schaden nimmt, sei´s drum, ja umso besser!

Dieses Phänomen ist uns aus dem Umgang mit anderen Großtechnologien auch schon bekannt, der Atomtechnologie z.B., der Gentechnik, der Nanotechnik oder Großexperimenten wie im CERN.

Daher nenne ich die auf diese Weise inszenierte, angeblich mögliche und auch noch „höhere“ Neuschöpfung des Planeten „alchemistisch“, weil sie dem bereits in der patriarchalen Antike formulierten Projekt der damaligen „Alchemie“ als der utopischen Neuerschaffung der Welt entspricht (Werlhof 2010; 2011b). Damit soll/te die von Natur aus „matriarchale“ Erschaffung der Welt – mater arché, die Mutter als Ursprung und Anfang – durch die Utopie des pater arché - der „Vater“ als Ursprung und Anfang - ersetzt werden. Das so definierte „Patri-archat“ ist seitdem die Tiefenstruktur aller Zivilisation gewesen und gipfelt in den Errungenschaften der kapitalistischen (und sozialistischen) Moderne und ihres Militärs, also der „Militär-Alchemie“.

In patriarchalen Gesellschaften hat das Militär daher Narrenfreiheit, denn es ist mit seinem Gewaltmonopol, dem des Staates, seine Hauptinstitution.

Was heißt es also, dass wir nun damit konfrontiert sind, um unseres Lebens und dem des Planeten willen, dagegen einschreiten zu müssen? Es heißt, eine geistige, emotionale, seelische und spirituelle Wende zu vollziehen, die uns auf die Seite des Planeten und seiner Wahrheit bringt. Wir stehen dann, bildlich gesprochen, vor der Erde und mit ihrer Kraft im Rücken. Denn die Kraft kommt nur von ihr, nicht aus der, dieser Gesellschaft.

Und es heißt darüber hinaus, uns von der LIEBE zu dieser Erde und derjenigen, die von ihr ausgeht, inspirieren, ja mitreißen zu lassen, in dieser Liebe förmlich zu entbrennen und von ihr getragen für das Leben der Erde und das auf ihr einzustehen, und es mit Zähnen und Klauen zu verteidigen... Denn diese Liebe ist eine andere als die, von der uns sonst erzählt wird. Es ist die Liebe zum Lebendigen anstelle des Hasses ihm gegenüber. Es ist die große, letztlich kosmische Kraft, aus der das Leben selbst kommt, und die wir daher tief in unserem Inneren sehr wohl kennen, wenn auch meist nicht leben. Denn da steht unsere Zivilisation vor! Das muss sich nun ändern.

Dies kann überall und jeden Tag geschehen, einzeln, zu zweit und im Kollektiv, überall da, wo es nötig ist, und es ist überall nötig, wie wir sogleich sehen werden, kaum dass wir damit angefangen haben. Denn das alchemistische Projekt, das zur Militär-Alchemie führt, wirkt an allen Ecken und Enden, vor, neben, in und nach dem Militär, über und unter ihm, und wir sind ständig von ihm umgeben. Nun werden wir es umzingeln, massenhaft, und ihm uns von allen Seiten aus verweigern, denn es lebt davon, dass wir mitmachen: zuhause, im Büro, in der Fabrik, auf der Straße, bei der Arbeit und im Urlaub, in der Kaserne, im Hörsaal, im Kindergarten und im Laboratorium... kein Ort ist ausgenommen.

Nur auf diese Weise können wir es schaffen, alle zusammen und von allen Seiten gleichzeitig, dieses „System“ mit einem Widerstand zu konfrontieren, der aus der Wahrheit der Erde und der LIEBE zu ihr kommt. Nur so ist es zu schaffen. Das hat Rosalie Bertell auch so gesehen. Aber es sieht so aus, als müssten wir es erst lernen: LIEBE/N LERNEN!


Zu guter Letzt: Ein Brief von Albert Einstein

Mir ist, nachdem ich dies geschrieben habe, von einer Freundin ein Brief zugeschickt worden, den niemand Geringerer als Albert Einstein an seine Tochter geschrieben haben soll. Wer weiß, ob es stimmt, aber er passt genau zu unserem Thema, und der oder die VerfasserIn muss eine weise Person gewesen sein (übers. aus dem Engl.):

„...Es gibt eine äußerst mächtige Kraft, für deren Existenz die Wissenschaft bisher keine formelle Erklärung gefunden hat. Es ist eine Kraft, die alle anderen Kräfte einschließt und bestimmt, und sogar hinter allen Phänomenen des Universums wirkt. Wir haben sie noch nicht identifiziert. Diese universelle Kraft ist LIEBE.

...Liebe ist Licht...ist Schwerkraft...sie ist Macht, denn sie multipliziert das Beste, das wir haben, und erlaubt der Menschheit, in ihrer Selbstbezogenheit nicht ausgelöscht zu werden. Liebe zeigt auf und enthüllt. Für Liebe leben und sterben wir. Liebe ist Gott und Gott ist Liebe.

Diese Kraft erklärt alles und gibt dem Leben Bedeutung. Wir haben sie bisher zu lange Zeit ignoriert, weil wir sie vielleicht fürchten, denn sie ist die einzige Energie im Universum, die der Mensch nicht gelernt hat, nach seinem Willen zu steuern.

...Liebe ist die mächtigste Kraft von allen, denn sie hat keine Grenzen...

Wenn wir wollen, dass unsere Spezies überlebt, wenn wir eine Bedeutung im Leben finden wollen, wenn wir die Welt retten wollen und in ihr jedes fühlende Wesen, dann ist Liebe die eine und einzige Antwort.

Vielleicht können wir noch keine Liebesbombe bauen, die ein genügend mächtiges Instrument wäre, um all den Hass, den Egoismus und die Gier zu zerstören, die den Planeten verwüsten.

Aber jedes Individuum trägt in sich einen kleinen, aber mächtigen Liebes-Generator, dessen Energie darauf wartet, freigelassen zu werden...

Wenn wir es lernen, diese universelle Energie zu geben und zu empfangen...werden wir festgestellt haben, dass Liebe alles erobert, dazu fähig ist, alles zu verwandeln, denn Liebe ist die Quintessenz des Lebens...“

Albert Einstein


Siehe auch:

Editorial aus dem 14. Infobrief von PLANETARE BEWEGUNG FÜR MUTTER ERDE (PBME)
Was ist die wirkliche Gefahr für uns und den Planeten? Die Ver(w)irrung der Zivilgesellschaft im CO2-Mythos
Von Claudia von Werlhof
NRhZ 683 vom 21.11.2018
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25403

Aus dem 14. Infobrief von PLANETARE BEWEGUNG FÜR MUTTER ERDE (PBME) (2)
Die letzte Warnung Rosalie Bertells und die taubstumme UNO
Von Claudia von Werlhof
NRhZ 684 vom 28.11.2018
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25429

Aus dem 14. Infobrief von PLANETARE BEWEGUNG FÜR MUTTER ERDE (PBME) (3)
Die Machenschaften der Klimapolitik
Von Claudia von Werlhof
NRhZ 685 vom 05.12.2018
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25449

Aus dem 14. Infobrief von PLANETARE BEWEGUNG FÜR MUTTER ERDE (PBME) (4)
Klima-Bewegungen von oben organisiert
Von Claudia von Werlhof
NRhZ 686 vom 12.12.2018
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25476

Aus dem 14. Infobrief von PLANETARE BEWEGUNG FÜR MUTTER ERDE (PBME) (5)
Die Angst und – Was tun?
Von Claudia von Werlhof
NRhZ 687 vom 19.12.2018
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25502

Online-Flyer Nr. 688  vom 26.12.2018

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