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Aktueller Online-Flyer vom 19. November 2017  

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Globales
An Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller - Nobelpreis und Kriegshetze sind nach Alfred Nobel unvereinbar
Frau Müller, wofür wurde Ihnen 2009 der Nobelpreis verliehen?
Offener Brief II von Rudolf Hänsel

Meine Dame, in meinem kürzlich u.a. in Deutschland („NRhZ-Online“) und Serbien („Novosti“) erschienenen Offenen Brief bezeichnete ich Ihre Äußerung auf der Belgrader Buchmesse, dass sich die Serben das unermessliche Leid, das der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der US-NATO 1999 über ihr Volk brachte, selbst zuzuschreiben hätten, als Verhöhnung der Opfer. Zu dieser Zeit kannte ich noch nicht Ihre gleichzeitige Empfehlung einer NATO-Intervention in der Ukraine und Ihre abschätzige Beurteilung von Präsident Putin als „Kriegstreiber und Gauner“.

Laut der angesehenen serbischen Tageszeitung „Politika“ vom 24.10.2017 sollen Sie gesagt haben: „Meiner Seele tut es weh, was Russen in der Ukraine tun, nur deshalb, weil sie die Mitgliedschaft in der EU anstrebte. Ich frage mich, wie lange das dauern sollte, und sollte nicht auch dort die NATO intervenieren. Es tut mir leid, dass die NATO nicht nach Rumänien gekommen ist.“ Laut einem Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)“ vom 28.10.2017 „Proteststurm gegen Herta Müller“ kritisierten Sie überdies den russischen Präsidenten Wladimir Putin, „den Schutzheiligen patriotischer Serben als Kriegstreiber und Gauner“ und erzählten von der Angst der Osteuropäer vor Russland. Dieser FAZ-Artikel von Michael Martens endete mit einem zutiefst verächtlichen Urteil über das serbische Volk: „Fazit: Die Tochter eines SS-Soldaten hielt der serbischen Gesellschaft einen Spiegel vor. Viele, die hineinsahen, konnten nur eine hässliche Fratze erkennen – und verwechselten diese mit dem Gesicht von Herta Müller.“

Meine Dame, Ihr Hohes Lied auf die Kriegsallianz NATO, eine Mit-Verantwortliche für Flüchtlingselend, Krieg, Armut und ökologische Katastrophen in der Welt macht den kundigen Leser hellhörig. Sie wissen so gut wie ich, dass eine „Intervention“ der US-NATO in der Ukraine unweigerlich zu einem Krieg gegen Russland führen würde. Die Vorbereitungen hierfür sind ja bereits in vollem Gange. Ihre Empfehlung einer NATO-Intervention in der Ukraine ist deshalb für mich eine unverhohlene Kriegshetze.

Ausgehend von Alfred Nobels Testament, nach dem denen der Preis zugeteilt werden sollte, „die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“, stellt sich mir (und vielen meiner Freunde) die Frage, wofür Ihnen, Frau Müller, 2009 der Nobelpreis verliehen, wofür sie „geadelt“ wurden. Waren es tatsächlich Ihre literarischen Werke, zu denen mir persönlich bis heute der Zugang fehlt, oder war es vor allem eine politische Entscheidung des Nobelpreiskomitees wie ehedem z.B. bei Kissinger oder Obama? Ihre Äußerungen in Belgrad gegenüber dem serbischen Volk und Ihr Loblied auf die US-NATO legen beredtes Zeugnis davon ab.




Dr. Rudolf Hänsel ist Diplom-Psychologe und Erziehungswissenschaftler. Sie erreichen ihn unter: www.psychologische-menschenkenntnis.de.


Siehe auch:

An die Nobelpreisträgerin für Literatur, Frau Herta Müller, anlässlich ihrer Rede auf dem Forum der Belgrader Buchmesse am 23.10.2017
Frau Müller, für mich ist das eine Verhöhnung der Opfer!
Offener Brief (I) von Rudolf Hänsel
NRhZ 635 vom 01.11.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24287

Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Herta Müller in Belgrad
Auch Nobelpreisträgerin mischt im (Medien-)Krieg gegen Serbien mit
Offener Brief von Miroslav Todorovski (Valjevo/Serbien)
NRhZ 635 vom 01.11.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24286

Der Krieg, der nicht zu Ende geht
Rudolf Hänsel über die Nachwirkungen des Uranwaffen-Einsatzes der US-NATO 1999 in Serbien
NRhZ 631 vom 04.10.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24205

Psychologische Anmerkungen zu einer fatalen menschlichen Schwäche
Trägheit des Herzens
Von Rudolf Hänsel
NRhZ 633 vom 18.10.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24243

Online-Flyer Nr. 636  vom 08.11.2017

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