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Aktueller Online-Flyer vom 24. Januar 2018  

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Globales
Aus "Welt ohne Leib" – erschienen in "Bumerang" (3)
Die moderne Technik als "blinder Fleck", "Kyndiagnosia" und die "prometheische Scham"
Von Claudia von Werlhof

"Bumerang" ist eine "Zeitschrift für Patriarchatskritik". Im Herbst 2017 ist Ausgabe 3 erschienen. Ihr Schwerpunkt ist "Patriarchat als Technik". Claudia von Werlhof hat dafür einen ca. 150 Seiten umfassenden Leitartikel geschrieben. Sein Titel lautet vollständig: "Welt ohne Leib – Die Maschine als das 'höhere Leben' – Auf der Einbahnstraße zum 'Omnizid' – Das utopische Projekt der modernen Technik und seine die irdischen Lebensbedingungen bewusst vernichtenden Folgen". Daraus gibt die NRhZ Auszüge wieder. Hier Auszug Nr. 3:

Anstatt dass nun Panik um sich greift, weil die moderne Technik inzwischen die allgemeinen Lebensgrundlagen zu zerstören und weltweit überall erneut in den Krieg zu kippen begonnen hat, ist die Technik im Allgemeinen nach wie vor der „blinde Fleck“ der Kritik bzw. eine vorausgesetzte Konstante im Bewusstsein der meisten Menschen. Sie ist etwa als „Entwicklung der Produktivkräfte“ in der Sicht der Linken auch „Heilige Kuh“ des Fort-Schritts-Geschehens und dessen buchstäbliche Voraus-Setzung, die als solche – da positiv verstanden und voraus-gesetzt – nicht reflektiert wird. Sie kann damit nicht infrage gestellt werden und wird nicht infrage gestellt. Wer dies dennoch tut, begeht einen Tabubruch und erntet Unverständnis oder Wut, wenn nicht den rufmörderischen Titel „Verschwörungstheoretiker“. An der modernen Technik und ihrem Segen – für wen eigentlich, und für wie lange noch, so muss heute mindestens gefragt werden – „darf“ einfach nicht gerüttelt werden, komme, was wolle! Es ist bei der modernen Technik wie im Krieg und seiner Logik. Wer a sagt, muss dann auch b sagen, und am Ende heißt es: „Wollt ihr den totalen Krieg?“ Die Antwort steht schon fest.

Diese „Kyndiagnosia“, nämlich die Unfähigkeit, eine Gefahr zu erkennen, - wie es ein deutscher Physiker angesichts der Gefahren der Arbeit im Kernforschungszentrum CERN in Genf befürchtet -, ist immer noch überall zu sehen. Sie ist zwar erklärlich, weil sicher vor allem dem allgemeinen Fühl- (und Denk-) Verbot geschuldet, dennoch auch merkwürdig und erschreckend. Denn das angebliche Ziel der modernen Technik, nämlich die Naturbeherrschung, wird ja gar nicht erreicht. Sondern es findet in der Tat Naturzerstörung statt, genauso wie es Goethe im Faust beschrieb, und aus denselben „alchemistischen“ Gründen, nämlich zugunsten der Schaffung einer Leere, die anschließend in die Utopie, den abstrakten Nicht-Ort einer „Kolonie“ verwandelt werden soll. Der Terminus „Naturbeherrschung“ lässt sozusagen weg, wie man dahin zu kommen gedenkt und tatsächlich kommt, nämlich durch Vernichtung! Wieso wird dieser Unterschied nicht gemacht, bemerkt und thematisiert? Macht es nichts, wenn die Natur zerstört wird?

In der Tat hat die moderne Naturwissenschaft, auf der die moderne Technik beruht, seit dem 17.Jh. immer behauptet, es gäbe gar kein „Leben“, sondern die Natur sei ein toter Mechanismus und die Materie toter Stoff – sozusagen ein zu tötender! Natur funktioniere wie eine Maschine (Genth 2002; Merchant 1987). Demnach kann sie dann auch nicht als lebendige zerstört oder „getötet“ werden. Damit fiel das Problem einfach unter den Tisch. Was nicht lebendig ist, empfindet auch nichts und braucht gar nicht erst getötet zu werden. Es ist ja schon tot. Das ging bis zu dem Hund des berühmten Philosophen René Descartes, den dieser bei lebendigem Leib auf- und die Spitze des Herzens abschnitt (!), um am furchtbaren Jaulen des Hundes zu „beweisen“, dass es sich nicht um seinen Schmerz, sondern lediglich um das Quietschen einer schlecht geölten Maschine handele.

Seitdem gilt es unter Naturwissenschaftlern als Obskurantismus, vom Lebendigen zu sprechen, heute würde man sagen, als „Esoterik“. Damit wird der mitleidlose Blick systematisch vom großen Sterben abgewendet, das moderne Technik auf der Welt anrichtet. Dass es hier aber nicht nur um das Leiden geht, sondern auch um eine Gefahr für die Welt, wird in Technikkritiken des 20. Jh. s deutlich.

... Im Vortrag "Die Kehre" hat Martin Heidegger ... betont, dass in der modernen Technik als Weise des Entbergens auch das "Rettende" vorhanden sei. „Im Wesen der Gefahr verbirgt sich... die Möglichkeit einer Kehre, in der die Vergessenheit des Wesens des Seins sich so wendet, dass mit dieser Kehre die Wahrheit des Wesens des Seins in das Seiende eigens einkehrt‘"(Heidegger in Fuchs o. D.).

Doch ist davon fast nirgendwo... etwas zu merken. Hölderlins berühmter Satz: „Wo die Gefahr wächst, wächst das Rettende auch!“ und das rettende Ende der Kyndiagnosia, wie Heidegger sie beschreibt, haben sich bisher gerade nicht durchgesetzt, ja sind da, wo sie inzwischen auftauchen, gerade dabei, in die Irre geleitet zu werden – nämlich z. B. im Zusammenhang mit dem sog. Klimawandel... Das Bewusstsein der Gefahr ist auch davor schon, etwa bezüglich der Gefahren der Atomindustrie und –Bewaffnung, nie so groß und „grundsätzlich“ gewesen, dass sie etwas Wesentliches gegen diese Gefahren bewirkt hätte.

Die Gefahren sind allesamt so groß wie eh und je, ja noch viel größer und in ihren Dimensionen geradezu unfassbar groß geworden, ohne dass sich etwas Rettendes bemerkbar gemacht hätte. Ja, der Eindruck, dass die meisten Menschen diese Gefahren auch in ihrem Bewusstsein noch nicht wirklich wahrgenommen haben, unter anderem deshalb, weil sie diese Gefahren gar nicht wirklich kennen, da sie ihnen auch verschwiegen und/oder als technisch ohne weiteres lösbare vorgegaukelt werden, ist unter Technikkritikern noch gar kein Thema (vgl. dagegen Bertell 2016).

Welch grandioser Illusion sitzen wir auf, indem wir weiter an den Segen der modernen Technik glauben! Ja, wir tun dies, insofern wir daran partizipieren, und zwar im Moment auf der für uns positiven Seite. Auf die andere schauen wir nicht, von ihr wissen wir nichts, und so soll es aus der Sicht der meisten wohl auch bleiben. Motto: Am besten ist es, nicht alles zu wissen.

Warum wird also die moderne Technik trotz Naturzerstörung, Gewalt und Hass auf das Lebendige immer noch nicht erkannt und „zu Ende“ hinterfragt, weder von WissenschaftlerInnen (außer ein paar wenigen) noch sozialen Bewegungen, also so, dass dies auch Folgen hat?

In der Tat ist unser gesamter Alltag inzwischen derart abhängig von funktionierender Technik, dass deren Hinterfragung als Absurdität angesehen wird. Sagte nicht schon Lenin: „Sozialismus ist Elektrifizierung plus Sowjetmacht“? So könnte auch für den Kapitalismus gelten: „Kapitalismus ist Elektrifizierung plus Konzernmacht“. Dabei fällt als Erstes auf: Sozialismus ist offenbar kein „Kommunismus“ und Kapitalismus keine Demokratie. Ja, wegen des technischen Fortschritts stellt man die Menschheit und ihr Überleben selbst sogar infrage, anstatt es damit zu sichern, wie sich heute herauszustellen beginnt.

Daher: Was bedeutet eigentlich Elektrifizierung? Wo kommt die elektrische Energie, die Energie, die aus der Steckdose kommt, eigentlich her? Wie kommt die Energie da hinein und von wo?

Was wir als Energie bezeichnen, ist ein Produkt der Umwandlung von Naturkräften, z. B. Wasser, Wind und Holz bzw. Biomasse, sowie vor allem fossilen Rohstoffen wie Kohle, Öl, Erdgas und Uran. Diese Naturkräfte werden angeordnet, angeeignet und dabei in ihrem Dasein „alchemistisch“ umgewandelt, sodass sie uns hinterher so zur Verfügung stehen, wie wir sie brauchen. Sie müssen also dafür erst einmal „getötet“ werden, so, wie im Faust beschrieben. Wir leben demnach auf Kosten des Lebendigen aus der Natur, das wir dabei verbrauchen, also unwiederbringlich auslöschen. Darin besteht offensichtlich eine grundlegende Gefahr. Sie besteht aber nicht nur darin, dass wir uns diese Energien gewaltsam verfügbar machen und somit Schaden an der Natur anrichten, der wir diese Energien als ein Teil ihres Lebens entziehen. Sondern wir können die so „gewonnenen“ Energien auch für die Selbstvernichtung einsetzen.

Am deutlichsten hat es der österreichische Philosoph Günther Anders im Zusammenhang mit der Verwendung des Urans als „Energie“ des Krieges formuliert: Die dritte industrielle Revolution ist die der Atombombe. Sie hat die Menschheit „zum ersten Mal dazu instandgesetzt ..., ihren eigenen Untergang zu produzieren“ (Anders 1995, S. 19). Und: „… das Stadium, das ich schildere: eben das der Technokratie, (ist) endgültig und irrevokabel“ (S. 10). Die „atomare Drohung“ (Anders 1993) ist nicht zurücknehmbar. Man kann sie als Technik nicht mehr ungeschehen oder vergessen machen, ihre Wirkungen entfalten sich auch ohne direkten Atomkrieg (Bertell 1985), und sie haben das genetische Erbe der Menschheit schon unwiederbringlich geschädigt (Bertell 2016, Interview I).

Anders hat aber auch gesagt, dass wir Menschen angesichts der Leistungen der modernen Technik, eben gerade ihrer „energetischen“, von der „prometheischen Scham“ ergriffen sind, ihr als Lebewesen so gar nicht zu entsprechen (Anders, Bd. 1, 1992). Anders sieht ein „Gefälle“ zwischen der Unvollkommenheit des Menschen und der immer größer werdenden Perfektion der Maschinen. Dieses prometheische Gefälle führe zur prometheischen Scham des Menschen angesichts der eigenen Unterlegenheit, seiner „Antiquiertheit“ gegenüber seinen eigenen technischen Schöpfungen.

Dieses Motiv ist weiter zu untersuchen. Die Maschinisierungs-Kritikerin Renate Genth nennt es auch das „Faszinosum“ der Maschinen (Genth 2002, S. 143). Es bedeutet jedenfalls, dass Menschen durch die technischen Entwicklungen begeistert, aber auch gelähmt sind in ihrem Impuls, den Gefahren zu begegnen, die damit einhergehen, oder sie zu unterschätzen, bzw. ihnen nur mehr „infantil“ entgegenzutreten, also durch Unterwerfung und Akzeptanz.

Es tut sich so der heute unlösbar erscheinende Widerspruch zwischen Segen und Fluch der Technik auf. Entsprechend ungelöst ist die Frage nach technischen Alternativen, die, wie wir sehen werden, nicht nur die Technik im engeren Sinne, sondern genauso die ganze Zivilisation betreffen.

Der technisierte Alltag

Was hat es mit der autoritären, ja lebensgefährlichen Tendenz der modernen Technik auf sich, dass die meisten ihr dennoch folgen und sie buchstäblich „in Kauf“ nehmen?

Im Mittelpunkt der heutigen Technik steht, wie gesagt, die Energiefrage. Ohne wachsende „Versorgung“ mit Energie ist die moderne Gesellschaft nicht existenzfähig. Der Blick auf ein großstädtisches Häusermeer mit Hochhauskulisse sagt alles. Und das ist es, was moderne Menschen inzwischen als un-hinterfragbar voraussetzen: eine funktionierende technische Infrastruktur ihres Alltags, also eine von außen kollektiv organisierte Strom- und Wasserversorgung, Verkehrsverbindungen, Lebensmittelversorgung und Müllentsorgung. Käme nur eins davon zum Erliegen, wäre eher über kurz als lang mit Aufständen zu rechnen, die andauern würden, bis die Versorgung wiederhergestellt ist.

Wir hängen also fast alle inzwischen alternativlos am Tropf der modernen Technik. Sie hat in Form der „Maschinisierung“ (Genth 2002) nicht nur fast die gesamte Produktion vereinnahmt, sondern nun auch den übrigen Alltag, also die „Reproduktion“ und die Hausarbeit „industrialisiert“ sowie die gesamte Infrastruktur dafür bereitgestellt. Auf diese Weise ist sie eigentlich eine neue Art von „Mega-Maschine“ (Mumford 1974) oder „2. Natur“ namens E-Werk, Wasserwerk, Supermarkt und Müllkippe, alias Staat oder/und Konzern/e geworden.

Auf diese neue „Natur“ können wir fast keinen Tag lang verzichten. Denn eine individuelle Selbstversorgung mit allem Nötigen ist, zumal in der Stadt, objektiv unmöglich. So fehlen der eigene Grund und Boden, dezentrale Wasser- und (andere) Energie-Quellen oder genehmigte Entsorgungsformen. Und/oder die Zeit, die für ihren Betrieb und ihre Inganghaltung aufzubringen wäre, wäre, zumal neben sonstigen beruflichen Tätigkeiten, individuell nicht vorhanden. So ist es inzwischen eingerichtet, ob wir das wollen oder nicht. Höchstens auf kommunaler oder Stadtteilebene kann und wird manchmal gegengesteuert, aber ein allgemeines Modell hat sich – schon mangels der dafür nötigen Produktionsmittel – nicht durchsetzen können. Und es würde vor allem den Energiebedarf, der inzwischen in jedem Haushalt und Betrieb in Gestalt von Informations- und Kommunikationstechnologien vorausgesetzt wird, auf keinen Fall decken können. Also sind wir alle erpressbar. Außerdem fehlt bei den meisten Menschen inzwischen das nötige Know-how, um unabhängig von den jeweiligen „Experten“ handeln zu können.

Mit anderen Worten: Nicht nur die Naturwissenschaftler und Techniker selbst, sondern auch wir alle setzen die moderne Technik voraus, weil sie unserem heutigen Leben und dessen alltäglichem Funktionieren faktisch und so gut wie fast immer unveränderbar vorausgesetzt IST!

Bis vor kurzem hat noch fast die Hälfte der Menschheit in ländlichen Gebieten oder Randzonen nach wie vor oder aber erneut ein von moderner Technik unabhängiges Leben bewahren (müssen) (Amin 2004) oder neu aufbauen können. Aber für die Mehrheit der Menschheit, die inzwischen in Städten lebt, gilt das nicht mehr. Sie sind von den die Natur und die frühere Kultur ersetzenden modernen Institutionen inzwischen abhängig, selbst da, wo deren Versorgung noch gar nicht, nicht zuverlässig oder nicht umfassend vorhanden ist, bzw. aus Geldmangel nicht ausreichend in Anspruch genommen werden kann.

Ja, es ist überhaupt das Hauptmerkmal der Moderne, dass sie die Menschen immer mehr aus ihrer relativen Unabhängigkeit als Besitzer von Produktionsmitteln „befreit“ und in die Abhängigkeit derjenigen befördert hat, die solche Produktionsmittel nun allein besitzen, der Staat oder die Unternehmen und immer mehr die Konzerne (Langbein 2015). Die größere Dezentralität der vormodernen Existenz ist der immer stärkeren Zentralisierung der modernen Existenz gewichen. Neben der Produktion ist daher auch die Reproduktion des Lebens selbst damit mehr und mehr aus der Verfügung der einzelnen Menschen verschwunden. Sie kommt ihnen nun ... entgegen in Gestalt der Versorgungsleistungen, die der Staat in der modernen Ordnung spielt, und mit ihm, bzw. in seiner Ersetzung durch PPP, „Public Private Partnership“, oder direkte „Privatisierung“, nun zunehmend auch der Konzern.

„Ob die Apparate ihre Beute als Rohstoff, Maschinenteile im engeren Sinne oder als Konsumenten verwenden, spielt keine Rolle; denn auch Rohstoff und Konsument gehören in den maschinellen Vorgang. Im strengen Sinne sind auch sie ‚Maschinenteile‘“ (Anders 1995, S. 112).

Das Ganze des gesellschaftlichen Zusammenhangs ist also immer mehr zum „System“ geworden, eine Art von mehr oder weniger „totaler Institution“, die man im Prinzip nicht mehr verlassen kann, in die die Menschen immer stärker „integriert“ und zu dessen „Bestandteilen“ sie nach und nach „geformt“ und gemacht worden sind, ob freiwillig oder gezwungenermaßen. Es ist die „Apparatewelt“ bei Anders:

„Der Triumph der Apparatewelt besteht darin, dass er den Unterschied zwischen technischen und gesellschaftlichen Gebilden hinfällig und die Unterscheidung zwischen den beiden gegenstandslos gemacht hat...“ (Anders 1995, S. 110). Die Gesellschaft hat demnach die Form der Maschine angenommen, ist zum „System“ geworden, und desgleichen die Menschen als dessen „Bestandteile“.

Außerdem gälte, „.dass die Apparate grundsätzlich auf einen „Idealzustand“ lossteuern, auf einen Zustand, in dem nur noch ein einziger und lückenloser, also der Apparat existiert….“ (ebenda), und „ ....dass es für den Apparat ein ‚Außerhalb‘ überhaupt nicht mehr gäbe ..., dass es ihm gelungen sei, sich nun alles einzuverleiben... ‚Apparat = Welt‘“ (Anders 1995, S. 111).

Die Apparatewelt ist zur „Megamaschine“ (zuerst Mumford 1974) geworden, Menschen dabei, Sachen und „Sach-Systeme“ zu werden bzw. mit den letzteren unter deren Kriterien verbunden. Die Maschine ist zum selbst entscheidenden „Subjekt“ geworden, bzw. sie erscheint als solches, und sie hat gewissermaßen die Herrschaft übernommen, indem sie ihr überlassen wird: am Ende entscheidet der Computer (Weizenbaum 1978). Sein „Urteil“ gilt als „objektiv“. Statt eines Subjekts im menschlichen Sinne siegt nun die maschinelle „Objektivität“ bzw. die „maschinenlogische Rationalität“ (Genth 2002, S. 161ff). Dabei hat es erst angefangen. Der Prozess der Mega-Maschinisierung ist in vollem Gange und greift auch immer mehr auf die Menschen als Individuen, Körper, Potentiale und „Energien“ selber über.


Der vollständige Artikel und die komplette Nummer 3 von "Bumerang – Zeitschrift für Patriarchatskritik" sind auf der website des Innsbrucker Forschungsinstituts für Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen fipaz.at abrufbar


Siehe auch:

Auszug 1 (Nachwort)
NRhZ 632, 11.10.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24216

Auszug 2 (Technischer "Fort"-Schritt und die Verhöhnung des Lebendigen)
NRhZ 633, 18.10.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24234

Online-Flyer Nr. 634  vom 25.10.2017

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