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Aktueller Online-Flyer vom 23. Oktober 2017  

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Krieg und Frieden
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (53)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. „Das Leben ist das Wichtigste, was wir haben. Genieße es friedlich, und traut euch, was zu sagen.“ „Hätten wir die Worte und die Sprache, wir brauchten die Waffen nicht!“ „Die Krieg wollen, sollen in die vorderste Reihe. Die anderen dürfen zu Haus bleiben.“ So steht es auf drei der zahllosen Klagemauer-Karten. Es begann vor 25 Jahren, im Januar 1991, mit dem so genannten Golfkrieg, als die USA den Irak überfielen. Das war Auslöser für das Projekt für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht. Initiator Walter Herrmann – 1998 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet – hat im Kampf gegen Krieg und Ungerechtigkeit nie aufgegeben. Doch seit Januar 2016 war Walter Herrmann gesundheitlich angeschlagen. Sein Platz vor dem Kölner Dom blieb seitdem leer. Die ständigen heimtückischen Attacken gegen seine Friedensarbeit – besonders die aus seinem engeren Umfeld – hatten ihm zugesetzt. Es herrscht Krieg. Kräfte des Friedens sollen kaputt gemacht werden. Doch die Kölner Klagemauer muss weiter leben.


Die Passanten am Dom sind aufgefordert, Ihre eigene Friedensbotschaft auf einer Karte der Klagemauer zu hinterlassen. So ist ein interaktives Friedenskunstwerk von Weltrang entstanden.

Um dem Klagemauer-Projekt eine zusätzliche Wirkung zu geben, dokumentieren wir im wöchentlichen Rhythmus – beginnend einen Tag nach Walter Herrmanns 77. Geburtstag am 26. Januar 2016 – die von Passanten geschriebenen Karten-Botschaften. In den Folgen 1 bis 18 stand das Thema Palästina im Mittelpunkt. Ab Teil 19 und hier jetzt in Teil 53 sind Karten aus einem breiteren Themenspektrum zusammengestellt:


613. Frieden ist nötig, sonst ist Leben unmöglich. Heimat heißt zu Hause sein, aber nicht im Krieg allein


614. Thisa (Indonesien): Das Leben ist das Wichtigste, was wir haben. Genieße es friedlich, und traut euch, was zu sagen. Toleriert und respektiert die Menschen, wie sie sind. Öffnet die Augen, schaut hin, seid nicht blind! Hört auf, euch gegenseitig zu hassen. Unser Motto ist: Leben und leben lassen!


615. Stoppt den Krieg!


616. Die Frage ist: wer kann den blutigen Krieg stoppen!


617. Hätten wir die Worte und die Sprache, wir brauchten die Waffen nicht! (Ingeborg Bachmann)


618. Ich kann nicht Frieden machen auf der Welt – aber ich kann Frieden machen in mir in Bezug auf JEDEN, den ich treffe. Ich kann jeden in Liebe und Frieden sehen und ihm so begegnen… Das ist mein Beitrag, Frieden zu machen – nicht mehr und nicht weniger!


619. Für den Frieden! Hoch die internationale Solidarität!


620. Ihr seid die Leidenden, nur weil es um Politik geht. Ihr müsst in den Kampf ziehen, nur weil ihr Befehlen gehorcht. Ihr könnt nichts tun, gerade weil ihr dagegen seid! Mir geht es so unendlich nahe, dass Unschuldige sterben, Soldaten fern von ihrer Heimat in den Krieg ziehen müssen und wir nichts dagegen tun können. Mit meinem herzen werde ich bei euch sein!


621. Frieden


622. Kämpft gegen den Krieg, aber gewaltlos! Gewalt erzeugt Gegengewalt!


623. Die Krieg wollen, sollen in die vorderste Reihe. Die anderen dürfen zu Haus bleiben.


624. Bitte erinnert Euch: das ist nicht das Werk des Volkes. Das ist nicht die Wahl der Amerikaner. Bush handelt für sich – nicht für sein Land. Wir sind verschreckt und verärgert zusammen mit allen anderen, und wir bedauern es.


Copyright der Karten-Reproduktionen: Förderkreis Kölner Klagemauer für Frieden e.V.

Ihr könnt uns und das Klagemauer-Projekt unterstützen, indem Ihr fremdsprachige Kartentexte ins deutsche übersetzt und uns die Übersetzungen unter Angabe der Kartennummer zukommen lasst (an arbeiterfotografie@t-online.de)



Siehe auch:

Dokumentation der vorangegangenen Woche (52):
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23477

Online-Flyer Nr. 598  vom 01.02.2017

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