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Aktueller Online-Flyer vom 22. August 2017  

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Protest gegen Israels Verbrechen an der Bevölkerung Palästinas
Rassismus tötet – in Gaza!
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Seit 1948 begeht der Staat Israel ein Verbrechen nach dem anderen an der palästinensischen Bevölkerung – mit dem Ziel der ethnischen Säuberung. Seit dem 8. Juli 2014 haben diese Verbrechen mit der Bombardierung des Gaza-Streifens einen neuen Höhepunkt erreicht. Extremer Rassismus tötet, weitgehend ohne dass Initiativen und Organisationen, die von sich behaupten, sie seien anti-rassistisch, dagegen Sturm laufen. Die Medien und die politischen Spitzen in der BRD und der gesamten westlichen Welt stehen weit überwiegend auf der Seite des israelischen Rassismus. „Die westliche Welt hat sich geoutet als der größte Verbrecher gegen die Menschenrechte.“ So formuliert es Yavuz Özoguz. „Die einzige Hoffnung für die palästinensische Bevölkerung ist eine Massenbewegung, die Boykott, Kapitalentzug und Sanktionen fordert... Wenn wir es unterlassen (in dieser Weise) zu handeln, werden wir zu Komplizen des Massakers“, schreibt der US-Journalist Chris Hedges.


Protest in Berlin am 18.7.2014
Fotos aus Essen, Bonn, Berlin, Bremen, Düsseldorf von arbeiterfotografie.com (Klaus Franke, Sven Kaiser, Georg Maria Vormschlag, u.a.)


Protest in Berlin am 18.7.2014


Protest in Berlin am 18.7.2014


Protest in Berlin am 18.7.2014


Protest in Berlin am 18.7.2014 – „Durchbrecht die Blockade von Gaza“


Protest in Berlin am 18.7.2014


Protest in Berlin am 18.7.2014


Protest in Bonn am 24.7.2014


Protest in Bonn am 24.7.2014


Protest in Bonn am 24.7.2014


Protest in Bonn am 24.7.2014


Protest in Essen am 18.7.2014 – Willy-Brandt-Platz


Protest in Essen am 18.7.2014


Protest in Essen am 18.7.2014


Protest in Essen am 18.7.2014 – hinter der Polizei Befürworter der israelischen Verbrechen


Protest in Essen am 18.7.2014


Protest in Bremen am 23.7.2014


Protest in Bremen am 23.7.2014


Protest in Bremen am 23.7.2014


Protest in Bremen am 23.7.2014 – „Israel: der wirkliche Terrorist – Israel – Isra-hell – Hölle Israel“


Protest in Bremen am 23.7.2014


Protest in Bremen am 23.7.2014


Protest in Düsseldorf am 26.7.2014


Protest in Düsseldorf am 26.7.2014


Protest in Düsseldorf am 26.7.2014


Protest in Düsseldorf am 26.7.2014


Protest in Düsseldorf am 26.7.2014


Protest in Düsseldorf am 26.7.2014


Protest in Düsseldorf am 26.7.2014


Protest in Berlin am 26.7.2014


Protest in Berlin am 26.7.2014


Protest in Berlin am 26.7.2014


Protest in Berlin am 26.7.2014


Protest in Berlin am 26.7.2014 – „Sie töten hunderte von unschuldigen Kindern und nennen es Selbstverteidigung“


Protest in Berlin am 26.7.2014


Protest in Berlin am 26.7.2014 – „Kein Antisemitismus! Aber: gegen Israel, gegen Zionismus, gegen Besatzung – freies Palästina“


Protest in Berlin am 26.7.2014 – „Rassismus tötet – made in Israel – Ich boykottiere Israel, nicht die Juden!“


„Europaweit Proteste gegen Krieg“ habe es gegeben, lautet am 28. Juli 2014 die vage Überschrift zu einer in der Tageszeitung "junge Welt" wiedergegebenen dpa-Meldung. Bilder gibt es dazu keine. Die Bezeichnung „Krieg“ für einen Massenmord ist eher unzutreffend. Es seien „Tausende“ gewesen, die demonstriert hätten. In Frankfurt sei „die israelische Regierung und die radikal-islamische Hamas“ aufgefordert worden, „gleichermaßen“ die Gewalt zu beenden. Vom radikal-zionistischen israelischen Regime ist nicht die Rede. Es ist bemerkenswert: das Vokabular der herrschenden imperialistischen Kräfte und die (Fast-)Gleichsetzung von Tätern und Opfern sind in den "linken" Medien angekommen. Es bleibt wenigen Stimmen vorbehalten, die Situation in klaren Worten zu benennen.

Gegen die Komplizenschaft mit radikal-zionistischen Massenmördern

Yavuz Özoguz äußert sich am 26. Juli 2014 im deutschsprachigen Programm des iranischen Hörfunks IRIB über die Verbrechen Israels im Gazastreifen und die Rolle der so genannten Staatengemeinschaft wie folgt:

„Es geht nicht darum, ob die Staatengemeinschaft eine Fähigkeit hat, sondern es geht darum, ob sie willens ist. Man muss klipp und klar sagen: Die so genannte Staatengemeinschaft – damit ist ja nichts anderes gemeint als das westliche Imperium mit seinen Vasallen – ist nicht willens, dieses Massaker zu beenden, weil sie unter der Kontrolle der radikal-zionistischen Israelis stehen und weil sie sich nicht trauen, gegen die eigenen radikal-zionistischen Lobbys in ihren Heimatländern irgendetwas zu sagen... Die westliche Welt... hat sich geoutet als der größte Massaker-Unterstützer. Und die BRD mit ihrer Politik steht bedauerlicherweise mit an der Spitze dieser Unterstützer. Was in Deutschland passiert, ist ein einziger Skandal. Es ist nicht nur die Bundeskanzlerin. Wir haben die gleichen Aussagen vom Bundesinnenminister gehört. Wir haben die gleichen Aussagen vom CSU-Vorsitzenden Seehofer gehört. Wir hören sie von der gesamten Regierung. Diese Regierung steht auf der Seite der Massenmörder, der Völkerrechtsverbrecher, der Verbrecher gegen jegliche internationale Abkommen. Sie steht auf der Seite der Besatzer gegen die Besetzten. Sie steht an der Seite des Massakers gegen die Massakrierten. Das muss man in aller Deutlichkeit aussprechen... Eine jede Gesellschaft auf dieser Erde baut auf Werten auf. Und zu diesen Werten gehört nicht zuletzt Menschlichkeit. Es gehören dazu Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit. Alle diese Werte... gehören zur Basis einer Gesellschaft. Wenn diese Werte von der obersten Riege mit Füssen getreten werden, wenn diese Werte zerstört werden, dann ist das auch eine Erosion der eigenen Gesellschaft... Was geschieht, ist eine Erosion des rechtsstaatlichen Systems... Dieses Massaker, das wir jetzt miterleben, entbindet die westliche Welt von jeglichem Recht, noch jemals ein anderes Land wegen Menschenrechten anklagen zu dürfen. Die westliche Welt hat sich geoutet als der größte Verbrecher gegen die Menschenrechte.“

Ein ganzes Volk hinter Mauern und Zäunen weggesperrt

Arn Strohmeyer führte auf der Demonstration gegen Israels Massaker im Gaza-Streifen am 23. Juli 2014 in Bremen aus:

„Tatsache ist, dass die Besatzungsmacht Israel die Palästinenser im Westjordanland hinter der Mauer weggesperrt hat, dort müssen sie unter Militärrecht leben, d.h. sie haben gar keine Rechte, sie können sich nicht einmal im eigenen Land frei bewegen. Verhaftungen, Liquidierungen, Zerstörung von Häusern, Feldern und Olivenbäumen durch die israelischen Soldaten bestimmen das tägliche Leben. Und täglich wird ihnen wieder ein Stück ihres Landes weggenommen, damit Israel dort Siedlungen für seine Menschen bauen kann. So entzieht man den Palästinensern ganz bewusst die Existenzgrundlage. Im Gaza-Streifen ist die Lage noch erschreckender. Von dort hat sich das israelische Militär im Jahr 2005 zwar zurückgezogen, aber es kontrolliert das Gebiet, das auch von Mauern und Zäunen umgeben ist, weiter – zu Land, zu Wasser und in der Luft. Der Gaza-Streifen ist von Israel vollständig abgeriegelt, niemand darf dort hinein oder heraus, bis auf die Wenigen, denen Israel das erlaubt. Das ist Käfighaltung für Menschen! Sie leben dort in furchtbarem Elend. Und der jetzige Krieg nimmt ihnen noch das Allerletzte, das ihnen geblieben war. Nicht einmal medizinische Güter lässt Israel in das Gebiet gelangen, um die Verletzten zu versorgen. Liebe Freunde, ich frage Sie hier: wer gibt Israel das Recht, ein ganzes Volk hinter Mauern und Zäunen wegzusperren?“

Boykott, Kapitalentzug und Sanktionen gegen die israelische Apartheid

Der US-Journalist Chris Hedges schreibt am 14. Juli 2014 unter Bezugnahme auf die Apartheid in Südafrika über die Situation in Gaza:

„Die Palästinenser in Gaza leben unter Bedingungen wie die Juden in den von den Nazis in Osteuropa errichteten Ghettos. Sie können weder ein- noch ausreisen... In rassistischen Hetzreden werden sie entmenschlicht, indem sie Tag für Tag als Verbrecher, Terroristen und Erzfeinde der Juden bezeichnet werden... Der 'Vernichtungsprozess' ist nur von außerhalb Israels zu stoppen... Die einzige Hoffnung für die palästinensische Bevölkerung ist eine Massenbewegung, die Boykott, Kapitalentzug und Sanktionen (BDS) fordert... Wenn wir es unterlassen zu handeln, werden wir zu Komplizen des Massakers.“

EIN Staat für alle Ethnien, für alle Religionen

Evelyn Hecht-Galinski formuliert am 19. Juli 2014 in Berlin bei der bundesweiten Friedensmahnwache im Gespräch mit Ken Jebsen die Perspektive:

„EIN Staat für alle Ethnien, für alle Religionen. Auf gleicher Augenhöhe. EIN Palästina – oder wie es sich immer nennen wird – für Alle – mit einer ungeteilten Stadt Jerusalem – ohne jede Besatzung. Free Palestine from the river to the sea! (Freies Palästina vom Jordan bis ans Meer) Free Palestine!” Das sei die einzig gangbare Lösung, mit der das „rassistische, faschistoide, ethnokratische“ israelische Apartheid-Regime überwunden werden könne. Wir als Deutsche hätten aufgrund unserer Vergangenheit eine besondere Verantwortung, nicht nur für die Israelis sondern auch für die Palästinenser. Eine gemeinsame Zukunft mit gleichen Rechten und Chancen für Alle ist eine Lösung, die es in diesem Sinne zu unterstützen gilt. (PK)


Siehe auch:

Gemeinsam Imperialismus und Krieg überwinden – Fotogalerie zur bundesweiten Friedensmahnwache am 19. Juli 2014 in Berlin (23.7.2014)
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20586

Stoppt die israelische Aggression! – Fotogalerie zum Protest gegen Israels Verbrechen an der Bevölkerung Palästinas (16.7.2014)
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20563

Fels in der Brandung – Filmclip über Walter Herrmann und die Klagemauer für Frieden und Völkerverständigung (16.7.2014)
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20567

Boykottiert Sodastream! – Filmclip über die BDS-Aktion bei MediaMarkt Bonn (9.7.2014)
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20546

Online-Flyer Nr. 469  vom 30.07.2014

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