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Aktueller Online-Flyer vom 11. Dezember 2017  

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Lokales
Petition soll RheinEnergie zu korrekten Zahlen über Erneuerbaren Strom bringen
Wirklich nur 4% Erneuerbare Energie für Köln?
Von Peter Weissenfeld

Die RheinEnergie, eins der größten kommunalen Stadtwerke Deutschlands, vertreibt Strom nahezu bundesweit. Das Unternehmen könnte den erneuerbaren Energien entscheidende Impulse geben.Schon im vergangenen Jahr hatten wir in der NRhZ über den beschämend geringen Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung der RheinEnergie berichtet. (1) Um darüber hinweg zu täuschen, wurden auf der Website von RheinEnergie falsche bzw. missverständliche Angaben gemacht: „15% Anteil der Erneuerbaren Energiequellen an der Stromerzeugung“.

Gruppe "Tschö RheinEnergie"
 
Das hört sich gut an. In Wirklichkeit bezieht sich diese Zahl jedoch nur auf die installierte Kapazität, nicht aber auf die tatsächlich produzierte Strommenge: Nachts scheint keine Sonne und es weht nicht immer Starkwind. Als unsere Initiative „Tschö RheinEnergie“ das falsche Zahlenspiel aufdeckte, wurden die Zahlen im Frühjahr 2013 von der Website genommen. Seither werden gar keine Angaben über die produzierte Strommenge aus Erneuerbaren Energien mehr gemacht. Unsere Bürgerinitiative hat für 2012 einen Anteil von nur circa 4 % errechnet und bis 2020 von nur circa 8 %.
 

Grafik: tchoe-rheinenergie
 
Laut Selbstdarstellung ist RheinEnergie ein vorbildlich ökologisches Unternehmen. Wir haben jetzt eine Petition gestartet, um RheinEnergie dazu zu zwingen, die wahren Zahlen zu veröffentlichen. Dadurch wird ein öffentlicher Druck entstehen, wenn sich genügend Menschen daran beteiligen. RheinEnergie müsste mehr in Erneuerbare Energien investieren, um sein ökologisches Image zu wahren. (PK)

(1) http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19174.

Hier können Sie sich an der Petition beteiligen:
http://www.change.org/de/Petitionen/dr-steinkamp-vorstandsvorsitzender-der-rheinenergie-k%C3%B6ln-nur-4-erneuerbare-energie-f%C3%BCr-k%C3%B6ln-sagen-sie-die-wahrheit-herr-steinkamp-wir-wollen-den-anteil-der-erneuerbaren-energien-an-der-stromerzeugung-der-rheinenergie-erfahren?utm_source=guides&utm_medium=email&utm_campaign=petition_created
 
Hintergrundinformation gibt es hier:
http://www.tschoe-rheinenergie.de/pdf/GeringerAnteilEE.pdf

Peter Weissenfeld, 61, ist seit 5 Jahren bei Attac aktiv. Die Initiative "Tschö RheinEnergie" wurde vor circa 2 Jahren als Bürgerinitiative gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt RheinEnergie grüner und sozialer zu machen. Unterstützt wird sie von Attac-Köln, Robin Wood und der Lokalgruppe von FIAN.
Die Bürger Initiative Tschoe RheinEnergie ist die einzige Gruppe in der Kölner
Zivilgesellschaft, die sich voll auf die Politik der RheinEnergie AG konzentriert. Seit 2 Jahren bemüht sie sich, die RheinEnergie auf eine 100% ErneuerbarenEnergie-Schiene zu bringen. Dazu recherchiert sie, was tatsächlich los ist und führt einen Dialog mit der lokalen Politik. Sie ermutigt die Bürger zu einem Stromwechsel, weg von der RheinEnergie hin zu echten unabhängigen Ökostromproduzenten. Dies solange, bis RheinEnergie auch eine konsequent ökologische Politik macht. 


Online-Flyer Nr. 446  vom 19.02.2014

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