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Aktueller Online-Flyer vom 25. Februar 2021  

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Filmclips
Hinter diesen Mauern - Mumia Abu-Jamal und der lange Kampf um Freiheit
von Jule Buerjes und Heike Kleffner



Am 17. August 1995 sollte im US-Bundesstaat Pennsylvania der afroamerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal hingerichtet werden. Sein Fall - einer von fast 3ooo Todeskandidaten in den USA - erregte internationale Aufmerksamkeit. Wir wollten durch einen Film die Solidaritätsbewegung in Deutschland verstärken. Die Drehgenehmigung wurde abgelehnt, doch der Hinrichtungsbefehl wurde zehn Tage vor dem Termin ausgesetzt. Danach bekamen wir endlich die Dreherlaubnis in Philadelphia

Mumia Abu-Jamal, der schon als 15jähriger in der Black Panther Party aktiv und seit Anfang der 7oer Jahre für seine engagierte Radioberichterstattung bekannt war, wurde 1982 in einem skandalös unfairen Prozeß zum Tode verurteilt, weil er angeblich einen Polizisten ermordet hatte.

Unser Film dokumentiert durch ein Interview mit Abu-Jamal, durch Gespräche mit Weggefährten, Familienangehörigen, Prozeßbeteiligten und durch Archivmaterial wesentliche Teile seiner Biografie, den Prozeßverlauf und den langen Kampf um ein Wiederaufnahmeverfahren - die einzige Möglichkeit, dem Tod durch die Giftspritze zu entgehen.

Staatsanwalt Joseph Mc Gill bleibt im Film bei seiner wahrheitswidrigen Version des Tathergangs, mit der er 14 Jahre zuvor im Prozeß eine überwiegend weiße Jury zum Schuldspruch bewegt hatte. Rechtsanwalt Len Weinglass nennt die Fakten und Zeugenaussagen, die schon 1982 Mumias Unschuld bewiesen hätten, wären sie damals Prozeßgegenstand gewesen.

Zu Wort kommen u.a. auch der Präsident der rechtsradikalen Polizeigewerkschaft "Fraternal Order of Police", die eine "elektrische Couch für Abu-Jamal und seine Unterstützer" gefordert hatte, und der Vorsitzende der "Gewerkschaft Schwarzer Polizisten", der von Abu-Jamals Unschuld überzeugt ist, der Schauspieler Ossie Davis, das MOVE-Mitglied Pam Africa aus der Solidaritätsbewegung, Lydia Wallace, Abu-Jamals Schwester und sein Sohn Jamal Ibu-Mumia.

Bis zum Jahr 2000 erhielten wir im deutschen Fernsehen keinen Sendeplatz für den Film. Die deutsche Fassung, dazu je eine englische, französische und spanische liefen auf internationalen Festivals und Veranstaltungen und im Stadtfernsehen von New York.


Dokumentarfilm, 1995/96, 67 Minuten.
Produktion: KAOS Film- und Video-Team, Auftragsproduktion vom WDR abgelehnt, im Jahr 2000 von 3sat gesendet. Mehr: "Hinter diesen Mauern" in NRhZ-Flyer 25.

Weitere Infos und Filmbestellung unter: www.kaos-archiv.de, info@kaos-archiv.de



Clip downloaden (mit Rechtsklick - "Ziel speichern unter...")

Online-Flyer Nr. 52  vom 25. Februar 2021



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