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Kommentar
Bundeswehr freiwillig nach Litauen?
Keine Lust auf Krieg
Von Ulrich Gellermann
Von Rudninkai, dem litauischen Standort für deutsche Truppen in Litauen gegen Russland, sind es nur fünf Autostunden nach Kaliningrad, dem russischen Vorposten gegen die NATO. Wie lange die Leopard-Panzer der deutschen Panzerbrigade 45 „Litauen“, die auf Befehl der NATO dorthin verlegt werden, auf ihrem Marsch brauchen werden, wird man sehen. Denn darum geht es: Man will so nah wie möglich ran an die Russen.
Befehl zur russischen Grenze
Die deutschen Soldaten, die an dieser Provokation beteiligt wären, wollen dort nicht freiwillig hin, melden die Medien. Minister Pistorius wird ihnen den Marsch zur Grenze befehlen müssen. Denn die Soldaten sind nicht doof: Die Nähe zum angeblichen russischen Feind kann den jähen Tod bedeuten. Zwar sind die Russen geduldig, aber ob sie jede Provokation gleichmütig hinnehmen werden, weiß man nicht.
Litauen verlor Unabhängigkeit
Aus der Geschichte ist bekannt, wie die letzte Zusammenarbeit Litauens mit den Deutschen gegen Russland ausgegangen ist: Es verlor seine nationale Unabhängigkeit. Immer noch wird in Litauen Jonas Noreika verehrt, ein litauischer Offizier, der mit den deutschen Nazis kollaborierte und an der Ermordung litauischer Juden beteiligt war.
Befehl: Abmarsch!
Wer dieses Litauen als Vorhut gegen Russland unterstützt, der wird im Ernstfall in den Abgrund blicken. Einen Abgrund, in den die deutschen „Freiwilligen“ offenkundig nicht sehen wollen. Die Antwort von Pistorius: Er befiehlt einfach den Abmarsch! Immerhin können sich die Soldaten, wenn es mal wieder mit dem deutschen Marsch nach Osten schief geht, auf den berühmten „Befehlsnotstand“ berufen, jene schäbige Erklärung für die Beteiligung deutscher Soldaten an den Nazi-Verbrechen.
Gang zum Galgen
Die politisch Verantwortlichen mussten nach dem Krieg den Gang zum Galgen antreten. Was aus Pistorius nach einem verlorenen Krieg gegen Russland werden würde, weiß man heute noch nicht. Was aus Deutschland im Kriegsfall wird, hat Bertolt Brecht in seinem offenen Brief 1951 „an die deutschen Künstler und Schriftsteller“ vorausgesehen: „Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.“
Erstveröffentlichung am 23. Juni 2026 bei rationalgalerie.de – Eine Plattform für Nachdenker und Vorläufer
Online-Flyer Nr. 865 vom 08.07.2026
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Kommentar
Bundeswehr freiwillig nach Litauen?
Keine Lust auf Krieg
Von Ulrich Gellermann
Von Rudninkai, dem litauischen Standort für deutsche Truppen in Litauen gegen Russland, sind es nur fünf Autostunden nach Kaliningrad, dem russischen Vorposten gegen die NATO. Wie lange die Leopard-Panzer der deutschen Panzerbrigade 45 „Litauen“, die auf Befehl der NATO dorthin verlegt werden, auf ihrem Marsch brauchen werden, wird man sehen. Denn darum geht es: Man will so nah wie möglich ran an die Russen.Befehl zur russischen Grenze
Die deutschen Soldaten, die an dieser Provokation beteiligt wären, wollen dort nicht freiwillig hin, melden die Medien. Minister Pistorius wird ihnen den Marsch zur Grenze befehlen müssen. Denn die Soldaten sind nicht doof: Die Nähe zum angeblichen russischen Feind kann den jähen Tod bedeuten. Zwar sind die Russen geduldig, aber ob sie jede Provokation gleichmütig hinnehmen werden, weiß man nicht.
Litauen verlor Unabhängigkeit
Aus der Geschichte ist bekannt, wie die letzte Zusammenarbeit Litauens mit den Deutschen gegen Russland ausgegangen ist: Es verlor seine nationale Unabhängigkeit. Immer noch wird in Litauen Jonas Noreika verehrt, ein litauischer Offizier, der mit den deutschen Nazis kollaborierte und an der Ermordung litauischer Juden beteiligt war.
Befehl: Abmarsch!
Wer dieses Litauen als Vorhut gegen Russland unterstützt, der wird im Ernstfall in den Abgrund blicken. Einen Abgrund, in den die deutschen „Freiwilligen“ offenkundig nicht sehen wollen. Die Antwort von Pistorius: Er befiehlt einfach den Abmarsch! Immerhin können sich die Soldaten, wenn es mal wieder mit dem deutschen Marsch nach Osten schief geht, auf den berühmten „Befehlsnotstand“ berufen, jene schäbige Erklärung für die Beteiligung deutscher Soldaten an den Nazi-Verbrechen.
Gang zum Galgen
Die politisch Verantwortlichen mussten nach dem Krieg den Gang zum Galgen antreten. Was aus Pistorius nach einem verlorenen Krieg gegen Russland werden würde, weiß man heute noch nicht. Was aus Deutschland im Kriegsfall wird, hat Bertolt Brecht in seinem offenen Brief 1951 „an die deutschen Künstler und Schriftsteller“ vorausgesehen: „Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.“
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