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Aktueller Online-Flyer vom 04. Februar 2023  

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Globales
Angelsächsische Intrige gegen die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel
Nötigung, Erpressung, Intrigen und Schwindel
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Die angelsächsische Intrige gegen die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel wird wie üblich mit Erpressung orchestriert, die durch die Bedrohung deutscher Interessen verdeckt wird. So erklären sich die empörenden, merkwürdigen Interviewaussagen von Merkel in „Die Zeit“ und „Der Spiegel“ im Dezember letzten Jahres, in denen sie eingesteht, die Minsker Vereinbarungen wären für die Ukraine nur nützlich gewesen, um den Krieg gegen Russland vorzubereiten. Dass ausgerechnet Merkel, die alles daran setzte, den Krieg gegen die Donbas-Republiken zu beenden, zu solcher seltsamen Aussage kommt, von der sie wissen muss, dass sie eine Straftat begründet, ist völlig widersinnig. Auch hier ist das widerwärtige Manöver der Nötigung und Erpressung von angelsächsischer Seite die einzige Erklärung, und dazu gibt es reihenweise Präzedenzfälle in Deutschland, Straftaten, die niemand untersucht und verfolgt.

Präzedenzfall: US-Nötigung gegenüber der Bundesregierung zur Einheit Deutschlands

Schwerwiegend war der Präzedenzfall der US-Nötigung gegenüber der Bundesregierung bei der sich abzeichnenden vertraglichen Übereinkunft zur Einheit Deutschlands. Nachdem die Staatsgrenze zur DDR geöffnet war (8./9.11.1989), wurde Kanzler Helmut Kohl nach Camp David eingeladen – bezeichnenderweise ohne Außenminister Genscher. Dort wurde der deutsche Kanzler unter Druck gesetzt, um ganz Deutschland als Mitglied in die NATO zu zwingen - als Bedingung für die deutsche Einheit.

Präzedenzfall: US-Erpressungspolitik zum Erhöhen der Ausgaben für die NATO

2021 ein weiterer, ähnlicher Fall: Die damalige CDU-Generalsekretärin und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer machte die US-Erpressung publik, als Washington das Land unter Druck setzte, um die Ausgaben für die NATO zu erhöhen.
Im Endeffekt musste sie dann die politische Bühne räumen.

Merkel anfangs abseits von Intrigen und Schwindel aller Art gegen Russland

Angela Merkel verhielt sich äußerst vorsichtig gegenüber Washington und London. Am Anfang blieb sie abseits von angelsächsischen Intrigen und Schwindel aller Art gegen Russland, allerdings ohne selbst richtig Position zu beziehen. So auch 2018 nach dem Krim-Zwischenfall, als sie nicht verhinderte, das der damalige deutsche SPD-Außenministers Heiko Maas zu abwegigen Äußerungen griff, die einfach nur peinlich wirkten. Fehlende klare Vorgaben, fehlende außenpolitische Initiativen von Angela Merkel – vielleicht aus übertriebener Sorge vor US-Schikanen - konnten gezielt für weitere Eskalation und Zuspitzung der Lage durch die Sponsoren der Kriegsmafia instrumentalisiert und ausgenutzt werden.

Die besorgniserregenden, abwegigen Erklärungen im US-Einflussbereich zum Krim-Zwischenfall alarmierten viele Regierungen innerhalb der EU. Der unerhörte Aufruf der Atlantic Council zum Sabotageakt, um die Krim-Brücke zu zerstören, hat gewiss zum Erwachen in diesen Kreisen beigetragen. („Die heißgelaufenen Kriegstreiber - Atlantic Council mit Sitz in Washington fordert Sabotageakt gegen Krimbrücke“ von Andreas Richter 29.11.2018). Diese "Denkfabrik" forderte letztendlich unverblümt zu einem Terrorakt in Europa auf, der ja vier Jahre später auch tatsächlich unter angelsächsischer Regie von Kiew auf die Krim-Brücke erfolgte (Oktober 2022).

Eine solche Untat oder eine NATO-Intervention würde selbstverständlich militärische Maßnahmen Russlands nach sich ziehen. Die Radikalität, mit der das Atlantic Council hier nach Krieg gierte, ging damals wohl auch der Regierung in Berlin zu weit und das Bundeskanzleramt unter Angela Merkel schlug Alarm.

2018: Ruhe und Mäßigung in der NATO dank Angela Merkel Erfolg für deutsch-russische Diplomatie

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel schaltete sich in der NATO ein und sorgte für Ruhe und Mäßigung. Der Besuch vom stellvertretenden Außenminister Russlands, Michail Bogdanov, in Berlin am 28.11.18, wirkte bestimmt auch in diesem Sinne. Alle Europäer waren zufrieden darüber und konnten ruhig atmen, als der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg die unangemessene Kommunikation Poroschenkos zu kappen wusste und ihn mittels der NATO-Sprecherin Oana Lungescu am 29.11.18 in die Schranken wies. Ein konstruktiver Erfolg für die deutsch-russische Diplomatie.

Sabotage der außenpolitischen Linie von Angela Merkel in deutschen Medien

Es war erbärmlich, hoch besorgniserregend und tief zu bedauern, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel kein richtiges Echo in den Medien bekam. Dort schien jedes kompetentes Verständnis für das Vorgehen des Bundeskanzleramtes hinsichtlich der Ukraine und Russland zu fehlen. Ja, es erschien noch schlimmer, denn statt von deutschen Redaktionen unterstützt zu werden, ließ sich das Gegenteil beobachten, nämlich die unverschämte Sabotage der außenpolitischen Linie der deutschen Bundeskanzlerin.

Da gab es die propagandistischen und tendenziösen ARD-Sendungen „Presseclub“ und „Anne Will“ am Sonntag, 02.12.2018, die sich als widerwärtige Sabotage gegen die Bundeskanzlerin bloßstellten. Diese Sendungen erfolgten gerade dann, als kurz zuvor die Bundeskanzlerin mit glänzendem diplomatischen Erfolg die von britischer und anderer Seite angestrebte Isolierung und Verteufelung Russlands durchbrach und sich am Rande des G-20 Treffens in Buenos Aires mit Waldimir Putin zu einem Arbeitsfrühstück traf, wovon die schönsten Fotos um die Welt gingen. Das wirkte unerträglich innerhalb der CDU-Kriegsmafia wie in Kreisen ihrer britischen und militärindustriellen „Berater“, die Gift und Galle zu spucken begannen. Mit deplatzierten Äußerungen verhinderten CDU-Beamte, dass der diplomatische Erfolg von Angela Merkel als Bundeskanzlerin in der Öffentlichkeit angemessen wahrgenommen würde. Merkels Treffen mit Putin verschwand sofort völlig aus der Berichterstattung. Die Anti-Russlandfraktion der Union übernahm das Ruder und dominierte mit ihrer Antirussland-Masche die führenden deutschen Medien. So auch die ARD.

Umsichtige, kluge Art von Angela Merkel gegenüber Obama

Die umsichtige, kluge Art der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel musste auch der damalige US-Präsident Obama am Ende seiner Amtszeit erfahren. Gewiss gut beraten durchschaute Angela Merkel die Perfidie Obamas gegenüber dessen Nachfolger Donald Trump bei seinem seltsamen letzten Besuch im Kanzleramt und Gespräch unter vier Augen (17./18.11.2016). Besonnen und selbstbewusst wollte sich die deutsche Kanzlerin nicht in dieses orchestrierte, unwürdige Schlamassel gegen den neuen US-Präsidenten hineinziehen lassen. Aber es war auch offensichtlich, dass sie nicht die Macht hatte zu veranlassen, dass die lügnerischen und inkompetenten Redaktionen gesäubert würden. Angesichts dieser erbärmlichen Medienverhältnisse hätte die Bundeskanzlerin zurücktreten sollen, falls keine Besserung der Medien und deren Umfeld eintreten würde. Ihre peinliche CDU-Partei ist mit den Problemen allein zu lassen. Diese rückständige Partei verdiente Angela Merkel nicht. Gerade bei der CDU, die in der Vergangenheit der letzten 70 Jahre verankert bleibt, lag das Korsett für die intelligente ehemalige Kanzlerin, das ihr nicht erlaubte, vernünftige Schritte zu unternehmen, damit Deutschland außenpolitisch endlich die Kurve kriegt. Und jetzt unter Führung eines SPD-Kanzlers, wird es noch rechtzeitig zu einer außenpolitischen Kursänderung kommen?


Verfasst am 10.01.2023


Luz María de Stéfano Zuloaga de Lenkait ist chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Sie war tätig im Außenministerium und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen. In Deutschland hat sie sich öffentlich engagiert für den friedlichen Übergang der chilenischen Militärdiktatur zum freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat, u.a. mit Erstellen von Gutachten für Mitglieder des Deutschen Bundestages und Pressearbeit, die Einheit beider deutschen Staaten als ein Akt der Souveränität in Selbstbestimmung der beiden UN-Mitglieder frei von fremden Truppen und Militärbündnissen, einen respektvollen rechtmäßigen Umgang mit dem vormaligen Staatsoberhaupt der Deutschen Demokratischen Republik Erich Honecker im vereinten Deutschland, für die deutsche Friedensbewegung, für bessere Kenntnis des Völkerrechts und seine Einhaltung, vor allem bei Politikern, ihren Mitarbeitern und in Redaktionen. Publikationen von ihr sind in chilenischen Tageszeitungen erschienen (El Mercurio, La Epoca), im südamerikanischen Magazin “Perfiles Liberales”, und im Internet, u.a. bei Attac, Portal Amerika 21, Palästina-Portal. Einige ihrer Gutachten (so zum Irak-Krieg 1991) befinden sich in der Bibliothek des Deutschen Bundestages.


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