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Aktueller Online-Flyer vom 29. Mai 2022  

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Globales
Aus der Quartalsschrift DAS KROKODIL, Ausgabe 40
Vorhang auf für Carola Javid-Kistel
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Mit einem grünen Trabbi floh die Studentin der Medizin und Mutter einer elf Monate alten Tochter 1989 mit ihrer Familie über Ungarn aus der DDR, weil sie sich dort entmündigt fühlte. Ihr Kindheits- und Jugendschicksal war geprägt von Krankheit und Aufenthalt in Kliniken. Trotz Zwangsimpfung gegen Masern und Keuchhusten erkrankt sie daran schwer, wird zur Allergikerin und Asthmatikerin. Heilung erfährt sie durch Homöopathie, die sie im fortgesetzten Studium in Göttingen als auch durch Selbstbehandlung kennenlernt. Seit 1998 ist sie in eigener Praxis tätig  – unter zusätzlicher Anwendung von Naturheilverfahren. Bei ihren zu 80 Prozent aus Kindern und Jugendlichen bestehenden Patienten – ihre Doktorarbeit schrieb sie zur Kinderheilkunde – bemerkt sie immer wieder Schäden, die auf Impfung zurückzuführen sind. Als im März 2020 – vor "Corona" – die Masernimpfung unter Minister Spahn in Deutschland zur Pflicht wird, veröffentlicht sie mit dem Mediziner Rolf Kron das Buch "krank geimpft – Betroffene erzählen. Wenn der Beipackzettel wahr wird". Aufgrund ihrer jahrzehntelangen Erfahrung in der Behandlung impf-geschädigter Kinder gibt das Buch Einblick in das "Geschäft mit der Angst".

Mit der zeitgleich ausgerufenen Corona-Pandemie schrillen bei der Ärztin die Alarmglocken. Die verhängten Maßnahmen ergeben keinen Sinn. Im Vergleich zu ihrer "alten Heimat", der DDR, findet sie, „was wir jetzt erleben ist viel schlimmer. Dieses als Infektionsschutzgesetz getarnte Ermächtigungsgesetz, das Denunziantentum und die Mitläufer. Wir haben in der Schule sehr viel über die Nazi-Zeit gelernt… und die Parallelen sind nicht zu übersehen.“ Deutliche Worte, die sie im Sammelband "Menschen mit Mut" äußert. Schnell gerät sie als kritische Medizinerin ins Schussfeld. Mehrere Praxis- und Hausdurchsuchungen sind die Folge. Ihre Reaktion? Es sei einfach notwendig, auf die Strasse zu gehen. Dort sieht sie sich konfrontiert mit brutalen Polizeieinsätzen. Der Polit-Barde Guy Dawson widmet ihr mit "Carolas March" ein Lied, in dem es heißt: „Und weiter ging sie in ein Meer von Schwarz von griesgrämigen, mürrischen Beamten, die darauf warteten anzugreifen. Zwei packten sie an den Armen und zerrten sie von der Straße. Sie ist für unsere Freiheit marschiert.“

"Wir fordern die sofortige Aufhebung aller Corona-Maßnahmen. Und, wir rufen Sie, liebe Leser, auf: Denken Sie selbst und fordern Sie mit uns, dass Politiker und Medien sich unabhängig, kritisch und frei von Interessenskonflikten auch mit abweichenden Meinungen auseinandersetzen. Lassen Sie sich die Gesundheitsfürsorge und die Entscheidungen über ihre Gesundheit und ihren Körper nicht von den Politikern abnehmen! Lassen Sie sich nicht entmächtigen! Mit drängender Sorge..." Mit diesen Worten endet der Offene Brief der Initiative "Ärzte stehen auf" vom 9. November 2020, den auch Carola Javid-Kistel mitträgt. Ihr 19jähriger Sohn hält dem Druck der Impfkampagne nicht stand. Carolas Kommentar: die angewandten Methoden seien „psychologische Kriegsführung, Propaganda, Indoktrination“. Vor acht Monaten verließ ihre Tochter, ebenfalls Ärztin, mit ihren vier Kindern Deutschland. Carola hält sich zur Zeit in Mexiko auf. Der mexikanische Staat sei bereit, ihr politisches Asyl zu gewähren. Der Widerstand der Carola Javid-Kistel schafft es, Augen zu öffnen, sofern sie nicht dauerhaft verschlossen sind.


Veröffentlichung aus der Quartalsschrift DAS KROKODIL, Ausgabe 40 (März 2022) – Grundsatzschrift über die Freiheit des Denkens – bissig – streitbar – schön und wahr und (manchmal) satirisch.



Mehr dazu und wie es sich bestellen lässt, hier: http://www.das-krokodil.com/



Siehe auch:

Carolas March - Ein Lied von Guy Dawson über den Mut, die Konsequenz und Stärke der Ärztin Dr. Carola Javid-Kistel



Online-Flyer Nr. 790  vom 04.05.2022

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