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Aktueller Online-Flyer vom 01. Dezember 2022  

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Medien
Realitätsfremdheit und dummer Hochmut deutscher Verantwortungsträger
Fehlgeschlagene Außenpolitik gegenüber Russland ändern
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Die gesamte Diskussion in der ARD-Fernsehsendung „Anne Will“ am Sonntag, 13.03.2022, bestätigt auf blamable Art die drastische, aber richtige Entscheidung Russlands, militärisch endlich gehandelt zu haben, angesichts der Blockade und Verweigerung des US/NATO/EU-Blocks, der nicht will, gar nicht bereit ist, die berechtigten Forderungen und Sicherheitsbesorgnisse Russlands zu berücksichtigen. Wie der Westen seine fehlgeschlagene Politik gegenüber Russland ändern wird, verdient keine Frage, keine Überlegung bei Anne Will. Stattdessen konzentriert sich die Sendung auf weitere Sanktionen, also darauf, den Wirtschaftskrieg gegen Russland zu verschärfen und den Konflikt in der Ukraine am Laufen zu halten, indem weitere Waffen dorthin gehen, als ob man damit Russland zwingen würde, seine Militäroperation zu stoppen. Die Realitätsfremdheit und der dumme Hochmut deutscher Verantwortungsträger ist unglaublich extrem und wirkt deshalb krankhaft.

Fehler einsehen und korrigieren

Wie der Westen aufwachen und zur Vernunft kommen kann, ist die Kernfrage, die bei Redaktionen und Moderatoren unterschlagen bleibt, nämlich die einzig richtige Frage, warum der Präsident Russlands eine militärische Notwehr-Operation angeordnet hat, und wieso die Regierung Selenskij zu beseitigen ist. Der Kreml hat mit diesem westlichen Block, mit solchen „Politikern“ gar nichts zu verhandeln, weil sie nicht vertrauenswürdig sind. Die russischen Forderungen hinsichtlich russischer Sicherheitsinteressen sind bekannt, aber sie werden ignoriert. Wäre der Westen ehrlich, diesen Krieg beenden zu wollen, wäre er nicht bockig, sondern würde er seine Fehler einsehen und korrigieren.

Russischer Präsident mit großer Unterstützung seiner Bevölkerung

Anne Will hätte diese kritische Frage stellen müssen, weil der Titel der Sendung, wie der Krieg beendet werden kann, erfordert, die westliche Außenpolitik in Frage zu stellen. Eigentlich es ist nicht „Putins-Krieg“, sondern ein Krieg der Russischen Föderation, weil hier eine Reihe von staatlichen Institutionen dafür stimmten. Den Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, als Tyrann zu diffamieren ist nicht nur beleidigend, sondern auch völlig haltlos deplatziert. Der russische Präsident genießt die Unterstützung seiner Bevölkerung (zirka 70 Prozent) und ist mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt worden. In der Tat hat das präsidentielle Amt die höchste Position im russischen Regierungssystem. Der Präsident wird durch eine Direktwahl vom russischen Volk gewählt. Der Amtsinhaber ist Wladimir Putin, der bei der Wahl am 18. März 2018 zum vierten Mal mit 78 Prozent der Stimmen wiedergewählt wurde. Dass sich die EU-Staaten der Machtbeherrschung der USA gebeugt und dem NATO-Diktat unterworfen haben, bedeutet nicht, dass andere Länder wie Russland und China dasselbe tun müssen. Im Gegenteil widersetzt sich Russland mit völkerrechtsmäßiger Argumentation dem US-Machtanspruch über die Welt, weshalb es Ziel von Hasstiraden und Diffamierung seitens eines hochmütigen, feindseligen US/NATO/EU-Blocks wird.

Für Russland basta mit dem verlogenen westlichen Spiel

Der Kreml hat keinen Grund mit irgendjemanden aus dem Westen, ob USA, UK, EU oder ein EU-Staat zu verhandeln. EU-Politiker irren sich gewaltig, wenn sie glauben, Russland ihre Vorstellungen aufzwingen zu können. Der Präsident Russland sagte, basta mit dem verlogenen westlichen Spiel. Allerdings verhandelt Moskau mit seinem Kontrahenten, die ukrainische Regierung. Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew gehen weiter. Sogar ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Putin und dem ukrainischen Präsidenten Selenskij in Jerusalem ist in Sicht, wie der Premierminister Israels Naftali Bennett vorschlug. 

Russische Militäroperation geht weiter nach Plan allen Feindseligkeiten zum Trotz – aber deutsche Regierung macht lieber weiter mit Unfug

Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte, die Militäroperation gehe weiter nach Plan. Irrationale Machthaber in Berlin beharren auf weiteren Sanktionen, mit dem Risiko, damit eine Massenarbeitslosigkeit zu befördern, Kälte in Wohnungen und Häusern und teures Benzin zu verursachen, alles „moralisch“ aus Liebe zur Ukraine! Dieser unfassbare Unfug der Ampelregierung ist wirklich nicht zu überbieten!

Notwehr-Militäroperation Russlands allein wegen Vorbereitungen zur Bereitstellung von Massenvernichtungswaffen in der Ukraine gerechtfertigt

Vorbereitungen zur Bereitstellung von Massenvernichtungswaffen wie atomare und biologische Waffen in der Ukraine rechtfertigen neben anderen Ursachen die Notwehr-Militäroperation Russlands, die die Existenz von uns allen in Deutschland und Europa sichern soll. Kein Wort darüber bei Anne Will am 13.3.22: Eine völlig nutzlose Sendung, die zu nichts beiträgt, bis darauf, die geistige Enge der Teilnehmer bloßzustellen, die es nicht hinkriegen, auf eine Exit-Strategie aus den außenpolitischen Versäumnissen für Deutschland und Europa hinzuweisen.


Verfasst am 17.03.2022 unter Bezugnahme auf ARD-Fernsehsendung „Anne Will“, 13.03.2022: „Angriff auf die Ukraine. Wie kann Putins Krieg beendet werden?“

Luz María de Stéfano Zuloaga de Lenkait ist chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Sie war tätig im Außenministerium und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen. In Deutschland hat sie sich öffentlich engagiert für den friedlichen Übergang der chilenischen Militärdiktatur zum freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat, u.a. mit Erstellen von Gutachten für Mitglieder des Deutschen Bundestages und Pressearbeit, die Einheit beider deutschen Staaten als ein Akt der Souveränität in Selbstbestimmung der beiden UN-Mitglieder frei von fremden Truppen und Militärbündnissen, einen respektvollen rechtmäßigen Umgang mit dem vormaligen Staatsoberhaupt der Deutschen Demokratischen Republik Erich Honecker im vereinten Deutschland, für die deutsche Friedensbewegung, für bessere Kenntnis des Völkerrechts und seine Einhaltung, vor allem bei Politikern, ihren Mitarbeitern und in Redaktionen. Publikationen von ihr sind in chilenischen Tageszeitungen erschienen (El Mercurio, La Epoca), im südamerikanischen Magazin “Perfiles Liberales”, und im Internet, u.a. bei Attac, Portal Amerika 21, Palästina-Portal. Einige ihrer Gutachten (so zum Irak-Krieg 1991) befinden sich in der Bibliothek des Deutschen Bundestages.


Online-Flyer Nr. 788  vom 30.03.2022

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