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Aktueller Online-Flyer vom 07. Dezember 2021  

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Kommentar
Gedanken zum 24. November 2021
Deutschland im Wandel
Von Lutz Weber

Wir haben den 24. November 2021 - der erste Tag der 3G-Regelung am Arbeitsplatz. Mein Tag beginnt mit einem Stau auf der Hauptstraße vor meiner Firma. Eine lange Schlange von Autos kommt nur langsam auf den Parkplatz. Denn davor werden der Personalausweis und der Corona-Test bzw. die Impfbescheinigung oder der Genesenennachweis kontrolliert. Ich frage die Kontrolleure, ob sie diese Welt haben wollen - eine Welt in der paramilitärische Einheiten Friseursalons und Restaurants durchstreifen, um Passierscheine zu kontrollieren - in der in den öffentlichen Medien Hassreden und Hetze stattfinden - eine Welt, in der die Entscheidung über unsere Gesundheit nicht mehr von uns selbst sondern von Staatsorganen und deren Pharmalobbyisten bestimmt wird - Menschen der Zugang zum öffentlichen Leben verwehrt wird, obwohl sie nachweislich gesund sind. Ein Kontrolleur verweist mit betroffenem Blick darauf, dass er nur ausführendes Organ ist. Ich erkläre ihm, dass es immer nur die ausführenden Organe sind. Auch Hitler hat niemals selbst einen Zug nach Auschwitz gefahren. Der Teufel ist machtlos ohne gehorsame Diener.

Auf dem Weg ins Büro komme ich dann am Gesichtsscanner vorbei und denke mir: China lässt grüßen. Gegen Mittag dürfen die Geimpften und Genesenen ihren neuen Passierschein abholen. Er ist gültig bis sechs Monate nach der letzten Impfung. In manchen Fall also nur für wenige Tage.

Wie konnte es passieren, dass sich dieses Land in so kurzer Zeit so radikal verändert hat. Es wird denunziert und gehetzt, und die Schuldzuweisungen sind teilweise vollkommen irrational. So werden für Lockdown und Pandemie die Ungeimpften verantwortlich gemacht - und das mit einer erstaunlichen Selbstverständlichkeit. Es ist hinlänglich bekannt, dass Geimpfte andere anstecken können. Es ist auch bekannt, dass ein Großteil der Patienten auf den Intensivstationen geimpft ist. Ja Schließlich nutzt man es sogar als Argument, dass die Ungeimpften die Geimpften anstecken. Warum redet dann keiner darüber, dass die Impfung nur eine geringe Wirkung zeigt. Warum redet keiner darüber, dass steigende Inzidenzen ein Zeichen für politisches Versagen sind? In der Zeit dieser medialen Pandemie sind unzählige Arbeitsplätze und Existenzen zerstört worden. In Entwicklungsländern ist es zu Hunger und noch stärkerer Verarmung gekommen. Tausende Krankenhausbetten wurden in Deutschland abgebaut. Aber die Medien rufen noch immer nach noch härteren Maßnahmen und feiern diese unsägliche Politik. Als Ungeimpfter fühlt man sich hier wie ein Mensch zweiter Klasse. Wir Ungeimpften reichen dennoch allen die Hände. Lasst uns alles daran setzen, dieser gesellschaftlichen Spaltung eine Absage zu erteilen.

Online-Flyer Nr. 781  vom 25.11.2021

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