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Aktueller Online-Flyer vom 22. April 2021  

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Kommentar
Offener Brief an den Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern
Herr Dr. Markus Söder, Sie betreiben das Werk des Teufels, nicht das Werk Gottes!
Von Rudolf Hänsel

Mein Herr! Franz Josef Strauß, einer Ihrer Vorgänger und auch ein Politiker mit ausgeprägtem Machtstreben, war der Auffassung, dass das Schüren irrationaler Ängste – seit alters her ein Disziplinierungs- und Herrschaftsmittel skrupelloser Despoten – ein teuflisches „Spiel“ der Herrschenden sei. In einem Video aus den frühen 1980er Jahren äußerte er sichtlich empört: "Diejenigen, die Menschen verwirren, die ihnen ohne Grund Unsicherheit, Aufregung und Angst bereiten, tun das Werk des Teufels und nicht das Werk Gottes." (1)

Mein Herr, wenn ich Ihre Reden und Ihr Auftreten im Internet verfolge, muss ich stets an diese Botschaft Ihres Vorgängers denken: Als Ministerpräsident und Parteivorsitzenden der Christlich Sozialen Union (CSU) sowie als deutscher Kanzler-Aspirant und praktizierender Christ schüren Sie nicht nur Ängste bayrischer Mitbürger vor einem möglicherweise qualvollen Erstickungstod durch eine Virus-Erkrankung. Ich gehe davon aus, dass Sie wissen, was Sie tun – auch angesichts des offensichtlichen Corona-Pandemie-Schwindels.

Außerdem befürworten Sie trotz beträchtlicher Vorbehalte unabhängiger Experten und informierter Bürger wie ein Lobbyist von Big Pharma die Injektion mit dem AstraZeneca-Impfstoff „für alle“ (2) und warnen öffentlich vor der Herausbildung eines „Corona-Mobs“ durch oppositionelle Bürger und „Querdenker“, die mit den illegalen und erwiesenermaßen ineffizienten staatlichen Zwangsmaßnahmen nicht einverstanden sind. Sie beschwören sogar eine mögliche „Corona-Terrorzelle“ (RAF) herauf (3). Als Münchner Bürger war ich lange Zeit stolz darauf, ein „Bayer“ zu sein. Doch seit einem Jahr schäme ich mich dessen und erwähne es nicht mehr.

Mein Anliegen war und ist der Schutz und die Förderung der Jugend

Die Landeshauptstadt München war für mich immer Lebensmittelpunkt. Dort besuchte ich das Gymnasium, studierte ein Lehramt und arbeitete als Lehrer. In Köln gründete und leitete ich später zusammen mit Kolleginnen und Kollegen eine Modellschule für ehemalige Schulversager und absolvierte nebenher ein Promotionsstudium in Erziehungswissenschaft sowie ein Diplom-Studium in Psychologie. An den freien Nachmittagen lernte ich mit Schülern und verhalf ihnen zu einem erfolgreichen Schulabschluss.

Zurück in Bayern bekam ich einen Ruf an die bayerische „Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung“ in Dillingen/Donau und bildete als Referatsleiter die bayerischen Beratungslehrkräfte aus. Von dort wechselte ich auf Wunsch des Kultusministeriums nach München, um als Rektor die Leiterstelle der Staatlichen Schulberatung für die Landeshauptstadt und den Landkreis zu übernehmen. Dabei war ich verantwortlich für die Fortbildung von über 500 bayerischen Beratungslehrkräften.

Als Experte für Mediengewalt gab ich zusammen mit meiner Ehefrau eine Handreichung für Lehrer und Eltern über die Auswirkungen von „Unterhaltungsgewalt“ in Fernsehen, Video und Computerspielen heraus. Titel: „Da spiel ich nicht mit!“ Durch eine Förderung des bayrischen Bildungspakts erhielten alle weiterführenden bayrischen Schulen ein Probe-Exemplar. Dieses Buch und meine Vortragstätigkeiten führten dazu, dass ich zu einem längeren persönlichen Gespräch mit dem bayrischen Innenminister Günther Beckstein und als Psychologe und Vertreter Deutschlands zu einer Öffentlichen Anhörung in das EU-Parlament in Brüssel eingeladen wurde. Die letzten Jahrzehnte meiner Berufslaufbahn war ich also als Professor in der Erwachsenenbildung tätig.

Sie betreiben das Werk des Teufels

Mein Herr! Aus dem Internet und durch Kontakte mit guten Freunden erfahre ich täglich, dass viele bayerische Bürger unglücklich bis verzweifelt sind ob Ihrer äußerst restriktiven illegalen Corona-Verordnungen. Eine gute Freundin musste wie unzählige andere ihr gut gehendes Fachgeschäft aufgeben und sich um einen neuen Job bemühen. Die monatelange Massenquarantäne, der gesundheitsschädliche Maskenzwang, der in der Luft liegende Impfzwang und all die anderen bürgerfeindlichen Maßnahmen nerven, deprimieren und machen krank.

Sie dienen angeblich dem „Schutz der Gesundheit“ der Bevölkerung, bedienen jedoch in Wirklichkeit ganz andere – Ihnen sicherlich wohl bekannte – Ziele. Ein Bild von Ihnen mit Klaus Schwab, dem übel beleumdeten Gründer des Weltwirtschafts-Forums WEF, sagt mehr als tausend Worte. Hinzu kommen vermehrte Meldungen über plötzlich auftretende Sterbefälle älterer Mitbürger in Pflegheimen als Folge der ersten oder zweiten Injektion gegen das Virus (4).

Mein Herr! Wie ich eingangs bereits erwähnte, bin ich der Meinung, dass die von Ihnen verordneten Maßnahmen maßgeblich dazu beitragen, dass unzählige Menschen und mittelständische Betriebe ins Elend gestoßen werden und der gute Ruf Bayerns in Deutschland und der Welt den Bach runtergeht. Sollten Sie demnächst auch noch deutscher Kanzler werden, dann gnade uns – weiterhin! – Gott!

Dipl.-Psych. Dr. Rudolf Hänsel
Zurzeit: Belgrad/Serbien


Anmerkungen:

(1) Franz Josef Strauß zur Politik der Angst:



(2) https://www.tagesspiegel.de/politik/jeder-tag-zaehlt-ministerpraesidenten-wollen-astrazeneca-impfstoff-sofort-fuer-alle-freigeben/26959260.html
(3) https://www.rubikon.news/artikel/die-ruckkehr-der-lager
(4) https://de.rt.com/inland/113748-sechs-corona-tote-im-seniorenheim/



English version:
Open Letter to the Prime Minister of the Free State of Bavaria
Dr. Markus Söder, you are Doing the Work of the Devil, not the Work of God!

By Dr. Rudolf Hänsel

Sir! Franz Josef Strauß, one of your predecessors and also a politician with a pronounced desire for power, was of the opinion that stirring up irrational fears – since time immemorial a disciplinary and ruling tool of unscrupulous despots – was a diabolical "game" of the rulers. In a video from the early 1980s, he expressed visible indignation: "Those who confuse people, who cause them insecurity, excitement and fear for no reason, are doing the work of the devil and not the work of God." (1)

Sir, when I follow your speeches and your appearance on the internet, I always have to think of this message of your predecessor: As Prime Minister and party leader of the Christian Social Union (CSU) as well as German Chancellor aspirant and practising Christian, you do not only stir up fears of Bavarian fellow citizens of a possibly agonising death by suffocation due to a viral disease. I assume that you know what you are doing – even in view of the obvious Corona pandemic hoax.

Moreover, despite considerable reservations from independent experts and informed citizens, you advocate, like a lobbyist for Big Pharma, the injection with the AstraZeneca vaccine "for all" (2) and publicly warn against the formation of a "Corona mob" by opposition citizens and "contrarians" who disagree with the illegal and proven inefficient government coercive measures. They even conjure up a possible "Corona terror cell" (RAF) (3). As a Munich citizen, I was proud to be a "Bavarian" for a long time. But for a year now I have been ashamed of it and no longer mention it.

My concern was and is the protection and promotion of youth.

The state capital Munich has always been the centre of my life. There I attended grammar school, studied a teaching profession and worked as a teacher. In Cologne, I later founded and ran a model school for former school failures together with colleagues and completed a doctorate in education and a diploma in psychology at the same time. On my free afternoons, I studied with pupils and helped them to successfully complete their schooling.

Back in Bavaria, I received a call to the “Bavarian Academy for Teacher Training and Personnel Management” in Dillingen/Donau and trained the Bavarian guidance counsellors as head of department. From there, at the request of the Ministry of Education, I moved to Munich to take over the position of head of the State School Advisory Service for the state capital and the district. I was responsible for the further training of more than 500 Bavarian guidance counsellors.

As an expert on media violence, together with my wife I published a handout for teachers and parents on the effects of "entertainment violence" in television, video and computer games. Title: "Da spiel ich nicht mit!" (I won't play along!). Thanks to a grant from the Bavarian Education Pact, all Bavarian secondary schools received a sample copy. This book and my lecturing activities led to my being invited to a lengthy personal discussion with the Bavarian Minister of the Interior Günther Beckstein and, as a psychologist and representative of Germany, to a public hearing in the EU Parliament in Brussels. So for the last decades of my professional career, I was a professor in adult education.

You are doing the work of the devil

Sir! From the internet and through contacts with good friends, I learn daily that many Bavarian citizens are unhappy to the point of despair because of your extremely restrictive illegal Corona regulations. A good friend of mine, like countless others, had to give up her well-run specialist shop and look for a new job. The months-long mass quarantine, the health-damaging mask compulsion, the vaccination compulsion in the air and all the other anti-citizen measures are annoying, depressing and make people ill.

They supposedly serve to "protect the health" of the population, but in reality they serve quite different goals – which I am sure you are well aware of. A picture of you with Klaus Schwab, the maligned founder of the World Economic Forum WEF, says more than a thousand words. In addition, there are increased reports of sudden deaths of elderly citizens in nursing homes as a result of the first or second injection against the virus (4).

Sir! As I mentioned at the beginning, I am of the opinion that the measures you are imposing are contributing significantly to the fact that countless people and small and medium-sized enterprises are being pushed into misery and that Bavaria's good reputation in Germany and the world is going down the drain. Should you also become German Chancellor in the near future, then have mercy on us – continue! – God!

Dipl.-Psych. Dr. Rudolf Hänsel
Currently: Belgrade/Serbia


Notes:

(1) Franz Josef Strauß on the politics of fear: https://www.youtube.com/watch?v=DnEhZ471oEY
(2) https://www.tagesspiegel.de/politik/jeder-tag-zaehlt-ministerpraesidenten-wollen-astrazeneca-impfstoff-sofort-fuer-alle-freigeben/26959260.html
(3) https://www.rubikon.news/artikel/die-ruckkehr-der-lager
(4) https://de.rt.com/inland/113748-sechs-corona-tote-im-seniorenheim/


Dr. Rudolf Hänsel ist Erziehungswissenschaftler und Diplom-Psychologe.
Dr. Rudolf Hänsel is an educationalist and psychologist.




Online-Flyer Nr. 763  vom 10.03.2021

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