NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - Logo
SUCHE
Suchergebnis anzeigen!
RESSORTS
SERVICE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Aktueller Online-Flyer vom 04. Juli 2020  

zurück  
Druckversion

Globales
AUF EIN WORT: hier zur Virus-Pandemie 2020
Event 201 – deutsche Fassung
Von Erich-Günter Kerschke

"Dieses Modell" – das Modell Event 201 – "wurde ausschließlich für die Übung im Oktober 2019 verwendet und bezieht sich nicht auf die aktuellen Covid19-Ausbrüche und kann auf diese nicht angewendet werden, da sich die epidemiologischen Inputs in diesem Modell von dem unterscheiden, was in 2019-nCoV beobachtet wird." Warum müssen die Organisatoren des Events eine derartige Aussage machen? Drängt sich ein Zusammenhang nicht auf? Um dem deutschsprachigen Publikum eine eigene Möglichkeit zur Beurteilung zu geben, werden hier ins Deutsche übertragene Videos bereitgestellt, welche von der Johns Hopkins Universität/Bloomberg School of PUBLIC HEALTH/Center for Health Security, dem World Economic Forum und der Bill&Melinda Gates Foundation im Original in Englisch produziert und veröffentlicht wurden. Es sind Aufzeichnungen aus einer 3,5-stündigen Veranstaltung vom 18. Oktober 2019 in New York City.


Teil 1a: Berichte und Nachrichtensimulationen (fiktiver TV-Kanal "GNN"):




Teil 1b: Konferenzteilnehmer entwickeln erste Vorschläge:




Teil 2: Quellen zur Finanzierung und Priorisierung der Mittel:




Teil 3: Probleme mit der weltweiten Krisenkommunikation:




Die hier zur Verfügung gestellten Videos basieren auf Videos vom youtube-Kanal "centerforhealthsecurity". Sie wurden per "Transcript,Wreally" von Sprache in Text umgewandelt, ins Deutsche übertragen und dann verlesen.


Nachfolgend ein leicht gekürzter Text der Konferenz-Veranstalter – ins Deutsche übersetzt von Erich-Günter Kerschke, Kürzungen mit (…) kenntlich gemacht:

    EVENT 201-MODELL

    Haftungsausschluss: Dieses Modell wurde ausschließlich für die Übung im Oktober 2019 verwendet und bezieht sich nicht auf die aktuellen Covid19-Ausbrüche und kann auf diese nicht angewendet werden, da sich die epidemiologischen Inputs in diesem Modell von dem unterscheiden, was in 2019-nCoV beobachtet wird.

    Vorbereitet von Caitlin Rivers, PhD, MPH, JHU Senior Scholar, Asst. Professor
    Datum: 11. Oktober 2019

    Das Event 201-Modell simuliert den Ausbruch eines mäßig übertragbaren Erregers in einer vollständig anfälligen Population. Das Modell soll eine realistische Darstellung davon sein, wie eine neuartige Infektionskrankheit ohne angemessene Kontrollmaßnahmen zu einer Pandemie werden könnte.

    Modellbeschreibung

    Wir verwendeten einen gewöhnlichen Differentialgleichungsansatz, um die „Event 201-Pandemie“ zu simulieren. (…) Das Modell enthält sechs Phasen, die verschiedene Stadien der Infektion darstellen. Das Modells enthält zwei Gruppen von Personen, die in der Gemeinschaft ansteckend sind: eine Hälfte entwickelt eine leichte und die andere eine schwere Krankheit. Patienten mit schwerer Infektion sterben entweder (…) oder erholen sich (…). Wer eine leichte Infektion hat, bewegt sich sehr rasch ins Feld der wieder Gesundeten.

    Globale Verbreitung

    Nach einem ersten Ausbruch in einer Großstadt in Südamerika wurden 300 der größten Städte der Welt stochastisch (Anm.: also per Zufall) mit infektiösen Fällen gesät, um Krankheiten darzustellen, die sich über internationale Reisen verbreiten. Die Geschwindigkeit, mit der neue Städte dem Modell hinzugefügt wurden, beschleunigt sich mit fortschreitender Zeit, ähnlich wie das Wachstum der Epidemie selbst. Die Anzahl der importierten Fälle lag zwischen 1 und 4 für jede Stadt.

    Das Modell lief für jede einzelne Stadt nacheinander. Um die stochastische Natur von Ausbrüchen zu simulieren, wurden die Parameter für jede Stadt nach dem Zufallsprinzip aus realistischen Verteilungen ausgewählt. Die Infektionskraft (…) wurde aus einer Normalverteilung ausgewählt, die kalibriert wurde, um eine grundlegende Reproduktionszahl von 1,7 zu erzeugen (die Reproduktionszahl der einzelnen Städte reichte von 1,1 bis 2,6). Das Case Fatality Risk (CFR) von stationären Patienten wurde aus einer Normalverteilung mit einem Mittelwert von 14 % ausgewählt, was die erwartete Variation der Fähigkeit der Gesundheitssysteme widerspiegelt, eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten, wenn sie mit einer großen Anzahl kritisch kranker Patienten konfrontiert sind. Patienten mit leichter Erkrankung haben einen CFR von 0 Prozent, für eine Gesamtschätzung von 7 Prozent.

    Die in der Übung gemeldeten Fallzahlen beziehen sich nur auf die Gruppe der schwer Erkrankten, unter der Annahme, dass leichte Krankheiten in der Gemeinschaft weniger wahrscheinlich von Überwachungssystemen erfasst werden. Die Übung berichtet auch nur über die 300 globalen und 300 US-Städte, die im Modell vertreten sind. Aus diesen Gründen sind die im Szenario gemeldeten Zahlen konservativ. Wie alle Modelle dieser Art ist jedoch eine Kernannahme, dass der Kurvenverlauf des Ausbruchs kontinuierlich bleibt. Bei realen Ausbrüchen ändert sich ihr Verlauf ständig als Reaktion auf eine Reihe von Faktoren, wie kollektive Verhaltensänderungen, die dazu neigen, das Ausbruchswachstum zu verlangsamen.


Als Ergänzung ein fiktives Gespräch aus dem Jahr 2010 zur Coronavirus-Pandemie 2020:



(Achtung SATIRE, aber die Fakten stimmen! Wir alle sind total ahnungslos und völlig unvorbereitet. Aber bekanntlich macht doch Übung den Meister!)


Original-Quelle der hier präsentierten Videos ist:

Flohfunk TV 2
Herausgeber: Erich-Günter Kerschke, Köln

Die Beiträge von "Flohfunk TV 2" wollen darauf hinweisen, dass diese Virus-Pandemie weder die Bundesregierung noch die der Länder und die ihnen unterstellten Gesundheitsbehörden und Institute und auch nicht die Leitmedien überrascht haben dürfte. Im Gegenteil: das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelt gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut immer auch Szenarien einer Virus-Pandemie und organisiert entsprechende Übungen unter Beobachtung vieler nationaler und internationaler Organisationen (EU, ECDC, WHO), z.B. hier:
  • Auswertungsbericht der dritten länderübergreifenden Krisenmanagementübung der Projektgruppe LÜKEX (Stand: 15.04.2008)
  • BT-Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012 (…) Ergebnis Risikoanalyse „Pandemie durch Virus Modi-SARS“, Seite 55


Siehe auch:

ARTIKELÜBERSICHT Corona-Manöver
Allen Spins und Hintergründen nachspüren
Von NRhZ-AutorInnen
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26721

Online-Flyer Nr. 747  vom 17.06.2020

Druckversion     



Startseite           nach oben

KÖLNER KLAGEMAUER


Für Frieden und Völkerverständigung
FOTOGALERIE