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Aktueller Online-Flyer vom 02. Juli 2020  

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Krieg und Frieden
75. Jahrestag des Sieges über den Faschismus
Deutschland raus aus der NATO! US/NATO raus aus Deutschland!
Von Brigitte Queck (Mütter gegen den Krieg, Berlin-Brandenburg)

Hinterhältig und feige hatte das faschistische Deutschland am 22. Juni 1941 die UdSSR überfallen. An diesem Tage begann der opferreichste Krieg in der Geschichte der Völker der Sowjetunion. In den schweren Jahren des Verteidigungskrieges bewährte sich die sozialistische Gesellschaftsordnung und die führenden Rolle der Arbeiterklasse unter der klugen, sachgerechten, energischen und konzentrierten Führung J. V. Stalins, getragen vom Patriotismus aller Völker der Sowjetunion, den Feind von ihrem Territorium zu vertreiben. Nicht unerwähnt bleiben darf die Partisanenbewegung in der Sowjetunion und anderen europäischen Ländern im Rücken des Feindes.

Besonders ruhmreich war der Kampf der Sowjetsoldaten um Smolensk, Moskau, Stalingrad und in der Ukraine, die nicht nur die deutschen Faschisten, sondern auch deren rumänische, ungarische, slowenische, kroatische und spanische Verbündeten von 1941/42 vollständig besetzt hatten und in dem zwischen 1941-1944 57-76 Prozent der Gesamtzahl faschistischer Divisionen konzentriert waren.

Als die Sowjetarmee nach und nach ihre Heimat und danach auch ihre europäischen Nachbarländer vom Faschismus befreiten, wurden die Sowjetsoldaten von der Bevölkerung dieser Länder, so z. B. auch in Prag, begeistert gefeiert.

Im Buch „Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges der Sowjetunion“ - herausgegeben 1962 vom VEB Ändersen Nexö Verlag Leipzig, ausgestattet mit reichhaltigem Bildmaterial über diesen Zeitabschnitt - kann man sich davon überzeugen, wie die deutsche Wehrmacht brutal und unmenschlich in allen von ihnen besetzten Ländern gehaust hat. Deshalb war es auch kein Wunder, dass, als der Krieg vorbei war und die Menschen ein neues Leben beginnen konnten, sie ihre Begeisterung darüber auf die sie befreienden Sowjetsoldaten übertrugen und deren Opfermut feierten.

Die ganze Welt sprach damals mit höchster Anerkennung und Lob von den berühmten sowjetischen Militäroperationen, durch die es Stalin und seinem Generalstab, gestützt auf die kampfesbewusste Sowjetarmee, gelang, den brutalen, faschistischen Truppen Einhalt zu gebieten und diese siegreich zu schlagen.

Umso bedauernswerter und schändlicher ist es, dass das Europäische Parlament am 27. September 2019 mit der „Entschließung zur Bedeutung des europäischen Geschichtsbewußtseins für die Zukunft Europas“ ein skandalöses, antikommunistisches und Russland feindliches Dokument beschlossen hat.

Darin wird das herausragende Verdienst der Sowjetunion unter Führung Stalins – die letztendlich im Zusammenwirken mit den Staaten der Anti-Hitler-Koalition – den Faschismus in ganz Europa zerschlagen hat, in den Schmutz getreten.

Dieses Vorgehen ist ahistorisch und gegen die internationalen Abkommen der Anti-Hitler-Koalition von Teheran, Jalta und Potsdam, ja, gegen die UNO selbst, gerichtet. (1)

Seit dem international anerkannten Nürnberger Kriegsverbrecherprozess von 1945/46 stehen faschistische Kriminelle außerhalb des Völkerrechts.

Das trifft auch auf das verbrecherische Vorgehen der US/NATO nach dem 2. Weltkrieg gegen Staaten zu, die einen anderen, als den kapitalistischen, Entwicklungsweg eingeschlagen haben, oder einschlagen wollen.

Die US/NATO sind mit ihren Angriffskriegen, die bis in die Gegenwart andauern, quasi in die Rolle des faschistischen Deutschlands von 1939-1945 geschlüpft.

Ihre Hauptfeinde sind nach dem selbst verschuldeten Zusammenbruch des sozialistischen Weltsystems, die Volksrepublik China, das sich in der Anfangsetappe des Sozialismus befindet und Russland, das unter Führung Wladimir Putins eine starke Kraft gegen imperialistische Interessen in der Welt darstellt.

Unsere gegenwärtige Aufgabe besteht darin, zusammen mit allen antifaschistischen und human denkenden Menschen einen dritten - einen atomaren - Weltkrieg zu verhindern.

Den Friedenskräften in Deutschland, bestehend aus Antifaschisten, Kommunisten, Freidenkern und Christen kommt dabei eine bedeutende Rolle zu.

Die NATO-Defender-Übungen an der Grenze zu Russland (die trotz der Corona-Krise nicht abgesagt wurden), die weitere Aufrüstung Deutschlands im Rahmen der NATO und die völkerrechtswidrige nukleare Teilhabe Deutschlands innerhalb des aggressiven Militärbündnisses der NATO müssen bekämpft werden.

Es gelten nach wie vor die Losungen der Friedensbewegung: „Deutschland raus aus der NATO !“ und „US/NATO raus aus Deutschland!“

Vor allem aber fordern wir, die ausländischen Militärstützpunkte in Deutschland zu schließen und die von den US/NATO in Deutschland stationierten Atomwaffen abzuziehen.

Wir stehen an der Seite Russlands, der Volksrepublik China, der KVDR, Vietnams, Kubas, Venezuelas und Syriens als STAATLICHE Bastionen gegen Aggressionskriege und Faschismus! Venceremos!


Fußnote:

1 siehe UNO-Zusatzabkommen von 1974 mit Aggressionsdefinition
https://www.un.org/depts/german/gv-early/ar3314_neu.pdf

Online-Flyer Nr. 743  vom 06.05.2020

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