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Aktueller Online-Flyer vom 08. Juli 2020  

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Globales
Corona: Afrika nutzt eigene Erfahrungen
Die Menschheit in den Mittelpunkt der internationalen Beziehungen stellen
Von Georges Hallermayer

Klar, Afrika verfügt nicht über so entwickelte Gesundheitssysteme wie die industrialisierten Länder. Die medizinische Infrastruktur wurde durch neoliberale Kreditbedingungen erzwungenermaßen „eingeschmolzen.“ Um nur ein Beispiel zu nennen: Im Jahr 1952 kam im Senegal pro 1732 Einwohner ein Beauftragter für den ambulanten Gesundheitsdienst (agent d’hygiene). Heute, während der Corona-Pandémie nur noch einer auf 33.707 Einwohner. Das Departement der Hauptstadt Dakar (1,2 Mio. Einwohner) bräuchte 573, hat aber nur 34 Beauftragte (Zahlen aus 2018 nach Guy Marius Sagna in: Fernent April 2020). So ist auch Senegal nicht in der Lage, wie in Asien auf die Verbreitung der Krankheit zu reagieren. Ein Krankenhaus versorgt über eine halbe Million Einwohner, mehr als um die Hälfte überbelastet, ähnlich wie die 842 Ärzte, die 2000 Krankenschwestern (also 1 auf 8000 Einwohner) und 1333 Hebammen. Nichtsdestotrotz wurde das Budget des Gesundheitsministers im Vergleich zu 2019 um 7 Prozent gekürzt.

Aber der schwarze Kontinent, seit Jahrhunderten gefangen in Analphabetismus, Infantilität, Obskurantismus und Korruption hat dennoch einen großen Vorteil: die Erfahrung mit Epidemien wie Ebola und Cholera, Zika und Malaria. Afrika kennt die damit verbundenen tödlichen Risiken und dementsprechend die Notwendigkeit, schnell und massiv die Verbreitung einzudämmen. So hatte 2014 Marokko gegen heftigste internationale Proteste als Veranstalter einseitig den Afrika-Cup im Fußball abgesagt, um die Ausbreitung von Ebola zu vermeiden.

Die Pandemie erreichte den Kontinent relativ spät, ähnlich wie die USA, aber die Reaktionen erfolgten umgehend. Bereits am 7. Februar diskutierte der senegalesische Außenminister Amadou Ba mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi in einer Telefonkonferenz über „effektive Maßnahmen, um die Epidemie zu bekämpfen“ (Xinhua, 8.2.2020).

Marokko zum Beispiel schloss Flug- und Seehäfen am 13. März, nachdem die siebte Corona-Infektion entdeckt war. Am 20. März schloss der Senegal die Landesgrenzen, gefolgt von Burkina Faso, der Elfenbeinküste und Kamerun mit den Folgen, den Handel zwischen Dakar und Casablanco total zu blockieren (Le Monde 28. März). Die Europäische Union folgte erst am 17. März, als Frankreich 7.730 Infizierte und 175 Tote zählte und die Tagesschau 6012 Infizierte in Deutschland meldete.

Am 19. April waren auf dem Kontinent 21.000 Infizierte und 5.000 Genesene registriert. Der für den Großteil der Bevölkerung buchstäblich tägliche Kampf ums Überleben immunisiert gegen eine Panikreaktion wie in Europa. Die medial verstärkten Horrorprognosen über Millionen Tote verpuffen einerseits mangels ausreichender massenmedialer Verbreitung (im Senegal 54 Prozent Analphabetismus), andererseits verstärken sie die Abneigung gegen das neokoloniale Europa bis zur Angst vor Weiße, da die zuerst getesteten Corona-Fälle per Flugzeug von Europäern eingeschleppt wurden, wie selbst “Der Spiegel“ am 5. April schrieb.

Noch dazu, wo Afrika, vorgeschlagen von zwei französischen „Wissenschaftlern“ als Testlabor und Afrikaner als Versuchskaninchen für die zu entwickelnden Impfstoffe multinationaler Pharmaunternehmen herhalten solle. Trotz des vom kenianischen Senator Wetangula auf der Plattform Tuko losgetretenen Protestschreis kam umgehend aus der Demokratischen Republik Congo vorauseilende Zustimmung, wie der kenianische „Monitor“ am 4. April meldete.

Eine neue Erfahrung allerdings mussten die Eliten Afrikas, Wirtschaftsbosse wie Politiker, seit der Unabhängigkeit zum ersten Mal machen. Die Pandemie bzw. der lockdown verhinderte den „medizinischen Tourismus“ oder wie es Jacques Foccart sich ausdrückte, der „Monsieur Afrique“ im Pariser Elysee Palast: „la diplomatie medicale“. Das hopital americain“ in Neuilly oder das Hospital „Quiron de Marbella“ war ihnen versperrt. So musste, um nur ein Beispiel zu nennen, auch die rechte Hand des nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari, der Chef der Staatskanzlei Abba Kyari, in Quarantäne verbleiben, ohne wie jener 2017 in London in sicheren Händen zu sein. France 24 meldete am 18. April sein Ableben. Umgekehrt litt das neo-koloniale Herren-Image der Unverletzlichkeit im Angesicht des durch die Pandemie-Welle überwältigt scheinende Gesundheitswesens in Italien und Spanien...

Der Umstand, dass der Marseiller Virologie Professor Didier Raoult jahrelang in Dakar Ko-Direktor am dortigen Forschungsinstitut war, half möglicherweise, seinen Empfehlungen zu folgen, und ein in der Bekämpfung von Malaria bewährte Medikament auszuprobieren. Nicht nur Senegal, auch Madagaskar, Kamerun, Südafrik Burkina Faso folgten wie Marokko und Tunesien den Empfehlungen des Marseiller Professors Didier Raoult, das mit anderen Mitteln kombinierte Medikament auf der Basis von Hydroxychlorine zur klinischen Behandlung von Covid-19 auszugeben. Wie „france24“ am 19. April meldete, lieferte Indien, neben China Hauptproduzent des Grundstoffs, für Covid-19-Patienten Hydroxychlorine an die Vereinigten Arabischen Emirate.

Starke Nebenwirkungen und ein Todesfall infolge von Selbstmedikation befeuerten eine kontroverse Debatte vor allem in Frankreich. Lobbyisten der Pharmaindustrie wie die geoutete Virologin Karin Lacombe tun sich besonders hervor. Frankreichs Präsident Macron erklärte Hydroxychlorine zur Chefsache und sprach in Marseille mit Prof. Raoult. Er hielt sich die Option offen, wie auch die für das Milliardengeschäft einer weltweiten Impfkampagne.

Auf “Le Nouvel Afric“ vom 16. April sagte Prof. Moussa Seydi, Chefarzt des Hopital de Fann in Dakar: „Die Patienten gesunden schneller“. Die auf Kliniken beschränkte Anwendung solle auch den Handel mit gefälschten Medikamenten ausschließen, der nach WHO einen Marktanteil von 60 Prozent umfasst (jeune afrique 18. Januar). Die Dosis des Medikaments wurde auf die Hälfte dessen reduziert, was bei Malaria verabreicht wurde. Das Resultat: Im Senegal gibt es nur zwei Tote in zweieinhalb Monaten und 61 Prozent der Patienten sind geheilt. Zum Vergleich wurden in Algerien 30 Prozent geheilt, 15 Prozent der Getesteten sind gestorben. Allerdings warnte Prof. Ousmane Faye vom Institut Pasteur in Dakar: „Wir sind noch zu weit weg, um das Ende des Tunnels zu sehen“, denn die Zahl der Neuinfektionen sei noch relativ stabil. So meldete die gambische „The Point“ am gleichen Tag 21 neu positiv Getestete im Senegal bei insgesamt 335 Krankheitsfällen. Auf der anderen Seite seien allerdings 16 in New York lebende Senegalesen mit Covid-19 verstorben.

Auf Madagaskar - zwar aus Brasilien eingeschleppt, kostete Covid-19 noch keine Todesopfer unter den 121 getesteten Infizierten - wird auf das heimische Artemisia zurückgegriffen (Le Monde Afrique 22. April). Die Blätter der Pflanze sind der Grundstoff des Malaria-Medikaments der Traditionellen Chinesischen Medizin – Professorin To You You bekam dafür 2015 den Nobelpreis für Medizin. Präsident Andry Rajoelina verordnete den Schulkindern Artemisia-Tee zu trinken.

Renommierte Forscher neben Moubarack LO an der an die Staatskanzlei des senegalesischen Präsidenten angebundenen Statistikbehörde „Bureau de prospective economique“ (BPE) - ihre Prognosetätigkeit machte Corona hinfällig – machen der „Fliegenbeinzählerei“ der privaten Johns Hopkins Universität in Baltimore mit einem globalen Barometer wissenschaftlich fundierte Konkurrenz. In dem „Incice de severite du covid-19“ sind drei Elemente integriert: die Übertragbarkeit des Virus, die Schwere der Krankheit und ihre Auswirkungen (Dakaractu 21.April). Wen wundert’s, dass Großbritannien (Platz 132) und die USA (128) das Ende zieren, Vietnam ( Platz 4) vor China (14) steht und Deutschland (Platz 25) einnimmt.

Eine weitere Erfahrung half, mit den bescheidenen Mitteln der bestehenden medizinischen Infrastruktur der Epidemie entgegenzutreten: vor allem in den Städten, Auffällige mit Krankheitssymptomen zu testen und zu isolieren, aber nicht wie in Deutschland, Kontakte zu verbieten bzw. Distanzregelungen zu erzwingen. Wo, wie im Senegal, über die Hälfte der Bevölkerung nicht lesen und schreiben kann, wo Wasser äußerst knapp und der Zugang schwierig ist, sind Hygieneregeln kaum umzusetzen. Der südafrikanische Stadtplaner Prof. Alfred Omenya betonte in „talk africa“ am 19. April , „urban poor“, die arme Bevölkerung in den Slums sei besonders von der Krise betroffen, denn ihre Jobs seien massenhaft weggebrochen, was auch große Teile des Mittelstandes betrifft. Wo kinderreiche Familien auf engstem Raum hausen und wo fast 90 Prozent der Bevölkerung informell, das heißt „schwarz“ wirtschaftet, ist „social distancing“, sind Abstandsgebote und rigide Besuchsregelungen oder Ausgangsverbote weltfremd, kontraproduktiv, im Endeffekt diktatorisch.

Die bei uns exerzierten Maßnahmen würden zum Hungern verurteilen und werden Aufstände provozieren wie sie in Südafrika, Nigeria und Ägypten bereits auftreten. In Cote d’Ivoire haben in Abidjan sogar Einwohner das im Aufbau befindliche „Corona-Centrum“ am Sonntag, 5. April zerstört.

Im Senegal gibt es seit der Erklärung des auf drei Monate beschränkten Ausnahmezustands am 23. März nur eine nächtliche Ausgangssperre, Schulen, Universitäten und Wochenmärkte wurden geschlossen. Am 1. April ließ sich der Präsident vom Parlament autorisieren, per Dekret zu regieren. Die senegalesische Regierung habe in den letzten Wochen 145.000 Tonnen „basic commodities“, also Grundbedarfsmittel an die Bevölkerung ausgegeben (All Africa 16. April) – ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Karim Bendhaou, der Chef der deutschen Pharma-Gruppe Merck in Afrika, brachte es im Interview mit „jeune afrique“ am 14. April auf den Punkt: „99 Prozent werden den Virus überstehen, ein Prozent tötet er. (…) Man braucht eine äußerst breite Testkampagne, die positiv Getesteten in Quarantäne zu halten und die Negativen frei zu lassen.“

Der „strategische Partner“ Chinas erhielt ebenso wie 26 andere afrikanische Länder 20.000 Test-Kits, 100.000 Masken und 1000 Schutzbekleidung, am 19. auch noch Guinea-Bissau, als Hilfslieferung der chinesischen Regierung und partizipierte auch an der Unterstützung der Jack Ma Foundation des Alibaba-Gründers (africareport 24. April). Dazu unterstützen Mediziner-Teams drei Monate lang die Ärzte vor Ort, wie die Gruppe von zwölf Mediziner aus der Provinz Sichuan, die mit vier Containern Material am 18. April in Addis Abeba landeten. Auch wenn dies bei weitem nicht die Mängel im Gesundheitssystem ausgleichen kann, hilft es dennoch über die Zeit, bis nationale Mittel greifen. Zusätzlich bietet Chinas Nationale Gesundheitskommission eine Reihe von Diagnose- und Behandlungsplänen von unbezahlbarem Wert an. Virologen in Südafrika und Nigeria organisieren in Partnerschaft mit Beijing regelmäßige wissenschaftliche Videokonferenzen, an denen sich Ärzte unter anderem aus Senegal, Mali und der Demokratischen Republik Kongo beteiligen.

Die gemäß „Global Research“ vom 6. April vom US-Außenminister Mike Pompeo erst angekündigten mehr als bescheidenen 62 Mio. Dollar der US-Agentur für Internationale Entwicklung – weniger als der Pentagon in einer Stunde ausgibt – werden in einer Art Doppelstrategie ergänzt. (Das Pentagon-Budget umfasst enorme 746 Mrd. US-Dollar, also etwa 2 Mrd.$ pro Tag oder 80 Mio. Dollar pro Stunde.). Zum einen sollen unbewiesene Behauptungen in internationalen Verleumdungskampagnen mit Schlagzeilen wie „China-Virus“ „entwickelt in Wuhan“ „zu Schadenersatz verpflichtet“ vergessen machen, dass die USA die Dominanz, die sie noch in der Ebola-Krise spielte, verloren hat. Zum anderen steht die drohende Absicht im Raum, sich militärisch zurückzuziehen (Jeune Afrique 16. Februar). Minister Pompeo hatte im Februar seinen Besuch im Senegal (und Angola und Äthiopien) angesagt, vor allem um den Einfluss Chinas zurückzudrängen (The Africa Report 17. Februar). Wir werden sehen, wer sich noch an den „Blame Games“ beteiligt, den „trade war“ auf eine Nach-Corona-Eskalationsstufe zu treiben..

Präsident Macky Sall wandte sich am 8. April mit einer Grundsatzrede an seine Bevölkerung (allAfrica 9. April): „Afrika und die Welt angesichts Covid-19. Die Perspektive eines Afrikaners“. Ausgehend von den anzustrengenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie leitete er den aktuellen Bedarf an medizinischen Mitteln ab. Im Lande sei ein Corona-Fonds zu bilden, aus dem die vordringlichsten Schritte zu finanzieren seien. So haben in Nigeria Privatunternehmer 66 Mio. Dollar in einen solchen Fonds gesammelt.

Die afrikanischen Finanzminister forderten bereits im März 100 Mrd. Dollar vom Weltwährungsfonds bzw. Weltbank, um 44 Mrd. Zinsen für insgesamt 700 Mrd. Kreditbelastung bezahlen zu können (quartz 18. April). Macky Sall verlangte dringlich einen Erlass der Schulden – in einer koordinierten Initiative mit Emmanuel Macron - oder wenigstens des Schuldendienstes: 18 afrikanische und europäische Staats- und Regierungschefs (darunter Angela Merkel) und Vertreter der Europäischen und Afrikanischen Union haben nach Jeune Afrique vom 15. April diese multilaterale Antwort für Afrika gefordert, nachdem bereits UNO-Generalsekretär Antionio Gutierrez ein Moratorium gefordert hatte – ein Anfang…

Im vergangenen Jahr hat Senegal zwei Eurobonds jeweils in Höhe von 1 Mrd. Euros zu 6 Prozent und 4,75 Prozent Zinsbelastung bei einer Laufzeit von 10 Jahren aufgelegt – angesichts des europäischem Minuszins-Niveau eine neokolonialistische Belastung. Der senegalesische Präsident hatte im Dezember letzten Jahres auf einem internationalen Koloquium zusammen mit den Präsidenten von Niger, Benin, Togo, Burkina Faso, Cote d’Ivoire den „Washington Consensus“ mit den inkriminierten Kreditbedingungen für obsolet erklärt und für einen „Dakar Consensus“ plädiert (Afrika-Bulletin 177, März 2020, S. 12 f.)

Der Weltwährungsfonds (IMF) konnte sich dem Druck nicht länger entziehen und erließ nunmehr den 25 ärmsten Ländern Afrikas den Schuldendienst in Höhe von insgesamt 500 Mio. Dollar für das kommende halbe Jahr, um die „schwachen finanziellen Mittel dem Gesundheitsdienst zu widmen“ (Financial Afrik 14. April). Allerdings ist der Senegal wie auch die Elfenbeinküste nicht darunter: Der IMF hatte dem Senegal bereits vorher insgesamt 442 Mio. US-Dollar freigegeben zur „Deckung des dringenden Zahlungsbilanzbedarf im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie“, so das bei allAfrika am 13. April veröffentliche IWF-Dokument. Und wie „france24“ am 18. April meldete, genehmigte der IMF der Elfenbeinküste einen Kredit über 886,2 Mio. Dollar.

Die in den internationalen Medien aufgeworfene kritische Frage, wo denn ein Schuldenerlass der VR China bleibe, beantwortete das chinesische Außenministerium, dies werde bilateral im Gespräch mit den jeweiligen Ländern entschieden. Den Raum dafür dürfte nächstes Jahr das turnusmäßig alle 3. März 2021 im Senegal von Macky Sall und Xi Jin Ping eröffnet wird. Dann werden nicht nur die insgesamt 60 Mrd. Kredite aus den vergangenen drei Jahren ausgewertet, sondern in erster Linie nach Corona den intraafrikanischen Handel, der seit Jahren bei 14 Prozent stagniert, nunmehr zollfrei in Schwung zu bringen sein. Aber dabei wird sicher die Perspektive der verarbeitungs-industriellen Entwicklung der afrikanischen Länder schärfer ins Auge gefasst.

Drei Lektionen, schreibt Macky Sall, seien aus der Krise zu lernen: Erstens, dass alle Menschen, Jung und Alt, Reiche wie Arme gleichermaßen verletzlich seien. Zweitens, die Krise lege der Welt ihre eigenen Widersprüche offen. Es sei paradox, auf der einen Seite Fortschritt und Wachstum bis zur Eroberung des Weltraums, auf der anderen Seite mangele es an Ausrüstung zum Schutz des medizinischen Personals. Und ohne erschöpfend sein zu wollen, sei die dritte Lehre: die Pandemie ebenso wie die Gefahren der Umwelt und des Terrorismus zeige die objektiven Grenzen des Nationalstaates bei der Reaktion auf grenzüberschreitende Bedrohungen.

„Es ist also an der Zeit, aus unseren Fehlern und Begrenzungen zu lernen, die Reihenfolge der Prioritäten neu zu definieren, der Realwirtschaft einen vollen Sinn zu geben, indem wir mehr in Landwirtschaft, nachhaltige Energie, Infrastruktur, Gesundheit, Bildung und Ausbildung investieren, um eine Entwicklung zu erreichen, bei der es um das Wohlergehen des ganzen Menschen geht. Es ist an der Zeit, Fragen der öffentlichen Gesundheit gleichberechtigt neben Frieden, Sicherheit, Umwelt, dem Kampf gegen den Terrorismus und andere grenzüberschreitende Verbrechen zu betrachten. Es ist an der Zeit, gemeinsam an der Schaffung einer neuen Weltordnung zu arbeiten, die den Menschen und die Menschheit in den Mittelpunkt der internationalen Beziehungen stellt.“


Top-Bild: aus Karikatur von Kostas Koufogiorgos


Siehe auch:

Petition – gerichtet an Bundes- und Landesregierungen
Sofortige Aufhebung aller in der "Corona-Krise" verfügten Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten!
Von Helene und Dr. Ansgar Klein
NRhZ 740 vom 18.03.2020
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26705

ARTIKELÜBERSICHT Corona-Manöver
Allen Spins und Hintergründen nachspüren
Von NRhZ-AutorInnen
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26721

Online-Flyer Nr. 742  vom 29.04.2020

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