NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - Logo
SUCHE
Suchergebnis anzeigen!
RESSORTS
SERVICE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Aktueller Online-Flyer vom 23. Oktober 2020  

zurück  
Druckversion

Kommentar
Was sollten wir Menschen heute und in Zukunft am ehesten lernen?
„Gnothi seauton“ – „Erkenne dich selbst!
Von Rudolf Hänsel

Die gegenwärtige Ausnahmesituation könnte Anlass sein, uns auf uns selbst zu besinnen und zu erkennen, welche speziellen Stärken und Kräfte in uns stecken und wie wir diese für das Gemeinwohl nutzen können. Auch über unsere Schwächen sollten wir nachdenken und uns Gedanken machen, wie wir sie mithilfe von Freunden überwinden. Ebenso lohnt es sich zu überlegen, wie wir die Kostbarkeit „Leben“ auf unserem Planeten schützen können – Menschen, Tiere, Pflanzen. Dieser Aufgabe würde sich auch unsere Jugend anschließen, wenn wir in ihnen die Liebe zum Leben – zu allem Leben – wecken und sie ehrlich mit ihnen teilen. Was also ist der Sinn des Lebens? (Adler) Die griechische Philosophie und auch christliche Autoren geben uns reichlich Anregungen. Während dieser Nachdenkpause wird sich zeigen, was hinter dem bisher noch undurchdringlichen Nebel der ausgerufenen Pandemie wirklich abgeht und vor unser aller Augen verborgen werden soll: Was machen die US/NATO-Soldaten, von denen die "meisten" laut Bundeswehr-Streitkräftebasis im Rahmen des "unterbrochenen" US-Manövers "Defender Europe 2020" "ihre Zielstandorte erreicht" haben? (1)(2)(3) Was steckt hinter dem weltweiten ökonomischen Kollaps? Warum werden wir Bürger gegen unseren Willen weggesperrt? Wir wollen doch keinen kollektiven Selbstmord begehen.


„Erkenne dich selbst!“ (Gnothi sauton) als Gravur mit einem stilisierten Auge auf Schloss Buonconsiglio in Trient (Bild frei verwendbar)

Der Spruch „Erkenne dich selbst!“ ist um die Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. an einer Säule vor dem Apollotempel in Delphi angebracht worden. Daneben steht eine weitere Weisheit: „Nichts im Übermaß“. Wikipedia gibt uns zu diesem Spruch interessante Hinweise über Herkunft und Bedeutungen (4).

Die Forderung, sich selbst zu erkennen, zielte ursprünglich auf die Einsicht in die Begrenztheit und Hinfälligkeit des Menschen und sollte zur Bescheidenheit führen. In der stoischen Tradition wurde diese Selbsterkenntnis eingebettet in das Bestreben, in „Übereinstimmung mit der Natur zu leben“.

Für Platon ging es zuvorderst darum, dass der Mensch Wissen um das eigene Nichtwissen erlangen solle und durch rechte Einsicht seinen Charakter veredle und Tugend kultiviere. Sein Konzept der Selbsterkenntnis der Seele besagt, dass sich der Mensch als das erkennen solle, was er sei, nämlich eine den Körper bewohnende und gebrauchende unsterbliche und gottähnliche Seele. Die Neuplatoniker deuteten die Forderung der delphischen Maxime als Aufforderung zur Selbsterkenntnis der Seele hinsichtlich ihrer göttlichen Herkunft, Natur und Bestimmung. Nicht in der Außenwelt sei die erlösende Wahrheit zu finden, sondern in der Besinnung der Seele auf sich selbst.

Die platonische Auslegung des Spruchs, die positive Aspekte der Selbsterkenntnis betonte, wirkte sich auch auf den römischen Philosophen Cicero aus. In einem Brief an seinen Bruder meinte er, dass sich der Sinn des Spruches nicht darauf beschränke, die Anmaßung einzudämmen, sondern dass es auch um die Aufforderung darum gehe, das uns eigentümliche Gute (bona nostra) zu erkennen.

„Christliche Autoren der Antike wie Clemens von Alexandria und Origenes behaupteten, der Gedanke stamme ursprünglich aus dem Alten Testament und sei von den Juden zu den Griechen gelangt. Petrus Abaelardus verwendete die Forderung als Titel seiner Ethik (Ethica seu scito se ipsum) und betonte damit die Bedeutung der Vernunft und der Gesinnung als Grundlage sittlichen Handelns.“ (4).


Fußnoten:

1 DEFENDER Europe 2020
"Unter den 37.000 Soldatinnen und Soldaten werden über 20.000 sein, die aus Kontinental-Amerika mitsamt Material und Fahrzeugen in West-Europa ankommen und danach durch 10 Länder gen Osten fahren."
https://www.bundeswehr.de/de/organisation/streitkraeftebasis/uebungen/defender-europe-20

2 DEFENDER-Europe 20: US-Streitkräfte unterbrechen Verlegeoperationen
Presse- und Informationszentrum der Streitkräftebasis am 13.03.2020
"...die meisten Truppenteile haben ihre Zielstandorte erreicht."
https://www.presseportal.de/pm/114358/4546748

3 DEFENDER-Europe 20 mit reduziertem Truppenumfang
Host Nation Support Streitkräftebasis am 13.03.2020
"Geplant war, insgesamt rund 29.000 Soldatinnen und Soldaten der US-Streitkräfte nach Osteuropa zu verlegen... Die meisten Truppenteile haben ihre Zielstandorte erreicht."
https://www.bundeswehr.de/de/organisation/streitkraeftebasis/aktuelles/defender-europe-20-mit-reduziertem-truppenumfang-222744

4 Gnothi seauton („Erkenne dich selbst!“) ist eine vielzitierte Inschrift am Apollotempel von Delphi.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gnothi_seauton


Dr. Rudolf Hänsel ist Diplom-Psychologe und Erziehungswissenschaftler




Top-Bild: aus
Karikatur von Kostas Koufogiorgos

Siehe auch:

Petition – gerichtet an Bundes- und Landesregierungen
Sofortige Aufhebung aller in der "Corona-Krise" verfügten Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten!
Von Helene und Dr. Ansgar Klein
NRhZ 741 vom 31.03.2020
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26705



Online-Flyer Nr. 740  vom 25.03.2020

Druckversion     



Startseite           nach oben

KÖLNER KLAGEMAUER


Für Frieden und Völkerverständigung
FILMCLIP


negro spiritual for JULIAN ASSANGE
Von Arbeiterfotografie
FOTOGALERIE


Schluss mit der PLANdemie der Angst
Von Arbeiterfotografie