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Aktueller Online-Flyer vom 14. Dezember 2019  

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Globales
US-Krieg gegen Rivalen China:
Der Count-Down läuft!
Von Wolfgang Effenberger

Bereits im ersten Amtsjahr - am 13. November 2009 - bezeichnet sich US-Präsident Barack Obama in einer Grundsatzrede vor seinem pazifischen Verbündeten Tokio als „erster pazifischer Präsident“ der USA, denn die „Geschichte von Amerika und des asiatischen pazifischen Raumes sind nie enger miteinander verbunden gewesen“ (1). Gleichzeitig kündigte er ein stärkeres Engagement in den asiatischen Ländern an und betonte den Führungsanspruch der USA in der Welt. Anfang Oktober 2011 unterstrich die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton die neue Außenpolitik ihres „ersten pazifischen“ Präsidenten als „Schwenk nach Asien“: „Die Zukunft der Politik wird in Asien entschieden, nicht in Afghanistan oder im Irak, und die Vereinigten Staaten werden im Mittelpunkt der Aktion stehen.“ (2) Damit sei die Verlegung des Einsatzschwerpunktes des US-Militärs vom Großraum Naher Osten hin nach Asien zwangsläufig. Und am 9. Februar 2012 sprach Admiral Samuel Locklear im Verteidigungsausschuss des US-Senats anlässlich seiner Nominierung zum Chef des amerikanischen Pazifik-Kommandos Klartext: „Wir sind eine Großmacht in Asien. Die Chinesen und die anderen Länder der Region müssen begreifen, dass die USA bereit sind, dort ihre nationalen Interessen zu verteidigen.“ (3)

Anfang Oktober 2014 zeigten auf der Konferenz der „Association of the United States Army“ (AUSA) hohe Offiziere und Vertreter des US-Verteidigungsministeriums die Vision künftiger bewaffneter Konflikte. Inmitten von Lobbyisten der Waffenindustrie, deren Firmen die neuesten Waffensysteme präsentierten, wurde das neue TRADOC-Dokument 525-3-1 „Win in an Complex World 2020-2040“(4) vorgestellt. Das United States Army „Training and Doctrine Command“ (TRADOC) ist eines von drei Heereskommandos auf Armeeebene und damit eines der wichtigsten Kommandos der US-Streitkräfte.

Diese Veranstaltung veranlasste Bill van Auken und David North zu einem geharnischten Artikel im Sprachrohr des „Internationalen Komitees der Vierten Internationale“ (IKVI): „US-Armee entwirft Blaupause für dritten Weltkrieg.“ (5) Beide Autoren schließen aus dem Text des Dokuments auf äußerst bedrohliche Implikationen, denn für die Streitkräfte wurde an erster Stelle der Abbau der Bedrohung durch Russland und China genannt, an zweiter Stelle stand die Bedrohung durch Nordkorea und Iran und erst an dritter der Terrorismus. Erfolgreich verschob das amerikanische Militär unter ihrem ersten „pazifischen“ Präsidenten seine Kapazitäten massiv in Richtung Asien.

Dann kam Donald J. Trump. Noch als Präsidentschaftskandidat brachte er 2016 im Wahlkampf das Buch „GREAT AGAIN“ heraus. Im Kapitel „Außenpolitik: Kämpfen für den Frieden“ prognostiziert er, dass China in den nächsten 10 Jahren die USA als weltgrößte Wirtschaft ablösen wird und stellt fest: „Wir haben uns kampflos ergeben. Es gibt Menschen“, so Trump weiter, „die wünschen, ich würde China nicht als unseren Feind bezeichnen, aber das ist das Land doch!“ (6)

Diese Einstellung Trumps gegenüber China wird dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping wohl kaum verborgen geblieben sein. Am Wahltag Trumps gratulierte Xi und drückte die Hoffnung auf eine Zusammenarbeit „mit Respekt und ohne Konfrontation“ aus. (7)

Doch der Aufstieg Chinas ist den USA ein Dorn im Auge. Nach der Katastrophe in Libyen hat China begonnen, aus der zweiten Reihe heraus die Interventions- und Regime-Change-Pläne der USA in Syrien und Venezuela erfolgreich zu durchkreuzen. Von der westlichen Öffentlichkeit unbemerkt, machte der chinesische Drachen in den letzten Jahrzehnten technologisch, wirtschaftlich, aber auch, was den Wohlstand betrifft, einen riesigen Sprung nach vorn.

Zum Vergleich die prozentualen Anteile des weltweiten Brutto-Inlandprodukts (BIP) (8):



Der Politikwissenschafter Graham Allison vertritt in seinem 2017 erschienenen Buch „Destined for War. Can America and China Escape Thucydides' Trap?“ die These, dass sich China heute in der Rolle des zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufsteigenden europäischen Landmacht Deutschland befindet. Was heute die USA sind, war damals die globale Seemacht Großbritannien. Die Thukydides-Falle beschreibt einen in der Geschichte anscheinend immer wiederkehrenden Vorgang vom Abstieg einer Großmacht und dem Aufstieg einer zweitrangigen Macht, ein Vorgang der häufig im Krieg mündete. Auf diese sog. "Thukydides-Falle" spielte der chinesische Staatsrat und Außenminister Wang Yi an, als er 2017 sagte: "China hat das Vertrauen, den historischen Präzedenzfall durch einen verbesserten Dialog und Koordination mit der US-Seite zu vermeiden." (9) Wang sieht in einer internationale Kooperation - hier sei auf die Shanghai-Organisation, die BRICS-Staaten und das neue Seidenstraßenkonzept „One Belt, One Road“ verwiesen - die einzig mögliche Wahl. In einer vernetzten Welt müssen die Interessen der aufstrebenden und der etablierten Mächte für alle Seiten zufriedenstellend in Einklang gebracht werden. Konflikte würden, so Wang, nur zu einer Verlust-Verlust-Situation führen. Das konnten Deutschland und Großbritannien nach dem Ersten Weltkrieg eindrucksvoll beweisen.

Aber werden die USA - immerhin bei China hoch verschuldet - diese Konkurrenz einfach hinnehmen? Zehn Jahre nach Obamas Grundsatzrede und vier Jahre dem TRADOC-Strategiepapier scheint die Trump-Administration entschlossen, „China im Kampf um globale ökonomische, technologische und militärische Vorherrschaft zu schlagen“ (10).

In gewohnter Weise wird nun das bekannte Operationsbesteck ausgepackt: Agitation und Propaganda, Sanktionen, Destabilisierung weiterer China-Anrainer durch islamische Terrorgruppen (wie des IS als Nachfolger der von den USA ins Leben gerufenen Terrorgruppe Al-Kaida), Zündeln in der Straße von Taiwan als auch an der chinesischen Westgrenze. Und nicht zu vergessen der Aufruhr in Hongkong. All das in Übereinstimmung mit dem TRADOC-Papier von 1994. Es legte die Rolle der US-Streitkräfte für das 21. Jahrhundert fest, ein Jahrhundert des weltweiten Krieges widerstrebender Ideologien. Man befinde sich in einer dynamischen Ära, einer „Welt im Übergang“- eine blumige Umschreibung für blutige Kriege. Neu eingeführt wurde dort die Handlungsanweisung „OPERATION OTHER THAN WAR“ (OOTW) (11). Mithilfe der zivilen Unterstützung, Friedensoperationen, Katastrophenhilfe usw. sollen Strukturen aufgebaut und der Weg in den Krieg geebnet werden.



Während im Osten von China, in Hongkong, vermummte Aktivisten Straßen blockieren, Pflastersteine und Brandsätze werfen, können im Westen Chinas – in der Provinz Xinjiang – die Uiguren, ein mehrheitlich sunnitisches Turkvolk, gegen Peking in Stellung gebracht werden. Im Kampf gegen den Terror hatten die USA 22 Uiguren gefangen genommen und in Guantanmo inhaftiert. Nun erkannte Washington das revolutionäre Potential der Uiguren und begann, für die Gefangenen Aufnahmeländer zu finden. Fünf fanden in Albanien Asyl, die restlichen 17 sollte die Bundesrepublik aufnehmen, was schließlich abgelehnt wurde. Dafür hat sich in München dank eines uigurischen Mitarbeiters des US-Freiheitssenders „Radio Free Europe“ die größte Uigurengemeinde außerhalb von Xinjiang gebildet. (12)

Die Bedeutung des uigurischen Revolutionspotentials rückt wieder Afghanistan in den Focus. Vom Nord-Osten Afghanistans verläuft der Wakhan-Korridor – ein 300 Kilometer langer Landstrich am Fuß des Pamirgebirges nach Osten in den südlichen Teil Xinjiang. Dieser strategisch wichtige Korridor muss für die Absichten der USA geöffnet bleiben – daher gibt es auch keinen Abzug aus Afghanistan. Am Pfropfen zum Korridor patrouillieren seit 2002 Bundeswehrsoldaten – ein Ende ist nicht abzusehen.

Seit Wochen orchestrieren westliche Leitmedien – von der New York Times bis zur Tageschau – das Leid der Uiguren: „Leak zu Uiguren-Lagern "Keine Gnade"“(Tagesschau) und "NYT"-Bericht über Chinas Gulag-System Pekings "Volkskrieg" gegen die Uiguren (Spiegel). Der Propagandakrieg gegen China läuft auf Hochtouren. Zum Vorwurf eines Völkermordes scheint es nur noch ein kleiner Schritt zu sein. Im Westen Chinas kollidiert das Weltbild von China und seinem Nachbarn Russland mit dem der USA und ihrer vornehmlich westlichen Verbündeten. Für Willy Wimmer sollte der Zerfall der Sowjetunion „nicht zu Endlos-Kriegen in Zentralasien diesseits und jenseits des Tien-shan-Gebirges führen. Deshalb die Shanghai-Kooperation nach dem Modell der KSZE. Dieses europäische Erfolgsmodell“, so Willy Wimmer weiter, „ stieß in Asien auf die Sabotagehaltung der USA. Nicht friedlicher Ausgleich, sondern das Auskämpfen amerikanischer Interessen war angesagt, bis zum letzten Uiguren“. (13)

Versuch einer Analyse

Lange bevor Donald Trump ins Weiße Haus einzog, wurden die entsprechenden Strategiepapiere verabschiedet. Das US-Militär samt allen US-Geheimdiensten und weiteren Regierungsbehörden konnte sich auf einen langen Quasi-Krieg vorbereiten, „was sowohl wachsenden ökonomischen und diplomatischen Druck auf China als auch den Aufbau militärischer Kräfte entlang seiner Peripherie umfasste“(14).

Seit dem Amtsantritt des jetzigen Präsidenten eskalieren derartige Initiativen zu einem Kampf im Stil des Kalten Krieges. Auf dem Schachbrett bewegen sich weiße (westliche) Figuren, die teils überschneidende und auch divergierende Interessen haben.

Die absteigende Großmacht USA muss den Rivalen China niederhalten, während die Vertreter des ehemaligen britischen Empire – und hier vor allem die City of London – andere Prioritäten haben. Den Niedergang der USA könnten sie nutzen, um das alte Empire wieder aufleben zu lassen. Da macht der Brexit durchaus Sinn. Die Bank HSBC (Honkong & Shanghai Banking Cooperation Holdings) ist eine britische Großbank mit Sitz in London – steht laut Forbes auf Platz 9 der Niederlassungen und Büros in der gesamten asiatisch-pazifischen Region. Bei einem Aufstieg Chinas wird die HSBC deutliche Gewinne machen.

So wird die City of London wenig Interesse an einem flächendeckenden Krieg in China haben. Und während die Kreise um Trump möglichst einen Krieg gegen Russland vermeiden würden, da u.a. zu kostenintensiv, sehen die Londoner Strategen wieder einmal die Chance, den Kontinent durch einen Krieg zwischen Deutschland und Russland nachhaltig zu schwächen. In diesem Krieg würden auch große Gewinne locken, da Great Britain dank Brexit auf dem Kontinent nicht kämpfen müsste.

Nun wird es für die kriegführenden Parteien darauf ankommen, geeignete Hilfsvölker zu mobilisieren. Im asiatischen Raum könnte Japan, Indien, Pakistan gewonnen oder in Konflikte verwickelt werden, während in Europa die baltischen Staaten und auch Polen für einen Krieg gegen Russland zu mobilisieren wären. Der französische Staatschef hält die NATO für hirntot. Da dürfte er falsch liegen. Die Befehlsstrukturen der NATO enden im Pentagon. Es wäre ein großer Fehler, das Militärpotential der USA und deren Einwirkmöglichkeiten zu unterschätzen (siehe Maidan). Hirntot dürfte hingegen die EU sein. Die neue Führungsspitze ist fest in transatlantische Netzwerke eingebunden und wird die EU im Sinne der USA instrumentalisieren.

Doch was ist mit Deutschland? Wird sich das Land nach all den schmerzhaften Erfahrungen aus dem letzten Jahrhundert in einen Weltkrieg manipulieren lassen? Die Frage muss leider mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden. Allein der Hinweis auf den schändlichen Angriff auf das friedliche Polen am 1. September 1939 wird auch die letzten Zweifler aus der Reserve holen, wenn es gilt, dem „bedrohten Polen“ beizustehen. Und die antirussische Propaganda wirkt bereits jetzt schon.

Wer wird Deutschland für die USA in diesen Krieg führen? Aus transatlantischer Sicht stehen mehrere Personen zur Verfügung: Angela Merkel, Friedrich Merz, Karl-Theodor von und zu Guttenberg, Sigmar H. Gabriel, Joseph Fischer.

Angela Merkel hat sich 2003 bei G.W. Bush für die Nichtteilnahme am Irakkrieg entschuldigt, hat 2009 den alternativlose Rettungsschirm für die Spekulationsbanken aus dem Hut gezaubert, hat 2012 den Regime-Change gegen Assad unterstützt, hat 2015 die Grenzen widerrechtlich geöffnet. Sie hat sich also als treue Transatlantikerin erwiesen.

Dann fielen plötzlich Ende November 2018 auf ihrem Flug nach Argentinien alle drei voneinander unabhängigen elektronischen Bordsysteme aus. Das riecht förmlich nach einem Anschlag. Seither leidet sie unter der Zitterkrankheit. Zudem wurde der Black-Rock-Panther Merz auf Merkel losgelassen, den sie aber ohne Schwierigkeiten zähmen konnte. Hat Merkel ihre transatlantischen Fesseln abgestreift? Will sie nicht am kommenden Krieg mitschuldig werden? Oder spürt sie den kommenden Niedergang der USA?

Merkel hat schon einmal einer untergehenden Besatzungsmacht die Gefolgschaft verweigert und scheint nun zu erkennen, dass die USA zumindest als Weltmacht untergehen und Deutschland aller Voraussicht nach im kommenden Krieg wieder Schlachtfeld sein wird. Sollte es so sein, dann gebührt ihr Respekt, denn es erfordert viel Mut, sich gegen die „Schutzmacht“ USA mit ihrer N.W.O. samt der transatlantischer Finanzoligarchie zu stellen.

Friedrich März
wird man wegen seiner Black-Rock Vergangenheit und seiner Niederlagen gegen Merkel kaum als Kanzler anbieten können.

Sigmar Gabriel wurde seit seinem vorläufigen Rückzug aus der aktiven Politik umsichtig aufgebaut. Er war von 2009 bis 2017 SPD-Bundesvorsitzender und von 2013 bis 2018 Vizekanzler, ist auch Vorsitzender der Atlantik-Brücke. Rund zwei Wochen nach seinem Rückzug aus dem Bundestag wurde Gabriel Berater der Eurasia Group – eine US-amerikanische Denkfabrik, deren Direktor Robert Kaplan, ein bekannter Befürworter der illegalen NATO-Kriege ist.

Bei seinem Besuch in Moskau sagte Gabriel, das größte Risiko im Kräftemessen zwischen den Nuklearmächten Russland, den Vereinigten Staaten und China trage Europa. Weiter verweis Gabriel darauf, dass es in den Vereinigten Staaten zwischen Demokraten und Republikanern nur Konsens darüber gebe, dass Präsident Donald Trump daran gehindert werden sollte, mit Russland zu verhandeln. (15) Den Jugoslawienkrieg von 1999 verteidigte Gabriel im Sinn von Joseph Fischer. Den Völkermord in Jugoslawien zu verhindern, sei „die Lehre aus Auschwitz gewesen“. (16) Es ist unvorstellbar, dass 20 Jahre nach dem völkerrechtswidrigen Krieg die damalige Propaganda trotz gegenteiliger Erkenntnisse der OSZE derartig nachwirkt. Mit diesem Statement hat sich Gabriel als Nachfolger für Merkel empfohlen.

Joseph Fischer hat 1999 die Bundesrepublik in einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gelogen (man erinnere sich an den geheimen Anhang „Annex B“). Der damalige Generalbundesanwalt wies Klagen gegen die verantwortlichen Politiker mit der Begründung zurück: „Es sei zwar strafbar, einen Angriffskrieg vorzubereiten, nicht aber ihn zu führen – eine Zumutung für Moral und Verstand“ (17), so Jürgen Rose in seinem Buch „Ernstfall Angriffskrieg“. Derart gestärkt, wäre Fischer der geeignete Kandidat, um Deutschland in den 3. Weltkrieg zu führen. Skrupel scheint er jedenfalls nicht zu haben. Er dürfte aber in der Bevölkerung nicht mehr die notwendige Akzeptanz finden.

Karl-Theodor von und zu Guttenberg war von 2009 der von den Medien bejubelte Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, danach bis zur Plagiatsaffäre 2011 Bundesminister der Verteidigung. In wenigen Monaten schaffte er, die Wehrpflicht in Deutschland außer Kraft zu setzen. Das war im Sinne der USA, die seit 1994 (TRADOC 525-5) nationale Streitkräfte durch Söldnerarmeen ersetzen will. Als Ende 2007 Joseph Fischer das „European Council on Foreign Relations“ - Motto EU vs. Russia – gründete, fanden sich in der illustren Mitgliederliste neben Karl-Theodor von und zu Guttenberg auch Cem Özdemir und George Soros.

Nach seinem Rücktritt zog sich Guttenberg mit seiner Familie an die US-Ostküste zurück, blieb aber dort wie auch in Deutschland in den Medien präsent. Immer wieder hat sich Horst Seehofer für ein Comeback seines Parteifreundes Karl-Theodor zu Guttenberg eingesetzt.

Ende Juli 2019 wurde er von CNBC interviewt. Kernaussage: „Karl-Theodor zu Guttenberg, ehemaliger Bundesverteidigungsminister und Vorsitzender von Spitzberg Partners, sagt, dass das Fehlen einer einheitlichen Stimme in der westlichen Welt ein "toxisches Element" in der Weltpolitik schafft.“ (18) Es versteht sich von selbst, dass Guttenberg Russland und China als Feinde der freien Welt bezeichnet. Aufschlussreich sind die Kommentare zu dem Interview:

    Final, Holy Roman Empire leader? (Vincent Costello)

    Karl Theodore Zu Guttenberg will be the Next Chancellor of Germany THE POLITICAL BEAST who uses FLATTERIES GREAT CHARISMA. (Larry Johnson)

    This man will lead Germany...He will be that Strongman that the Germans have been looking for.....when he takes the reigns, look out, the end is near... (Yohann Holtzschue)

Auf dieses Video samt Kommentaren wurde ich von meinen „Denk“-Partnern und Autoren von zwei Artikeln in der Neuen Rheinischen Zeitung - Eva Maria Cardoso Maciel und Frank Siol – aufmerksam gemacht. Ihre Analyse: „Hier spricht offenbar die NWO selbst: ... Und bestätigt unsere Befürchtungen. Die Kommentare sind fürs US-Publikum, die NWO-Schreiber spielen sich gegenseitig die Bälle zu, mit der Absicht, tatsächlich den Boden dafür zu bereiten, Deutschland, das damit gar nichts zu tun hat, die Schuld am kommenden US-Krieg zu geben, sinngemäß: „Deutschland immer noch gefährlich, und jetzt kommt wieder ein starker Mann. Es wird gefährlich.“

Für den „Deep State“ in den USA scheint der aalglatte Musterschüler Guttenberg also der richtige Mann zu sein, der Deutschland nach den Vorgaben der USA in den Krieg führen und diesen der Bevölkerung als „Kampf gegen das Böse“ verkaufen kann. Deutschland wäre dann hinterher wieder der Schuldige.


Anmerkungen:

1) „Obama umwirbt Asiens Staaten“
https://www.spiegel.de/politik/ausland/us-praesident-in-tokioobama-umwirbt-asiens-staaten-a-661256.html
2) Hillary Clinton: America’s Pacific Century vom 11. Oktober 2011
https://foreignpolicy.com/2011/10/11/americas-pacific-century/
3) NOMINATIONS BEFORE THE SENATE ARMED SERVICES COMMITTEE, SECOND SESSION, 112TH CONGRESS
https://www.govinfo.gov/content/pkg/CHRG-112shrg80073/html/CHRG-112shrg80073.htm
4) http://www.tradoc.army.mil/tpubs/pams/tp525-3-1.pdf
vom 7. Oktober 2014 [18.10.2014]
5) http://www.wsws.org/de/articles/2014/10/15/pers-o15.html
vom 15. Oktober 2014 [18.10.2014]
6) Donald J. Trump: Great Again! Wie ich Amerika retten werde. Kulmbach 2016, S. 60
7) Gehen China und USA auf Konfrontation?
https://www.hintergrund.de/politik/welt/gehen-china-und-usa-auf-konfrontation/
8) Peter Achten: „China als Supermacht Die Falle des Thukydides“ vom 20.01.2019
https://www.cash.ch/news/politik/china-als-supermacht-die-falle-des-thukydides-1266222
9) zitiert nach Peter Achten: „China als Supermacht Die Falle des Thukydides“
10) Michael T. Klare: Krieg mit China? Er hat schon begonnen vom April 2019
https://www.zeitschrift-luxemburg.de/krieg-mit-china/
11) OOTW: Military activities during peacetime and conflict that do not necessarily involve armed clashes between two organized forces“ TRADOC PAMPHLET 525-5, FORCE XXI, Operations, „A Concept for the Evolution of Full-Dimensional Operations for the Strategic Army oft he Early Twenty-First Century“ 1. August 1994
12) Wolfgang Effenberger: Das amerikanische Jahrhundert – Teil 2 Wiederkehr des Geo-Imperalismus? Norderstedt 2011, S. 205/206
13) Willy Wimmer: Die Deutschen an die Front vom 18.11.2019
https://de.sputniknews.com/kommentare/20191118326002987-deutschland-militarismus-kommentar/
14) Michael T. Klare: Krieg mit China? Er hat schon begonnen vom April 2019
https://www.zeitschrift-luxemburg.de/krieg-mit-china/
15) Friedrich Schmidt: Zu Besuch bei Fleischfressern vom 18.11.2019
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/gabriel-in-russland-zu-besuch-bei-fleischfressern-16492150.html
16) „Die Lehre aus Auschwitz“: Sigmar Gabriel verteidigt Nato-Angriff auf Jugoslawien vom 19.11.2019
https://de.sputniknews.com/politik/20191119326006986-ukraine-jugoslawien-gabriel/
17) Jürgen Rose: Ernstfall Angriffskrieg. Frieden schaffen mit aller Gewalt? Hannover 2009, Rückseite
18) Guttenberg Interview mit US-Fernsehsender: „Trump will probably never be happy with Germany's defense spending: Ex-min | Squawk Box Europe”
https://www.youtube.com/watch?v=JVDsOEY7tCA

Online-Flyer Nr. 727  vom 27.11.2019

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