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Aktueller Online-Flyer vom 21. November 2019  

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Kultur und Wissen
Die Karikatur der Woche
Rente mit 70
Von Kostas Koufogiorgos

In dieser Woche geht es um den perversen Charakter eines Systems, das große Teile der Welt beherrscht: um den menschenverachtenden, auf Ausbeutung basierenden Kapitalismus, dem sich seine Handlanger in Medien und Politik in einem erschreckenden Maße unterwerfen. Rente mit 70 ist eine neue Idee. Es geht um die Ausbeutung bis zum Tod. Im Jahr 2018 starben 205.242 Menschen im Alter von bis zu 69 Jahren. Das waren rund 21,5 Prozent aller Sterbefälle. Und die Menschen, die länger leben, sind schon heute weitgehend handlungsunfähig gemacht. Schon heute liegt das Rentenniveau unter der Hälfte der Einkünfte im Berufsleben, so dass es kaum zum Nötigsten reicht. In einem der Organe des transatlantischen Imperiums, der ZEIT, heißt es zur Frage "Ist die Rente mit 70 gerecht?" in üblicher vernebelnder Manier: "Wer einen fairen, nachhaltigen Generationenvertrag zwischen Alt und Jung will, der kommt um ein höheres Renteneintrittsalter nicht herum. Das allein reicht aber nicht." Und die TAGESSCHAU führt in ihrer scheinneutralen Art aus: seit der Einführung der Rente mit 67 "ist die Lebenserwartung weiter gestiegen. Experten halten daher eine erneute Anhebung für nötig... Auch internationale Organisationen wie EU-Kommission, IWF und OECD hätten nahegelegt, das Rentenalter mit steigender Lebenserwartung weiter anzuheben". ver.di hält die perverse Idee einer Rente mit 70 immerhin für "ein Problem". Ein Generalstreik zur Entmachtung des Kapitals und seiner Handlanger bleibt in weiter Ferne.


Rente mit 70 (Karikatur: Kostas Koufogiorgos)

In der NRhZ-Ausgabe Nr. 70 begann die Serie "Kostarikaturen" unseres griechischen Cartoonisten Kostas Koufogiorgos – Zeichnungen, mit denen er zu aktuellen politischen und sozialen Themen seinen ganz persönlichen Kommentar abgibt. 2010 konnte man Kostas Cartoons zusammen mit denen anderer KarikaturistInnen in einer Ausstellungsserie des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger u.a. in Berlin und im Haus der Geschichte der BRD in Bonn sehen. Und am 27.1.2012 kam er aus Berlin zurück, wohin ihn der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger für ein paar Tage eingeladen hatte - nominiert für die beste politische Karikatur. Leider hat er diesen Preis dann aber doch nicht erhalten.

Dafür erhielt er am 30. März 2012 eine Auszeichnung der Stifter des "Deutschen Preises für die politische Karikatur - Mit spitzer Feder“, der Akademie für Kommunikation Baden-Württemberg für eine NRhZ-Karikatur aus dem Jahr 2011. Und am 3.5.2016, am Tag der Pressefreiheit, wurde eine seiner Karikaturen vom Bayerischen Journalisten Verband (BJV) ausgezeichnet.


Karikatur der Vorwoche:
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26301

Online-Flyer Nr. 724  vom 06.11.2019

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