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Aktueller Online-Flyer vom 23. September 2019  

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Kommentar
Die Tagesschau erfüllt Ideologie-Aufträge
Im Griff der Stiftungen
Von Ulrich Gellermann

Folgte man der gesetzlichen Basis des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks, den Staatsverträgen, dann sind die Sender und auch die ARD-Tagesschau zu journalistischer Objektivität verpflichtet. Nachrichten sollten sie senden. Aber immer wieder produzieren Autoren der Tagesschau Meinungen, Tendenz-Meldungen oder pure Ideologie. Ein typisches Beispiel dafür ist eine Meldung, die mit "Die `Wahrheit´ aus russischer Sicht" überschrieben ist. Wenn die wenig eleganten Journalisten der Tagesschau das Wort "Wahrheit" in Anführungszeichen setzen, dann soll das ironisch sein, soll die "Wahrheit" in Zweifel ziehen. Wer nach der Überschrift eine Nachricht erwartet, der stößt auf pure Meinung: "Das Kreml-treue russische Fernsehen verfolgt ein klares Ziel: Dem Zuschauer soll suggeriert werden, dass die Demonstrationen inhaltslos sind und oppositionelle Protestierer nichts weiter sind als Chaoten." Von Nachricht keine Spur, statt dessen Behauptung.

Kein Wunder. Der Autor dieser angeblichen Nachricht, Oliver Soos, aus dem ARD-Studio Moskau, ist nicht nur Mitarbeiter der Tagesschau. Er gehört auch einem dubiosen "Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung" an. Im Netzwerk finden sich die Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD), die Heinrich-Böll-Stiftung (GRÜNE), die Robert Bosch Stiftung, das Open Society Institute des Spekulanten George Soros und das Institut für Auslandsbeziehungen der BMW-Stiftung Herbert Quandt. Alles pure Ideologie-Institute. Alles Läden, die ihre eigenen Interessen vertreten, aber nicht die der Tagesschau-Zuschauer.

Oliver Soos versucht, in seinem Beitrag nachzuweisen, dass im russischen Fernsehen über Protest-Aktionen falsch, ungenau oder eingefärbt berichtet wird. Das hat eine gewisse Komik. Denn wer in Deutschland schon mal an Protest-Aktionen beteiligt war und sich anschließend die Tagesschau angeschaut hat, der wird seine Aktion entweder gar nicht finden oder nicht wiedererkennen. Wenn die ARD Protestaktionen überhaupt wahrnimmt, dann berichtet sie am liebsten über "Ausschreitungen" am Rande der Aktionen und übernimmt gern Teilnehmerzahlen der Polizei. Dass Aktivisten von Friedensdemonstrationen zum Beispiel mal selbst zu Wort kommen, ist eher selten.

Der Freund der Stiftungen, Oliver Soos, garniert seine Meldung mit "ausländische Medien", die "kritisieren, dass Menschen festgenommen werden". Wer jetzt endlich klassische Nachrichten erwartet, wer jetzt hofft zu erfahren, welche Medien denn was genau gemeldet haben, wird enttäuscht. Denn Soos tut nur so, als fertige er Nachrichten. In Wahrheit produziert er Meinung. Vielleicht die der Quandt-Stiftung, deren Namensgeber mit und bei den Nazis reich geworden ist.

In einer anderen Meldung versucht die Tagesschau der sterbenden SPD Kränze hinterherzuwerfen: Und man erfährt "Heil will Arbeitnehmer besser schützen". Gemeint ist Hubertus Heil, SPD-Bundesminister für Arbeit und Soziales. Der scheinbare Anlass dieser Nachricht lautet so: "BASF muss dieses Jahr 6000 Jobs abbauen". Verräterisch ist das Wort "muss" in der Meldung. Als ob irgend eine fremde, böse Macht den armen Chemie-Konzern gezwungen hätte, Menschen zu entlassen. Die werden ja auch laut Tageschau nur "abgebaut". Die ARD spricht hier ganz unverhohlen die Sprache der Konzerne. Die bezahlen aber gar nicht die Gehälter der Tagesschau-Redakteure.

Schließlich leidet Thomas Kreutzmann vom ARD-Hauptstadtstudio noch heftig mit dem SPD-Funktionär Heil, denn "Aus Heils Umfeld hört man immer wieder, wie sehr das Zeit raubende Schaulaufen von weniger bekannten Kandidatinnen und Kandidaten für den SPD-Vorsitz an Heils Nerven zehrt." Nachricht? Null. Meinung: 100 Prozent. Und weil es der armen SPD zur Zeit so schlecht geht, stellt Herr Kreutzmann Hoffnungen her: "Der SPD-Politiker (Heil) will, dass Betriebe und Arbeitnehmer gestärkt aus einer wirtschaftlichen Krise hervorgehen." Auch in dieser Nachricht primär Ideologie. Aber für die Verbreitung von Mitleid mit der SPD zahlen die Gebührenzahler ihre Gebühren keineswegs.

Diese und andere Produkte der Tagesschau-Redaktion kennzeichnet die MACHT-UM-ACHT-Redaktion, die Alternative zur Tagesschau mit einem Warnkreuz aus. "Denn kaputte Nachrichten", so Uli Gellermann, "machen Köpfe kaputt. Davor warnen wir." Bei dieser Aktion helfen die Zuschauer der MACHT-UM-ACHT mit ihren Mails. Unter der folgenden Mailadresse DIE-MACHT-UM-ACHT@KENFM.DE können die Zuschauer weitere Vorschläge für Warndreiecke einsenden. Dafür bedanken wir uns herzlich.


Erstveröffentlichung am 21. August 2019 bei rationalgalerie.de – Eine Plattform für Nachdenker und Vorläufer

Top-Foto:
Ulrich Gellermann (aus Video-Interview: deutsch.rt.com)


Online-Flyer Nr. 716  vom 28.08.2019

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