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Aktueller Online-Flyer vom 21. Februar 2019  

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Globales
Appell, gegen den Faschismus und für Venezuela zu kämpfen
Verteidigt Venezuela!
Von Andre Vltchek

Er ist neu, und gleichzeitig doch nicht neu, aber auf jeden Fall ist er unglaublich bösartig und tödlich gefährlich – der jüngste US-Putsch gegen Venezuela. Natürlich können Putsche und Putschversuche als „Spezialitäten des Westens“ bezeichnet werden. Sie wurden von den USA, von Großbritannien und anderen imperialistischen Ländern gegen unzählige unglückliche Nationen auf allen Kontinenten durchgeführt. In Lateinamerika hat im Grunde schon jedes Land darunter gelitten, von der dominikanischen Republik bis nach Chile und Argentinien. In Asien waren die Länder von Indonesien bis Thailand betroffen, und im Mittleren Osten vom Iran bis nach Ägypten und Syrien. Wann immer die Menschen eines Landes es wagten, Sozialisten, Kommunisten, Anti-Kolonialisten oder einfach nur irgendeine Gruppe zu wählen, die ihrer eigenen Bevölkerung dienen wollte, hat der Westen die lokalen Eliten und das Militär korrumpiert und dagegen in Stellung gebracht. Gewählte oder revolutionäre Regierungen wurden gestürzt und brutale, hörige Herrscher installiert. Dabei starben tausende, manchmal Millionen von Menschen. Aber das Imperium scherte sich nicht darum, solange es seinen Willen bekam.

Es gibt ein eindeutiges Muster, wie der Westen seine Terrorakte gegen fast alle wahrhaftig freiheitsliebende Nationen organisiert hat.

Aber das aktuelle westliche Vorgehen gegen Venezuela ist etwas anderes und vollkommen extrem. Die feindlichen Handlungen gegen Präsident Maduro und seine Genossen wurden von allen Skrupeln und kosmetischen „Maskierungen“ der Vergangenheit befreit. Auf grausamste Weise wird damit klar gemacht, wer der wirkliche Herrscher der Welt ist und wer das „Kommando“ hat. Hier zeigt die westliche Demokratie ihr wahres Gesicht!

In der Vergangenheit versuchten die USA Chavez zu stürzen, Venezuela auszuhungern, sein Gesundheitssystem zu zerstören und schließlich Maduro zu ermorden. Sie produzierten ein Nahrungsmittel-„Defizit“, und sogar ein Defizit an Toilettenpapier. Sie befahlen ihren Hündchen in Lateinamerika die Bolivarische Revolution zu bekämpfen.

Und jetzt, bei der aktuellen Entwicklung, hat das Regime in Washington ganz einfach seinen bevorzugten Verräter innerhalb der sozialistischen Republik Venezuela herausgepickt, einen Kader namens Juan Guaidó, (der kurzfristig als Präsident der Nationalversammlung von Venezuela eingesetzt war) und „anerkannte ihn“ als den „Interims-Präsidenten des Landes“.

Doch noch bevor Guaidó sich nun als erster theatralisch zum Präsidenten von Venezuela erklärte, wurde er fast sofort vom obersten Gericht Venezuelas zurück auf seinen Platz verwiesen. Der Oberste Gerichtshof stritt seinen Vorsitz bei der Nationalversammlung ab. Deshalb wollen wir ihn als ehemaligen Vorsitzenden bezeichnen.

Aber die Propaganda in den westlichen Massenmedien lief zur Höchstform auf und wurde über Nacht völlig skrupellos. In Folge ist es nun fast unmöglich geworden, Informationen über den Obersten Gerichtshof zu bekommen, es sei denn, man wendet sich an nicht-westliche Quellen.

Also, schauen wir 'dort' mal nach. Am 22. Januar 2019 berichtet die iranische Tasnim:
    „Der Vorsitzende des obersten Gerichtshofs von Venezuela, Maikel Moreno, gab am Montag bekannt, dass die Richter Juan Guaidó als Präsidenten der von der Opposition kontrollierten Nationalversammlung nicht anerkennen.“
Und RT veröffentlicht einen Tag zuvor:
    „Venezuelas oberster Gerichtshof hat alle Akte der Nationalversammlung des Landes für null und nichtig erklärt, Tage nachdem die Oppositionsversammlung die Wahl des Präsidenten Nicolas Maduro für illegitim erklärt hat.“
Auch der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza griff Guaidó am 21. Januar 2019 an:
    „Sieh diesen Mann, den niemanden in Venezuela kennt – fragt doch auf den Straßen 'Wer ist Juan Guaidó?' niemand kennt ihn – aber er wird von den USA dazu gedrängt zu sagen, dass er der neue Präsident ist.“
Und dann sagte er genau das! Am 23.Januar 2019 vor dem Mob seiner Unterstützer in Caracas.

Einen Tag später „anerkannte“ ihn Präsident Trump als Interims-Präsidenten. Kanada folgte. Auch Frankreich folgte, zwar noch zweitrangig, aber bereits eine zunehmend sich regenerierte imperialistische und neokoloniale Macht. Gefolgt von der US-Marionette OAS / Organisation Amerikanischer Staaten, mit solch faschistischen Mitgliedsstaaten wie zum Beispiel Brasilien und Kolumbien, welches das Pack aktuell leitet.

Heute ist die Welt eindeutig gespalten. Denn China, Russland, Iran, Türkei, Syrien, Südafrika, Bolivien, Kuba, Mexiko, Uruguay und viele andere stehen fest an der Seite der legitimen revolutionären Regierung von Präsident Maduro.

Eine Konfrontation ist unvermeidlich.

Venezuela befahl allen US-Diplomaten das Land zu verlassen und brach alle diplomatischen Verbindungen mit Washington ab. Die USA weigerten sich ihr Botschaftspersonal aus Caracas abzuziehen und erklärten die venezuelanische Regierung als `illegitim´.

Dies läuft auf eine Kriegserklärung hinaus. Die USA weigern sich die Souveränität von Venezuela anzuerkennen. Sie maßen sich an, den Venezuelanern zu sagen, wer ihr wirklicher Präsident ist! Sie anerkennen nur ihre eigene Herrschaft über die Hemisphäre und den Planeten und spucken auf internationales Recht.

Es ist lächerlich, arrogant, bösartig und surreal. Aber es geschieht tatsächlich. Und solange es nicht hier in Caracas gestoppt wird, könnte diese Art der „Putschbetreibung“ und dem Durchsetzen einer globalen Diktatur, sich auf alle Teile der Welt ausbreiten.

Obwohl hier viele „neue Elemente“ zum Einsatz kommen, erinnert die Situation in hohem Maße an das „Syrien-Szenario“. Dementsprechend vermittelte der venezuelanische Botschafter für Russland Carlos Rafael Faria Tortosa der TASS am 24. Januar 2019:
    „Die venezuelanischen Behörden wissen, dass die USA versuchen ein Syrien-Szenarium mit einer „Exilregierung“ in Caracas durchzuführen… Nachdem der US-amerikanische Vize-Präsident Michael Pence den Sturz unserer Regierung forderte, entschied sich unser Präsident, die diplomatischen Beziehungen mit den US-Behörden abzubrechen und forderte die US-Diplomaten auf, Caracas innerhalb von 72 Stunden zu verlassen. Dies ist eine angemessene Antwort unseres standhaften Präsidenten auf die ungeheuerliche Einmischung… Kein Land kann irgendeinem anderen Land erlauben, Erklärungen über interne Staatsangelegenheiten abzugeben, erst recht nicht bezüglich der Forderung nach einem [Regierungs-]Umsturz.“

    „Wir wissen über die folgenden Schritte Bescheid. Die USA werden sich [ihre Aktionen] jetzt damit rechtfertigen, dass es zwei Regierungen im Land gibt, wie sie es auch im Fall des mit uns verbrüderten Syrien mit Präsident Bashar Assad und seinem Volk gemacht haben. Sie schufen eine Exilregierung, die zu großen Verlusten und Todesopfern führte, und zur Zerstörung der Infrastruktur des Landes.“
Wird Caracas Moskau direkt um Hilfe bitten, genau wie Syrien vor ein paar Jahren, als das Land um sein Überleben kämpfte? Das ist noch nicht sicher, obwohl es diese Option bestimmt gibt. Venezuela zählt auf die wachsende Unterstützung aus Russland, dem Iran, aus Kuba und aus anderen sozialistischen oder unabhängigen Ländern.

Für Venezuela besteht die einzige Überlebenschance darin, sich sofort von allen Abhängigkeiten vom Westen zu befreien. Washington bedroht Caracas mit weiteren Sanktionen und sogar mit einem Öl-Embargo.

Es gibt keinen Grund zur Panik. Aber Maduros Regierung muss sich schnell und komplett neu ausrichten. Es gibt viele Länder außerhalb des NATO-Reiches, die bereit sind, venezuelanisches Öl zu kaufen und/oder auf faire Weise in die Infrastruktur und Industrie des Landes zu investieren. Russland, der Iran, China und die Türkei sind dabei am wichtigsten, aber es gibt noch viele andere.

Man braucht eine neue Strategie, um das Leiden der einfachen Venezuelaner zu lindern. Auch das muss von `außerhalb der westlichen Einflusssphäre´ kommen und zwar auch von außerhalb Lateinamerikas. Dieser Kontinent ist bekannt für seine brutalen aus Europa stammenden Eliten, den kontinuierlichen Mangel an Solidarität, Mut und die Akzeptanz der Herrschaft des Westens (der größte Held Südamerikas unserer Zeit, Hugo Chavez, starb bei dem Versuch, ein vereintes, stolzes, sozialistisches Lateinamerika aufzubauen, indem ihm von vielen der servilen lateinamerikanischen Ländern in den Rücken gefallen und auf ihn gespuckt wurde. Kuba war nach der Zerstörung der Sowjetunion komplett verlassen und musste von China gerettet werden).

Das Land muss sich mobilisieren; es muss kämpfen. Es ist ein Kampf ums Überleben. Mit Hilfe all seiner vereinigten Verbündeten, die zur Verteidigung von Venezuela bereit sind, entsprechend dem Vorgehen in Syrien.

Venezuela leidet und kämpft für die Menschheit und nicht nur für sich selbst. Mit dem Namen von Chavez und dem Sozialismus auf den Lippen.

Russland steht dem Verbündeten Venezuela zur Seite. Am 24. Januar 2019 berichtet Sputnik:
    Russland warnt die Vereinigten Staaten vor einer militärischen Einmischung in Venezuelas innere Angelegenheiten, es wäre eine Katastrophe. Der stellvertretende russische Außenminister Sergei Ryabkov sagte am Donnerstag:

    „Während wir sehen, wie sich die Situation in Venezuela entwickelt, erkennen wir die Bereitschaft einer bestimmten Gruppe von Ländern, einschließlich der Vereinigten Staaten, verschiedene Plattformen wie zum Beispiel die Organisation Amerikanischer Staaten zu nutzen, um den Druck auf unseren Verbündeten Venezuela mit unterschiedlichen Vorwänden zu erhöhen… Aber wir haben das befreundete Venezuela, das unser strategischer Partner ist, immer unterstützt und werden es auch weiter unterstützen.“
Aus dem Land, welches durch genau so eine Destabilisierungskampagne verwüstet wurde, wie sie jetzt in Venezuela stattfindet, überträgt die offizielle syrische Presseagentur SANA eine Botschaft der Unterstützung für die legitime venezuelanische Regierung:
    „Die syrische arabische Republik verurteilt aufs Schärfste die Gewalt durch die Vereinigten Staaten und ihre unverfrorene Einmischung in die inneren Angelegenheiten der bolivarischen Republik Venezuela. Dabei handelt es sich um eine eklatante Verletzung aller internationalen Normen und Gesetze und um einen dreisten Angriff auf die venezuelanische Unabhängigkeit“, teilte eine Quelle des Außenministeriums am Donnerstag mit.

    Die Quelle fügte hinzu, dass die destruktive Politik seitens der USA in verschiedenen Teilen der Welt und ihre Missachtung des internationalen Rechts die Hauptursache für Spannungen und Instabilität der Staaten in unserer Welt darstellt…

    Die syrische arabische Republik beteuert ihre kategorische Ablehnung der offenkundigen US-amerikanischen Einmischungen und bekräftigt aufs Neue ihre volle Solidarität mit der venezuelanischen Staatsführung und dem Volk bei der Erhaltung der Souveränität des Landes und bei der Vereitelung feindlicher Pläne seitens der US-Administration…“
In der Vergangenheit akzeptierten die Länder den gegen sie entfesselten westlichen Terror als etwas Unvermeidbares. Aber nun ändert sich die Lage. Russland, Kuba und Syrien, der Iran und China, und momentan Venezuela weigern sich nachzugeben, oder auch nur „mit den Terroristen zu verhandeln“.

Aleppo, das ich als „Stalingrad des Mittleren Ostens“ bezeichnet habe, erhob sich, kämpfte, leistete Widerstand und besiegte die grausamen Feinde. Jetzt wird Caracas, das lateinamerikanische Leningrad, belagert und hungert. Aber entschlossen kämpft es gegen die ausländische Invasion und verräterische Kader.

Überall auf der Welt müssen Menschen sich mobilisieren und mit allen Mitteln gegen den Faschismus und für Venezuela kämpfen!


Andre Vltchek ist Philosoph, Schriftsteller, Filmemacher und investigativer Journalist. Er hat über Kriege und Konflikte in Dutzenden Ländern berichtet. Drei seiner aktuellsten Bücher sind "Revolutionary Optimism, Western Nihilism", ein revolutionärer Roman “Aurora” und eine Bestseller-Arbeit politischer Non-Fiktion “Exposing Lies Of The Empire”. Seine anderen Bücher findet man hier. Sein Film "Rwanda Gambit", ist eine bahnbrechende Dokumentation über Ruanda und DRKongo. Hingewiesen wird auch auf seinen Film/Dialog mit Noam Chomsky “On Western Terrorism”. Vltchek lebt zur Zeit in Ostasien und im Mittleren Osten und arbeitet fortwährend auf der ganzen Welt. Man erreicht ihn über seine website und seinen Twitter Account.


Englischsprachige Erstveröffentlichung am 25.01.2019 bei globalresearch.ca

Übersetzung: Regina Schwarz



Siehe auch:

Grußadresse an die Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela in Berlin
Es lebe das Militär, das das aufgeklärte Bolivarische Venezuela verteidigt!
Von Elke Zwinge-Makamizile
NRhZ 690 vom 30.01.2019
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25575

Erklärung zu den Umsturzversuchen in Venezuela
Wir unterstützen voll und ganz das Venezuela von Chavez und Maduro
Von "Internationale Antiimperialistische Antifaschistische Einheitsfront"
NRhZ 690 vom 30.01.2019
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25576

Online-Flyer Nr. 690  vom 30.01.2019

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