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Aktueller Online-Flyer vom 15. November 2019  

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Solidaritätskundgebung für die "Gelbwesten" in Frankreich und Aktion gegen Arbeitsunrecht bei "Toys R Us", Aachen/Würselen, 15.12.2018
Euer Kampf ist berechtigt
Von Arbeiterfotografie

„Ich möchte von Aachen aus ein klares Signal der Solidarität mit den Protesten der Gelbwesten in Frankreich aussenden. Euer Kampf ist berechtigt. Euer Kampf ist legitim – der Kampf gegen einen zunehmend autoritär regierenden französischen Präsidenten, der die Interessen der Reichen und Superreichen in Frankreich über die Interessen der Mehrheit der Menschen dort stellt. Klare Solidarität mit den Protesten in Frankreich!“ Mit diesen Worten begann Andrej Hunko, Bundestagsabgeordneter der Partei DIE LINKE, auf dem Theaterplatz in Aachen am 15. Dezember 2018 seine Rede. Die Solidarität galt an diesem Tag auch den Betriebsräten, die bei „Toys R Us“ in Würselen für annehmbare Arbeitsbedingungen kämpfen. Die NRhZ dokumentiert die Aktionen in Aachen und Würselen mit Fotos der Arbeiterfotografie.


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen – Andrej Hunko; Bundestagsabgeordneter DIE LINKE  (alle Fotos: arbeiterfotografie.com)


Solidarität für die Gelbwesten vor dem Theater in Aachen


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen – Andrej Hunko; Bundestagsabgeordneter DIE LINKE: „Ich möchte von Aachen aus ein klares Signal der Solidarität mit den Protesten der Gelbwesten in Frankreich aussenden. Euer Kampf ist berechtigt. Euer Kampf ist legitim – der Kampf gegen einen zunehmend autoritär regierenden französischen Präsidenten, der die Interessen der Reichen und Superreichen in Frankreich über die Interessen der Mehrheit der Menschen dort stellt. Klare Solidarität mit den Protesten in Frankreich!“


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen – „Für ein Europa der ArbeiterInnen statt der Bonzen“


Vor dem Theater in Aachen – „Nur wer kämpft, kann gewinnen! Solidarität mit den Gelbwesten“


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen – Andrej Hunko; Bundestagsabgeordneter DIE LINKE: „Die Armut in Deutschland ist auf einem Rekordniveau... Das darf so nicht weiter gehen. Deswegen müssen wir auch in Deutschland entsprechende Forderungen aufstellen: Schluss mit der Absenkung des Rentenniveaus! Für eine würdevolle Alterssicherung! Für einen Mindestlohn, von dem man leben kann und mit dem man im Alter nicht in Armut versinkt. Das sind Forderungen, die vergleichbar sind mit denen in Frankreich. Die müssen wir hier auf die Tagesordnung setzen.“


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen – „Aktion gegen Arbeitsunrecht“


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen – „raus aus der NATO – NATO raus“


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen – „Solidarität mit Mona“ (Betriebsrätin bei Toys R Us)


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen – „raus aus der NATO – NATO raus“ – Ansgar Klein „Wir in Deutschland haben auch Grund genug, auf die Straße zu gehen – und zwar wegen der verbrecherischen Politik, die in Berlin gemacht wird... Deutschland bricht spätestens seit 1999 in einem Angriffskrieg gegen Jugoslawien mit der NATO zusammen das Völkerrecht... Wir haben allen Grund, gegen diese Waffenschieber und Kriegsverbrecher in Berlin aufzustehen. Gegen die Ungerechtigkeit in unserem Land und für Frieden in Europa gehen wir auf die Straße.“


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen – Werner Rügemer (Vorsitzender der „Aktion gegen Arbeitsunrecht“): „In ganz Frankreich leuchtet zur Zeit… eine schöne Farbe. Die ist gelb. Millionen französischer Arbeiter und Arbeiterinnen, Rentner und Rentnerinnen, Autofahrerinnen und Autofahrer, Schüler und Studenten protestieren mit ihren gelben Westen gegen das soziale und Arbeits-Unrecht im Reich des reichen Bankiers-Präsidenten Emmanuel Macron.“


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen – Anneliese Fikentscher (Vorsitzende des Bundesverbands Arbeiterfotografie): „Was mich aktuell sehr bedrückt, ist das in Nordrhein-Westfalen verabschiedete Polizeigesetz. Das ist dermaßen dramatisch und gefährlich, das sind vor-faschistische Zustände, dass wir sehen müssen, wie wir das gekippt kriegen.“


Solidarität mit den Gelbwesten vor dem Theater in Aachen – Werner Rügemer (Vorsitzender der „Aktion gegen Arbeitsunrecht“): „Wir müssen Gelegenheiten schaffen wie heute hier, um unsere millionenfachen Forderungen aus dieser Erstickung zu befreien und auf die Straßen und Plätze und Internetblogs zu bringen!“


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen – „Arbeitsrechte sind Menschenrechte“


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen – Pressesprecher Elmar Wigand und (unkenntlich gemacht) ein Polizist, der es als seine Aufgabe sah, den Protest vom Eingang so weit wie möglich fernzuhalten


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen – „Stop Union Busting“


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen - Pressesprecher Elmar Wigand und Vorsitzender Werner Rügemer


Am Eingang zur Toys-R-Us-Filiale in Würselen


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen – Jessica Reisner


Am Eingang zur Toys-R-Us-Filiale in Würselen – „Hiermit erteilen wir allen Teilnehmern eines geplanten Flashmobs oder ähnlicher Aktionen sowie allen weiteren Personen, die den Betrieb Toys R Us in Würselen betreten wollen, um zum Beispiel ohne ernsthafte Kaufabsicht Waren von den Verkaufsflächen zu entfernen und diese anderweitig zu platzieren und/oder sich ohne geschäftsübliche Zahlungsmittel (Bargeld in gebräuchlicher Stückelung oder anerkannte bargeldlose Zahlungsmittel) mit Waren an der Kasse anzustellen, ohne diese bezahlen zu wollen, Hausverbot.“


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen – „Stop Union Busting“


„Aktion gegen Arbeitsunrecht“ vor der Toys-R-Us-Filiale in Würselen – „Solidarität mit Mona“ (Betriebsrätin bei Toys R Us)


Toys-R-Us-Filiale in Würselen


Aufruf zur Kundgebung „Nur wer kämpft, kann auch gewinnen! Solidarität mit den sozialen Protesten der Gelbwesten“

Überall in Frankreich gehen seit einigen Wochen Menschen auf die Straßen, um gegen die unsoziale Politik der Regierung Macron zu protestieren, die den Reichen Steuergeschenke macht und den einfachen Leuten Kürzungen und Verschlechterungen aller Art zumutet. Auch wenn sich der Protest der „Gelbwesten“ an den Benzinpreisen entzündet hat, geht es längst um viel mehr als das. Sie fordern, unter anderem, höhere Mindestlöhne, wirksame Maßnahmen gegen Obdachlosigkeit und Krankenhausprivatisierungen. Jugendliche protestieren gegen die verfehlte Schulpolitik.

Auch und gerade in Deutschland werden einige Wenige immer reicher, während Mindestlohn und Rente nicht reichen, um Armut im Alter zu verhindern. Immer mehr Kinder sind armutsgefährdet oder wachsen bereits in Armut auf. Es gibt von der Regierung weder politische Ansätze um den Personalmangel in Krankenhäusern und Kindertagesstätten zu überwinden, noch in die Zukunft weisende und sozial verträgliche Ansätze zum Klima- und Umweltschutz.

Um zu zeigen, dass es so nicht weitergehen kann, sind alle Menschen herzlich eingeladen, wenn möglich in gelben Westen, an der Kundgebung teilzunehmen.


Flyer der „Aktion gegen Arbeitsunrecht“:

Liebe Kinder! Liebe Eltern! Spielsachen sind eine prima Sache. Spielsachen kaufen macht Spaß! Aber ist Toys R Us ein nettes Geschäft, nur weil es dort Spielsachen gibt? Leider nein.

Die meisten Verkäuferinnen bei Toys R Us sind so arm, dass sie selbst kein Geld haben, ihren Kindern tolle Spielsachen zu Weihnachten zu kaufen. Ist das gerecht? Sie müssen selbst jeden Tag so viel Spielzeug verkaufen und sollen dabei auch noch freundlich lächeln, auch wenn ihnen zum Weinen ist. Weil sie so wenig verdienen, werden sie als alte Leute arm sein und betteln müssen. Oder sie beantragen Sozialhilfe.

Toys R Us gehört seit kurzem vier reichen Brüdern aus Irland. Sie heißen Anthony, Padraig, Thomas & Liam Smyth. Die vier Smyths-Brüder haben alle 93 Toys R Us-Geschäfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf einmal gekauft. Für 79 Millionen Euro. Das klingt viel, ist aber verdächtig wenig für 93 Geschäfte. Jetzt wollen die Symth-Brüder alles neu machen. Und ihr Geld vermehren. Da stören die Betriebsräte. So nennt man die gewählten Vertreter der Verkäuferinnen. Ein Betriebsrat ist eine Art Klassensprecher-Rat, der von allen Arbeitern gewählt wird, damit die Arbeit besser wird.

Die Betriebsräte wehren sich, wenn Leute einfach rausgeschmissen werden. Oder wenn alle noch mehr arbeiten und noch weniger verdienen sollen. Der Chef in der Kölner Toys R Us-Zentrale heißt Detlef Mutterer. Er ist geizig und besonders gemein zu den Betriebsräten. Wahrscheinlich wird er selbst bald rausgeschmissen. Aber vorher soll er andere fertig machen. Eine besonders mutige Klassensprecherin bei Toys R Us heißt Mona. Sie arbeitet in Würselen bei Aachen. Der böse Detlef Mutterer kürzt ihr den Lohn und will sie loswerden. Weil sie tapfer ihre Meinung gesagt hat. Weil sie für ihre Kollegen gekämpft hat.

Deshalb sind wir hier:

- Wir wollen, dass alle genug verdienen.
- Wir wollen, dass alle ihre Meinung sagen dürfen.
- Wir wollen, dass die Betriebsräte von den Chefs in Ruhe gelassen werden.

Du kannst Mona und den anderen helfen: Kauf dieses Jahr weniger bei Toys R Us! Am besten: Kauf gar nichts! Zur Strafe.

Wir fordern faire Löhne und Mitbestimmung bei Toys R Us!
Union Busting ist ätzend. Hände weg vom Betriebsrat!

Aachener Komitee „Solidarität mit Mona!“


Siehe auch:

VideoGRUSS an die Leserinnen und Zuschauer der Neuen Rheinischen Zeitung
Für faire Löhne und Mitbestimmung bei Toys R Us
Von Elmar Wiegand und Werner Rügemer
NRhZ. 687 vom 19.12.2018
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25489

Kundgebung: "Nur wer kämpft, kann auch gewinnen! Solidarität mit den sozialen Protesten der Gelbwesten", Aachen, 15.12.2018
Millionenfache Forderungen aus der Erstickung befreien
Von Werner Rügemer
NRhZ. 687 vom 19.12.2018
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25506

Solidarität mit den sozialen Protesten den Gelbwesten
Nur wer kämpft, kann auch gewinnen!
Von Anti-Kriegs-Bündnis-Aachen
KRAZ, 16.12.2018
https://kraz.ac/solidaritaet-mit-den-sozialen-protesten-den-gelbwesten-3596

Online-Flyer Nr. 687  vom 19.12.2018

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