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Aktueller Online-Flyer vom 15. Oktober 2019  

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Tanya Ury: Jüdische Stimme für Frieden
Von Arbeiterfotografie



https://youtu.be/JHPAidl--vMJHPAidl--vM

"Als Jüdin bin ich entsetzt über diese anhaltenden Ungerechtigkeiten, die in meinem Namen in Israel geschehen, einem Land, das (Israel) den Palästinensern widerrechtlich weggenommen hatte. Auch im Namen der „Jüdischen Stimme für einen Gerechten Frieden“ rufen wir zur Beendigung der Belagerung und Besatzung des Gazastreifen auf."

Am 29. November begeht die UNO den Internationalen Tag der Solidarität mit Palästina. Aber was heißt hier Solidarität? Ohne Folgen? Seit 70 Jahren ist das palästinensische Volk in Geiselhaft der israelischen Aggressoren. Und die Welt, die UNO schaut tatenlos zu, wenn ihre Resolutionen missachtet und friedliche Demonstranten – 220 Anfang 2018 – gezielt getötet werden. Ein Skandal ohne Beispiel. Aber die palästinensischen Menschen erheben ungebrochen Anspruch auf ihr Land. Die UNO lässt verlautbaren, der Gaza-Streifen sei in wenigen Jahren unbewohnbar. Ja, warum denn? Weil dort nicht nur das größte Freiluftgefängnis der Welt sich befindet. Es befindet sich dort auch die größte militärische Versuchsanstalt israelischer Waffen, die dann mit dem Gütesiegel "kampferprobt" versehen werden. Friedlich Demonstrierende werden von israelischen Military Snipers abgeknallt. Ist das "deutsche Staatsraison"?

2018 (24.11.) Tanya Ury von der „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, EJJP Deutschland, hält eine Rede mit Gedichtlesung – zwanzig pro zent -, auf der Veranstaltung „Solidarität mit Palästina“ - Aktionstag mit der DPG Bonn (Deutsch-palästinensische Gesellschaft e.V.), der Palästinensischen Gemeinde Bonn und dem Institut für Palästinakunde Bonn, der Bonner Jugendbewegung, Frauenwege Nahost, auf dem Münsterplatz, Bonn (D)


Der gesamte Text der Rede und ein Gedicht:

Ich bin Tanya Ury und als Mitglied der „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, möchte ich, in Solidarität mit meinen palästinensischen Schwestern und Brüder, heute hier in Bonn, für eine friedliche Lösung in Palästina/Israel sprechen.

Ich möchte nicht nur an die 220 Palästinenser, die für ihrer Rechten demonstrierten, erinnern, – darunter auch Kinder –, die vom israelischen Militär in Gaza, nahe dem Grenzzaun, in diesem Jahr gezielt getötet wurden, als sie friedlich für ihre Rechte demonstrierten, sowie an die 2.300, die verletzt wurden, als sie eine Ende der Blockades eingeforderten - das Ende der Besatzung in Palästina.

Mit gewaltfreien Aktionen haben sie an die „Nakbah“ erinnert, die „Katastrophe“ vor 70 Jahren, in 1948, als Israel seiner Gründung verkündete - auf Land, das schon von Palästinensern bevölkert war. Heute haben sich die Lebensbedingungen für die Palästinenser kaum verbessert – die Arbeitslosigkeit bei den unter Fünfundzwanzigjährigen beträgt über 60%.

Präsident Trumps Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem, ebenfalls im März 2018, vor den verheerenden Attacken auf unbewaffneten palästinensische Bürger, nach dem „Großen Rückkehrmarsch“ in Gaza, war eine Schritt, der die Hoffnung der palästinensischen Bevölkerung im geteilten Jerusalem weiter frustrieren sollte. Diese Aktionen, in all ihrer Bösartigkeit, waren Vorboten des ungerechten Gesetzes, das ein paar Monaten später verabschiedet wurde. Dieses legte fest, dass nur die jüdische Bevölkerung das Recht auf nationale Selbstbestimmung in Israel hätten, als dessen offizielle Sprache das Hebräisch deklariert wurde – Arabisch wird jetzt bloß mit einem „Sonderstatus“ klassifiziert.
https://www.theguardian.com/world/201... (Übersetzung Ury & Farzanefar)

Wie kann Israel sich eine Demokratie nennen, wenn es 1.8 Millionen arabische Einwohner – circa 20% der Gesamtbevölkerung – auf diese Weise behandelt?

Ich bin britisch-deutsche Künstlerin und Schriftstellerin – weder Israelin, noch Palästinenserin – doch als Jüdin bin ich entsetzt über diese anhaltenden Ungerechtigkeiten, die in meinem Namen in Israel geschehen, einem Land, das (((Israel))) den Palästinensern widerrechtlich weggenommen hatte. Auch im Namen der „Jüdischen Stimme für einen Gerechten Frieden“ rufen wir zur Beendigung der Belagerung und Besatzung des Gazastreifen auf.


Das Gedicht
zwanzig pro zent
6. November 2018
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25432


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