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Aktueller Online-Flyer vom 13. November 2018  

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Inland
Erklärung der Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF)
Solidarität mit Stefanie Carp und der Ruhrtriennale 2018
Von Bernhard Nolz

Es geht um die Ruhrtriennale. Wegen einer BDS unterstützenden Musikgruppe gerät die Intendantin Stefanie Carp unter Beschuss. Wie üblich kommt es zum Einsatz der Antisemitismus-Keule. NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU) boykottiert die Ruhrtriennale. Springers zionistische WELT lässt am 11. August 2018 verlauten: „Hintergrund des Antisemitismus-Eklats ist ein Konzert der 'Young Fathers'. Die schottische Hip-Hop-Band wird gerade von Festival zu Festival gereicht, weil sich ihre Musik in keine Schublade stecken lässt. Politisch hingegen ist die Einordnung einfacher. Die 'Young Fathers' sympathisieren mit der BDS-Bewegung. Die Abkürzung (Boycott, Disinvestment and Sanctions) steht für Boykott, Abzug von Investitionen und Sanktionen gegen Israel. Die Bewegung versucht, Israel wirtschaftlich, kulturell und auf dem Gebiet der Wissenschaft zu isolieren. Dass es sich hierbei um eine breit angelegte Kampagne handelt, hat den deutschen Bundestag im Januar bewogen, der BDS entgegenzutreten...“ Die "Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden" (PPF) erklären am 11. August dazu:

Die Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) sowie die verschwisterten Organisationen Zentrum für Friedenskultur (ZFK) Siegen und Dunkelcafé Siegen weisen entschieden die gegen die Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp erhobenen Vorwürfe des Antisemitismus zurück. In Solidarität mit Frau Carp erheben wir unsere Stimme für die Befreiung des palästinensischen Volkes, solange das israelische Besatzungsregime in Palästina besteht und die israelischen Kriegsverbrechen fortgesetzt werden.

Die Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) unterstützen die „Zwischenzeit?“ genannte Programmatik der Ruhrtriennale 2018. Seit 30 Jahren kämpfen wir mit friedlichen Mitteln um genau das, was die Ruhrtriennale folgender Maßen beschrieben hat: „Spätestens jetzt hat jede*r begriffen, dass die Forderungen nach Beteiligung, Gleichheit und Freiheit keine Frage eines politischen Geschmacks sind, sondern eine Frage des zivilisierten Überlebens.“

Wie wir der Presse entnehmen konnten, wurden die Eröffnungsrede von Nikita Dhawan und die Performance von William Kentridge „The Head and the Load” begeistert aufgenommen und es wurden eindrückliche Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit gesetzt. Die nationale und internationale Anerkennung ist schon jetzt der Ruhrtriennale 2018 gewiss.

Nach seiner Besuchsverweigerung hat es NRW-Ministerpräsident Armin Laschet umso schwerer, den Grundsatz der kulturellen Vielfalt, die die Kulturpolitik des Landes Nordrhein-Westfalen Jahrzehnte lang geprägt hat, glaubwürdig bei seinem Besuch im Apartheid-Staat Israel vertreten zu können und sich für ein Ende der kulturellen und politischen Unterdrückung der Palästinenser*innen einzusetzen.


Bernhard Nolz ist Sprecher der Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) - www.friedenspaedagogen.de


Siehe auch:

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Von Evelyn Hecht-Galinski
NRhZ 670 vom 22.08.2018
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Online-Flyer Nr. 670  vom 22.08.2018

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