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Aktueller Online-Flyer vom 23. September 2018  

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Krieg und Frieden
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (118)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Walter Herrmann starb am 26. Juni 2016. Sein Leben lang hat er nicht aufgegeben – auch 1996 nicht, als die Klagemauer auf Betreiben von Stadt und Kirche gewaltsam geräumt worden war. Seine Reaktion: es geht natürlich weiter! „Köln ist um ein Stück ärmer geworden! Die Klagemauer bleibt trotz alledem in unseren Herzen!“ „Wenn Ihr es so haben wollt, dann säht nur weiter Wind. Der Sturm kommt zu euch zurück, wenn wir weiter ohne KLAGEMAUER sind.“ „Es muss Platz geben – gerade für Klagen. Oder schafft die Gründe für die Klagen aus der Welt.“ „Köln: wo ist Dein Stolz? Warum bist Du nicht stolz auf etwas, was es nirgendwo sonst gibt? Lasst 1933 bis 1945 nicht noch einmal geschehen! – Gebt niemals auf, solange der Kampf nicht gewonnen ist!“ „Schwimmen zur Quelle – gegen den Strom!“ So steht es auf fünf der zahllosen Klagemauer-Karten. Am 26. Januar 2018 wäre Walter Herrmann, der "Hausmeister der Klagemauer", wie er sich selbst einmal bezeichnete, 79 Jahre alt geworden. Sein Einsatz für den Frieden und den Kampf um die öffentliche Meinungsäußerung im öffentlichen Raum – mit einfachsten Mitteln wie Pappkartons und Schnur – bleiben sein ungeahnt wertvolles Vermächtnis im Kultur- und Medienstreit der "digitalen" Gesellschaft. Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. Deshalb soll sein Werk fortgeführt werden durch Kunst- und Kulturschaffende und Friedens-AktivistInnen. Nähere Informationen auf Anfrage an: redaktion@nrhz.de


Die Passanten am Dom sind aufgefordert, Ihre eigene Friedensbotschaft auf einer Karte der Klagemauer zu hinterlassen. So ist ein interaktives Friedenskunstwerk von Weltrang entstanden.

Um dem Klagemauer-Projekt eine zusätzliche Wirkung zu geben, dokumentieren wir im wöchentlichen Rhythmus – beginnend einen Tag nach Walter Herrmanns 77. Geburtstag am 26. Januar 2016 – die von Passanten geschriebenen Karten-Botschaften. In den Folgen 1 bis 18 stand das Thema Palästina im Mittelpunkt. Ab Teil 19 und hier jetzt in Teil 118 sind Karten aus einem breiteren Themenspektrum zusammengestellt:


1393. Köln ist um ein Stück ärmer geworden! Die Klagemauer bleibt trotz alledem in unseren Herzen!


1394. Die Arschlöcher von der Stadt Köln denken, sie hätten sich dadurch beliebter gemacht! Aber da haben sie sich geschnitten!


1395. Wenn Ihr es so haben wollt, dann säht nur weiter Wind. Der Sturm kommt zu euch zurück, wenn wir weiter ohne KLAGEMAUER sind.


1396. Es muss Platz geben – gerade für Klagen. Oder schafft die Gründe für die Klagen aus der Welt.


1397. Wehrt Euch gegen diesen Staat! Lieber raus auf die Strasse als Heim ins Reich!


1398. Aber die Mauer in Euren Köpfen bleibt !?!


1399. Wieso? Dürfen wir nicht mehr klagen, nicht mehr unsere Meinung an den Staat sagen! Oder habt ihr Politiker Angst vor der Wahrheit?


1400. Köln: wo ist Dein Stolz? Warum bist Du nicht stolz auf etwas, was es nirgendwo sonst gibt? Lasst 1933 bis 1945 nicht noch einmal geschehen! – Gebt niemals auf, solange der Kampf nicht gewonnen ist!


1401. Schwimmen zur Quelle – gegen den Strom!


1402. Der Dom hinter Gittern: die Domherren zittern.


1403. Nur zahme Vögel singen von Freiheit, freie Vögel fliegen


1404. Die Mauer macht Euch (Stadt, Kirche…) nicht schlauer?!?


Copyright der Karten-Reproduktionen: Förderkreis Kölner Klagemauer für Frieden e.V.

Ihr könnt uns und das Klagemauer-Projekt unterstützen, indem Ihr fremdsprachige Kartentexte ins deutsche übersetzt und uns die Übersetzungen unter Angabe der Kartennummer zukommen lasst (an arbeiterfotografie@t-online.de)



Siehe auch:

Dokumentation der vorangegangenen Woche (117):
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24982

Online-Flyer Nr. 666  vom 04.07.2018

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