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Aktueller Online-Flyer vom 24. Oktober 2017  

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Globales
Ist das Undenkbare schon wahr?
Okinawa – ein Epizentrum der Kriminalität
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Ob Sie diesen Artikel lesen wollen, müssen Sie selber entscheiden. Vielleicht ist es ratsam, die Abwehrmechanismen, die den menschlichen Geist vor Unerträglichem schützen, zum Einsatz zu bringen und den Artikel beiseite zu schieben. Denn es ist nicht angenehm zu erkennen, in was für einer Welt wir leben, und dass der Weg zu einer besseren noch erheblicher Anstrengungen bedarf.

Wir leben in einer Welt, die geprägt ist von Kapital-Verbrechern. Es gibt keinen Zweifel, welches die heute bei weitem größte kriminelle Organisation ist, der sich alles unterzuordnen hat. Es ist das US-Imperium mit seinen Vasallen. Die ganze Welt ist metastasenhaft überzogen mit US-Militärbasen. Überall auf dem Globus Tod und Verderben bringen zu können, ist wesentlicher Teil der geostrategischen Ambitionen der Clique von Kapital-Verbrechern. Auch Japan ist davon nicht ausgenommen.

Heute wissen US-Präsidenten, was Ihnen droht, wenn sie ausscheren. Das weiß auch ein Chef der "Deutschen Bank". Weiß das aber auch ein japanischer Premierminister? US-Präsidenten von heute wissen, dass das gewaltsame Ende von John F. Kennedy für sie ein Warnsignal war. „Ich glaube, es wäre mir genauso gegangen wie Herrn Herrhausen...“, hat Deutsche-Bank-Chef Ackermann gesagt – angesprochen auf Herrhausens Schuldenerlass-Pläne für die Dritte Welt und dessen bis heute unaufgeklärte Ermordung.

Was ist zu tun, wenn ein US-Stützpunkt wie der auf Okinawa bedroht ist?

Japans Regierung unter Premierminister Naoto Kan (im Amt 8.6.2010 bis 2.9.2011) „hatte sich erfrecht, dem Willen des japanischen Volkes nach Auflösung der größten US-Stützpunkte im Lande – vor allem dem auf Okinawa – Ausdruck zu verleihen und das zur erklärten Regierungspolitik zu machen. Sie scheiterte aber vor allem am GAU der Atomkraftwerke von Fukushima.“ Das schreibt Lucas Zeise, Chefredakteur der Wochenzeitung "Unsere Zeit" am 13.8.2016.

Stimmt das, was Lucas Zeise hier formuliert? Was hatte es mit Premierminister Naoto Kan auf sich? Immerhin sind die US-Militärbasen auf der Insel Okinawa schon einige Tage vor seiner Ernennung zum Premierminister Thema in den Herrschaftsmedien. Die Washington Post schreibt am 4.6.2010 von „schwelenden Fragen hinsichtlich des Schicksals einer US-Militärbasis auf Okinawa“. Naoto Kan habe zwar von den Beziehungen zwischen Japan und den USA als einem Herzstück gesprochen, aber er hoffe noch, „die Lasten der Menschen auf Okinawa, die gegen den Verbleib der Militärbasis auf der Insel seien, zu vermindern“. In den Zentralen der Kapital-Verbrecher dürften die Alarmsirenen aufgeheult haben. Okinawa hat im Südchinesischen Meer im Raum von China, Taiwan, Korea und Japan für die Durchführung von Kapital-Verbrechen des US-Imperiums eine herausragende strategische Bedeutung.

„Seit mehr als 60 Jahren sind US-Soldaten in Japan stationiert. Lange genug, finden Bewohner der Insel Okinawa, auf der sich die meisten US-Militärstützpunkte befinden. Sie fordern einen Abzug der Truppen – während die Amerikaner auf ihrer Rolle als 'Verteidiger Japans' beharren.“ Das ist am 26.7.2010 bei tagesschau.de in einem Artikel mit dem Titel "US-Truppen in Japan – Die ungeliebten Freunde aus Amerika" zu lesen. Auf Okinawa ist der Tod nicht geräuschlos. Im Gegenteil: die Todesmaschinerie macht einen Höllenlärm. tagesschau.de: „Ungefähr die Hälfte der Menschen hier in Sunabe ist weggezogen. Hier liegt die Lärmbelästigung wegen der Fluggeschwader bei über 95 Dezibel... Die Bewohner Okinawas haben begonnen ihren Unmut deutlicher zum Ausdruck zu bringen.“ Professor Masaaki Gabe: „Ich denke, einige in der US-Regierung haben bereits begriffen, dass sie eines Tages ihre Truppen aus Okinawa abziehen müssen. Denn das ist nicht ihr eigener Grund und Boden.“

Hat Fukushima Okinawa gerettet?

Am 11. März 2011 kommt es in Japan – nach Hiroshima und Nagasaki – zu einer der größten Katastrophen, dem Erdbeben von Fukushima mit der darauf folgenden atomaren Verseuchung durch das kollabierende Atomkraftwerk. Am 2. September 2011 tritt Premierminister Naoto Kan zurück. Hat er Fukushima als Signal verstanden? Sein Nachfolger wird Noda Yoshihiko (2.9.2011 bis 26.12.2012). Das Asia-Pacific-Journal schreibt am 3.10.2012 über ihn: „Er verspricht, das Bündnis mit den USA – die Achse von Japans Außenpolitik und Sicherheit – zu vertiefen und zu intensivieren.“ Und der heutige Ministerpräsident Shinzo Abe – so tagesschau.de am 19.6.2016 – „steht hinter dem Sicherheitsabkommen mit den USA, das Japan eine größere militärische Rolle in der Region zuweist.“

„Es stellt sich die Frage: ist das Erdbeben, das am 11.3.2011 in Japan die verheerenden Folgen inklusive einer atomaren Katastrophe ausgelöst hat, natürlichen Ursprungs, oder ist es künstlich hervorgerufen? Für den Fall, dass es künstlich hervorgerufen ist, ergibt sich die Frage, wer für dieses Verbrechen verantwortlich ist, wer es angeordnet und wer es ausgeführt hat... Es ist Aufgabe der Friedensbewegung und anderer Kräfte, denen es um Aufdeckung von militärischen Potentialen geht, die seit Jahrzehnten betriebene Forschung für den Einsatz von Naturgewalten als Waffe ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken und für deren Ächtung einzutreten.“ So hatten die Autoren dieses Artikels am 25.3.2011 gewagt zu schreiben – und ein bedrohlicher Sturm wurde gegen sie entfesselt. Doch daraus haben sie die Erfahrung gewonnen: je stärker und bedrohlicher der Gegenwind wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Wahrheit, die die Clique der Kapital-Verbrecher und ihre Handlanger zu verschleiern trachten, "beängstigend" offenbar wird. Dennoch stellt sich die Frage: Gibt es eine Beziehung zwischen dem Epizentrum des Bebens von Fukushima und dem "bedrohten" militärischen Epizentrum Okinawa? Sind die größten Kapital-Verbrecher unserer Tage auch zu einem derartigen Verbrechen fähig? Wenn sie es sind, darf es aus ihrer Perspektive betrachtet – das ergibt sich fast zwangsläufig – nicht offenbar werden.

Die künstliche Auslösung von Erdbeben ist verboten

Künstliche Erdbebenauslösung soll als Spinnerei erscheinen. Nun ist aber bereits 1977 die "Convention on the Prohibition of Military or Any Other Hostile Use of Environmental Modification Techniques" (Konvention über das Verbot der Nutzung von Umwelt-Modifikationstechniken für militärische und jegliche andere feindliche Zwecke) verfasst und von 51 Staaten unterzeichnet worden. Und bis 1994 sind dem Vertrag weitere 34 Staaten beigetreten. In dieser Konvention geht es ganz dezidiert um die Ächtung von Umwelt-Modifikationstechniken für militärische oder andere feindliche Zwecke. Und es ist auch in aller Klarheit aufgeführt, was damit gemeint ist. An erster Stelle aufgeführt sind Erdbeben und Tsunamis. Da stellt sich nun die Frage: Ist mit dieser Konvention etwas geächtet worden, was gar nicht möglich ist? Haben sich mehr als 80 Staaten verleiten lassen. etwas zu untersagen, was dem Reich der Spinnerei entspringt? Schon 1972 haben der Senat und das Repräsentantenhaus der USA sich mit einer Resolution befasst, die dazu aufruft, eine internationale Vereinbarung abzuschließen, die die Nutzung von Umwelt und Geophysik als Waffe verbietet (prohibiting the use of any environmental or geophysical modification activity as a weapon of war). War auch das ein Befassen mit einem Phantom? Ist der Präsident von Venezuela, Hugo Chavez, ein Spinner, wenn er die USA beschuldigt, das Erdbeben von Haiti künstlich ausgelöst zu haben? Mit Sicherheit ist zu sagen: er lebt nicht mehr.

Und was ist mit HAARP? Es soll als etwas erscheinen, was eine Untersuchung nicht Wert ist. Genau das aber fordert das Europäische Parlament in einer Entschließung vom 23.9.1998 über Umwelt, Sicherheit und Außenpolitik, nämlich die "rechtlichen, ökologischen und ethischen Auswirkungen von einem unabhängigen internationalen Organ untersuchen zu lassen". HAARP wird in dieser Entschließung eindeutig als Waffensystem bezeichnet. Wörtlich heißt es: „HAARP steht in Verbindung mit 50 Jahren intensiver Weltraumforschung für eindeutig militärische Zwecke.“ HAARP wird als Forschungsprogramm beschrieben, das gemeinsam von der Luftwaffe der USA und dem Geophysikalischen Institut der Universität Alaska, Fairbanks, durchgeführt wird. In der Entschließung heißt es wörtlich: „HAARP ist für viele Zwecke einsetzbar. Durch Manipulation der elektrischen Eigenschaften in der Atmosphäre lassen sich gewaltige Kräfte kontrollieren. Wird dies als militärische Waffe eingesetzt, können die Folgen für den Feind verhängnisvoll sein. Durch HAARP lässt sich ein fest umrissenes Gebiet millionenfach stärker mit Energie aufladen als mit irgendeiner anderen herkömmlichen Energiequelle.“

Und was hat es mit dem sowjetischen Gegenstück zu HAARP, der Woodpecker-Anlage in der Nähe von Tschernobyl auf sich? Ist es denkbar – was die Trägerin des Alternativen Nobelpreises von 1986, Rosalie Bertell, in ihrem Buch "Kriegswaffe Planet Erde" zum Thema macht – dass die USA die vom Atomkraftwerk Tschernobyl mit Energie versorgte Woodpecker-Anlage mit Skalarwellen angegriffen haben und damit der "Unfall" von Tschernobyl ausgelöst wurde?

Und das Undenkbare ist schon wahr...

Ob es sich für Sie gelohnt hat, diesen Artikel zu lesen, müssen Sie entscheiden. Es bleibt dabei: Es ist nicht angenehm zu erkennen, in was für einer Welt wir leben, und dass der Weg zu einer besseren noch erheblicher Anstrengungen bedarf. Und: Das Private ist politisch. Das Globale ist lokal. Und das Undenkbare schon wahr...


Veröffentlichung aus der Quartalsschrift DAS KROKODIL, Ausgabe 18 (September 2016) – Grundsatzschrift über die Freiheit des Denkens – bissig – streitbar – schön und wahr und (manchmal) satirisch.



Mehr dazu und wie es sich bestellen lässt, hier: http://www.das-krokodil.com/


Online-Flyer Nr. 592  vom 14.12.2016

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