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Aktueller Online-Flyer vom 23. Oktober 2017  

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Inland
Nürnberg: Linke Literaturmesse 2016 und Veranstaltung der Akademie "Nürnberger Prinzipien" 2015
Russlands Kampf um eine multipolare Welt
Von Brigitte Queck

Wie jedes Jahr, so fand auch im Jahre 2016 in Nürnberg die Linke Literaturmesse statt (4. bis 6. November). Mehr als 30 deutsche und ein österreichischer Verlag stellten dort ihre Literatur mit Tausenden von Büchern aus, und dementsprechend hoch war auch die Besucherzahl von geschätzten einigen Tausenden von Besuchern aus ganz Deutschland. Stündlich wurde vom Podium aus die nächsten Buchvorstellungen bekannt gegeben, die in den verschiedenen Vorlesungssälen des Gebäudes stattfanden. Als Buchautorin des Buches „Die Ukraine im Fokus der NATO. Russland das eigentliche Ziel“ (4. erweiterte Auflage) erhielt auch ich die Gelegenheit, zu der entsprechenden Problematik zu sprechen.

Oleg Muzyka, Zeitzeuge des Massakers im Odessaer Gewerkschaftshaus am 2. Mai 2014, der mich begleitete, zeigte einen Film über diese brutalen Ereignisse, bei denen ukrainische Faschisten bei ihren Mordaktionen - eng unterstützt von Kräften der US/NATO - fast 200 Menschen ermordeten. Die Zuschauer waren sehr interessiert an der Darstellung der Ereignisse in der Ukraine.

Aber es war wiederum festzustellen, dass es selbst bei den Linken verschiedene Anschauungen zu der Rolle Russlands und Putins in diesem Zusammenhang gibt. Da die Medien Deutschlands - leider auch linke Zeitungen - wenig dazu beitragen, die Rolle Russlands im Kampf um eine multipolare Welt und die Einhaltung des Völkerrechts aufzuzeigen, sind solche großen Veranstaltungen wie die Linke Literaturmesse äußerst wichtig zur Klärung bestimmter Fragen - wie: Welche Kennzeichen gibt es dafür, dass Russland den nicht liberalen (kapitalistischen) Entwicklungsweg geht? Welche Beweise dafür gibt es, dass Russland sowohl in der Ukraine als auch in Syrien auf der Grundlage des Völkerrechts vorgeht?

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich recht ungern an ein Treffen von Vertretern aus Deutschland und vielen Ländern der Welt am 6. Juni 2015 – ebenfalls in Nürnberg – welches von der neu gegründeten Akademie „Nürnberger Prinzipien“ veranstaltet wurde. Im Mittelpunkt dieser damaligen Veranstaltung standen die internationalen Prinzipien von Nürnberg 1945, bei der Kriegsverbrecher ihrer gerechten Strafe zugeführt wurden, und deren Umsetzung in der Gegenwart.

Doch es ging dabei nicht etwa um die Vermeidung von US/NATO-Aggressionskriegen in aller Welt, sondern um das genaue Gegenteil! Die Länder wir Russland, China, Syrien u.a., die im Zangengriff der US/NATO stehen, wurden verfemt, während das Vorgehen der Kriegstreiber der US/NATO gutgeheißen, als „gerechter Krieg gegen den Terrorismus“ dargestellt und deren Politik als Umsetzung der „gleichen Werte“ proklamiert wurde.

So nimmt es denn nicht wunder, dass Olegs und meine kleineren Wortmeldungen auf den zweitägigen Workshops dort zwar zähneknirschend geduldet, aber ein Zeigen von Bildern über das gemeinsame Vorgehen von ukrainischen Faschisten mit US-Vertretern innerhalb der Ukraine nach dem vom Westen ideell, finanziell und militärisch gefördertem Regimechange sowohl innerhalb als auch außerhalb dieser Akademie abgelehnt wurde und ein Auftreten des Schachweltmeisters, Dumaabgeordneten und Vorsitzenden eines der größten Friedensorganisationen der Welt, der "International Association of Peace Foundations" (IAPF), Anatoli Karpow weder vorgesehen noch geduldet wurde.

Auf diesem Forum - der von der deutschen und amerikanischen Regierung ins Leben gerufenen Akademie „Nürnberger Prinzipien“ - galten die "Werte" der 0,1 Prozent der Reichen auf diesem Erdball, die unseren diametral entgegengesetzt sind!

Online-Flyer Nr. 588  vom 16.11.2016

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