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Aktueller Online-Flyer vom 21. Oktober 2017  

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Wirtschaft und Umwelt
Fundiertes Wissen über Wiesen in Vortrag von Hans-Christoph Vahle
Lebenselexier aus Blumen, Gäsern und Kräutern
Von Agrargruppe von Attac Wuppertal / NRhZ

Am 15. Oktober 2016 fand in Wuppertal ein Vortrag von Hans-Christoph Vahle zum Thema "Blumen - und kräuterreiche Mähwiesen – Lebenselixier für Landwirtschaft, Naturschutz und Erholung?" statt. Eingeladen hatte Therapeutikum Wuppertal e.V. in Kooperation mit der Agrargruppe von Attac Wuppertal und der Bergischen Gartenarche. Innerhalb des Vortrags stellte Vahle zunächst klar, was man unter Wiesen verstehen muss: Keine Weiden, keine Rasen, keine Brachen!


Hans-Christoph Vahle und Eva Held (Therapeutikum Wuppertal)
Montage: NRhZ unter Einbeziehung eines Fotos von Wolfgang Wiebecke


Dann beschrieb er vier Grundtypen von Wiesen und charakterisierte ihre besonderen Eigenschaften und ihre jeweilige Bedeutung für die Landwirtschaft. Er zeigte beispielhaft etliche Kräuterarten und stellte ihre gesundheitliche Wirkung für das Vieh dar. Der Vortrag endete mit dem Aufruf "Jedem Hof seine Wiesen". Eine Stimme aus dem Publikum von Künstler und Naturliebhaber Harmut Lux befand: „Herrn Vahle gelang es, die Beziehungen zwischen Pflanze und Tier und im weiteren zwischen Natur und Mensch an vielen Beispielen in Wort und Bild lebendig vor Augen zu führen; wobei der Funke der Begeisterung wohl auch deshalb schon bald zum Publikum übersprang, weil nicht zu übersehen war, dass der Vortragende nicht allein Ergebnisse jahrzehntelanger Forschung vortrug, sondern ihm darüberhinaus sein Thema ein wirkliches Herzensanliegen war. Naturwissenschaftlern wie Landwirten, denen über aller Forschung im Kleinen und Kleinsten, bzw. über den hilfreichen aber wohl mehr noch bedenklichen Errungenschaften von Technik und Chemie der Zusammenhang zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen verloren zu gehen droht, wünschte man, sie wären an diesem Abend zu diesem Vortrag gekommen. Wir sind sehr froh, die relativ weite Anreise an diesem Tag nicht gescheut zu haben.“


Vortrag von Hans-Christoph Vahle (Foto: Wolfgang Wiebecke)

Der Durchblick fokussierte u.a. auf Ausmagerung von Wiesen in der Eifel, die auch nach 25 Jahren kein artenreiches Pflanzenensemble hervorbringen. Ein übersichtliches Schema gliedert die artenreichen Wiesen in feucht-nass oder frisch-trocken. Auf ihnen gedeihen Heilkräuter, die unter tiermedizinischer Hinsicht als Futterwiesen für das Vieh von besonderem Wert sind.


Hans-Christoph Vahle (Foto: Wolfgang Wiebecke)

Desweiteren empfiehlt sich, das Vortragsangebot und die Veröffentlichungen auf der website des Vortragenden näher anzuschauen, der auch zertifizierte Ausbildungen in Feldbotanik, Pflanzensoziologie und Angewandter Pflanzensoziologie anbietet. Dr. Hans-Christoph Vahle studierte Landespflege und Pflanzensoziologie und ist seit vielen Jahren als Vegetations- und Biotopkartierer tätig, betreibt vegetationskundliche Grundlagenforschung und schreibt Bücher. Daneben wirkt er in der Aus- und Weiterbildung von Lehrern, Landwirtschafts-Lehrlingen, Pharmazeuten und Medizinern mit. Anfang 2009 gründete er die Akademie für angewandte Vegetationskunde. (www.vegetationskun.de)


Neueste Publikationen

H.-Ch. Vahle (2015): Gesundende Landschaften durch artenreiche Mähwiesen. – Broschüre im Selbstverlag. Witten, 76 S.
H.-Ch. Vahle (2015): Die Glatthaferwiese von Hof Sackern. Erfolgreiche Neueinsaat einer kräuterreichen Heuwiese. – Lebendige Erde 66 (3): 38-42. Darmstadt.
H.-Ch. Vahle (2014): Wiese ist nicht gleich Wiese. – Bioland-Fachmagazin 08/2014.
H.-Ch. Vahle (2014): Der Wiesentag. – Lebendige Erde 65 (4): 38-42. Darmstadt.

Online-Flyer Nr. 585  vom 26.10.2016

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