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Aktueller Online-Flyer vom 11. Dezember 2017  

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Wirtschaft und Umwelt
Grußwort an das Internationale Monsanto-Tribunal
Wir alle sind Geiseln der Supermonopole
Von Maria Mies

Der folgende Text ist die Übersetzung des Grußworts, das ich an das Internationale Monsanto-Tribunal geschickt habe, das vom 14. bis 16. Oktober in Den Haag stattfand. Liebe Freundinnen und Freunde, ich gratuliere Euch, dass Ihr dieses weltweite Tribunal organisiert habt und dass es an dem Ort des Internationalen Strafgerichtshofs, Den Haag, stattfindet. Denn Monsanto ist einer der größten Verbrecher unserer Zeit.

Im Namen des Fortschritts zerstört Monsanto nicht nur die Umwelt, die Gesundheit von Mensch und Tier, die Vielfalt allen Lebens auf der Erde in den armen Ländern wie in den reichen. Das Unkrautvernichtungsmittel Round Up Ready vernichtet auch hier alles Leben im Boden und auf dem Boden, außer den von Monsanto gewünschten Sorten, z.B. Mais, oder Raps. Die Folge ist nicht nur eine biologische Monokultur sondern auch eine soziale.

In den wenigen noch übrig gebliebenen Supermärkten finden wir fast nur noch Lebensmittel, die von Monsanto, Nestle, Bayer und wenigen anderen multinationalen Konzernen geliefert werden. Wenn Bayer Monsanto aufkauft, werden diese Verbrechen Monsantos nicht geringer, weil Bayer dieselbe Strategie verfolgt, nämlich die Zerstörung aller biologischen und sozialen Vielfalt im Namen des Profits. Wir alle sind Geiseln dieser Supermonopole. Kann die Zivilgesellschaft das zulassen?

Ihr seid die ersten, die im Namen der Zivilgemeinschaft der Welt gegen den größten dieser Verbrecher, Monsanto auftreten. Ich werde alles tun, um das Monsanto-Tribunal bekannt zu machen.

Online-Flyer Nr. 585  vom 26.10.2016

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