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Aktueller Online-Flyer vom 20. Oktober 2017  

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Globales
Syrien: Das Stalingrad der Regime-Changer
Süddeutsche Zeitung im vorherrschenden US-Propagandafeld
Von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Der Journalist der Süddeutschen Zeitung Julian Hans ist bekannt für seine Tiraden gegen Russland und seine anti-russischen Ressentiments. Wie so viele Journalisten seiner Generation hat er sicherlich von seinen Vorfahren die tiefe Frustration assimiliert, als Berlin eine vernichtende Niederlage erleben musste, bevor die hochmütige dumme Nazi-Clique die totale Kapitulation akzeptierte. Es waren die Sowjets bzw. die Russen, die mit einem hohen Blutzoll Berlin besiegten und okkupierten. Der tiefe Fall in den Untergang hatte schon Stalingrad markiert, aber Hochmut und Blindheit führen zum kompletten Desaster. "Die schlimmsten Kerker sind die Schädel der Menschen", schrieb Alexandre Dumas. Vor den abscheulichen Verbrechen der Nazi-Diktatur haben Generäle und andere Führungskräfte der Wehrmacht geschwiegen. Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte, wäre die braune Bestie immer noch da? Die Haltung der Medien mit Journalisten wie Julian Hans und anderen und die führenden deutschen Politiker lassen keine substantielle Veränderung erkennen. Wenn Julian Hans Stalingrad nennt, ist er nicht in der Lage zu sehen, dass Syrien das Stalingrad der „Regime-Changer“ darstellt. Hochmut und Blindheit sind leider sein Markenzeichen.

Sich an Grundsätze der Zivilisation halten

Paul-Anton Krüger, ein weiterer Journalist der Süddeutschen Zeitung (SZ), bewegt sich leider auch nur im vorherrschenden US-Propagandafeld (SZ 12.9.2016). Völlig unkritisch sieht er die Unterstützung der Obama-Regierung für bewaffnete Rebellen, also kriminelle Banden. Offensichtlich unwillig oder unfähig, sich an Grundsätze der Zivilisation zu halten, kann Krüger eine politische Opposition nicht von bewaffneten Rebellen, von Dschihadisten unterscheiden. Er macht sich lieber zum kakophonischen Echo vom US-Außenminister John Kerry, ohne die Sachlage gemäß internationaler Regeln zu bewerten. Minderwertigkeitskomplexe, ja die Unterwürfigkeit gegenüber den Amerikanern erklären das geistige Defizit bei deutschen Medien, das wirklich am deutlichsten zutage tritt, wenn es um Syrien geht.

US-Obsession und Unfug eines Regierungssturzes in Syrien

Die Waffenlieferungen aus Westeuropa und den USA in den Krieg nach Syrien sind seit 2012 bekannt. "Die Golfstaaten schickten den Rebellen noch mehr Waffen 2013, kurz darauf verstärkten die USA ihr Engagement...   Die meisten dieser Konflikte enden, wenn Moral und Ressourcen einer oder aller Fraktionen erschöpft sind. Im Falle von Syrien geschah das jedoch nicht. Im Gegenteil, immer mehr Waffen und Kämpfer fluteten das Land, bis es ein einziges Schlachtfeld war." So berichtet Moritz Baumstieger (SZ, 12.9.2016). Die US-Obsession und der völkerrechtswidrige Unfug, die amtierende syrische Regierung stürzen zu wollen und einen Regierungswechsel in Syrien in ihrem Sinne herbeizuführen, ist das zentrale Problem einer Obama-Regierung, der gerade deshalb nicht zu trauen ist. Sie paktiert skrupellos mit bewaffneten Elementen, die sie unredlicherweise als „Opposition“ bezeichnet, die eigentlich an der Seite von Terror-Milizen das Land verwüsten.

Die kriminellen Absichten der USA im Visier

Ein klarer Kopf, der sich nicht in Propaganda-Schmutz hineinziehen lässt, kann leicht erkennen, dass Russland auf der richtigen Seite steht, wenn Moskau sich an die internationalen Regeln hält und die amtliche Regierung Syriens unterstützt gegen solche Vandalen und unerwünschten US-Komplizen. Die kriminellen Absichten der USA hat selbst Paul-Anton Krüger im Visier (SZ 12.9.2016). Schockierend ist nur, dass der Journalist keine Stellung dagegen einnimmt, als ob er damit einverstanden wäre: "Viele Rebellen dagegen hoffen, dass sie unter einer neuen US-Regierung (geführt von Hillary Clinton) mehr Unterstützung bekommen – oder von den Golfstaaten... Den Syrern stünde dann ein weiterer blutiger Winter bevor..." Diese kriminelle Perspektive für Syrien, die auf die USA hinweist, lässt aber den SZ-Journalisten Paul-Anton Krüger menschlich kalt, als ob über 250.000 Lebensopfer nicht genug wären. Das erzeugt Abscheu. Wo gibt es eine Veränderung zur Nazi-Zeit?


Unter Bezugnahme auf:

Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 12.9.2016: Kolumne „Der Preis der Ruinen“ von Julian Hans;
Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 12.9.2016: Artikel „Wenn die Sonne sinkt“
Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 12.9.2016: Titelseite „Bombenangriffe stellen Friedensplan infrage“ von Paul-Anton Krüger
Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 12.9.2016: Kommentar „Waffenstillstand in Syrien – Die Tücken der Statistik“ von Moritz Baumstieger


Luz María de Stéfano Zuloaga de Lenkait ist chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Sie war jüngstes Mitglied im Außenministerium und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen. In Deutschland hat sie sich öffentlich engagiert für den friedlichen Übergang der chilenischen Militärdiktatur zum freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat, u.a. mit Erstellen von Gutachten für Mitglieder des Deutschen Bundestages und Pressearbeit, die Einheit beider deutschen Staaten als ein Akt der Souveränität in Selbstbestimmung der beiden UN-Mitglieder frei von fremden Truppen und Militärbündnissen, einen respektvollen rechtmäßigen Umgang mit dem vormaligen Staatsoberhaupt der Deutschen Demokratischen Republik Erich Honecker im vereinten Deutschland, für die deutsche Friedensbewegung, für bessere Kenntnis des Völkerrechts und seine Einhaltung, vor allem bei Politikern, ihren Mitarbeitern und in Redaktionen. Publikationen von ihr sind in chilenischen Tageszeitungen erschienen (El Mercurio, La Epoca), im südamerikanischen Magazin “Perfiles Liberales”, und im Internet, u.a. bei Attac, Portal Amerika 21, Palästina-Portal. Einige ihrer Gutachten (so zum Irak-Krieg 1991) befinden sich in der Bibliothek des Deutschen Bundestages.

Online-Flyer Nr. 579  vom 14.09.2016

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