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Aktueller Online-Flyer vom 23. August 2017  

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Kommentar
Kommentar vom Hochblauen
Merkel – die höchstdekorierte Gralshüterin der weltweiten Menschenrechte
Von Evelyn Hecht-Galinski

Der scheidende Präsident Obama ist längst entzaubert, Merkel als seine treue Vasallin seit der NSA-Affäre mehr als deutlich enttarnt. Für die Israelisierung Deutschlands wurde sie mit einem Staatsbankett und der höchsten zivilen Auszeichnung, die die USA zu vergeben haben, nämlich der "Medal of Freedom" bedacht. Für die Ehrung reiste sie am 7. Juni 2011 nach Washington. Die Freiheitsmedaille wird eigentlich an Menschen verliehen, die einen besonderen Beitrag im nationalen Interesse der USA oder für den Weltfrieden geleistet haben. Die Begründung spricht für sich, und man muss sich nur die passende aussuchen.


Montage: sicht-vom-hochblauen.de

Merkel fand ja nur Worte der Empörung für die feige Ermordung von Bundeswehrsoldaten in Afghanistan, fand aber keine Worte der Empathie für die von ISAF-Truppen getöteten Zivilisten, vor allem die Frauen und Kinder. Merke, Merkel und "unsere" Außenpolitik haben es schon verinnerlicht: Von Israel lernen heißt ungestraft morden und töten. Nach den vielen jüdischen und israelischen Preisen und Ehrungen, das Sahnehäubchen dieser Medaille oben drauf.

Dafür durften auch, neben vier Bundesministern, ihr Ehemann, der Chemie-Professor Joachim Sauer dabei sein. Man sieht, die Chemie stimmt. Der inzwischen verstorbene und damalige Außenminister Westerwelle hingegen war längst zur lahmen Ente mutiert und wurde an einigen Plätzen der Welt gar nicht mehr empfangen oder ausgeladen, da er "nichts im Gepäck hatte".

Wie es scheint, hat Merkel es mit dem Titel „Stimme für Menschenrechte weltweit“ ernster genommen als von den Preisverleihern möglicherweise angedacht, denn in Europa steht sie mehr und mehr isoliert da, hält aber eisern an ihrem "Wir schaffen das" fest. während die Bekämpfung der Meinungsfreiheit, welche eines der wichtigsten Menschenrechte darstellt, mittlerweile ohne jede Scham staatlich gefördert wird. Es sollte niemanden verwundern, wer die Speerspitze dieser neuen Form der Stasi bildet und wer darüber bestimmt, was Rassismus ist.

Berechtigte Kritik an Antisemitismus, wird ganz bewusst und gezielt dazu benutzt, einzelne Personen persönlich zu diffamieren und politisch in Deutschland zum Schweigen zu bringen. Von Broder und seiner "Achse des Guten" sind wir schon viel gewohnt, aber bedenklich und mehr als gefährlich wird es, wenn diese bewusste Hetze, die auch vor falschen Anschuldigungen nicht zurückschreckt, in großen überregionalen Medien landet.

Israel und seine Helfer dürfen nicht die Oberhand in der Deutung und Sprachregulierung bekommen. Doch bedauerlicherweise ist diese Einflussnahme schleichend über die Jahrzehnte gewachsen und zeigt jetzt ihre Erfolge. Inzwischen sind in allen großen Weltorganisationen und Foren, wie UNO und Unesco israelische Lobbyisten/innen wie z.B. die israelische Richterin Hadassa Ben Itto, angekommen, die seit 31 Jahren Israels Staatsmacht in allen israelischen Gerichten vertreten hat und außerdem Ehrenpräsidentin der Internationalen Association of Jewish Lawyers and Jurists ist. Die vergleicht Israel-Kritik mit den Papieren der "Weisen von Zion" und steigert das dann noch mit der Bemerkung, die Zielscheibe der Antisemiten wären heute nicht die Juden, sondern Israel.

Ist das nicht genau das gewollte Ziel, dass eben, da Israel als jüdischer Staat anerkannt werden soll, jede Israel-Kritik als Antisemitismus zu bewerten ist? Genau das macht diese Anerkennung auch so wichtig für Israel. Unannehmbar für jeden Palästinenser, also ist auch die Forderung danach einfach abstrus. Umso schlimmer, dass Kanzlerin Merkel diese Anerkennung sofort vorgenommen hat.

Ich merke auch immer mehr, dass diese schleichende Politik der Verdummung in Deutschland Wirkung zeigt. Die Bevölkerung weiß immer weniger Bescheid über die wirklichen Zusammenhänge dieser politischen Intrigen. Auch deshalb müssen wir alle gemeinsam ohne Angst vor Diffamierungen gegen diese Lobbyisten und Protagonisten vorgehen. Lassen wir uns nicht verbrodern und verblöden!

Lassen wir den ewig modernen Erich Fried sprechen:

Ist Antizionismus Antisemitismus? - Eine Widerrede
Zionisten
mit linkem falschem Bewußtsein
Zionisten
mit rechtem falschem Bewußtsein
Antisemiten
mit rechtem falschem Bewußtsein
mit linkem falschem Bewußtsein
und Antisemiten
mit zionistischem falschem Bewußtsein
Kein Bewußtsein
das den Antisemitismus
oder den Zionismus
rechtfertigen kann

Kann es jemand besser und treffender ausdrücken, als Erich Fried?


Evelyn Hecht-Galinski, Tochter des ehemaligen Zentralratsvorsitzen der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, ist Publizistin und Autorin. Ihre Kommentare für die NRhZ schreibt sie regelmäßig vom "Hochblauen", dem 1165 m hohen "Hausberg" im Badischen, wo sie mit ihrem Ehemann Benjamin Hecht lebt. (http://sicht-vom-hochblauen.de/) 2012 kam ihr Buch "Das elfte Gebot: Israel darf alles" heraus. Erschienen im tz-Verlag, ISBN 978-3940456-51-9 (print), Preis 17,89 Euro. Am 28. September 2014 wurde sie von der NRhZ mit dem vierten "Kölner Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik" ausgezeichnet.

Top-Foto:
Evelyn Hecht-Galinski (sicht-vom-hochblauen.de)


Online-Flyer Nr. 575  vom 17.08.2016

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