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Aktueller Online-Flyer vom 16. Dezember 2017  

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Wirtschaft und Umwelt
Stärke demonstrieren: Gandhis Aufruf zum Ungehorsam:
Kauft nur noch gentechnikfreie Produkte!
Aufruf der Initiative "Stoppt Gen-Nahrungsmittel"

„Fünfzehn Millionen Menschen sind am 15. Februar 2003 gegen den Irak-Krieg auf die Straße gegangen, was wahrscheinlich die größte Bekundung öffentlicher Moral war, die die Welt je gesehen hat... Aber es war eine symbolische Geste. Die modernen Regierungen haben gelernt, sich mit solchen Dingen zu arrangieren, sie wissen ganz genau, dass sie eine Demonstration oder einen Protestmarsch einfach aussitzen müssen. Sie wissen, dass sich die Meinungen morgen schon wieder ändern oder durch Manipulation verändert werden können. Solange die öffentliche Gehorsamsverweigerung nicht zu einem realen, greifbaren Akt wird, sondern symbolisch bleibt, gibt es wenig Hoffnung auf Veränderung... Wenn wir unsere gesamte Energie in die Organisation dieser Dinge stecken, fügen wir dem Establishment, dem Imperium keinen nennenswerten Schaden zu.“ (A. Roy, Wahrheit und Macht)


Kopf des Flugblatts der Initiative "Stoppt Gen-Nahrungsmittel"

Das letzte Aufgebot für ein gentechnikfreies Europa

Wenn Sie wirklich gegen TTIP und wie 80 % der Verbraucher gegen Gentechnik sind ... hätten nur 20 % der Verbraucher die großen Parteien und damit TTIP und Gentechnik wählen dürfen. Dies ist nun mehrheitlich demokratisch mit den letzten Wahlen legitimiert worden. Vorsorglich hat Minister Schmidt von der CSU gleich mal eine von der EU noch nicht erlaubte Gen-Rapssorte zur Aussaat im September zugelassen – was durch die Proteste der Verbraucher von der EU gestoppt wurde - zumindest bis März 2016. Was dann? Dank des Widerstandes von vielen ist Deutschland im Moment gentechnikanbaufrei. Aber nicht frei vom Import und Verkauf genveränderter Produkte. Mit der Mogelpackung OPT-OUT macht Schmidt den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen nun auch in Deutschland möglich, lehnt er doch ein bundesweites Verbot ab. Die letzte Chance, die Agrogentechnik in Europa zu stoppen ist zu klagen. Aktion GEN-Klage und andere sind dran.

Konsumboykott – was können SIE tun?

Wenn keiner mehr Gentechnik kauft, verschwindet sie aus den Supermärkten. Denn es gibt sie schon überall in den Läden und über 100 Gentechniksubstanzen sind zum Import, nicht zum Anbau, in Europa bereits zugelassen und im Handel.

Keine gentechnisch veränderten Produkte mehr kaufen oder verzehren!

• Tiere werden in Europa mit Gensoja gefüttert. Tierische Produkte müssen nicht gekennzeichnet werden. Milch, Fleisch, Wurst, Käse, Quark, Joghurts, Kekse, Nudeln, Eier, Kuchen und vieles mehr. Gentechnikfrei: Bioprodukte. Beim Metzger nachfragen.
• Saatgut aus dem Supermarkt. Die dort gängigen Marken Kiepenkerl und Sperli sind mittlerweile aufgekauft worden und somit Tochterfirmen von Monsanto. Wichtig: Biosaatgut verwenden!
• Blumen und Nelken – lila oder blaue Nelken z. b. sind gentechnisch verändert - im Großhandel auch so gekennzeichnet, im Einzelhandel nicht mehr. Die Nelken gibt’s schon einige Zeit im Handel, sind aber erst im Sommer 2015 überhaupt zum Verkauf in Europa zugelassen worden! Nachfragen beim Blumenhändler. Fairtrade-Blumen bevorzugen.
• Restaurantboykott: Auch beim Essengehen gilt: kein Fleisch und keine Milchprodukte mehr, die nicht entweder bio oder aber gentechnikfrei gekennzeichnet und garantiert sind!
• Kaffee trinken: Ist die Milch gentechnikfrei gelabelt oder bio? Oder vegane Alternative wählen.
• Kleidungseinkauf: Ist die Baumwolle gentechnikfrei zertifiziert oder bio?
• Geld richtig anlegen – GLS- / Ethik-/ Umweltbank. Erkundigen wo das angelegte Geld verwendet wird – für Projekte von Landkauf für Gensojaplantagen? Bayer? BASF?
• Solidarische Landwirtschaft und Eigenproduktion steigern – direkt Einfluß vor Ort nehmen

Firmen, die Produkte von Monsanto verwenden:

• Unilever (Rama, Knorr, Du darfst, Langnese, Pfanni, Signal, etc.),
• Nestlé (After Eight, Alete, Bärenmarke, Choco Crossis, Herta, KitKat, Maggi, Möwenpick, Schöller, Vittel, Smarties)
• Kraft Foods (Toblerone, Mozartkugel, Philadelphia, Capri Sonne, Milka, Suchard, Onko, Kaba, Jacobs …)
• Coca Cola (Fanta, Sprite, Lift, Appolinaris, ...)
• Müller Milch (Weihenstephan, Nordsee 80 %, Kelloggs, Heinz, Pepsi, Mars, Lipton, Uncle Bens)

Nur, wenn wir öffentlich zeigen, dass diese Produkte in Europa nicht mehr gekauft werden – kommen sie vom Markt. Egal was die Politik tut – der Konsument hat die Macht was gekauft wird und was nicht. Das ist, was für Monsanto, Bayer, BASF usw. zählt …

Schon jetzt - sind immer mehr Produkte mit gentechnisch veränderten Produkten verunreinigt. Honig, Senf, Soja, Raps, usw., obwohl das bei uns noch nicht mal angebaut wird. In Amerika sind bereits über 90 % des Getreides, Soja, Baumwolle, Zuckerrüben und Raps gentechnisch verändert.

In USA sind die Krankheitsfälle analog zur Verwendung von genveränderten Produkten und Glyphosat in Anbau und Nahrungsmitteln drastisch gestiegen, so z.B.

• die Leukämierate von 1989 190.000 auf 2009 300.000 Tote,
• die Krebsrate von 1989 bis 2009 um das 3 – 4- fache (in Europa bisher 40 % mehr) ,
• Geburtsschäden 2006 bei 40 von 100.000 - 2010 über 60,
• Diabetes 1980 3 von Tausend auf 2010 8,5 auf Tausend,
• Parkinson-Todesfälle 1979 2 von 100.000, 2009 7 auf 100.000,
• Allergien um 400 %. (Jeffrey Smith Seeds of Doubt Conference Denver Okt. 2014)

Auch in Deutschland steigt die Krebsrate um ein Vielfaches und die Allergien nehmen drastisch zu, vor allem bei Kindern. Untersuchungen von Stadtbewohner zeigten, dass in 100 % der Stadtbewohner die Glyphosatmenge im Urin das 5 – 20-fache der Grenzwerte für Trinkwasser übersteigt. Im Blut von 93 % der ungeborenen Babys hat man bereits Giftstoffe aus der Produktion von Gennahrungsmitteln gefunden.

Sachstand in Argentinien: Ansteigen der Pflanzenschutzmittel auf über 800 % einhergehend mit einer 70-fachen Erhöhung von Fehlbildungen bei Geburten in den besprühten Gebieten.

Zerstörung unserer Böden und Beraubung unserer Möglichkeit Nahrung anzubauen:

Sept. 2015: Zerstörung fruchtbarer Böden kostet Billionen Euro – weltweit bereits 52 % der Böden betroffen. Lt. einer Langzeitstudie von Vandana Shiva wächst auf einem Boden, auf dem Genpflanzen angebaut wurden, nach 10 Jahren nichts mehr – sämtliches Bodenleben ist tot. (SZ 16.9.15. S. 16)

• WIR zeigen TTIP, Monsanto, Bayer, BASF etc. die rote Karte.
• WIR – 80 % der Verbraucher – konsumieren keine gentechnisch veränderten Produkte
• Die Politik handelt nicht im Interesse des Volkes sondern der Lobby, die am meisten zahlt.
• WIR müssen handeln, bevor es zu spät ist! Denn: einmal ausgesät ist es nie wieder rückholbar!


V.i.S.d.P.: Christiane Lüst, u.a. Autorin des Buches „Regierungen, die gentechnisch veränderte Nahrungsmittel zulassen, verletzen die Menschenrechte“, Spendenkonto und weitere Informationen zur Aktion GEN-Klage unter www.stopptgennahrungsmittel.de oder Tel.: 089 / 893 11 054



Flyer zur Aktion GEN-Klage:








Termin-Hinweis:

Samstag, 4. Juni 2016, 12 Uhr, Düsseldorf, Graf-Adolf-Platz
"TERRA VIVA March" der Initiative "March Against Monsanto - Düsseldorf" unter dem Motto:
"Marsch FÜR die Lebendige Erde, für Erd-Demokratie und für ein Bündnis der Völker zum gegenseitigen Schutz und zum Schutz der Erde"
https://stop-monsanto.tumblr.com/post/144219600716/march-against-monsanto-d%C3%BCsseldorf-2016

Online-Flyer Nr. 563  vom 25.05.2016

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Von Kostas Koufogiorgos
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