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Aktueller Online-Flyer vom 11. Dezember 2017  

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Globales
Von Kairo bis Kapstadt, vom Senegal bis Somalia
Die 3. NATO-Front: Afrika
Von Hartmut Barth-Engelbart

Hinter den Meldungen über den anhaltenden Vernichtungskrieg im Nahen Osten (Irak, Syrien, Gaza, Jemen...), hinter den Meldungen über den NATO-Aufmarsch gegen Russland und die faschistischen Massaker in der EUSkraine und an den Grenzen des Donbass, droht die dritte NATO-Front in Vergessenheit zu geraten: Afrika. Weil Libyen sich geweigert hatte, nach der US-EU-NATO-Pfeife zu tanzen und "Detention-Camps" für Schwarzafrikaner zu bauen (mit "großzügiger Unterstützung" durch deutsche Bauriesen mit 1000jähriger Lagerbau-Erfahrung), weil Libyen stattdessen mit den politischen und Armutsflüchtlingen zusammen Wohnsiedlungen und (sogar UN-gepriesene) Bewässerungssysteme, Krankenhäuser und Schulen aufbaute, weil es mit seinem Reichtum die selbständige Entwicklung Afrikas unterstützte und mit der Gründung der Afrikanischen Entwicklungsbank, der Ablösung von Dollar & EURO als Leitwährung und der Schaffung einer goldgedeckten afrikanischen Einheitswährung die Abhängigkeit von Weltbank und IWF gefährdete, deshalb wurde Libyen zerstört, deshalb wurde Gaddafi ermordet.

Jetzt sollen nach dem Vorbild des Erdogan-Deals zum Bau von Massenlagern im besetzten syrischen Grenzgebiet – in Libyen entsprechende Massenlager errichtet werden. Eine willige Marionettenregierung haben sich die NATO-Staaten schon eingesetzt. Bevor das restliche libysche Volk sich vom syrischen Virus angesteckt womöglich anderweitig orientiert.

Im Windschatten des US-Africom mit seiner Zentrale in Stuttgart darf Angela Merkel zusammen mit ihrer voraussichtlichen Nachfolgerin Ursula von der Leichen ihre “Chefsache Afrika” verfolgen und zunächst vordringlich die Bodenschätze in Mali befreien und sichern. Wohin der Kreuzzug sonst noch gehen soll und will, kann man den aktuellen TATORT-Themen und den darauf folgenden Anne-Will-Sendungen entnehmen: Koltan, Tantal im Ost-Kongo und in Ruanda-Burundi. Da muss man dann schon mal nach den Menschenrechten sehen. Und auch nach dem Tierschutz. Robuste Ranger-Einheiten ausbilden und mit der NGO WWF zusammen den Berg-Gorilla schützen. Der WWF fordert nämlich eine Schutzzone für diesen bedrohten Menschenaffen, in der die Wilderer schärfstens bekämpft werden müssen. Eine entsprechende Schutzzone für den Himalaya-Tiger wird derzeit entlang der chinesischen Grenze in Angriff genommen. Das Königreich Buthan geht dabei mit deutscher, britisch-französischer Hilfe mutig voran – ein Schelm, der dabei an eine 4. NATO-Front gegen China denkt! Vielleicht gibt es demnächst noch eine WWF-Initiative zum Schutz der Pol-Potwale im Südchinesischen Meer … oder zum Schutz uigurischer Bergziegen oder mongolischer Urpferdeherden, die dort noch grasen auf seltenen Erden...

Afrika muss dringend vor den Afrikanern geschützt werden. Da die Berggorillas aber ausgerechnet auf den Koltan- & Tantal-Lagerstätten leben, müssen sie, bevor der Chinese sie wegen seiner Gier nach Rohstoffen ausrottet, vorsorglich umgesiedelt werden – in eine weitere Schutzzone, die zufälliger Weise genau mit dem Areal übereinstimmt, auf dem eine Transporttrasse vom Kongobecken und von Ruanda-Burundi ans Rote Meer geplant ist. Das Schöne an diesem Zufall ist, dass man dann den Berggorilla und die Trasse und die Koltan-&Tantal-Abtransport-Züge gleichzeitig mit dem gleichen Personal schützen kann, gegen Wilderer, gegen Terroristen, gegen Boko-Haram und Obama bin Ladens andere gelehrige Massaker-Schülerscharen.

Online-Flyer Nr. 562  vom 18.05.2016

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