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Aktueller Online-Flyer vom 22. Oktober 2017  

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Michael Flynn: Der IS wurde von den USA gefördert
Von Peter Kleinert



Die US-Regierung von Präsident Obama behauptet seit Jahren, die syrische Regierung unter Staatspräsident Baschar al-Assad sei für den Aufstieg von Dschihadisten, vor allem der Terroristen des sogenannten "Islamischen Staates" (IS) in dem Bürgerkriegsland verantwortlich. Nun erklärte vor einigen Tagen der ehemalige Geheimdienstchef des Pentagon (DIA), Michael Flynn, in einem Al Jazeera-Interview, das hier von RT DEUTSCH wiedergegeben wird, US-Politiker hätten bereits vor Jahren sehr genau gewusst, dass zu den Extremisten hinter dem Aufstand in Syrien vor allem Terroristen des "Islamischen Staates" (IS) standen. Und genau der IS sei von den USA jahrelang bewusst nachhaltig unterstützt worden. 

 

Ehemaliger DIA-Geheimdienstchef Michael Flynn im Interview. Im Archivfoto darüber war er noch im Amt.
Quelle: Al Jazeera-Interview

In der hier folgenden Fernsehsendung geht RT-Reporterin Gayane Chichakyan der Frage nach, ob die USA ein afghanisches Modell à la Mudschahidin auch in Syrien verfolgen, mit deren Hilfe sie damals den Afghanistankrieg gegen die Russen führten.

 


Wie die Deutsche Welle schon am 10.5.2014 meldete, will "Bild am Sonntag" schon damals aus Sicherheitskreisen erfahren haben, dass US-Experten die verschlüsselte Kommunikation der IS-Dschihadisten knacken konnten. "Aus den abgehörten Gesprächen soll hervorgehen, dass der "Islamische Staat" (IS) mit einer neuen Taktik Terroristen in westeuropäische Länder schleusen will. Die Organisation hat offenbar Angst vor den verschärften Flughafen-Kontrollen und will als Alternative nun den Landweg nutzen.
Getarnt als Flüchtlinge aus Syrien sollen IS-Geheimkommandos mit jeweils vier Mitgliedern die Grenze zur Türkei überqueren und dann später mit gefälschten Pässen nach Westeuropa reisen, um dort Anschläge zu verüben. Angesichts der vielen hundert Flüchtlinge, die jeden Tag über die rund 900 Kilometer lange syrisch-türkische Grenze fliehen, bestehen hier für die Terroristen gute Chancen, um unerkannt unterzutauchen.

Deutschland nach wie vor im Fokus der Terroristen

Den deutschen Sicherheitsbehörden ist dieses Szenario laut "Bild am Sonntag" bekannt. Auch wenn man nichts von konkreten Anschlagsplänen wisse, stehe Deutschland nach wie vor im Fokus des dschihadistischen Terrorismus.
Unterdessen zieht es radikalislamische Kämpfer aus Deutschland offenbar verstärkt von Pakistan in Richtung Syrien. Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, wissen die deutschen Sicherheitsdienste von einigen ausgewanderten Dschihadisten, die vor Jahren in Terrorcamps im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet ausgebildet worden sind und sich bereits in Syrien befinden. Derzeit sollen sich dem Bericht zufolge auch rund 20 Islamisten in Pakistan aufhalten. Ursprünglich seien bis zu 100 Personen in die Ausbildungslager von Al-Kaida und anderen Gruppen gezogen."

IS will Flüchtlingsströme nutzen

Ein ehemaliger Gefangener des IS habe laut http://www.unzensuriert.at/ in einem anonymen Interview mit der Springer-Zeitung Die Welt im Juni Insiderwissen weitergegeben. Eine Methode der Dschihadisten sei es demnach, bulgarische Pässe zu kaufen, um unbemerkt innerhalb der EU reisen zu können. Da das Land für Korruption bekannt ist, sei es für die Terrororganisation nicht schwierig, für ein paar tausend Euro Pässe im großen Stil zu kaufen. Von Bulgarien aus gehe es dann meist über den Balkan nach Deutschland oder Österreich oder per Flugzeug nach Skandinavien - ohne jeglichen Zwischenstopp in einem Flüchtlingslager oder dergleichen. 
Der IS werde damit seinen Krieg ungehindert nach Europa ausweiten, das sei Fakt, so der Insider. Ein anderer Weg seien die Flüchtlingsströme aus Syrien nach Griechenland. Darin befänden sich dutzende Terroristen, die nur darauf warteten, in einem europäischen Staat "loslegen" zu können. "Die Flüchtlingsmasche scheint der perfekte Trick zu sein und Griechenland die ideale Route", so der anonyme Insider.
 
Auch die Nahostexpertin Dr. Karin Kneissl bestätigt diese Entwicklung in einem Interview für eine aktuelle Ausgabe von "Unzensuriert" "Heiliger Krieg gegen Europa". Man dürfe zwar nicht die Flüchtlingsströme in ihrer Gesamtheit unter Generalverdacht stellen. "Das geht nicht, aber ich würde es nicht ausschließen, dass natürlich in diesem Massenansturm von schutzsuchenden Menschen sich die eine oder andere Gruppierung vielleicht auch wirklich organisiert einschleust". Die Gefahr von Terroranschlägen in Europa schätzt Kneissl insgesamt hoch ein: Der Terrorismus sei sehr viel individueller und spontaner geworden, "weil z.B. durch Machetenangriffe Enthauptungen von Ungläubigen auf der Straße jederzeit und überall stattfinden können". (PK) 
 






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Online-Flyer Nr. 524  vom 22. Oktober 2017



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