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Aktueller Online-Flyer vom 23. Oktober 2017  

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Lokales
Offener Brief: Friedensgruppen wenden sich an Kölner OB Jürgen Roters
Aktion FriedensFahrradTour NRW
Von Peter Kleinert

Die diesjährige FriedensFahrradTour NRW der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegdienstgegnerInnen (DFG – VK) startet am 1. August in Münster zum Atomwaffenstützpunkt Büchel, wo die TeilnehmerInnen am 9.8. demonstrieren werden. Ihr Motto: "70 Jahre Hiroshima und Nagasaki: Für Frieden, atomare Abrüstung und ein ziviles Europa!" Die Friedensgruppen haben sich außerdem mit einem Offenen Brief an Kölns OB Jürgen Roters gewandt, wo sie am 5.8. eintreffen werden.
 
 FriedensFahrradTour NRW
 Quelle: DFG VK
 
Aus der Einladung der FriedensFahrradTour für Köln:
 


Transparent der Aktion
FriedensFahrradTour NRW
Quelle: DFG VK
"Wir kommen am 5. August von Krefeld über Neuß nach Köln." Dort werde man ca. 15.15 Uhr auf der Militärringstraße eintreffen und am 6. August weiter über Bonn nach Remagen fahren. Treffpunkte in Köln wären ca. 16 Uhr das "Forum Ziviler Friedensdienst", Am Kölner Brett 8 in Köln-Ehrenfeld, ca. 19 Uhr die Jugendherberge Köln-Riehl, ca. 20.15 Uhr das Deserteursdenkmal an der Burgmauer. Gegen 20.30 Uhr beginnt im Hiroshima-Nagasaki-Park eine Hiroshima-Gedenkaktion. Von 22 bis Uhr soll eine Lichteraktion auf dem Aachener Weiher stattfinden und am 6.8. von 10 bis Uhr eine Flugblattaktion vor der Gamescom in Köln-Deutz. "Ihr könnt eine, mehrere oder alle Etappen mitradeln! Informationen zum aktuellen Planungsstand und zu den Anmeldeformalitäten findet Ihr im Internet auf der Homepage der DFG-VK NRW: http://nrw.dfg-vk.de/, telefonisch oder per E-Mail auch bei Michael Sünner 0174 9509932, michael.suenner@netcologne.de sowie unter http://www.friedenkoeln.de/?p=8505.
 
FriedensFahrradTour NRW 2015 - Zukunft Sichern - Abrüsten!
• Kein Krieg in meinem Namen
• Friedensarbeiter statt Soldaten
• Atomwaffen ächten
• Grenzen öffnen für Menschen, für Rüstung schließen
• Geld für Soziales, nicht für Rüstung
 
Wir fordern von den Regierenden:
- Schritte zur Abrüstung mit dem Ziel der Abschaffung der Bundeswehr
- die Beendigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr
- den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland
- die Schließung aller ausländischen Militärstützpunkte
- ein umfassendes Exportverbot von Rüstungsgütern
- die Beendigung aller Drohnen-Kriegseinsätze
- die Auflösung der NATO und die Stärkung der OSZE
- Vorrang für zivile Konfliktbearbeitung
- 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungszusammenarbeit



 
Hier der Offene Brief an den Kölner Oberbürgermeister:
 
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister der Stadt Köln,
wir begrüßen, dass Sie – vertreten durch Herrn Bürgermeister Dr. Heinen – am 8. 7. aus Anlass des Flaggentages der Mayors for Peace einen Empfang gaben.
 
Werden Sie in den kommenden Jahren sich auch sichtbar an der alljährlichen Aktion der Mayors for Peace beteiligen und vom Kölner Rathaus und den Bezirksrathäusern die Friedensfahne wehen lassen?
 
Im Zusammenhang mit diesem Anlass und in Sorge wegen der weltweiten Beteiligung deutschen Militärs an vielen Kriegen sowie der Verstrickung der BRD-Regierung im Ukraine-Konflikt wenden wir – Kölner Friedensgruppen – uns an Sie mit der Frage:
"Welche Möglichkeiten sehen Sie als „Mayor for Peace“, um aus Köln in der Zukunft zur Kriegsprävention beizutragen?
Wir haben dazu einige Vorschläge, darunter:
– Setzen Sie sich für den Abzug der US-Atomwaffen in unserer Nachbarschaft, in Büchel bei Cochem an der Mosel, ein – der Bundestag hat diese Forderung bereits beschlossen. Dieser Beschluss blieb aber leider bis jetzt Makulatur. Die USA haben im Gegenteil die Modernisierung ihrer dort stationierten A-Waffen beschlossen, und die Bundesregierung hält an ihrer „nuklearen Teilhabe“ fest. Täglich üben Bundeswehrpiloten hier den Atombomben-Einsatz. Es wäre gut, wenn Sie den Bürgermeister von Büchel einladen könnten, sich den „Mayors for Peace“ anzuschließen.
 
Als „Mayor for Peace“ könnten Sie Ihren Einfluss für eine friedensfreundlichere Stadt Köln geltend machen:
– Sorgen Sie als Aufsichtratsvorsitzender der Köln Messe AG dafür, dass die Hightech-Waffenmesse „Itec“ nicht mehr in Köln stattfindet.
– Verweigern Sie der Propaganda-Offensive der Bundeswehr zwecks Rekrutierung von Nachwuchs die Unterstützung: kein Militär-Auftritt bei Kölner Messen für Schüler und Jugendliche (Didacta, Gamescom, Einstieg Abi etc.)
– Versuchen Sie Militärmusik-Veranstaltungen – Bundeswehr-Konzerte in der Philharmonie oder Köln-Arena – zu unterbinden.
– Beenden Sie die unselige Tradition der Wehrmacht auf Kölner Boden: keine öffentlichen Soldaten-Gelöbnisse in Köln!
– Kriegerdenkmäler wie „Unseren Helden“ der deutschen Angriffskriege 1914-18 und 1939-1945 etwa in Zündorf oder Gedenktafeln für „gefallene“ deutsche Soldaten im Friedenspark sowie des Beiboots der „Fregatte Köln“ am Eigelstein sind so nicht hinnehmbar.
Für Gespräche über diese und weitere geeignete Initiativen stehen wir gerne zur Verfügung." (PK)
 
Kontakt:
Ariane Dettloff, DFG/VK Gruppe Köln, c/o Friedensbildungswerk Köln, Obenmarspforten 7 – 11, 50667 Köln
Reiner Schmidt, bundeswehr wegtreten, c/o Autonomes Zentrum Köln, Luxemburger Str. 93, 50674 Köln


Online-Flyer Nr. 519  vom 15.07.2015

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