NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - Logo
SUCHE
Suchergebnis anzeigen!
RESSORTS
SERVICE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Aktueller Online-Flyer vom 19. Oktober 2017  

zurück  
Druckversion

Literatur
Wohl dem, der Deutschlands Wetter entfliehen kann
Sommerzeit ...
Von Gisela Segieth

Sommer, Sonne, Urlaubszeit
glaubten wir, steht uns bereit,
nix davon gibt es, stattdessen
regnet es fast wie besessen.
Aus der Traum vom Urlaub pur,
ach, wo bleibt der Sommer nur?

Urlaubsfeeling in Marmaris
Foto: Gisela Segieth
 
Wer hat diesen Mist gemacht,
dass die Sonne nicht mehr lacht,
dass es gießt fast wie aus Kannen
und der Sommer ging von dannen?
Wo ist denn der Sommer hin?
Sagt: "Ergibt das einen Sinn?"
 
Kinder und erwachs'ne Leute,
die der Sommer immer freute,
sind jetzt außer Rand und Band.
Denn auch sie haben erkannt,
dass in diesem einen Jahr
sicher wird kein Sommer wahr.
 
Sonne pur, die gibt es nicht,
bald hat wieder uns die Pflicht
und der Urlaub geht vorbei.
Wird ersetzt durch Einheitsbrei,
den der Alltag uns beschert,
irgendwas läuft da verkehrt.
 
Jeder, der die Sonne liebt,
fühlt, der Sommer ist versiebt.
Denn der Herbst kommt unverhohlen,
rasend schnell auf lauten Sohlen,
die den Regen prasseln lassen.
Ist's für uns auch kaum zu fassen.
 
Darum Freunde, lasst uns leben,
statt nach Sommer pur zu streben.
Nehmt das Wetter, wie es ist,
auch wenn Sonne ihr vermisst.
Jedes Wetter macht doch Sinn,
schaut nur mal genauer hin!
 
Denn, wenn jeder Wetter machte,
niemand mehr darüber lachte.
Es ergäbe Chaos pur,
doch von Wetter keine Spur.
Drum freut Euch an schönen Tagen,
an den schlechten tut nicht klagen!
(PK)
 
Gisela Segieth schickt uns gelegentlich eins ihrer Gedichte aus Marmaris in der Türkei. Diesmal aus dem Saarland. .
 


Online-Flyer Nr. 516  vom 24.06.2015

Druckversion     



Startseite           nach oben

KOSTARIKATUREN


Von Kostas Koufogiorgos
FILMCLIP


Männerbünde
Aus dem KAOS-Kunst- und Video-Archiv
FOTOGALERIE


Schwarzer Freitag für H&M
Von Arbeiterfotografie