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Aktueller Online-Flyer vom 20. Oktober 2017  

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Kultur und Wissen
Deutsche Solidarität auf "Das Palästina Portal"
Der “Blogwart”
Von Evelyn Hecht-Galinski

Auf Druck von “Blogwart” Erhard Arendt wurde ein Interview mit Gilad Atzmon und Frau Dr. Milena Rampoldi, Redakteurin der Webseite PRoMosaik - und der von ihr speziell angeforderte(!) und von mir verfasste Kommentar dazu - von dieser Seite entfernt! So also funktioniert politische Zensur unter der sogenannten deutschen Palästinasolidarität.
 

Erhard Arendt, betreibt im Internet
"Das Palästina Portal"
Quelle: Muslim Markt
 In der Nazizeit gab es ja einen “Judenrat”, jetzt gibt es sogar einen deutschen “Palästina-Rat”, der sich selbstüber-schätzend diktiert, was gesagt und was geschrieben werden darf. Aber die Geschichte war damit keinesfalls erledigt, sondern wurde immer absurder. “Herr” Arendt veröffentlichte auf seiner Plattform dazu:
 
“Ich lese am 20. 4. 2015 im Internet-magazin Pro Mosaik einen dort veröffentlichten Kommentar von einer Evelyn Hecht-Galinski – (er wurde inzwischen entfernt, auch von ihrem Blog gelöscht)” und hetzt danach anschließend über Gilad Atzmon in altbekannter Weise, die ich hier nicht wiederholen möchte.
 
An PRoMosaik gerichtet schrieb er:
“Nach langem Überlegen, und nachdem ich wiederholt sehen musste, dass auf ihren Seiten kritiklose, nicht kommentierte Interviews merkwürdiger Personen, deren Texte ich nicht bewerbe, veröffentlicht werden, muss ich diese Zusammenarbeit aufkündigen.
 
Neben Holocaust-Relativierer (oder wie man es nennen will), neben Menschen die Holocaust-Leugner (Ahmadineschad) als Zeugen nehmen und sehr fragwürdige Aussagen treffen, möchte ich nicht stehen. Mit Menschen, die in diesem Umfeld agieren, kann und will ich nicht zusammenarbeiten. Nicht zuletzt, weil meine Seiten(1) als seriös und glaubwürdig betrachtet werden und so auch bleiben sollen.
 

Dr. Milena Rampoldi von PRoMosaik
Quelle: PRoMosaik
Ich habe mit eindeutigen Belegen darauf hingewiesen, sie kennen diese Personen und geben ihnen trotzdem wieder Platz, so muss ich auch Sie als deren Gefolgsleute einordnen.
Besonders wenn sie einen Kommentar von Evelyn Hecht-Galinski veröffentlichen…”
 
Mittlerweile ist das Interview wieder auf PRoMosaik zu lesen, da auch Frau Rampoldi offenbar bemerkt hat, mit welchem Mann Sie es da zu tun hatte, und ihren Fehler, diesem Druck nachgegeben zu haben, bereut:
“Gestern habe ich einen Fehler begangen, den ich bereue … ich habe mich in die Enge treiben lassen und habe einige Posts von uns gelöscht. Diese werden erneut eingestellt.”(2)
 
Ich selbst habe, wie schon erwähnt, nur auf inständiges Bitten dem Magazin ein Interview gegeben und dort einen Kommentar zu Gilad Atzmon veröffentlicht. Da ich meine eigene Plattform betreibe (3), bin ich auf diese Unterstützung ganz sicher nicht angewiesen.
 
Eine ähnliche Intervention hatte es seitens Blogwart Arendt auch schon zu meiner Einladung als Ehrengast einer Benefizveranstaltung der Palästinensischen Gemeinde in Wuppertal gegeben, u.a. durch einen an die Botschafterin Dr. K. Daibes gerichteten Brief.
Wie man sehen kann, war auch dieses Unterfangen nicht von Erfolg gekrönt – Hand in Hand für Gaza!
 
Mein Kommentar zu Gilad Atzmons Buch
 
DER WANDERNDE – WER?
Eine Studie jüdischer Identitätspolitik
Von Gilad Atzmon
 
Dieses Vorwort schrieb ich für die deutsche Ausgabe von Gilad Atzmons Buch 2012:
 
Jüdische Identität ist engst mit einigen der schwierigsten und strittigsten Problemen unserer Zeit verknüpft. Ziel dieses Buches ist es, viele dieser Kernpunkte für die Diskussion zu öffnen. Da Israel sich öffentlich als „jüdischer Staat“ definiert, sollten wir fragen, wofür „Judentum“, „Jüdischkeit“, „jüdische Kultur“ und „jüdische Identität“ stehen.
 
Gilad Atzmon untersucht die tribalen Aspekte, wie sie in den säkularen jüdischen politischen Diskurs – sowohl den zionistischen als auch den antizionistischen und sogar den der jüdischen Linken – eingelagert sind: die „Holocaust-Religion“, die Bedeutung von „Geschichte“ und „Zeit“ sowie die anti-nichtjüdischen Ideologien in ihren verschiedenen Formen. Er fragt, was Diaspora-Juden veranlasst, sich mit Israel zu identifizieren und seiner Politik anzuschließen. Der verheerende Zustand unseres Weltgeschehens erfordert dringend eine konzeptionelle Wende in unserer intellektuellen und philosophischen Einstellung zu Politik, Identitätspolitik und Geschichte.
 

Gilad Atzmon
“Der Wandernde - WER? ist DAS Buch für jeden Interessierten, der den Unterschied zwischen Judentum, Jüdischkeit und Zionismus verstehen will. Eine philosophische Meisterleistung eines Menschenfreundes und brillanten Jazz-Musikers und Ausnahmekünstlers, eines wahren Freundes der Palästinenser und ihrer berechtigten Anliegen. Mit diesen stichhaltigen Fakten, engagiert und provokant, fasziniert Gilad Atzmon den Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Ein wichtiges und mutiges Buch.”
 
Kommentar zu einem Interview von ProMosaik mit Gilad Atzmon
 
Gilad Atzmon verkörpert für mich die glückliche Symbiose zwischen “Politischen-Philosophen” und begnadeten Musikern und Künstlern. Als einer der Wenigen versteht er es das auszusprechen, was leider viele andere, sogenannte Antizionisten und Aktivisten vermeiden, nämlich sehr wohl einen Zusammenhang herzustellen zwischen Judentum, Zionismus und “Jüdischem Staat”. Auch für mich gibt es diesen untrennbaren Zusammenhang, da der Staat Israel sich als “Jüdischer Staat” definiert, als dieser auch anerkannt werden will und religiöse Regeln als “Grundgesetz” beansprucht.
 
Warum also greift man Gilad Atzmon so an? Weil er, was ich übrigens schätze und unterstütze, provokante Thesen aufwirft? Besonders schlimm sind Anschuldigungen wie “Holocaustrelativierer”, oder ähnlich schlimme und falsche Diffamierungen. Gilad Atzmon fragt sehr richtig, darf man über den Holocaust nicht diskutieren? Man muss sogar, zumal dieser ständig von jüdischen Politkern im “Jüdischen Staat” und in der Diaspora instrumentalisiert wird, um von Besatzung und Vertreibung abzulenken.
 
Gilad Atzmon greift genau die Themen auf, die auch mir am Herzen liegen!
 
Gerade auch in Deutschland, aber inzwischen auch im Ausland wird unterschieden zwischen “guten” und “schlechten” Juden! Die “Guten” kommen in die Medien und die “Schlechten” werden fertig gemacht, oder negiert.
Ich stimme Gilad Atzmon zu, es gibt keine Besonderheit des “Jude-Seins”. Es gibt auch kein Privileg einer Religion.
Warum soll es gerechtfertigt sein als “Jude” zurückzukehren in den “jüdischen Staat”, während den palästinensischen Ureinwohnern Hab und Gut geraubt wurde und sie auf ihr legales Rückkehrrecht verzichten sollen.
 
All das sind Fragen, die Gilad Atzmon stellt und er stellt sich als Philosoph und Künstler dar, dem diese Fragen wichtig sind. Er ist ein wirklicher Freund der Palästinenser und im Kampf für Gerechtigkeit.
“Viel Feind, viel Ehr”, dieser Spruch passt genau zu Gilad Atzmon und vielen seiner Kritiker, die nichts verstanden haben und nichts können außer Lügen über ihn in die Welt zu setzen.
Aber dieser herausragende Künstler und Mensch, der eine universelle Ethik vertritt, die ihresgleichen sucht, wird mit seiner Musik und seinen Büchern in die Ewigkeit eingehen!
 
Gilad Atzmon ist ein Brückenbauer und hat die Konsequenzen für sich gezogen. Er lebt im britischen Exil, geißelt die unerträglichen Lebensbedingungen der Palästinenser unter “jüdischer Besatzung”, unter der israelischen Regierung, und bezeichnet sich nicht mehr als Jude. Eigentlich nur folgerichtig, da das Judentum eine Religionsgemeinschaft ist und kein Volk. Die israelische und jüdische Identität zu hinterfragen ist mehr als legitim und nötig.
 
Gilad bezeichnet Jazz als seinen persönlichen “Dschihad” und beweist damit nur seine Leidenschaft, die sich immer wieder in seinen musikalischen Statements auf den CD`s mit seinem Orient House Ensemble widerspiegeln.
Ob mit “Gaza, mon Amour” oder der neuen “Whistleblower”-CD, hier verschmelzen die politischen mit den musikalischen Aussagen unnachahmlich miteinander. Ihn aber live zu erleben ist ein wahrer Genuß!
Dieses Interview war und ist herausragend - mehr als lesenswert.(4) Gut dass es meinen Freund Gilad Atzmon gibt!

Seit 2010 schreibe ich wöchentlich für die NRHZ, nachdem ich nach der Stuttgarter Konferenz und den danach entstandenen Intrigen, die Zusammenarbeit mit Erhard Arendt aufgekündigt hatte.
Dieser Entschluss war eine der besten Entscheidungen in meinem journalistischen Leben!
Alle anderen Behauptungen entsprechen nicht der Wahrheit und wurden frei erfunden!
Dies nur zur abschließenden Klarstellung. (PK)
 
(1) http://www.palaestina-portal.eu
(2) http://promosaik.blogspot.com.tr/2015/03/promosaik-ev-interviewt-die-autorin.html
(3) http://sicht-vom-hochblauen.de/
(4) Das Interview mit Gilad Atzmon erschien dort am 19. März 2015


Online-Flyer Nr. 508  vom 29.04.2015

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