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Aktueller Online-Flyer vom 29. Mai 2016  

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Medien
Merkel, Jazenjuk und die ARD einig im Hinblick auf Nazis und Russland?
Auf der Agenda des Krieges
Von Barbara Hug

Wer kann die Augen verschließen vor dem Aufbau der kalten Front gegen die russische Föderation? Nur ein von Blindheit Geschlagener wähnt sich noch immer im ewigen Frieden....

Nazi-Flagge des Azow-Battalions gezeigt in den Tagesthemen
Quelle: ARD TT
 
Eindeutige Zeichen sind schon lange am Horizont, sie sind eingedrungen in die Lebensrealität der Menschen in Deutschland und Russland. Nicht nur wirtschaftlicher Natur sind die gesetzten Zeichen, auch mentaler Natur, Propagandafeldzüge, die schon immer eine kriegerische Auseinandersetzung vorbereiten halfen.
 
Lange war der politisch geschulte Bürger konsterniert, dass die Nazibanden in der Ukraine soviel Freiheit in ihrem Wirken hatten, und kaum ein müder Protest von Seiten westlicher Regierungen erfolgte. Mit der Zeit klärt sich das Verständnis und man kann Schlüsse ziehen.
 
Das Wirken der Faschisten in der Ukraine ist der Vorbote eines "neuen" Verständnisses der jüngsten Geschichte. Dieses hängt nicht etwa in der Luft, sondern wird manifestiert durch etliche, eigentlich unfassbare Begebenheiten. So konnte der ukrainische Ministerpräsident Jazeniuk im deutschen ARD Fernsehen von einem "sowjetischen Anmarsch auf die Ukraine und Russland" sprechen – ihm wurde nicht widersprochen. Ein Lapsus? – Nein, eine strategisch gesetzte Aussage. 
 
Wayne Madsen weist darauf hin, dass das herbeigeredete "neue" Geschichtsverständnis seine Basis in der Ideologie der Neocons hat. Emigranten aus der Ukraine haben sich in den USA nach dem Weltkrieg II in den USA in Organisationen wie Captive Nations zusammengeschlossen. Der CIA und der OSS halfen bei der Flucht aus Europa nach Übersee. In den USA wurden diese Emigranten die Basis für die wirtschaftliche und geopolitische Destabilisierung der UdSSR. 
 
Wenn nun Merkel und andere europäische Staaten von den Siegesfeiern des 9. Mai in Moskau demonstrativ fernbleiben, ist die Schlussfolgerung Dimitry Sedovs plausibel: In einem bemerkenswerten Beitrag in der Strategic culture foundation schrieb er: "Für das russische Volk ist die Verweigerung der deutschen Bundeskanzlerin, an den Feiern zum Siegestag in Moskau teilzunehmen ein sehr ernstes Zeichen, dass Deutschland bald einmal die Anerkennung des Sieges über den Nazismus verweigert. Deutschlands politische Reihen wechseln zu einer Neuen Ebene der Existenz. Die Deutschen pflanzen ein prothesenhaftes, künstliches Gedächtnis ein, mit welchem sie beginnen koennen, ihre Pläne zur Errichtung einer "neuen Ordnung" in Europa wieder zu beleben." (PK)
 
Dr. Barbara Hug ist aktiv im Schweizer Arbeitskreis "Tschernobyl und die Folgen".


Online-Flyer Nr. 504  vom 01.04.2015

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