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Aktueller Online-Flyer vom 12. Dezember 2017  

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Wirtschaft und Umwelt
Gesetze werden doch vom Bundestag beschlossen und nicht von der Regierung
Lohnt sich Solarstrom noch?
Von Franz Alt

Auch 2014 wird die Photovoltaik-Branche weltweit – ähnlich wie schon 2013 – um 20% wachsen. Damit rechnet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar). Ursache ist das wachsende Interesse am Klimawandel, gesunkene Kosten für PV-Module und die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom.

Solarstrom aus der Photovoltaik-Anlage.jpg
Quelle: http://hms-photovoltaik.de/
 
Besonders in China, Japan, Südkorea, Taiwan und Kalifornien hat die Photovoltaik einen Siegeszug angetreten wie noch vor kurzem in Deutschland. Aber hierzulande ist die große Koalition dabei, die erfolgreiche Zukunfts-Branche kaputt zu machen. Sogar im vernebelten Großbritannien wurde 2014 weit mehr zugebaut als bei uns: Auf der Insel wurden bisher in diesem Jahr 1100 Megawatt PV-Leitungen installiert, in Deutschland im selben Zeitraum nur 460.
 
Die deutsche Solarbranche hofft aber, dass der Bundestag die Einwände des Bundesrats noch ernst nimmt. Gesetze werden noch immer vom Bundestag beschlossen und nicht von der Bundesregierung. Die MdBs könnten dabei auf die breite Unterstützung ihrer Wähler für die Solarenergie bauen. Vor allem eine „Sonnensteuer“ wie sie Energieminister Gabriel auf selbsterzeugten Solarstrom plant wird in der Öffentlichkeit abgelehnt. Sie wird als Lachnummer des Vizekanzlers empfunden.
 
Solarstrom rechnet sich noch immer
 
Erstens: Für die Natur und das Klima sowieso.
Und zweitens: Auch für den Geldbeutel. Stefan de Haan vom Analystenhaus IHS meint in der Süddeutschen Zeitung am 30.5.2014: „Trotz der gesunkenen Vergütung ist es für Hausbesitzer nach wie vor äußerst attraktiv, eine Photovoltaik-Anlage zu installieren. Der Schlüssel liege im Eigenverbrauch."
 
Strom vom eigenen Dach sei heute nur noch halb so teuer wie Kohle- oder Atomstrom, der aus der Steckdose komme. Solarstrom könne für 12 bis 15 Cent pro Kilowattstunde selbst produziert werden, der Strom vom Energieversorger koste im Schnitt 28 Cent.
 
De Haan hat ausgerechnet, dass die Betreiber einer Fünf-Kilowatt-Anlage mit einer Rendite von bis zu 13% rechnen könnten, wenn sie 30% ihres Stroms selbst verbrauchen statt ihn komplett einzuspeisen. Bei 20% Eigenverbrauch liege die Rendite immer noch bei ca. elf Prozent. Deshalb wird sich in den nächsten Jahren das Geschäft mit Solarstromspeichern positiv entwickeln.
 
Doch durch die Sonnensteuer-Pläne der Regierung wachse natürlich das Risiko, meint Stefan de Haan. Es gilt also das Motto: Bürger, zur Sonne zur Freiheit! Wir sollten in diesen Wochen darüber mit unseren Bundestagsabgeordneten sprechen. (PK)
 
Diesen Beitrag haben wir mit Dank von der Sonnenseite von Franz und Biggi Alt übernommen. http://www.sonnenseite.com/
 


Online-Flyer Nr. 462  vom 11.06.2014

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