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Aktueller Online-Flyer vom 18. Dezember 2017  

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Sport
Präsidentin Rousseff kündigt hartes Durchgreifen während des Sport-Events an
Indigene in Brasilien gegen Fußball-WM
Von Niklas Franzen

Bei den seit Wochen anhaltenden Demonstrationen gegen die Fußballweltmeisterschaft der Männer hat es in der vergangenen Woche in der brasilianischen Hauptstadt Brasília wieder Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Kritikern des Großevents gegeben, unter denen sich diesmal auch zahlreiche Ureinwohner befanden. Die Ausschreitungen begannen, als sich der Protestzug dem Stadion Mané Garrnicha näherte. Dort sollte eine öffentliche Präsentation des WM-Pokals stattfinden. Diese wurde angesichts der Ausschreitungen abgesagt.
 

"Die FIFA mietet sich ein und die
Bevölkerung bezahlt"
Aufgerufen zu den Protesten, die bereits seit Anfang Mai durchgeführt werden, hatten diesmal indigene Gruppen und die Wohnungslosenbewegung MTST. Sie kritisierten vor allem Gesetzesänderungen bezüglich indigener Territorien und die Begünstigung großer Agrarunternehmen durch die Regierung der Arbeiterpartei (PT). Zudem richtete sich der Protest gegen die enormen Ausgaben für die WM. Insbesondere die Kosten des Stadions in Brasília verärgern viele Brasilianer. Die Arena ist mit umgerechnet 620 Millionen US-Dollar das teuerste Stadion der WM und kostet damit fast dreimal so viel wie ursprünglich geplant. "Bevor sie eine WM in Brasilien veranstalten, sollten sie an die Gesundheit, Bildung und Wohnungsfrage denken. Man darf nicht Milliarden für ein Sportevent ausgeben, welches keine Vorteile für die Bevölkerung bringt", sagte Neguinho Truká von dem indigenen Stamm der Truká Pernambuco.
 
Laut Presseberichten beteiligten sich diesmal rund 2.500 Menschen an dem Protest, darunter über 500 Indigene in ihrer traditionellen Kleidung. Die Polizei setzte unweit des Stadions Tränengas und Gummigeschosse gegen die Demonstranten ein. Ein Polizist wurde durch einen Pfeil im Bein getroffen und musste ärztlich versorgt werden.
 
Unterdessen versicherte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff auf einem Treffen mit 35 Unternehmern im Präsidentenpalast, "dass während der WM nicht das Gleiche passieren wird, was während des Confederation-Cups geschehen ist". Im vergangenen Jahr störten Massenproteste im ganzen Land den Ablauf des Turniers. Um während der in Kürze beginnenden Fußballweltmeisterschaft einen ruhigen Ablauf zu garantieren, werde notfalls auch das Militär eingesetzt, so Rousseff. (PK)

Diesen Beitrag haben wir mit Dank vom Portal amerika 21 übernommen. http://amerika21.de/2014/05/101850/indigene-wm


Online-Flyer Nr. 461  vom 04.06.2014

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