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Aktueller Online-Flyer vom 21. Oktober 2017  

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Literatur
Was ist es denn, was macht es aus?
Glück
Von Gisela Segieth

Wie definiert man denn das Glück,
von dem ein Jeder will ein Stück?
Was ist es denn, was macht es aus
und worauf läuft es denn hinaus?

Foto: Gisela Segieth


Die einen meinen, es wär' Glück,
wenn sie erhalten nur ein Stück
vom finanziellen Kuchen mal.
Doch lindert´s wirklich ihre Qual?

Die zweiten halten es für Glück,
wenn sie bergauf geh´n Stück für Stück,
hinauf auf der Karriereleiter.
Doch bringt sie das denn wirklich weiter?

Die dritten hoffen auf das Glück,
wenn sie stets blicken nur zurück,
zurück zu ihren Kindertagen
und haben dennoch viele Fragen.

Die vierten glauben an das Glück,
das sie empfanden auf der Brück',
die ihren Lebensweg gespalten,
weil sie vergaßen anzuhalten.

Die fünften wollen gar kein Glück
und glauben, es wirft sie zurück.
Sie trau´n sich nicht, es anzuseh´n,
weil sie sich selber nicht versteh´n.

Die sechsten seh´n für sich das Glück
in dem Applaus vom Bühnenstück,
das sie erhalten oft dort oben,
dabei braucht man sie nur zu loben.

Die siebten halten es für Glück,
wenn sie mit vielen geh´n ein Stück,
in ihrem eig´nen Lebensreigen.
Sie wollen die Familie zeigen.

Doch ist das alles wirklich Glück?
Lehn´ ich mich selbst einmal zurück,
betracht´mir meine eig´ne Welt,
dann brauche ich nicht sehr viel Geld.

Ich sehe für mich heut´ das Glück,
das ich empfinde Stück für Stück,
wenn ich für mich selbst voran geh´
und Land am Horizont nun seh´.

Mir schenkt schon der Gedanke Glück,
dass ich nie wieder geh´ zurück,
da wo ich hergekommen bin.
Denn so erhält mein Leben Sinn.

Ich selbst erkenne nun das Glück,
wenn ich mich für ein Blümlein bück´,
das ach so schön ist anzuseh´n,
bevor die Beine weitergeh´n.

Ein Sonnenstrahl, er schenkt mir Glück,
wenn er die Wolken schiebt zurück
und mich am Morgen kitzelt wach,
so dass ich schon zum Frühstück lach´.

Ein kleiner Waldweg bringt mir Glück,
auf dem ich laufen kann ein Stück,
bis eine Bank mir dann schenkt Ruh´.
Denn ich schau gern den Vöglein zu.

Ein liebes Wort es bringt mir Glück,
auch wenn ich selbst den Bleistift zück´,
um es dann gleich mir aufzuschreiben,
damit es kann auch bei mir bleiben.

So vieles schenkt mir heute Glück,
wenn die Gedanken ich verrück´,
damit sie frei und leicht könn´ schweben,
mich voran tragen hier im Leben.

Darum schenke ich dir jetzt vom Glück,
an dieser Stell´ ein großes Stück.
Denn du hast meinen Blick gelenkt,
auch wenn es manchmal hat gekränkt.

Du brachtest mir das große Glück,
dies halt ich fest nun Stück um Stück
und bau´ es aus zu einem Leben,
das mir noch sehr viel mehr wird geben.

Heut  sag´ ich Dank in meinem Glück,
blicke nach vorn und nicht zurück
und werde meine Schritte lenken,
sowie den Kopf mit gutem Denken.

Denn dieses Glück, das ich nun hab´,
es ist für mich die schönste Gab´.
Ich will es hegen nun und pflegen,
denn nur so schenkt es mir Segen.
(PK)


Online-Flyer Nr. 452  vom 02.04.2014

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