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Aktueller Online-Flyer vom 28. März 2017  

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Medien
Analyse der Berichterstattung über die Demonstrationen am 30. Juni 2013
Ägyptischer Zahlenzauber
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Es war am 30. Juni im Jahr 2013, einem fast normalen Arbeitstag, einem Sonntag im islamisch geprägten Ägypten. An diesem Tag war Mohammed Mursi, der erste demokratisch gewählte ägyptische Präsident, seit einem Jahr im Amt. Die Stimmung im Land war gespalten. Beide Seiten, Gegner und Anhänger, mobilisierten für diesen Tag. „Hunderttausende Demonstranten für und gegen den ägyptischen Präsident Mohammed Mursi ziehen durch die Straßen Kairos.“ So ist am früheren Abend dieses Tages, um 18 Uhr, bei Spiegel-Online zu lesen [1]. Die Formulierung „Hunderttausende Demonstranten für und gegen... Mursi“ lässt offen, wie sich die Zahl auf die beiden Gruppen verteilt. Doch die Bilder, die in Zusammenhang mit diesem Artikel veröffentlicht sind, zeigen Menschenmassen pro wie contra. Und in der AFP-Bilddatenbank heißt es entsprechend: „Menschenmassen von Pro- und Anti-Mursi-Demonstranten sammeln sich an Orten überall in Ägypten.“ [2] Es sind also große Zahlen auf beiden Seiten. Doch dann geschieht – parallel zum Militärputsch – das Wunderbare.


20.7.2013 in Frankfurt – Protest gegen den Militärputsch – auf einem Plakat ein Bild mit Mursi-Anhängern am 30. Juni 2013 in Nasr-City im Osten Kairos, wie es ähnlich auch in der Fotostrecke zum Spiegel-Online-Artikel vom 30.6.2013, 18 Uhr, oder in der AFP-Bilddatenbank zu sehen ist
Foto: arbeiterfotografie.com


Eine wahnsinnige Entwicklung

Das Wunderbare ist zum einen, dass die Mursi-Anhänger im Handumdrehen fast vollständig aus dem Blickfeld der Medien verschwunden sind. „Mit wehenden Fahnen und lautstarken Sprechchören protestieren Hunderttausende Ägypter gegen... Mursi“ (sueddeutsche.de, 30.06.2013, 19:05 Uhr) [3] „Auch in Alexandria, Port Said und Luxor gingen Ägypter auf die Straße“, heißt es weiter – fragt sich nur, ob gegen oder für Mursi. „Hunderttausende Menschen demonstrieren in Ägypten friedlich gegen... Mursi.“ (faz.net, 30.06.2013, 22:26 Uhr) [4] „Hunderttausende Menschen sind... in Kairo und anderen Städten Ägyptens auf die Straße gegangen, um gegen... Mursi zu demonstrieren.“ (junge Welt, 01.07.2013) [5] Die Mursi-Anhänger sind in all diesen Meldungen unter den Tisch gefallen – von der Bildfläche verschwunden – spurlos.

Und das weitere Wunderbare betrifft die Zahl der Mursi-Gegner. Von Hunderttausenden ist am Abend des 30. Juni die Rede – oder auch nur von Tausenden: „Tausende Ägypter fordern in Kairo Mursis Rücktritt.“ (stern.de, 18:38 Uhr) [7] Doch dann setzt eine beachtliche Entwicklung ein. In einer Meldung der Agentur Reuters vom 01.07.2013, 08:14 Uhr, steigt die Zahl auf „mehr als eine Million Menschen“ [6]. In der am 01.07. für den Folgetag produzierten Ausgabe der 'jungen Welt' klettert die Zahl weiter auf „mehrere Millionen Menschen“, die „in Kairo und anderen großen Städten des Landes auf die Straße gegangen [sind], um gegen die Politik der Regierung... zu demonstrieren“ [9]. Reuters ergänzt: „Aus Kreisen der Armee hieß es sogar, es könnten bis zu 14 Millionen Menschen an den Protesten teilgenommen haben.“ Fügt aber hinzu: „Diese Zahl erscheint allerdings unverhältnismäßig hoch“ [6] – offensichtlich die Interessen gesteuerte Überhöhung ahnend.

Doch die Skepsis hinsichtlich der vom Militär ins Spiel gebrachten Zahl ist schnell verflogen. Die Süddeutsche Zeitung meldet bereits um 14:34 Uhr ohne Relativierung: „Aus Kreisen der Armee hieß es, es könnten bis zu 14 Millionen Menschen an den Protesten teilgenommen haben.“ [8] Doch damit nicht genug: „Aktivisten sprechen sogar von mehr als 30 Millionen Menschen“, heißt es weiter in der Meldung. Allerdings bleibt die Zahl bezüglich des Tahrir-Platz in Kairo in etwa konstant: „mehr als eine halbe Million Menschen“. Damit müssten sich die restlichen 29,5 Millionen an anderen Orten in Kairo und weiteren Orten des Landes eingefunden haben. Belege für diese Behauptung: Fehlanzeige. Im Gegenteil! In einem Spiegel-Video vom 30.6.2013 heißt es: „Gegner der islamistischen Regierung reisten bereits am Vorabend aus dem ganzen Land zu den geplanten Massenprotesten nach Kairo.“ [1] Ein schwierig zu lösendes Problem: wie können die Menschen während der Proteste gleichzeitig in Kairo und an anderen Orten des Landes gewesen sein?

Die 'junge Welt' kehrt in ihrer Ausgabe vom 4. Juli zu den „Hunderttausenden“ zurück, die „auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo... den Rücktritt des islamistischen Staatschefs“ forderten [10]. Doch die Springer-Presse schwimmt weiter auf der Welle hoher Zahlen: „Die Zahl der Demonstranten liegt irgendwo zwischen 14 Millionen und 20 Millionen Menschen. Kommentatoren ägyptischer Medien bezeichnen die Proteste als gigantisch oder einzigartig in der Geschichte.“ (welt.de, 05.07.2013) [11] Das ist dem ägyptischen Schriftsteller Alaa al-Aswani nicht genug: „Es sind dreißig Millionen Menschen auf die Straße gegangen, die den Rücktritt des Präsidenten gefordert haben.“ (FAZ, 09.07.2013) [12] Doch teilweise erkennen die Herrschaftsmedien, dass sie sich unglaubwürdig machen, wenn sie solch hoch geschraubten Zahlen verbreiten: „Übertreibungen... finden ihren Weg als Fakten in die Nachrichten: 33 Millionen Ägypter waren gegen Mursi auf der Straße, heißt es“, erkennt spiegel-online am 09.07.2013 [13].

Das Phänomen der 33 Millionen

Was bedeutet der Wert von 33 Millionen? Es scheint Einvernehmen darüber zu herrschen, dass in Kairo – vorrangig auf dem Tahrir-Platz – etwa eine halbe Million Menschen gegen Mursi demonstriert hat. Und davon ist ein Anteil aus anderen Gegenden Ägyptens angereist – haben wir erfahren. Im Raum Kairo leben nach inoffiziellen Angaben bis zu 25 Millionen Menschen [21]. Gehen wir von 20 Millionen aus und davon, dass in ganz Ägypten etwa 80 Millionen Menschen leben [22]. Dann läge der prozentuale Anteil derer, die in Kairo gegen Mursi protestiert haben, bei etwa 2,5 Prozent – die Angereisten nicht berücksichtigt. Das bedeutet, dass an anderen Orten des Landes von den dort lebenden 60 Millionen 32,5 Millionen gegen Mursi demonstriert haben müssten. Das wären mehr als 50 Prozent. Unglaublich!

Doch das interessengeleitete Denken kennt kein Halten: „Die Demonstration am 30. Juni war gigantisch – die größte in der ganzen Geschichte Ägyptens: 33 Millionen Menschen zogen in die Straßen von Kairo und aller anderen ägyptischen Orte, inklusive der kleineren. Wenn man von 33 Millionen einer Bevölkerung von 85 Millionen Menschen spricht, heißt das jeder“, äußert am 15. Juli 2013 Samir Amin in einem Interview [24, ähnlich 25]. Er ist eine Person, die auf der englischsprachigen Wikipedia-Seite als marxistischer Wirtschaftswissenschaftler bezeichnet wird [23] und laut website des Friedensratschlags „Mitbegründer der kürzlich in Kairo konstituierten Ägyptischen Sozialistischen Partei“ ist [23], deren außenpolitischer Sprecher Mamdouh Habashi den Militärputsch vom 3. Juli 2013 in einem Interview mit der jungen Welt als „neuerliche Revolution“ hingestellt hat [29].

Wer ist Samir Amin? Wir erfahren: er ist 1931 in Kairo geboren und lebt in Dakar, der Hauptstadt Senegals an der Westküste Afrikas. Seit 1980 ist er dort Direktor des 'Third World Forum', einer so genannten Nicht-Regierungsorganisation (NGO). Und er ist ab 1947 Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs – bis wann ist nicht eindeutig. [23] In Zusammenhang mit einem Artikel von Samir Amin, der in den „Blättern für Deutsche und Internationale Politik“ veröffentlicht ist, steht: „1947ff“ – was immer das auch bedeuten mag. „Mursi wurde infolge eines gigantischen Betrugs gewählt“, äußert Samir Amin am 15.7.2013 in dem Interview, in dem er auch die Behauptung von den 33 Millionen aufstellt [26]. Von Wahlbetrug ist sonst fast nirgends die Rede, schon gar nicht von einem gigantischen Betrug in der Größenordnung von Millionen Stimmen, wie Amin wissen will. Lediglich in Kreisen der Israel-Lobby ist die Rede davon, dass der Gegenkandidat entgegen dem Offiziellen Ergebnis „die Wahlen knapp gewonnen“ hätte [27]. In einem Artikel über den so genannten „Arabischen Frühling“ schreibt Samir Amin am 10.6.2011, also zu einem Zeitpunkt, als der imperialistische Raubkrieg gegen Libyen in vollem Gange war, über den libyschen Revolutionsführer Gaddafi, den Gegenspieler des US-Imperialismus, der Libyen zum Land mit dem bei weitem höchsten Lebensstandard in ganz Afrika gemacht hatte [31] und der seine Vision eines vom US-Imperialismus unabhängigen, vereinigten Afrika in die Tat umsetzen wollte [30]: „Gaddafi war immer nur ein Hanswurst, dessen leerer Kopf sich in seinem berühmt[-berüchtigt]en 'Grünen Buch' widerspiegelte.“ [28] Jemand, dem die Attribute sozialistisch oder gar marxistisch anhaften, aber trotzdem einem Feindbild des „Westens“ derart unbegründet Nahrung verschafft, erweckt Verdacht.

Der Schein von Demokratie

Die exorbitant großen Zahlen dienten der Scheinlegitimation des Militärputsches vom 3. Juli 2013. Es war der Schein von Demokratie, der verbreitet werden musste. Die Mehrheit hatte angeblich entschieden: Mursi muss weg.

In wessen Interesse die Beseitigung des Präsidenten Mursi war, macht folgende Darstellung deutlich: „US-Außenminister Kerry verteidigt die Entmachtung des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär – und rechtfertigt sie mit dem Unmut der Bevölkerung“, schreibt sueddeutsche.de am 02.08.2013 in einem Artikel mit dem Titel „Umsturz in Ägypten – Kerry legitimiert Putsch gegen Mursi“ [14]. Mit einer Äußerung des außenpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder, vom 4. Juli 2013, am Tag nach dem Militärputsch, wird es noch klarer: „Ich habe Präsident Mursi, Expräsident Mursi in Berlin erlebt, ich fand... Ich hatte den Eindruck, dass es sich um einen radikalen, gefährlichen Antisemiten bei ihm handelt, der vorsätzlich gegen Israel Hetze betreibt.“ [15] Die „Union of Islamic World Students“ führt Mursi als Gründungsmitglied des Ägyptischen Projektkomitees zum Widerstand gegen den Zionismus auf. [16]

Im Februar 2014 nimmt das Zahlenspiel eine unerwartete Wende. In den Herrschaftsmedien findet sich der Artikel eines Autors, dessen Name an den NS-Mann von US-Gnaden, den ersten BND-Präsidenten erinnert: „So erfuhr die Öffentlichkeit nun erstmals aus berufenem Mund, dass die von dem koptischen Milliardär Naguib Sawiris finanzierte Bewegung bis in ihre Spitze hinein von der ägyptischen Staatssicherheit unterwandert war. Auch die 22 Millionen Anti-Mursi-Signaturen, die nie ein Unabhängiger mit eigenen Augen gesehen, geschweige denn zertifiziert hat, waren nur ein dreistes PR-Märchen. Kleinlaut räumten die Dissidenten ein, in Wahrheit seien maximal 8,5 Millionen Petitionen zusammengekommen. Ein ähnliches Hirngespinst ist auch die bis heute kursierende Superzahl von 33 Millionen Anti-Mursi-Demonstranten am Vorabend des Militärputsches – ein Massenwunder, was sich nur Leute zusammen halluzinieren können, die als Schulkinder bei den vier Grundrechenarten nicht aufgepasst haben.“ (Martin Gehlen im Tagesspiegel, 24.02.2014) [17]

Leichen im Keller

Was ist geschehen, dass einer zentralen Figur des Militärputsches, Feldmarschall Abdel Fattah al-Sissi, derartige Beschuldigungen entgegenschlagen? Es ist kaum zu glauben: das ägyptische Militär, bislang zuverlässiger verlängerter Arm des US-Imperialismus, hat es gewagt, sich an Russland zu wenden. Nur beiläufig steht im Artikel von Martin Gehlen, dass "Armeechef al-Sissi in Russland neue Waffen kauft". Es scheint den Tatsachen zu entsprechen. Al-Sissi ist am 12. Februar 2014 nach Moskau gereist [18/19]. N-TV meldet am 14. Februar unter der Überschrift „Rüstungsdeal mit Moskau – Ägypten greift nach russischen Waffen“: „Es ist ein Geschäft von weltpolitischer Tragweite: Ägypten wird Russland Zeitungsberichten zufolge Kampfflugzeuge, Luftabwehrsysteme und weitere Waffen für insgesamt 3 Milliarden US-Dollar (2,2 Milliarden Euro) abkaufen. Eine entsprechende Rüstungsvereinbarung sei bereits geschlossen worden, berichtete die Wirtschaftszeitung Wedemosti unter Berufung auf Vertreter der Regierung in Moskau und der russischen Rüstungsindustrie.“ [20]

So schnell kann es mit den Leichen im Keller gehen, von denen Arundhati Roy schreibt: jeder Staat hat seine Leichen im Keller; es ist nur die Frage, zu welcher Gelegenheit man sie hervorholt. Was der Anlass für Artikel wie den von Martin Gehlen ist, liegt damit auf der Hand. Ein falscher Schritt, und die Leichen liegen für alle sichtbar auf dem Tisch.


Vorab-Veröffentlichung aus der Quartalsschrift DAS KROKODIL, Ausgabe 8 (März 2014) – Grundsatzschrift über die Freiheit des Denkens – bissig – streitbar – schön und wahr und (manchmal) satirisch.



Mehr dazu und wie es sich bestellen lässt, hier: http://www.das-krokodil.com/



Quellen:

[1] spiegel.de, 30.06.2013, 18:00 Uhr (Artikel mit Fotostrecke und Video)
„Hunderttausende Demonstranten für und gegen den ägyptischen Präsident Mohammed Mursi ziehen durch die Straßen Kairos.“
http://www.spiegel.de/politik/ausland/aegypten-gegner-und-anhaenger-von-praesident-mursi-demonstrieren-a-908632.html

[2] AFP-Bilddatenbank, Bildlegende zu einem Foto einer Pro-Mursi-Kundgebung, aufgenommen am 30.6.2013 in Nasr-City im Osten Kairos
http://www.imageforum-diffusion.afp.com/ImfDiffusion/themes/ShowTheme.aspx?ThemeID=2133488&chgCtx=1&mui=1
dann 171966788 eingeben und Go auslösen

[3] sueddeutsche.de, 30.06.2013, 19:05 Uhr
„Mit wehenden Fahnen und lautstarken Sprechchören protestieren Hunderttausende Ägypter gegen ihren Präsidenten Mohammed Mursi... Auch in Alexandria, Port Said und Luxor gingen Ägypter auf die Straße.“
http://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-in-aegypten-hunderttausende-fordern-ruecktritt-mursis-1.1709382

[4] faz.net, 30.06.2013, 22:26 Uhr
„Hunderttausende Menschen demonstrieren in Ägypten friedlich gegen Präsident Muhammad Mursi.“
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/proteste-in-aegypten-hunderttausende-demonstrieren-mursi-zum-dialog-bereit-12265779.html

[5] junge Welt, 01.07.2013
„Hunderttausende Menschen sind am gestrigen Sonntag [30.6.2013] in Kairo und anderen Städten Ägyptens auf die Straße gegangen, um gegen den seit einem Jahr amtierenden Staatspräsidenten Mohammed Mursi zu demonstrieren.“
http://www.jungewelt.de/2013/07-01/051.php

[6] Reuters, 01.07.2013, 08:14 Uhr
„Landesweit waren am Sonntag [30.6.2013] mehr als eine Million Menschen auf die Straßen gegangen... Aus Kreisen der Armee hieß es sogar, es könnten bis zu 14 Millionen Menschen an den Protesten teilgenommen haben. Diese Zahl erscheint allerdings unverhältnismäßig hoch.“
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE96000320130701

[7] stern.de, 30.06.2013, 18:38 Uhr
Tausende Ägypter fordern in Kairo Mursis Rücktritt
http://www.stern.de/news2/aktuell/tausende-aegypter-fordern-in-kairo-mursis-ruecktritt-2032001.html

[8] Süddeutsche Zeitung, 01.07.2013, 14:34 Uhr
„Am Sonntag [30.6.2013] ... gingen landesweit mehr als eine Million Menschen auf die Straßen... Aus Kreisen der Armee hieß es, es könnten bis zu 14 Millionen Menschen an den Protesten teilgenommen haben. Aktivisten sprechen sogar von mehr als 30 Millionen Menschen... Allein auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo versammelten sich mehr als eine halbe Million Menschen.“
http://www.sueddeutsche.de/politik/ausschreitungen-in-aegypten-mehrere-minister-sollen-zurueckgetreten-sein-1.1709403

[9] junge Welt, 02.07.2013
„Mehrere Millionen Menschen waren am Sonntag [30.6.2013] in Kairo und anderen großen Städten des Landes auf die Straße gegangen, um gegen die Politik der Regierung... zu demonstrieren.“
http://www.jungewelt.de/2013/07-02/057.php

[10] junge Welt, 04.07.2013
„Auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo forderten Hunderttausende den Rücktritt des islamistischen Staatschefs.“
http://www.jungewelt.de/2013/07-04/056.php

[11] welt.de, 05.07.2013
„Die Zahl der Demonstranten liegt irgendwo zwischen 14 Millionen und 20 Millionen Menschen. Kommentatoren ägyptischer Medien bezeichnen die Proteste als gigantisch oder einzigartig in der Geschichte.“
http://www.welt.de/politik/ausland/article117771725/Mursis-Gegner-fuerchten-endlosen-Rache-Kreislauf.html

[12] FAZ, 09.07.2013, Alaa al-Aswani (ägyptische Schriftsteller):
„Es sind dreißig Millionen Menschen auf die Straße gegangen, die den Rücktritt des Präsidenten gefordert haben.“
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/gespraech-mit-alaa-al-aswani-die-aegyptische-armee-verteidigt-den-willen-der-menschen-12276436.html

[13] spiegel.de, 09.07.2013
„Übertreibungen... finden ihren Weg als Fakten in die Nachrichten: ‚33 Millionen Ägypter waren gegen Mursi auf der Straße’, heißt es.“
http://www.spiegel.de/politik/ausland/stimmungsmache-in-aegypten-trifft-westliche-journalisten-a-910126.html

[14] sueddeutsche.de, 02.08.2013
„Umsturz in Ägypten Kerry legitimiert Putsch gegen Mursi“
„US-Außenminister Kerry verteidigt die Entmachtung des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär – und rechtfertigt sie mit dem Unmut der Bevölkerung.“
http://www.sueddeutsche.de/politik/umsturz-in-aegypten-kerry-legitimiert-putsch-gegen-mursi-1.1736909

[15] dradio.de, 04.07.2013, Philipp Mißfelder, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, über Mursi (Antisemit)
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2165321/

[16] „Union of Islamic World Students“ über Mursi (Anti-Zionist)
http://www.rohama.org/en/news/8271/dr-mohamed-morsi-biography-photos-candidate-for-egyptian-presidency

[17] Tagesspiegel, 24.02.2014, Martin Gehlen über die manipulierten Zahlen (22 Mio. Anti-Mursi-Unterschriften, 33 Mio. Anti-Mursi-Demonstranten)
http://www.tagesspiegel.de/meinung/aegypten-die-zerrissene-nation/9531832.html

[18] spiegel.de, 12.02.2014, über Reise von Ägyptens Militärchef Sisi zwecks Waffenkäufen nach Moskau
http://www.spiegel.de/politik/ausland/aegypten-militaerchef-sisi-reist-fuer-waffen-deal-nach-moskau-a-952950.html

[19] german.irib.ir, 13.02.2014, über Reise von Ägyptens Militärchef Sisi zwecks Waffenkäufen nach Moskau
http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/254266-al-sisi-spricht-in-moskau-%C3%BCber-waffendeal-und-russisch-%C3%A4gyptische-beziehungen

[20] n-tv.de, 14.02.2014, über Ägyptens Waffenkäufe in Moskau
http://www.n-tv.de/politik/Aegypten-greift-nach-russischen-Waffen-article12279526.html

[21] Kairo
Inoffizielle Schätzungen geben bis zu 25 Millionen Einwohner für den Großraum [Kairo] an
http://de.wikipedia.org/wiki/Kairo

[22] Ägypten
über 80 Millionen Einwohner
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gypten

[23] Samir Amin, biografische Daten
http://de.wikipedia.org/wiki/Samir_Amin
http://en.wikipedia.org/wiki/Samir_Amin
http://selbstbefreienlernen.wordpress.com/2013/04/14/werkzeuge-fur-die-selbstbefreiung-das-denken-von-samir-amin-vorgestellt-von-dieter-senghaas-bei-der-wurdigung-anlaslich-der-verleihung-anlasslich-der-verleihung-des-11-ibn-rushd-preises-an-samir-2/
http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Nahost/amin.html

[24] Samir Amin, 15.7.2013, in einem Interview über die angebliche Zahl von 33 Millionen demonstrierenden Mursi-Gegnern:
http://samiramin1931.blogspot.de/2013/07/egypt-july-2013-interview-s-amin.html

[25] Samir Amin, 18.8.2013, in "Algérie patriotique" über die angebliche Zahl von 33 Millionen demonstrierenden Mursi-Gegnern:
http://www.pcfbassin.fr/index.php?option=com_content&view=article&id=11612:l-oui-morsi-et-les-freres-musulmans-allaient-ceder-40-du-sinai-r&catid=5&Itemid=8

[26] Samir Amin, 15.7.2013, über die ägyptischen Präsidentschaftswahlen 2012 und den angeblichen Wahlbetrug:
http://samiramin1931.blogspot.de/2013/07/egypt-july-2013-interview-s-amin.html

[27] Prof. Daniel Pipes, 18.8.2013, über angebliche „Beweise, dass Mursi in Wahrheit die ägyptische Präsidentschaftswahl verlor“
http://haolam.de/Israel-Nahost/2013-8/artikel_14484.html

[28] Samir Amin, 22.5.2011, Herabwürdigung von Gaddafi in Zusammenhang mit Ausführungen über den so genannten "Arabischen Frühling"
französisch: http://www.cahiersdusocialisme.org/2011/05/22/2011-le-printemps-arabe/
englisch (hier wird das Grüne Buch nicht als berühmt, sondern als berüchtigt bezeichnet): http://www.forumtiersmonde.net/fren/index.php?option=com_content&view=article&id=287:arab-springtime&catid=65:allarabcountries&Itemid=142
englisch (Auszug in einer anderen Übersetzung): mrzine.monthlyreview.org/2011/amin240511.html
deutsch: http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Nahost/amin.html
deutsch: http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=5115

[29] junge Welt, 23.07.2013
Mamdouh Habashi, außenpolitischer Sprecher der Ägyptischen Sozialistischen Partei, nennt den Militärputsch vom 3.7.2013 „neuerliche Revolution“
http://www.jungewelt.de/2013/07-23/049.php

[30] Werner Rügemer, 25.06.2011, über die beachtliche Politik Libyens
„Im Unterschied zu den benachbarten Diktatorenclans bereicherte Gaddafis Regime im wesentlichen nicht sich selbst, sondern modernisierte das Land, steckte die Erlöse aus Öl und Gas in kostenlose Bildung für alle und in eine Art Sozialstaat... Hinzu kam, und nun sind wir beim Kern der Sache, die Libysch-Arabisch-Afrikanische Investmentgesellschaft, die in 22 afrikanischen Staaten Bergbau-, Tourismus- und Verarbeitungs-Projekte fördert. So wurde 2010 auch der erste Telekommunikationssatellit der Regional African Satellite Communication Organization (RASCOM) realisiert: Afrika will unabhängig vom teuren und geheimdienstlich kontrollierten westlichen Satellitensystem werden. Dazu kommen die Afrikanische Entwicklungsbank (Sitz Tripolis), der Afrikanische Währungsfonds (Sitz Kamerun) und die Afrikanische Zentralbank (Sitz Nigeria): Das wäre die Befreiung von Weltbank und Weltwährungsfonds...“
http://www.arbeiterfotografie.com/nordafrika/index-nordafrika-0020.html

[31] Appell des Bundesverbands Arbeiterfotografie, 21.3.2011, u.a. zum Thema hoher Lebensstandard in Libyen
http://www.arbeiterfotografie.com/nordafrika/index-nordafrika-0012.html


Siehe auch folgende Artikel:

Analyse eines Begriffs
Arabischer Frühling
Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann in der NRhZ Nr. 404  vom 01.05.2013
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19013

Zwischen Fiktion und Wirklichkeit
Triumph der Revolution unseres großen deutschen Volkes
Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann in der NRhZ Nr. 428  vom 16.10.2013
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19561

Schauspiel in drei Akten
Betrachtung zu den Vorgängen in Tunesien, Ägypten und Libyen
von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann - 10.3.2011
http://www.arbeiterfotografie.com/nordafrika/index-nordafrika-0005.html

Online-Flyer Nr. 449  vom 12.03.2014

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