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Aktueller Online-Flyer vom 24. Oktober 2017  

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Kultur und Wissen
Internationaler Aufruf zur Unterstützung eines Filmprojekts von unten
"Wer Rettet Wen?"
Von Peter Kleinert

Sie können mithelfen, dass ein Film entsteht, der zeigt, wie Banken auf unsere Kosten gerettet werden, wie wir die Risiken des Finanzmarkts tragen und die Demokratie auf der Strecke bleibt. Der 90 Minuten Film "Wer Rettet Wen?", eine internationale Koproduktion der Filmproduktion "Kernfilm" von Leslie Franke und Herdolor Lorenz in Hamburg “ entsteht als „Film von unten“ – finanziert von denen, die ihn sehen wollen, die ihn zeigen wollen, die dieses Hilfsmittel als Aufklärung brauchen. Hier eine Kurzfassung des geplanten Projekts, das Sie unterstützen können: 
 

Quelle: Kernfilm
Der Film beginnt mit Eindrücken der Zerrissenheit unserer Gesellschaft. Politiker jonglieren mit billionenschweren Rettungsschirmen, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht.
 
Bankenrettung auf Kosten der BürgerInnen
 
Der Film geht zurück: 2008 ist der spürbare Beginn dieser Entwicklung. Da wird das erste Mal mit vielen hundert Milliarden gerettet. In allen Ländern der westlichen Welt gehen jenseits parlamentarischer Kontrolle gewaltige Summen an marode Banken. Demokratie wird außer Kraft gesetzt. Hier fragt der Film nach: Wie konnte es zu solch einer Katastrophe kommen? Wie funktionierten die „Märkte“, deren Zusammenbrechen überall die Schwächsten der Gesellschaft zu spüren bekommen?
 

Profiteure der Bankenrettung
Wir hören von Ökonomen, dass eine Rettung der Banken nicht nötig gewesen wäre. Dass der Staat eine „Good-Bank“ hätte gründen können, indem er den Banken die guten, für die Realwirtschaft benötigten Papiere samt den Spareinlagen abkauft. Damit hätte die „Good Bank“ reibungslos die Kernaufgaben des Bankensystems übernehmen können. Stattdessen hat der Staat den Steuerzahlern „Bad Banks“ mit riesigen Paketen wertloser Papiere aufgehalst. Denn 2008 saßen die großen Banken fast überall an den Kabinettstischen.
 
Die globale Rettung der Banken hat fatale Folgen. Überall sind „systemrelevante“ Finanzriesen entstanden, die erhebliche Wettbewerbsvorteile haben und größer und mächtiger sind als zuvor. So mächtig, dass sie 2009 anfingen, gegen diejenigen Staaten zu wetten, die sich durch die Bankenrettung verschuldet hatten. Die Geretteten gegen die Retter.
 
Jetzt werden Staaten „gerettet“
 
Dies eröffnet ein neues Kapitel. Die Zuschauer sind in Griechenland. Sie sehen, mit welchen Tricks ein in den USA ausgebildeter griechischer Zentralbankchef mit Hilfe der US-Investmentbank Goldman Sachs die Hälfte der griechischen Staatschulden verschwinden lässt. Das war Griechenlands Eintrittskarte in die EU. 12 Jahre später wird derselbe Schwindler als Retter des Landes eingesetzt. Die milliardenschweren Hilfspakete retten aber nicht Griechenland, sondern wieder nur die Banken. Warum ist das so? Was steckt dahinter?
 
Der Film führt auch nach Italien und Spanien
 
Dort erfahren wir von der Rolle der Ratingagenturen, die augenscheinlich Regie führen bei der Zuspitzung der Schuldenkrise. Erstaunlich dabei, dass die Eigentümer der Agenturen wie selbstverständlich von den Ratings profitieren und dabei einen Machtkomplex bilden, der das Schicksal von Staaten bestimmt. Sie drängen angegriffene Staaten zum Sparen, angeblich um die Schulden zu reduzieren. In Wahrheit werden diese Länder durch den Sparzwang wirtschaftlich in den Abgrund dirigiert. Und die Schulden wachsen immer weiter – auch weil große Konzerne und Reiche auch in Deutschland keine angemessenen Steuern zahlen, was CDU/CSU bei den Koalitionsverhandlungen mit der SPD auch für die nächste Legislaturperiode durchgesetzt haben, obwohl diese im Wahlkampf die nötigen Steuererhöhungen versprochen hatte.
 
Investmentbanker als Politiker: Sachs Government
 
Von der Frage, wie es sein kann, dass Politiker nur noch vor „verschnupften Märkten“ buckeln, kommen wir u.a. zu der Tatsache, dass Goldman Sachs nicht nur einen US-Finanzminister nach dem anderen stellt, sondern auch die EU-Wettbewerbskommissare, den Präsidenten der Europäischen Zentralbank und und...
 
Alternativen sind nötig und möglich
 
Am Ende des Films mahnen Ökonomen den sofortigen Stopp der Schutzschirm- und Bankenrettungspolitik an. Diese Strategie hat Deutschland schon jetzt in das gigantische Risiko der Haftung für über 1.000 Mrd. € fauler Kredite und zur Gefährdung der Altersversorgung geführt. Der Film zeigt ökonomische und politische Alternativen. Diese sind nicht nur seriös gerechnet, sondern wurden auch schon einmal erfolgreich umgesetzt: US-Präsident Franklin D. Roosevelt ist es 1932 gelungen, den Finanzmarkt in enge Schranken zu weisen und damit fast 70 Jahre stabile wirtschaftliche Verhältnisse zu schaffen.
Der Chef des weltgrößten Rückversicherers, der Münchner Re, Nikolaus von Bomhard fordert die Zerschlagung der „systemrelevanten“ Banken mit restriktivsten Regulierungen des Finanzmarkts. Der US-Ökonom Nouriel Rubini fragt, was denn für die BürgerInnen besser geworden sei seit der Freigabe des Derivatenhandels? Wann fangen wir an, den Märkten Fesseln anzulegen?
 
Ein Film von unten
 
„Wer Rettet Wen“ entsteht als Film von unten. Was so für Verständnis und Mobilisierung geleistet werden kann, zeigen die letzten Projekte der Filmemacher Leslie Franke und Herdolor Lorenz „Water Makes Money“ und „Bahn unterm Hammer“. Nachdem wir in der NRhZ-Ausgabe 221 vom 28.10.2009 die Finanzierung von „Water Makes Money“ erfolgreich unterstützt haben (1), rufen wir auf: Helfen Sie mit, dass dieser ebenso dringend benötigte Film ebenfalls zustande kommt. Durch Ihre Filmförderung von unten von insgesamt 130.000 EURO kann bis zum 01.03.2014 das Fundament des Films errichtet werden.
 
Sie helfen dadurch mit, auch ein Stück Ihrer Zukunft zu sichern. Mit jeder Spende sind Sie Förderer/in des Filmes. Ab 20 € erhalten Sie von „Gemeingut in BürgerInnenhand“ eine DVD-Kopie mit der Lizenz zur nichtkommerziellen Vorführung. Ab 100 € erhalten die FörderInnen die Auszeichnung Goldförderer/in. Auf Wunsch werden Sie im Abspann namentlich genannt. Ab 1.000 € erhalten die FörderInnen die Auszeichnung "Nachhaltigkeitsförderer/in" und werden als Ehrengast zur Premiere eingeladen. (PK)
 
Zahlungen bitte auf das Konto der GLS Bank
Empfänger: Wer Rettet Wen, Kernfilm, D-20099 Hamburg
Konto-Nr.: 2020346200
BLZ: 43060967
IBAN: DE49430609672020346200
BIC: GENODEM1GLS
 
(1) http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14402 und http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15395
 
 


Online-Flyer Nr. 436  vom 11.12.2013

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