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Aktueller Online-Flyer vom 19. September 2017  

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Kultur und Wissen
Kinder und Jugendliche durch einen Fußballfilm gegen Rassismus sensibilisieren
"Show Racism the Red Card!"
Von Peter Kleinert

Inspiriert durch ein Praktikum bei der englischen Organisation "Show Racism the Red Card“ gründete Andreas Hellstab im Jahr 2010 eine Initiative unter gleichem Namen in Deutschland. Seither engagiert sich eine stetig wachsende Anzahl junger Leute ehrenamtlich für diesen gemeinnützigen Verein. Die Initiative lebt durch die Mitwirkung vieler junger, motivierter Menschen, die sich über das gesamte Bundesgebiet hinweg vernetzen. Gebündelt und getragen wird diese Netzwerkarbeit durch das Büro in Berlin.

Fußballspieler Mirko Slomka - seit 2010 Trainer bei Hannover 96
Foto: "Show Racism the Red Card"
 
Hinter „Show Racism the Red Card – Deutschland e.V.“ steht die Idee, den Fußballsport als Zugang zu Kindern und Jugendlichen zu nutzen und diese in interaktiven Workshops für Themen wie Rassismus und Diskriminierung zu sensibilisieren. Deshalb produziert die Initiative jetzt seit August ihren ersten eigenen Dokumentarfilm für Kinder und Jugendliche.
 
"Wir produzieren diesen Dokumentarfilm über Rassismus und Diskriminierung in Sport und Gesellschaft, der wesentlicher Bestandteil unserer Workshoparbeit mit Kindern und Jugendlichen werden soll", schrieb Andreas Hellstab in einer Mail an die NRhZ-Redaktion. "Nicht Hooligans, Nazis in den Fankurven oder Gewalt stehen im Mittelpunkt, sondern Geschichten von Persönlichkeiten aus dem Fußball. Unsere Reise geht von der Bezirksliga über die Bundesliga bis hin zur Premier League. Wir sprechen sowohl mit AmateurfußballerInnen als auch mit Profis wie Per Mertesacker, Jérôme Boateng, Anthony Ujah und Anja Mittag. Wir nutzen prominente Vorbilder aus dem Fußball, um auf diese Themen aufmerksam zu machen. Der Dokumentarfilm soll in den präventiven Bildungsangeboten von „Show Racism the Red Card – Deutschland e.V.“ zum Einsatz kommen."
 
Jérôme Boateng vom FC Bayern München gab für den Dok-Film schon ein Interview
Jérôme Boateng im Interview.jpg
Quelle: wikipedia

Der pädagogische Film soll in der Workshoparbeit mit Kindern und Jugendlichen zur Prävention von Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung beitragen und den Initiatoren des Projektes gleichzeitig einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu den Kindern und Jugendlichen verschaffen und dadurch die im Film angesprochenen Themen und Beispiele in ihre pädagogischen Maßnahmen einbinden.
 
Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?
 
"Rassismus, Diskriminierung und soziale Ausgrenzung – leider gehören sie noch immer zum Alltag in Schulen, Sportvereinen und Stadien", heißt es in der Werbung für das Projekt. "Damit es uns gelingt, Kinder und Jugendliche früh für diese Themen sensibilisieren, lassen wir in unserem Dokumentarfilm prominente Vorbilder aus dem Fußballsport zu Wort kommen. Ihre persönlichen Geschichten und Erlebnisse vermitteln den Kindern und Jugendlichen, wie wichtig Zivilcourage und Toleranz sind. Denn erfahrungsgemäß hinterlassen vor allem starke Bilder und persönliche Geschichten einen bleibenden Eindruck."
 
Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?
 
"Durch die Unterstützung der Manfred Lautenschläger-Stiftung und des Dokumentationszentrums Deutscher Sinti und Roma konnten wir bereits erste Schritte unternehmen. Bei erfolgreicher Finanzierung ist es sichergestellt, dass der Film in gewünschter Form produziert werden kann", so die Organisatoren des Projektes. "Vor allem die Reisekosten stellen uns bei der Filmproduktion vor große Herausforderungen. Jedoch leben der Erfolg und die Aussagekraft des Films von prominenten DarstellerInnen. Wir möchten mit Hilfe von Spenden hochkarätige Gesprächspartner wie Per Mertesacker oder Anja Mittag in England und Schweden besuchen und den Film so auch um die Perspektive von SpielerInnen im Ausland erweitern. Profifußballer unterstützen das Projekt auch mit Interviews in Köln und Gelsenkirchen." (PK)
 
Der Finanzierungszeitraum für die Dokumentation läuft vom 12.09.2013 bis zum 06.12.2013, 23:59 Uhr. Kontakt zu „Show Racism the Red Card – Deutschland e.V.“ und Hinweise zu Spendenmöglichkeiten erhalten Sie auf der Homepage: www.TheRedCard.de oder per Telefon beim Geschäftsführenden Vorstand des Vereins Andreas Hellstab
Mobil: +49 (0) 160 - 94623733
Auf der Webseite www.startnext.de/de/dokufilm können Sie ab sofort die Entwicklung dieses spannenden Filmprojekts weiter verfolgen.
 


Online-Flyer Nr. 429  vom 23.10.2013

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