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Aktueller Online-Flyer vom 12. Dezember 2017  

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Fotogalerien
Ausstellung von Anne Kieschnick in der Alten Feuerwache
Von der Begreifbarkeit der Antiwerte
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

„Mut, Kraft, Durchboxen, Jonglieren – 30 Jahre Kunst in der Alten Feuerwache“ lautete der Ausstellungstitel der Bildhauerin Anne Kieschnick im Oktober 2013 in der Kunsthalle des Bürgerzentrums Alte Feuerwache (BAF). An nur wenigen Tagen entspann sich ein metaphorischer Komplex um Baustoffe und Naturthematik und die Durchdringung eines vibrierenden Raumes in Licht- und Akkustikschwingungen. „Man muß sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet…“(Cézanne) – weil die Erlebnisse künstlerischer Begegnungen ihren Raum, ihre Zeit, ihre (unverwechselbare) Aura haben.


Anne Kieschnick und Stricklieseln (2002 – 2013) in der Alten Feuerwache
Alle Fotos: arbeiterfotografie.com


Kastanie 2011, aus der Skulpturengruppe „Kölsches Gestrüpp“


Anne Kieschnick hinter Buchobjekten aus Gießharz (2000/2001)


Mohn, fünfteilige Pappmachéarbeit, 2003


Sechs Butterblumenkissen, 2003, neben Fotoarbeit (Kopie) Kuhweide 2013


Skulpturengruppe „Kölsches Gestrüpp“ – aus Paulas Garten (2007)


Skulpturengruppe „Kölsches Gestrüpp“, mit Haselnüssen, Bohnen (1990/2011), Nussschale (1989), Mariendiestel (2011) und Birne (2011), Kastanie (2011)


Blick durch Vitrine auf Pappmachéarbeiten Fingerhut, Eisenhut, Purpur-Prunkwinde, Sonnenwend-Wolfsmilch und Schlafmohn


Anne Kieschnick in der Ausstellungshalle der Alten Feuerwache


Drei Wirbel, Marmor, 1990, und andere Steinskulpturen (1990/1998) vor Frauenportraits in Plexiglasvitrinen


Klaus Stein, Kunstpädagoge, Mitglied des BAF-Vorstands, bei der Eröffnungsrede am 10. Oktober 2013 (Rede siehe unten)


Purpur – Prunkwinde blau 2012 (Detail einer Pappmachéarbeit)
 

Ausstellungseröffnung mit Mayumi Hirasaki (Violine) und Johannes Loescher (Cello): Sonate op. 5 Nr. 1 (für Violine und Cembalo oder Violone) von Arcangelo Corelli


Frauenportrait 2012 (auf der Basis eines Gemäldedetails von Domenico Ghirlandaio)


Blick in die Halle durch „Dornengestrüpp“ der Installation „Schenk mir einen Rosengarten“, 2004


Frauenportrait 2012 (auf der Basis eines Gemäldes von Bartolomeo da Veneto)


Rotkohl, Weißkohl, Grünkohl 2000 (Fotoobjekte mit Bleiblech)


Blick in die Halle durch Vitrine mit Buchobjekten aus Gießharz (2000/2001)


Anne Kieschnick hinter Stricklieseln (verschiedene Hölzer, Eiche, Kirsche, entkernt und funktionsfähig) in der Ausstellungshalle der Alten Feuerwache


Atelierkonzert mit Werken von Giovanni Antonio Piani, Antonio Caldara, Alessandro Scarlatti und Antonio Vivaldi am 11. Oktober 2013


Emilio Percan, Barockvioline (aus der Werkstatt Johannes Loescher)


Geigenbauer Johannes Loescher (links) mit Werkstatt in der Alten Feuerwache


Sopranistin Raffaella Milanesi – vor Rosengarten


Oriol Aymat-Fusté, Barockvioloncello und Luca Quintavalle, Cembalo, Raffaella Milanesi, Sopran, Emilio Percan, Barockvioline (v.l.n.r.)


Sopranistin Raffaella Milanesi – vor Dornengestrüpp


Raffaella Milanesi, Sopran – im „Kölschen Gestrüpp“


Geigenbauer und Konzertveranstalter Johannes Loescher


Raffaella Milanesi – neben Cembalo vor Mohn (Pappmachéarbeiten, 2003)


Raffaella Milanesi – vor Mohn (Pappmachéarbeit, 2003)

Atelierkonzert mit Barockmusik

Am 11. Oktober 2013 fand inmitten der Ausstellung ein spontanes Atelierkonzert statt. Raffaella Milanesi, Sopran, Emilio Percan, Barockvioline, Oriol Aymat-Fusté, Barockvioloncello und Luca Quintavalle, Cembalo, spielten die Violinsonaten in e-moll und G-Dur von Giovanni Antonio Piani sowie Vokalwerke von Antonio Caldara, Alessandro Scarlatti und Antonio Vivaldi (Kantate "Lungi dal vago volto"). Die vorgestellten Violinsonaten sind kürzlich in einer CD-Einspielung erschienen (Emilio Percan: "Affettuoso", Onyx Classics). Die gespielte Vokalmusik wird in ein CD-Projekt einfließen.

Geld ist ein zerstörerischer Antiwert

Anne Kieschnick blickt auf 30 Jahre Atelierbetrieb zurück mit Nachbarwerkstätten (Holz, Fahrrad, Kostüm, Geigenbau…), eingebunden in den sozial-revolutionären Kontext einer erkämpften, selbstverwalteten, öffentlich gemeinschaftlich nutzbaren Immobilie. Eine „Alte“ Feuerwache blieb nach Funktionsauslagerung als Gebäude, als Architekturkomplex im inneren Kölner Stadtbild stehen. Unter Denkmalschutz. Das stört(e) nicht weiter. Der im Jahr 1977 gegründete Verein "Bürgerzentrum Alte Feuerwache" e.V. (BAF) verfolgt das Ziel, den Gebäudekomplex der ehemaligen Feuerwehr zu erhalten und in ihm ein Bürger-, Kommunikations- und Kulturzentrum zu betreiben. Feste werden gefeiert, im Veedel mit der Nachbarschaft und unterhalb der Zentrumsnutzer. Tanzen, Essen, Feuerwerk. Kinderspiel und Altentreff. Leben findet statt und Raum. Heute ist die Alte Feuerwache – auch in Teilen, in Scheiben – ein begehrter Ort für „Investoren“. Sie kommen auf leisen Sohlen, und so schön die Namen (Kulturbotschaft) auch sind: Gentrifizierung, Privatisierung, Entkommunalisierung, Ent- und Übereignung von kreativem Freiraum in schnöden, toten Geldwert droht.

„Mut, Kraft, Durchboxen, Jonglieren“, so der Titel der Werkausstellung von Anne Kieschnick, die sich hier auf einen Ausschnitt und den roten Faden Natur konzentriert, hat gleichzeitig Gültigkeit als Motto eines Kunst- und Kulturortes von unschätzbarem Wert.


Rede von Klaus Stein (Mitglied des BAF-Vorstands) zur Ausstellungseröffnung am 10. Oktober 2013

Liebe Freunde, liebe Gäste, liebe Anne Kieschnick,

nehmt es mir nicht übel, daß ich zunächst auf einen anderen Künstler zu sprechen komme, auf Marcel Duchamp. Der hat vor genau hundert Jahren die schwarzlackierte Fahrradgabel samt Vorderrad auf einen weißlackierten Küchenhocker montiert. Bekannter wurden weitere Readymades von ihm: ein Flaschentrockner oder ein Urinal. Diese unschuldigen Gegenstände erhob Duchamp in den Rang von Kunstwerken, indem er sie auf einen Sockel und in eine Galerie stellte. Das Publikum bekam Gelegenheit, sich über diese Entheiligung der Kunst zu empören. Ein Verbrechen. Tatsächlich aber hatten wir es mit einem Aufklärungsschock zu tun. Denn schlagartig wurde klar: was wir am Kunstwerk schätzen, ist letztlich auf seine Aura zurückzuführen. Es muß ein Original sein. Seine Echtheit unzweifelhaft. Jede Reproduktion sorgt für die Minderung seines Tauschwertes. Der Kopist entwertet das Kunstwerk, die Fälschung ist die kriminelle Variante dieses Vorgangs. Von Gebrauchswert ist gar nicht Rede. Erst recht nicht bei industriell gefertigten Gegenständen, wenn sie es wagen, in die geheiligten Bezirke der Kunst vorzudringen.
 
Was ist Aura? Unnahbarkeit, Echtheit, Einmaligkeit. Bei Personen würden wir von Charisma reden. Walter Benjamin definiert in seinem Essay „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ (1936) die Aura etwas hinterhältig und dialektisch als die einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag. Es ist das Bündel von Erwartungen, die ganz unabhängig von seinem ästhetischen Gebrauchswert als unausgesprochene gesellschaftliche Vereinbarung auf den ästhetischen Gegenstand projiziert werden.

Es ist der innere Glanz, den ein Gegenstand erhält, wenn er voll von Erinnerungen oder mit Projektionen gesättigt ist, gar mit Heilsversprechen, wie sie etwa Reliquien abgeben. Die orthodoxen Russen küssen heute wieder die Bilder ihrer Heiligen. Allerdings sind die Bilder vorher zu deren Schutze verglast worden. Jesus großer Zeh an der berühmten Pietà von Michelangelo im Petersdom ist verschwunden, ein Tribut an die aufdringliche Zärtlichkeit der zahlreichen Gläubigen, die diesen Zeh zu küssen pflegen.

Derartiger Verehrung von Gegenständen widerspricht umgekehrt der Bildersturm. Das Denkmal von Saddam Hussein ist vom Sockel geholt worden, noch lange bevor er selbst umgebracht wurde. Die calvinistischen Ketzer, in der Regel arme Leute, stürmten 1566 die Kirchen in Flandern und zerstörten die Bilder, die sie für sündhaft hielten, wie den katholischen Klerus insgesamt, an dessen Reichtum sie sich stießen.

Unsere heutige Verehrung des Kunstwerks stellt nur eine Wendung ins Säkulare dar, aber häufig riecht es penetrant nach Weihrauch.

Bei Anne Kieschnick haben wir es mit dem umgekehrten Vorgang zu tun. Sie stellt nicht wie Duchamp Gebrauchsgegenstände in museale Räume, die für Kunst gedacht und gemacht sind, sondern setzt ihre Arbeiten schon mal Orten aus, die Kunst nicht erwarten lassen. Und dort sollen wir dann zusehen, was aus ihnen wird. Das ist einer Aura durchaus nicht zuträglich und mindert ihren Warencharakter. Zwar unterscheidet sich diesbezüglich Annes Methodik von Duchamp. Allerdings ist sie andererseits ohne ihn nicht denkbar. Kunst als Aktion, mit ungewohnten Materialien, merkwürdige Installationen an merkwürdigen Orten, die als Folie für ästhetische Mitteilungen dienen können, das hat den Ursprung bei Duchamp und der folgenden Revolte der Dadaisten. Die Performances, mit denen sie Anfang der 80iger Jahre, etwa in Oberhausen, aufgetreten ist, gehören allemal in das Dada-Genre.

Ohne Dada wären diese Kissen nicht denkbar. Gedacht sind sie für eine Weide. Die Kissen sind mit Abbildungen von Butterblumen, Hahnentritt, versehen und jetzt mit Zeitungen (eigentlich mit Heu) gefüllt. Kühe stehen erst einmal rum, wenn man solche Kissen auf ihre Weide legt. Aber die Unvereinbarkeit von Kunst und Natur fällt bald sehr deutlich ins Auge. Wenn sie länger miteinander auskommen müssen, die Kühe mit den Kissen, würden letztere womöglich bekleckert werden. Wobei ich bezweifle, daß es sich bei heutigen Rindern um Natur handelt. Kühe würden keine zwei Tage ohne Melkmaschinen und Menschen auskommen, weder besamt werden noch gebären können. Sie sind Produkt von Menschen wie wir selbst, die wir uns im Lauf der Geschichte aus der Natur herausgearbeitet haben und unter Kapitalverwertungszwängen mittlerweile dazu neigen, sie zu unserem Schaden umzuarbeiten und zu misshandeln.

Auch diese Riesenrosen hier hatten mal Gelegenheit, im Rosengarten der Bastion in der Nähe als Kunstschönes dem Naturschönen Konkurrenz zu machen. Die einzelnen Blätter sind mit Mohnöl durchfeuchtet, farbig kopierte Blätter mit Gummimilch aufgeklebt worden. Anne ist außerordentlich erfindungsreich in ihren Mitteln und Materialien. 

Ein Garten, das ist gebändigte Natur. Erst in dieser Form kann in der europäischen Kunstgeschichte die Natur und Landschaft überhaupt zum Bildmotiv geraten. Vom Urwald gibt es kein Abbild. Die Natur muß kultiviert sein, um dargestellt und genossen zu werden. Ein Garten versöhnt.

Heinrich Heine erzählt Ende 1844 im Wintermärchen von einer jungen Frau, die sich mittels Harfe musikalisch bestätigt:

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.

„Schenk mir einen Rosengarten“, da klingt der Wunsch nach einem kleinen irdischen Paradies an, er charakterisiert vor allem die Lage, in der es daran mangelt. Erstmalig wurde diese Installation 2004 in Bedburg-Hau gezeigt, in einem Zimmer mit Tür ohne Klinke auf der Innenseite. Die bunten Halbkugeln sind Rosen. Ihr Material stammt von bunten LKW-Planen.

Anne Kieschnick ist 1951 geboren, in Neschwitz in der Nähe von Bautzen, ihr Vater ist bald in den Westen gegangen, die Mutter folgte später mit der Tochter. Aufgewachsen ist sie in Duisburg, wo der Vater zunächst im Pütt, dann am Hochofen gearbeitet hat. 1976 hat sie Design an der FH in Düsseldorf studiert. Ab 1982 war sie häufig und regelmäßig in Pietrasanta in der Nähe von Carrara, um dort an Marmor plastisch zu arbeiten. Davon sehen wir einige Arbeiten aus dem Jahr 1990 und 1998. Im Café Michelangelo wird sie sicher noch heute gerne begrüßt.

Die Holzskulpturen nennt sie „Kölsches Gestrüpp“, aus Paulas Garten. Da finden sich Mohnkapseln, Pilze, Farne, es gibt Kastanien, einen Fruchtzweig, Haselnüsse, Bohnen, eine Birne. Anne erzählt, daß die Mariendistel die Leber entgiften würde. Einen Mariendistelsamen finden wir auch. Außerdem sehen wir eine Reihe von Stricklieseln unterschiedlicher Größe. Die älteste ist von 2002, die jüngste aus diesem Jahr.

Eine Vitrine enthält Bücher aus Polyester, in die Pflanzen- und Blütenteile eingeschlossen sind. Zwei flach liegende Bücher, sechs aufgeklappte. Andere Polyesterarbeiten hat sie von Wolfgang Lippert, dem Haustechniker hier in der BAF, in einen Eisenrahmen setzen lassen. Kenntnisse von Kunststoffbearbeitung hat sich Anne ab 1994 in drei Semestern an der Düsseldorfer Kunstakademie erworben.

Gifte enthalten die Pflanzen, die sie in den Pappmache-Arbeiten an den Wänden verarbeitet hat. Schlafmohn, Fingerhut, Eisenhut, Sonnenwend-Wolfsmilch, Prunkwinde – Arbeiten aus 2012. Der Mohn stammt von 2003.

Die beiden Fotoarbeiten mit dem Namen „Toskanische Ruine“ sind von 1990. Es handelt sich um Plastikplanen, die Abdrucke wiedergeben, mit Pflanzenmustern versehen und in Ruinenräume gehängt worden sind. Anne Kieschnick hat das einfallende Licht interessiert, das gebrochen, vielfältig und zufällig reflektiert wird. Auch so eine Arbeit, wie zu Anfang genannt, die nach draußen getragen wird, wo man zusehen kann, was damit passiert.

Mich interessierten zuerst die Postkarten mit Abbildungen von Frauen, meist der Madonna. Etwa hier links unten die Abbildung einer Madonna vom Altar des Heiligen Vinzenz in Venedig, in der Kirche San Giovanni e Paolo. Giovanni Bellini, einer meiner Lieblingsmaler, hat sie gemalt, in den sechziger Jahren des 15. Jahrhunderts. Die Dominikaner waren die strengen Diener und Vollstrecker der Inquisition, und Vinzenz Ferrer einer der strengsten. Seine Heiligkeit verdankt er der Versöhnung der Kirche nach dem Schisma – ihr kennt die Geschichte der Gegenpäpste in Avignon. 14. Jahrhundert. Dieses Schisma wurde bald nach dem Konstanzer Konzil beendet, dafür das mit den Protestanten neu begonnen, es ging hundert Jahre vor Luther gegen Jan Hus. Der büßte sein Ketzertum auf dem Scheiterhaufen. Aber das ist eine andere Geschichte, um die sich Anne Kieschnick gar nicht kümmert. Sie konfrontiert in diesen Arbeiten Ausschnittsabbildungen von Renaissance-Gemälden, meist Altären, mit pflanzlichen und anderen Fundstücken.

Anne Kieschnick arbeitet schon 30 Jahre lang hier in ihrem Atelier in der Feuerwache. Sie brauchte in dieser Zeit Mut, Kraft, um sich durchzuboxen, aber auch Geschicklichkeit beim Jonglieren. Die Bezirksvertretung Innenstadt subventioniert diese Ausstellung mit 300 Euro. Anne Kieschnick kommt damit wohl aus. Das ist mit Jonglieren gemeint. Von ihren vielfältigen künstlerischen Äußerungen gibt diese Ausstellung nur einen unzulänglichen Eindruck. Mehr erfährt man noch aus den ebenfalls ausliegenden Mappen.

Die Feuerwache verdankt ihre Entstehung als Bürgerzentrum dem Kampf gegen starke kommerzielle Interessen. Sie hat sich durchsetzen können. Es gilt, sie gegen drohende städtische Kürzungen am Leben zu halten. Diese Halle ist wunderbar für unsere Zwecke geeignet. Aber sie weckt starke private Begehrlichkeiten. Robert Strauch brachte mich mal drauf, daß am Ende zwar immer ein privater Nutzen herausspringt, aber: Kunst ist Teil der öffentlichen Selbstverständigung und die Feuerwache bietet dazu die Gelegenheit. Das soll so bleiben. Wir danken Anne Kieschnick für ihren wichtigen Beitrag dazu. (PK)

Online-Flyer Nr. 428  vom 16.10.2013

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Von Kostas Koufogiorgos
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